20.05.2013 15:05 Merkliste 0

Ferien-Fortbildung laut Lehrergewerkschaft unmöglich

 (Die Presse)

AHS-Lehrergewerkschafter Eckehard Quin spricht von einer jährlich wiederkehrenden "Neiddebatte" über die Ferienzeit. Derzeit fallen laut Ministerium nur fünf Prozent der Fortbildungen in die Sommerferien.

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Wien/Apa. Das geplante neue Lehrerdienstrecht sieht eine Verschärfung vor: Anders als bisher sollen Pädagogen zu 15 Stunden Fortbildung verpflichtet werden, die ausschließlich außerhalb der Unterrichtszeit stattfinden müssen. Die von politischer Seite geforderte vermehrte Fortbildung im Sommer stößt auf Widerstand der Lehrergewerkschaft. Die vorhandenen Ressourcen würden es unmöglich machen, Fortbildung nur in den Ferien anzubieten.

AHS-Lehrergewerkschafter Eckehard Quin rechnet vor, dass in diesem Fall für die rund 120.000 Lehrer in den Sommerferien 575 Fortbildungsveranstaltungen pro Woche angeboten werden müssten. Werden diese in Seminarform angeboten, würden 575.000 Nächtigungen anfallen, und zwar in der Hochsaison. Das wird wohl nur schwer zu bewältigen sein. Die Diskussion darüber nennt Quin eine jährlich wiederkehrende „Neiddebatte“ über die Ferienzeit. Derzeit fallen laut Unterrichtsministerium nur fünf Prozent der von Lehrern absolvierten Fortbildungen in die Sommerferien. An den berufsbildenden mittleren und höheren Schulen finden laut Gewerkschafter Jürgen Rainer schon jetzt zwei Drittel der Fortbildung in der unterrichtsfreien Zeit statt. Allerdings, so Rainer, gebe es „im Bereich der BHS überhaupt keine gescheiten Angebote“.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 09.08.2012)

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184 Kommentare

Re: Re: Re: Es ist der Fall!

Nun wir haben hier zwei Seiten: Einersteits die Lehrer/innen, die ein optimales Angebot machen müssen und andererseits die Schüler/innen, die LERNEN müssen - das kann man nämlich nur selber!

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: bärig
14.08.2012 19:28
1 1

Re: Re: Re: Es ist der Fall!

Das staatliche Bildungssystem IST ein Angebot! Die Menschen können/ sollen es nützen- müssen aber nicht. Schulbesuchspflicht besteht zwar, aber ob jemand etwas lernen will ist seine ganz persönliche Angelegenheit.
Die Lehrerinnen und Lehrer können jenen helfen und sie ausbilden, die dies auch zulassen. Und die sind sowieso in der Mehrheit.

Antworten Antworten Gast: wastun
11.08.2012 09:32
1 1

zwei Möglichkeiten

wir haben zwei Möglichkeiten: wir nehmen keine schlechten Schüler mit Lese-, Schreib- und Rechenschwierigkeiten in die Oberstufe auf: dann gibt es wenige sehr gute Absolventen oder so wie derzeit: wir nehmen alle auf, egal ob sie schreiben, rechnen oder lesen können: dafür senken wir das Niveau (es können ja nicht alle durchfallen in einer Klasse) - dann haben wir natürlich nicht so gute Absolventen. Das Problem bei Variante eins wäre nur, wohin dann mit den schlechten Schülern - sitzen die dann auf der Straße?

Antworten Antworten Antworten Gast: 1. Parteiloser
12.08.2012 16:12
1 0

Re: zwei Möglichkeiten- Nein, nur 1 Möglichkeit!

Die Reife für die Oberstufe müsste tatsächlich festgestellt werden, auch wenn die Schülerzahlen erst mal um 50% zurückgehen würden.
Ich bin überzeugt, dass schon in wenigen Jahren die notwendigen Grundfähigkeiten zur Verfügung gestellt würden, es wäre also nur ein vorübergehender Einbruch. Der Zulauf zu Privatschulen zum Erwerb der Fähigkeiten würde sich auch erheblich verstärken.

Wenn eine ganze Klasse die Grundfähigkeiten nicht erwerben konnte, welche zu einem Genügend reichen, dann muss das auch der ganzen Klasse im amtlichen Zeugnis mitgeteilt werden. Alles andere ist Dokumentenfälschung!

Die Schüler, welche nach der 9 Jahren Schulpflicht noch immer ungenügende Fähigkeiten haben, die werden mittelfristig in der Mindestsicherung landen. Dieses Phänomen haben wir ja heute schon zu einem wesentlichen Teil.

Die Lehrpersonen mit stark ungenügenden Leistungen, die sitzen aber im Schoss der Pragmatisierung, eventuell schon beim genießen des irren Ruhegenusse. Diese Typen, es sind zigtausende Typen, die sollten auch die Mindestsicherung genießen. Der Wahnsinn geht ja soweit, dass letztinstanzlich verurteilte Pädophilie die Einstellung wieder erzwingen konnten und eine Machtposition gegen potentielle Opfer bekommen konnten.

Das Problem mit den stark gefallenen Fähigkeiten der Absolventen ist keinesfalls nur auf die Unterstufen beschränkt, das schlägt bis zu den Akademikern durch. Was soll eine Gesellschaft mit deppaten Doktoren, vielleicht aber in Massen?

Antworten Antworten Gast: bergziege
10.08.2012 21:42
3 0

Re: Es ist der Fall!

Die bei viel zu vielen Schülern schlechten Schulabschlüsse sind bedenklich. Stimmt. In der Schule gibt es jedoch zwei Gruppen: Schüler und Lehrer. Lehrer können sich noch so bemühen, den Stoff interessant und verständlich zu vermitteln. Wollen Schüler nicht lernen, geht trotzdem gar nichts. Traurig. Aber wahr.

Antworten Antworten Antworten Gast: 1. Parteiloser
11.08.2012 09:27
1 3

Re: Re: Es ist der Fall!

Zu bemerken ist noch:

1) Es geht weniger um die schlechten Schulanschlüsse, weil doch die meisten Absolventen in den amtlichen Zeugnissen die Mindestfähigkeiten bestätigt haben. Es geht nur um traurige reale Fähigkeiten!

2) Jeder Beschäftigte in der Realwirtschaft wird nach den erreichten Resultaten beurteilt und nicht nach seinen Bemühungen. Die Lehrpersonen scheinen dazu eine vollkommen andere, vielleicht etwas kindische, Einstellung zu haben.

3) Dass die Schüler nicht lernen wollen, das kann wohl kaum der Fall sein. Kinder haben einen natürlichen Drang zum Lernen! Kann es sein, dass dieser Drag unterbunden wird?

4) Es müssen einfach die Anderen Schuld sein!

Traurig aber Wahr ist doch, dass das staatliche Bildungssystem in Österreich bald ganz Unten angekommen ist.

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: bergziege
13.08.2012 18:03
2 0

Re: Re: Re: Es ist der Fall!

Ja, es gibt Schuldige:
Handys, i-pods & Co. Sie haben keine Ahnung, wie man dahinter sein muss, dass damit während des Unterrichts nicht gespielt wird. Möglicherweise sollte für manche Schüler der Unterricht so gestaltet werden, dass sie den Stoff nicht direkt vom Lehrer hören, sondern über ihre "Lieblingsspielzeuge".
Bei den Jugendlichen spielen die vom Gesetz erlaubten langen nächtlichen "Ausgehzeiten" keine unerhebliche Rolle.

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: bärig
11.08.2012 20:22
1 1

Re: Re: Re: Es ist der Fall!

Die Jugendlichen sind gar nicht sooo schlecht aufgestellt! z.B.:Nur 37% gehen nach der Hauptschule in eine Lehrer, die anderen wollen eine weiterführende Schule besuchen! Also konnten die Lehrer sie doch gut motivieren! Ansonsten hätten sie von Schule nichts mehr wissen wollen- oder?

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: 1. Parteiloser
12.08.2012 09:27
0 1

Re: Re: Re: Re: Es ist der Fall!

Das kann man auch ganz anders sehen!

Etwa 95% der Schüler, nach 9 Jahren Schulpflicht, haben die Selbsterkenntnis, dass die Fähigkeiten nicht für ein Berufsleben ausreichen und bemühen sich daher weiter um den Erwerb der Grundfähigkeiten. Das staatliche Bildungssystem akeptiert diesen Wunsch und erklärt sich bereit fast 2/3 dieser Schüler weiterzubilden. Für 1/3 ist dieser Weg, wegen extrem schwachen Grundlagen, versperrt. Dieses 1/3 wird zu einem wesentlichen Teil an die Realwirtschaft weitergegeben um die Defizite wenigstens zum Teil zu kompensieren. Von diesem 1/3 ist aber auch ein erheblicher Teil, welcher auch für sehr einfache Tätigkeiten vollkommen unbrauchbar ist und muss in staatlichen Lehrwerkstätten betreut werden.

Ohne die Grundrechenarten zu beherrschen wird es keinen brauchbaren Maschinenschlosser geben, auch keinen Maler, keinen Maurer und keinen Tischler, etc. Damit fallen schon 23% der 15/16jährigen für eine Lehre weg. Ohne sinnerfassend Lesen zu können kann doch auch keine Lehre erfolgreich absolviert werden, da fallen dann gleich 28% weg.

Wenn Sie diese Betrachtung heranziehen, eine Betrachtung diametral zu Ihrer Aussage, dann ist nur Verzweiflung, dass so viele Schüler so lange im staatlichen Bildungssystem bleiben.

Interessanter Ansatz

Anstatt die wohl berechtigte Frage zu stellen, welche Fähigkeiten 120.000 Lehrern (angeblich) abgeht, dass es möglich ist, diese Defizite in exakt 15h zu beheben, verstrickt sich der Mann in dubiose Berechnungen.
4,8 Übernachtungen für einen 15-stündigen Kurs anzusetzen, ist ja lächerlich. Bei realistischeren Zahlen (1 Übernachtung/Person und Kurs) kommt man auf eine Steigerung von 0,4% der Übernachtungszahlen. Scheint verkraftbar.

Man kann ja wohl schwerlich wieder alle über den selben Kamm scheren und pauschal 2-tägige Schulungen verordnen. Manche bräuchten (das ist zumindest meine Erfahrung aus lang vergangenen Schulzeiten) mehr als ein ganzes Leben um zu lernen, wie man Wissen vermittelt. Und ebensoviele können da nichts mehr lernen und wären - ganz im Gegenteil - die besten Lehrer für ihre Kollegen.

Also wär´s zuerst mal sinnvoll, über Inhalte zu reden - und dann darüber, in welcher Form diese zu "verabreichen" wären.

Ahh, ich liebe Lehrer-Bashing

Schon fast wie beim Standard

liebe mitposter! melde mich grade von einer fortbildung zurück!

bin nämlich gerade 1 woche in den walliser alpen bergsteigen gewesen... fortbildungszeit: gesamt ca. 40 stunden! habe dabei viel über gletscherstände, hochgebirgsgeografie und das wetter gelernt...
ich hoffe, die neidhammel in diesem forum sind zufrieden!
grüezi! :-)

Antworten Gast: Blankensteiner Husar
10.08.2012 17:14
0 0

Das einzieg was Sie mit Steirern gemeinsam haben...

ist, dass Sie "Steier" zahlen!
Steirer und Kärntner brauchen keine Fortbildung beim Bergsteigen, denn sie sind der Berg und das Steigen in einer Gestalt!
Und über Wetter braucht er auch nichts lernen, denn er hält es einfach aus! Er lebt darin!

Steirer & Kärntner sind keine Luschen!

Re: liebe mitposter! melde mich grade von einer fortbildung zurück!

ps.: keine angst. die überschüssigen 25 stunden rechne ich nicht auf die kommenden jahre an, nächstes jahr gehe ich wieder in die berge... :-)))

8 0

Pleonasmus

Das nasse Wasser, die tote Leiche, der weiße Schimmel - und seit Schmied neu: der faule Lehrer. Arbeitsunwillig, naturfaul, fortbildungsresistent, überbezahlt.

Das alles stimmt aber nicht. Ich verrat' euch jetzt ein Geheimnis: wir Lehrer arbeiten nur auf den größten Feiertag der Pädagogen hin: den 21. März. Ende des Winterschlafes, Beginn der Frühjahrsmüdigkeit.

Und jetzt viel Spaß beim Weiterlästern...

Gast: Mutter zweier Kinder
10.08.2012 09:39
0 5

Unglaublich: 15 Stunden Fortbildung sollen unmöglich außerhalb der Unterrichtszeiten zu absolvieren sein?

Tagesmütter/-väter in Wien müssen mindestens 16 Unterrichtseinheiten an Fortbildung jährlich nachweisen, um ihren Beruf ausüben zu dürfen. Diese haben sie selbstverständlich außerhalb der Arbeitszeit und auf eigene Kosten zu absolvieren.


Antworten Gast: =josef
10.08.2012 21:08
2 0

Re: Unglaublich: 15 Stunden Fortbildung sollen unmöglich außerhalb der Unterrichtszeiten zu absolvieren sein?

Sie sind ja auch selbstständig, also ihr eigener Chef und wer sollte ihre Fortbildung zahlen?

Re: Unglaublich: 15 Stunden Fortbildung sollen unmöglich außerhalb der Unterrichtszeiten zu absolvieren sein?

bitte argumentieren sie intelligent!
wir haben "knapp mehr" als 16 stunden aufwenden müssen, um unseren beruf ausüben zu können ;-) !

Antworten Gast: pol Beobachterin
10.08.2012 10:53
1 0

Re:

Und was machen Sie da so?

Gast: pol Beobachterin
10.08.2012 09:04
11 0

Worum geht´s eigentlich?

Dass sich die Lehrer/-innen fortbilden?
Das tun sie.
(Aus verschiedenen Wegen, nicht nur auf PH Kursen)

Oder geht´s bloß darum, die sogenannten "Ferien" zu streichen, egal womit?
Damit manche Poster/-innen endlich beruhigt schlafen können.

Antworten Gast: XFH 2000
10.08.2012 11:32
0 6

Naja, das hiesige Grundprinzip lautet:

47 Wochen Arbeit, 5 Wochen Urlaub. So gilt es für alle anderen unselbständig Beschäftigen dieses Landes.

Antworten Antworten Gast: pol Beobachterin
10.08.2012 11:41
5 0

Re: Naja, das hiesige Grundprinzip lautet:

Alle Erklärungen zu ignorieren und mit der Argumentation wieder bei Null zu beginnen.

Antworten Gast: Breinnner
10.08.2012 11:14
0 8

Es geht darum,

dass Lehrer endlich zu arbeiten beginnen. So wie alle anderen auch.

8 0

Re: Es geht darum,

Na klar. Die Lehrer sitzen den ganzen Vormittag, in vielen Schulen auch Nachmittag gemüt.ich beim Kaffee und schauen den Schülern zu, was die so treiben. Heftkorrekturen erledigen sichnzum Glück auch von selbt, Schularbeiten, Reifeprüfungen, Diplomarbeiten verbessern sich die Schüler sellbst und schreiben sich gleich die Noten drunter und so weiter und so fort.
Ach, ist es nicht wunderbar, diesen einzigartigen Beruf zu haben, wo man als wirklich einziger nichts arbeitet, eine Menge Geld verdient und nur Freizeit hat!!!!!

Antworten Antworten Antworten Gast: erstklassik
10.08.2012 13:46
0 4

Re: Re: Es geht darum,

Erstklassige Komik! Ich seh ja eh, wieviel meine Mutter zu Hause an ihren Arbeitsblättern, etc. feilt.

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: bergziege
10.08.2012 17:00
2 0

Re: Re: Re: Es geht darum,

Wer glaubt das nicht und gibt "mcblie" ROTE STRICHERLN? Soll ihm unterstellt werden, dass er über seine Mutter ironisch schreibt? So irgendjemand "Nachhilfe" benötigt: Er berichtet von TATSACHEN. Die Annahme, dass Lehrer vormittags und auch nachmittags in Klassenzimmern herumlehnen um danach nur mehr privatisieren dürfen, ist gefehlt. Neider werdet Lehrer und ihr werdet sehen wie gemütlich so manche Schultage sind. Und danach gibt es die "Hausaufgaben", die zeitweise bis in die Nacht hineinreichen könnten.

0 12

An den

Farben der Stricherl und den rabiaten Postings erkennt man, dass die Presse überdurchschnittlich viele Lehrer als Leser hat und dass die viel Zeit haben, (vermutlich während der Fortbildung) die Meinung anderer niederzumachen.

Re: An den

wir machen niemanden nieder, wir treten nur gegen die meinung mancher mitbürger auf, die keine sinnvolle meinung zu diesem thema haben können.
ich nenne das unmündig.
schöne grüße aus meinen wohlverdienten ferien! :-)

Antworten Gast: wasistihrebotschaft
10.08.2012 11:18
3 0

Re: An den

...und Ihre Botschaft ist?

11 3

Fortbildung

Schon mal was von der virtuellen PH gehört? Schon mal was davon gehört, dass man Fachbücher und Fachzeitschriften lesen kann? Das und vieles mehr zählt eben auch zur Fortbildung, und die findet immer statt, an den Abenden, Wochenenden, in den Ferien.
Außerdem würde ich jetzt wirklich gerne einmal eine Statisik darüber sehen, wie viele Arbeitnehmer sich im Urlaub auf Fortbildungsveranstaltungen befinden.

Antworten Gast: YY4
10.08.2012 11:19
0 5

Das tun alle anderen fortbildungsverpflichteten Berufe

in Österreich auch. Aber, um den Fortschritt der Bildungsbemühungen auch überwachen zu können, muss man halt eben auch manchmal Kurse belegen. ALLE ANDEREN schaffen das (vom Zahnarzt bis zum LKW-Fahrer), Ihr Lehrer werdet es auch schaffen.

7 0

Re: Das tun alle anderen fortbildungsverpflichteten Berufe

Das tun sie, gerade im BHS-Bereich! Oder glauben sie, dass man zum Beispiel Wissen über neue Software im Schlaf aufnimmt?

Re: Fortbildung

Arbeitnehmer müssen ihre Fortbildung in der Freizeit und auf eigene kosten machen, außerdem haben sie nicht 3 Monate !!! Urlaub im Jahr.

Re: Re: Fortbildung

Also mein Mann hat in der Privatwirtschaft bei verschiedenen Unternehmen gearbeitet und diverse Weiterbildungskurse besucht, von denen einer allein schon einige tausend Euro kostet und er musste kaum außerhalb der Dienstzeiten Kurse besuchen und gezahlt haben diese Kurse immer die Dienstgeber. In meiner Zeit in der PW habe ich auch Kurse besucht, die zur Arbeitszeit zählten, weil angeordnet. Ich musste für diese Kurse nie privat zahlen. Also nach meiner Erfahrung sind Weiterbildungsmaßnahmen in der PW, die vom Dienstgeber angeordnet werden immer von diesem zu finanzieren und tlw. werden auch freiwillige Kurse von den Firmen gezahlt. Klar, wenn ich Buchhalter bin und einen Kurs für Chinesisch machen möchte, werd ich ihn privat finanzieren müssen, aber wenn der Dienstgeber sie anordnet, kommt er idR dafür auf.

Re: Re: Fortbildung

berufswahl ist also doch intelligenzsache ! ;-)

Antworten Antworten Gast: pol Beobachterin
10.08.2012 10:54
5 0

Re: Re: Fortbildung

Ist dass wirklich so, dass sich ein Großteil der österrreichischen Arbeitnehmer/-innen während des Urlaubes auf eigene Kosten in Kursform weiterbildet?

Antworten Antworten Antworten Gast: Haro von Wenen
10.08.2012 11:29
0 0

Urlaub?

Ferien sind kein Urlaub, sagt die Lehrer-Gewerkschaft doch immer.

3 0

Re: Re: Fortbildung

Danke, wollt ich wissen. Denn ich bin nur ein dummer, fauler Lehrer, der vom wirklichen Leben keine Ahnung hat!

Antworten Antworten Antworten Gast: erstklassik
10.08.2012 13:47
0 0

Re: Re: Re: Fortbildung

Erstklassige Komik!

Fortbildung

täte so manchem Gewerkschafter auch gut bekommen!

Lehrer = fauler Hund?

Warum wehren sich diese faulen Leute gegen ein wenig Arbeit während der Ferien?

Mir kommt es immer mehr vor daß es nur einen Grund gibt um Lehrer zu werden und zwar viel ja sogar sehr viel Freizeit haben zu wollen.

ich denke an die Debatte in der Vergangenheit mit längeren Aufenthaltszeit in der Schule, was kamen da für Argumente, kein Platz im Lehrerzimmer, Blabla, die halbe Schule ist ab 12:00 leer.

Es werden immer neue schwachsinnige Gründe gefunden um ja keine Sekunde mehr als nötig in der Schule verbringen zu müssen.

Wo sind die Lehrer die mit Leidenschaft bei der Arbeit sind?
Aber auch, wo sind die Schüler die die Lehrer respektieren und wo der Lehrer nicht der Blitzableiter für ihrer Aggressionen ist?

Ich denke es muss ein Umdenken her, die Schüler gehen in die Schule um etwas zu lernen und die Lehrer sind auch gewillt ein wenig ihrer kostbaren Freizeit für ihrer wissbegierigen Schüler zu opfern. Dann brauchen wir uns auch nicht vor PISA zu fürchten.



Re: Lehrer = fauler Hund?

Tja, ganz einfach: weil sie dafür nichts bekommen.

Nichts bekommen sogar in zweierlei Hinsicht: Die Sommerferien sind für Lehrer unbezahlter Urlaub (nachzulesen im Geschichtsbuch bzw. den Dienstgesetzen).

Genau das - nicht jetzt auf den Einzelfall bezogen - war der Grund, warum ich den Lehrerjob an den Nagel gehängt habe.
Es sind immer mehr Aufgaben und Tätigkeiten hinzugekommen, für die man erstens nicht ausgebildet war (Techniker, Sozialarbeiter, Psychologe, Erziehungsberater, Karriereplaner, Ersatzerltern, ...) und zweitens entweder gar nicht bezahlt wurde oder lächerlich mit einer Pauschale, die Lächerlich ist, abgespeist.

Ich verstehe meine Ex-Kollegen und deren Gewerkschaft.

abgesehen davon, dass ich bestätigen kann, dass die Qualität der meisten PH-Kure misserabel ist.

Und selbstfinanzierte bzw. organisierte Fortbildung (Sommeruni, Sprach-/Kulturreisen, Fachseminare, fachliteratur, ...) werden in der Statistik ja nicht erfasst, da das Ministerium ja nur über die PH bescheid weiß und des Rest ja sowieso nicht bezahlt.

Antworten Antworten Gast: Maier Himalaya
10.08.2012 11:26
0 2

Es gibt in Österreich 100e Berufsgruppen,

die Fortbildungen besuchen müssen. Aber keine wird dafür gesondert bezahlt.

Antworten Antworten Gast: Denka09
10.08.2012 11:25
0 2

Das Jahresgehalt der Lehrer

enspricht aber einem Job mit 52 Wochen (davon 6 Wochen Urlaub) Tätigkeitsverplichtung. Von "unbezahlten Ferien" kann natürlich nicht geredet werden.

Re: Das Jahresgehalt der Lehrer

Für lehrer höherer Schulen: Es gab vor Jahren eine Arbeitszeitstudie, die das BMUKK (mit SORA, wenn ich mich recht erinnere) durchgeführt hat und tunlichst verschweigt, wo erhoben wurde, dass Lehrer auf die selbe Arbeitszeit, wie normale Dienstnehmer kommen. Das Ergebnis passte halt leider nicht zu den Absichten des BMUKK.

Und geschichtlich ist es trotzdem so, dass man anstatt die Lehrer im Sommer stempeln zu schicken ihr Jahresgehalt gleichmäßig über das Jahr auszahlt. Bei Vertragslehrern erkennt man dies auch noch im Dienstrecht (§44d. (1) und (4)).

Und bei den Landeslehrern ist die Jahresarbeitszeit sogar gesetzlich festgeschrieben - daher ist unter dem schuljahr auch keine Rede von einer 40 Stundenwoche.

Ich weiß, die Fakten gefallen manchen nicht, aber es ist nunmal so. Und ich habe auch keinen Grund mich zu verteidigen...mich stört nur die uninformiertheit und das Herumbrüllen und Polemisieren mit Halbwahrheiten.

Antworten Antworten Gast: NPT
10.08.2012 10:37
0 1

Re: Re: Lehrer = fauler Hund?

Wie wär's mit einer Fortbildung in Rechtschreiben, Herr "Ex-Lehrer"?

Re: Re: Re: Lehrer = fauler Hund?

Wenn Siwe ansonsten nichts beizutragen haben, ist das auch OK.

Mit den Handy schnell tippen geht meist nicht besser :-)

Antworten Antworten Gast: gast21_
10.08.2012 08:19
0 0

Re: Re: Lehrer = fauler Hund?

danke für die Dar(Klar)stellung.

solche interessensvertreter tun den von ihnen vertretenen nichts gutes...

die rechnung des hrn. quin ist dümmlich und der daraus folgende schluss der neiddebatte lächerlich und völlig realitätsfern.

dabei gäbe es genügend themen, die wirklich ein skandal sind. und für die man sich als interessensvertreter einsetzen könnte:

z.b. das immense gefälle im gehalt zwischen junglehrern und langzeitlehrern. das zum teil wirklich skandalöse arbeitsumfeld in der schule. das völlig fehlende durchsgriffsrecht gegenüber problemschülern. die sehr beschränkten perspektiven für einen jobwechsel usw. usw.

so bleibt wieder nur der schale geschmack völlig ungerechtfertig ausgedehnten urlaubs...die lehrer können sich bei iher interessensvertretung bedanken.

Gast: Zenzine
09.08.2012 19:07
4 0

Ich verstehe die Aufregung nicht

Eine bestimmte Stundenzahl an Fortbildung, die innerhalb eines gewissen Zeitrahmens absolviert werden muss, ist doch in Ordnung? Ist es nicht egal, ob die Fortbildung nun in den Ferien, am Wochenende, oder an den Abenden absolviert wird?

Mir kommen lediglich die 15 Stunden ein bisschen wenig vor, zumindest wenn damit 15 Stunden/Jahr gemeint sind.

Antworten Gast: pol Beobachterin
10.08.2012 09:29
2 0

Re: Ich verstehe die Aufregung nicht

Irgendwer muss die Fortbildungen auch bezahlen.

Wenn Sie 15 Std Fortbildung für ca. 70.000 Pflichtschulleher/innen benötigen, kommt da schon einiges an Referentengeldern zusammen. (pro Kurs ca. 20 Teilnehmer/-innen)

Und das ist die unterste Grenze.
Deshalb ist die PH wahrscheinlich sogar froh darüber, dass sich sie Lehrer/-innen auch an anderen Stellen (online...) fortbilden.

Eduard 2013

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