26.05.2013 11:22 Merkliste 0

PH-Tirol-Rektor: Gewerkschaft klagt Schmied

 (Die Presse)

Nach seiner Abberufung durch Unterrichtsministerin Claudia Schmied kämpft der designierte PH-Tirol Rektor Elmar Märk um seinen Job. Die Gewerkschaft kündigte jetzt eine Klage gegen die Republik an.

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Innsbruck/APA/J. N.  Die Causa Elmar Märk sorgt für einen weiteren Knalleffekt. Die Gewerkschaft Öffentlicher Dienst Tirol (GÖD) kündigte eine Klage gegen die Republik an. Sie will die Abberufung des designierten PH-Tirol Rektors Märk durch Unterrichtsministerin Claudia Schmied (SPÖ) nicht hinnehmen. „Wir werden beim Arbeitsgericht auf Einhaltung des ausgestellten und de facto schon abgeschlossenen Dienstvertrages klagen“, sagt Gerhard Seier, der Tiroler GÖD-Landesvorsitzende.

Der Hintergrund: Märk war von Schmied Ende Juli – noch vor seinem Amtsantritt am 1. Oktober – abberufen worden. Der designierte Rektor hatte sich in einem Interview mit der Austria Presse Agentur für die langfristige Integration der Lehrerausbildung in die Unis ausgesprochen und widersprach damit den Plänen der Unterrichtsministerin. Ihr Ziel ist es, die PH zu Pädagogischen Unis aufzuwerten. Angesichts der Aussagen Märks sprach Schmied von einem „massiv gestörten Vertrauensverhältnis“.

Schmied will Juranek als Rektor

Kurz nach Androhung der Klage durch die Gewerkschaft reagierte die Ministerin. Sie unterstrich noch einmal: Märk werde ab 1. Oktober nicht an der Spitze der PH Tirol stehen. Die Geschäfte sollen weiter vom bisherigen Rektor Markus Juranek gelenkt werden. Schmied bestätigte diesen für weitere fünf Jahre im Amt – obwohl sie sich ursprünglich gegen ihn und für Märk entschieden hat. Angeblich soll auch das Verhältnis zwischen Schmied und Juranek nicht das beste sein.

Die Gewerkschaft zeigt sich kämpferisch: „Sollte Schmied nicht doch noch einlenken, wird das einen ganzen Rattenschwanz nach sich ziehen. Das wird noch ärger als bei Entacher (Edmund Entacher, Generalstabschefs des Bundesheeres, Anm.)“, spielt Seier auf dessen Abberufung durch Verteidigungsminister Norbert Darabos (SPÖ) an.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 29.08.2012)

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27 Kommentare
 
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Gast: Sueton
30.08.2012 22:55
0 0

Und jetzt ...

... stelle man sich vor, das hätte eine schwarze Ministerin oder ein schwarzer Minister getan.

Schöne Grüße aus der Löwel-Straße und natürlich auch noch vom Küniglberg!

Gast: Brüderlein
29.08.2012 12:03
1 1

Gebrüder Märk

Es sollte eine Frage des Anstandes sein, in Tirol innerhalb einer Familie nicht ein Monopol bei bildungspolitischen Führungspositionen anzustreben. Das hätte die Familie Märk wissen müssen. Und das gilt umso mehr, wenn dieses Monopol über eine Partei wie die ÖVP erreicht werden soll, die ihrerseits auf der politischen Ebene eine erdrückende Dominanz in Tirol aufweist.

Antworten Gast: info
29.08.2012 14:58
1 0

Re: Gebrüder Märk

Beide Brüder sind parteilos!
Der Hochschulrat, der die Bestellung Märks einstimmig vorgenommen hat, enthält auch drei SPÖ-Mitglieder!

Antworten Gast: der anstand
29.08.2012 14:53
0 0

Re: Gebrüder Märk

Ich verstehe nicht ganz, wieso bildungspolitisches Engagement "unanständig" sein soll!?

Das Problem ist

dass sich Österreich eine Unterrichtsministerin leistet, die weder fachlich, noch intellektuell, noch aufgrund ihres Sozialverhaltens als Erwachsene bezeichnet werden dürfte. Ich würde sie als Arbeitgeber als Raumpflegerin einsetzen!

Antworten Gast: Offener
29.08.2012 09:11
1 5

Re: Das Problem ist

@ hofa: Na du musst die Qualifikationen von Frau Schmied ja sehr genau kennen, oder? Wahrscheinlich gleich gut wie die von Herrn Märk.
Mir bleibt grad die Hoffnung, dass du nicht wirklich Unternehmer bist, der Leute einstellt, ansonsten würde ich dir dringend Unterstützung anraten.

Antworten Antworten Gast: Betrachter
29.08.2012 09:44
1 2

Re: Re: Das Problem ist

Sehr treffend auf den Punkt gebracht! Der Fall Märk wird für billiges Schmied-Bashing missbraucht. Die Probleme liegen hier aber nicht in Wien, sondern in Tirol. Solange man das nicht einsieht, wird sich in Tirol nie etwas verbessern.

Antworten Antworten Antworten Gast: ein tiroler
29.08.2012 22:18
1 0

Re: Re: Re: Das Problem ist

AHA....das Problem in Tirol ist also, dass dort die einfältigen, ländlichen Eingeborenen sich erdreisten sich zu wehren, wenn in Wien Arbeitsrecht, Verwaltungsrecht und Verfassungsrecht mit Füßen getreten werden?!

und das ohne

volksbefragung. aber doch a bisserl wie die justiz: heute so, morgen anders. vielleicht.

Gast: Ludmilla
28.08.2012 20:37
0 8

Die sind normal nur für die arbeitsscheuen da.

Normal bin ich gegen rot. Im Schulsystem teilweise für rot.

Re: Die sind normal nur für die arbeitsscheuen da.

teilweise??? Ist 99% teilweise???

Antworten Antworten Gast: Ludmilla
29.08.2012 20:06
0 1

die roten SPÖ sind für mich nicht sozial

im schulsystem eher schon. Viellliecht kommt noch die Zeit wo der staat seine Angestellten nicht mehr bezahlen kann. Dann werdens froh sein die lehrer wenns 40 stunden Arbeiten dürfen ums halbe Geld.

Gast: PolisTyrolensis
28.08.2012 20:09
7 0

Karrieren in Tirol

Der Fall Märk war sicherlich bitter für alle Beteiligten, aber dennoch hat er wertvolle Einsichten erbracht in die Funktionmechanismen eines Landes, das noch immer "fern von Europa" ist.

Es ist erschütternd zu sehen, wie der ganze Fall Märk nur als Politikum diskutiert wird. Wo bleibt hier die Frage der fachlichen Qualifikation? Entscheidet allein das Parteibuch?

Und wie ist es möglich, dass ein Gutachten beim Angestellten des Bruders (!) in Auftrag geben wird - mit Steuermitteln? Wen will man damit überzeugen? Glaubt man, dass das in Wien nicht durchschaut wird?

Interessant auch die Stellung von Ivo Hajnal: Senatsvorsitzender an der Universität Innsbruck und Mitglieder des Landesschulrats. Königsmacher auf zwei Ebenen und zum Zuge kommt ein Brüderpaar.

Wohl in keinem Bundesland gibt es solche personelle Verquickungen wie in Tirol.

Re: Karrieren in Tirol

Neeeein sicher nicht, das gibt nuuuuur in Tirol. Das die gesammte Stadt Wien inkl. Heute, Krone, Echo Verlag, Stadtwerke, Faymann, Ostermayer etc. miteinander verbandelt sind ist sicher nur Zufall.

Wann wird diese Dame

endlich in eine Bank entsorgt?

Z.B. als Raumpflegerin.

Gast: Tonus
28.08.2012 18:55
4 3

Antike

Verbissene Sappho

schade!

dass es bei Ministerinnen keine "Fristlose" gibt ...

Gast: xbrou
28.08.2012 17:33
7 2

schmied

Warum rüffelt der Bundesheinzi Schmied nicht ?

Die Frau Ministerin Schmied


ist rücktrittsreif.

Sie hat keine Handschlagqualität. Man kann mit ihr nicht mehr zusammenarbeiten, besonders dann nicht wenn man andere Meinungen wie sie vertritt.

Das Thema "Bildung" ist viel zu wichtig, als dass es von einer Dialog-Verweigerin im Ministeramt repräsentiert wird.

Gast: Lammer H
28.08.2012 16:48
6 2

Schmied und Darabos

gehören fristlos entlassen aus dieser Roten Meute, nicht Entacher und Märk!

Gast: info
28.08.2012 16:41
3 0

Juranek war übrigens vom Hochschulrat drittgereiht

...und nicht einfach "einer von drei Kandidaten"

Schmied&Darabos - ein Sittenbild.


Gast: Lämpel
28.08.2012 15:25
4 2

Teamfähigkeit und Sozialkompetenz

Ja, nun stellen sich alle ÖVP-dominierten Institutionen hinter den Märk-Bruder und fordern mit Entrüstung seine Wiedereinsetzung.
Würde mich wundern, wenn für einen einfachen Lehrer, der vielleicht noch das Pech hat, der falschen Partei anzugehören, ebenso viel Aufwand betrieben würde. Dann ist das Argument der fehlenden Teamfähigkeit und der unzureichenden Sozialkompetenz rasch zur Hand. Diese Eigenschaften sind gar in der Schule sehr wichtig und wir nehmen sie sehr ernst, heißt es dann stets. Und der Betreffende ist dann schneller auf der Straße, als er sich es sich versieht.

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Re: Teamfähigkeit und Sozialkompetenz

...sowie aller politischen Parteien in Tirol..
Aber oft liest man nur das, was man lesen will.

Antworten Antworten Gast: Politikon
28.08.2012 16:27
5 1

Re: Re: Teamfähigkeit und Sozialkompetenz

Gibt es in Tirol noch andere Parteien neben der ÖVP?

Antworten Antworten Antworten Gast: info
28.08.2012 17:04
2 3

Re: Re: Re: Teamfähigkeit und Sozialkompetenz

drei der fünf Mitglieder des Hochschulrats (der ja die Bewerbungsgespräche geführt und die Reihung nach Qualifikation durchgeführt hat...und sich EINSTIMMIG nach wie vor für Märk auspricht) sind übrigens direkt von der Ministerin selbst bestimmt und somit SPÖ-nahe!
http://ph-tirol.ac.at/de/content/hochschulrat

 
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Eduard 2013

Schlagzeilen Bildung