23.05.2012 08:15 | Meine Presse Merkliste 0

Homosexualität in der Schule: Mein Lehrer ist schwul

BERNADETTE BAYRHAMMER (Die Presse)

Nur die wenigsten homosexuellen Lehrer können mit ihrer sexuellen Orientierung offen umgehen. Denn an vielen Schulen herrscht ein schwulenfeindliches Klima - bis hin zu Psychoterror und Drohbriefen.

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Wien. Das Aprilwetter ist gnädig. Gerade noch rechtzeitig haben sich die Wolken verzogen, deshalb regnet es nur Reis und Rosenblätter, als Johannes Langer und sein Partner Simon aus dem Amtshaus in Wien Ottakring treten. Die beiden haben soeben ihre gleichgeschlechtliche Partnerschaft eintragen lassen. „Ich finde das cool“, sagt Kevin. Der Achtklässler steht inmitten einer Schülergruppe – Johannes Langer ist sein Deutsch- und Musiklehrer am Tschechischen Gymnasium in Wien. Auch das komplette Lehrerkollegium ist angerückt, um die Verpartnerung ihres Kollegen zu feiern.

Der 48-Jährige ist seit über 20 Jahren Lehrer und bereits seit seinem Unterrichtspraktikum geoutet. „Das ist ganz spontan passiert“, erzählt er. In einer Musikstunde spricht sein Betreuungslehrer über den (homosexuellen) russischen Komponisten Peter Tschaikowsky. Langer schaltet sich ein und klärt die Klasse über seine eigene sexuelle Orientierung auf. Nicht zum Wohlgefallen des Direktors („Der war erzkonservativ“) und mit handfesten Konsequenzen. Der Schulleiter verhindert, dass Langer nach seinem Praktikum die Stelle als Musiklehrer bekommt, für die er ursprünglich vorgesehen war. „Das hatte nur mit der sexuellen Orientierung zu tun“, sagt Langer.

Dass schwule Lehrer am Arbeitsplatz diskriminiert werden, ist kein Einzelfall, auch heute nicht. Das beweist eine erst kürzlich veröffentlichte deutsche Studie. Mehr als 1000 Lehrer hat Arne Müller dafür befragt. Der 29-Jährige, selbst schwul, selbst Lehrer, wollte herausfinden, welchem Stress schwule Lehrer ausgesetzt sind. Die Ergebnisse sind erschreckend.

 

Psychoterror und Drohungen

Zwar erhielten zwei Drittel der Befragten bei ihrem Outing in der Schule (auch) positive Reaktionen, weitere 15 Prozent erlebten allerdings ebenso Beleidigungen, Belästigungen oder Gewalt. „Die Zahl der Fälle ist zwar relativ niedrig“, sagt Müller, „aber es gibt extreme Ausbrüche ins Negative.“

So berichten schwule Lehrer von Psychoterror und Drohbriefen, sogar von Kollegen, die ihnen sexuelle Belästigung ihrer Schüler unterstellten. Der Großteil der verbalen, psychischen und körperlichen Gewalt geht aber von den Schülern aus. Mehr als 40 Prozent der befragten deutschen Lehrer wurden wegen ihrer sexuellen Orientierung von den Schülern diskriminiert (siehe Grafik unten).

Johannes Langer ist das noch nie passiert, sagt er. Wolfgang Schmidt schon. Ein Mal jedenfalls: Schüler fügten damals auf einen Info-Zettel mit seiner Unterschrift schwulenfeindliche Äußerungen hinzu. Wolfgang Schmidt unterrichtet an einem Linzer Gymnasium, und er heißt nicht wirklich so. Er will anonym bleiben, denn an seiner Schule wissen nicht alle, dass er schwul ist – schon gar nicht der Direktor. „Früher hätte ich Angst gehabt“, sagt Schmidt. Mittlerweile hat er keine mehr. Aber er sehe einfach keine Veranlassung, mit seinem Chef so private Dinge zu besprechen. „Vielleicht scheue ich auch die Konfrontation.“

Der Linzer Lehrer gehört zur großen Mehrheit. Statistisch hochgerechnet gibt es in Österreich fünf- bis zehntausend schwule Lehrer und lesbische Lehrerinnen. Wie viele von ihnen in der Schule geoutet sind, weiß man nicht genau. „Die allerwenigsten“, sagen schwule Lehrer selbst. Kaum jemand handhabe das so offen wie er, sagt auch Langer.

Muss es denn sein, dass ein Lehrer vor seinen Schülern seine sexuelle Orientierung thematisiert? „Ein offensives Outing habe ich noch nie betrieben“, sagt Langer. Aber es ergibt sich eben. Wenn er etwa erzählt, was er am Wochenende unternommen hat, dass er mit seinem Partner einen Ausflug gemacht hat oder im Konzert war. „Wenn es sich anbietet, erzähle ich halt aus meinem Leben“, sagt er.

 

Role Model für Schüler

Aber natürlich will er auch Role Model sein, für schwule Schüler und lesbische Schülerinnen. Denn diese haben es besonders schwer (siehe auch Bericht unten). Wenn die Lehrer offen mit ihrer Homosexualität umgehen, sehen auch die Schüler, dass das normal ist. Und trauen sich eher, zu ihrer sexuellen Orientierung zu stehen.

„Es wäre gut, wenn die Schüler auch von ihren Lehrern mitkriegen, dass das ein gängiges Lebensmodell ist“, sagt Schmidt, der anonyme Lehrer aus Linz. Allerdings will er nicht selbst an vorderster Front kämpfen. „Ich bin mir irgendwie eine Spur zu wertvoll, um mich da hinzustellen.“ Verständlich, bei den negativen Erfahrungen, die viele schwule Lehrer immer noch machen.

Die Schule ist „kein sehr wohlmeinendes Biotop“ für schwule Lehrer und lesbische Lehrerinnen, sagt Gregor Faistauer, Sonderschulpädagoge und bis vor vier Jahren Obmann der Homosexuellen Initiative (Hosi) Salzburg. „Es wird ein bisschen so gehandhabt wie bis vor Kurzem in der US-Armee“, sagt er. „Don't ask, don't tell: Homosexualität zu leben ist okay – solange nicht darüber geredet wird.“ Faistauer vermisst institutionalisierte Information und Prävention an den Schulen. „Es muss an jeder Schule geklärt sein: Bei uns gibt es keine ,schwule Sau‘.“

An Langers Schule hört man diesen Ausdruck kaum. Er hat das seltene Glück, an einem Gymnasium zu unterrichten, an dem seine sexuelle Orientierung als ganz normal angesehen wird.

Vor dem Amtshaus haben ihm seine Schüler inzwischen gratuliert; nun schnappen sie sich die letzten Häppchen vom Buffet. Für die Jugendlichen sei es immer selbstverständlich gewesen, dass Langer schwul ist, sagt eine Kollegin. Sie hätten immer mit Interesse und Wohlwollen auf seine sexuelle Orientierung reagiert, sagt Langer selbst. „Das geht so weit, dass manche es chic finden, dass sie einen schwulen Lehrer haben.“

(c) Die Presse / GK

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 04.04.2011)

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54 Kommentare
 
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Gast: Neufünfhaus
19.04.2011 15:39
1 0

erfreulich unaufgeregt...

... betrachtet meine Tochter dieses Thema. Johannes Langer ist ihr Musiklehrer, allen Mitschülern ist seine homosexuelle Orientierung klar gewesen, schon bevor sie zur Verpartnerung eingeladen wurden. Nur war das anscheinend für niemanden ein Grund, ihn zu be-/verurteilen, sondern einfach eine Tatsache.

Auch von anderen LehrerInnen wissen die Schüler, ob sie verheiratet, geschieden, mit PartnerIn, mit oder ohne Kinder leben. Ich freue mich jedenfalls, dass auch ein homosexueller Lehrer sich öffentlich zu seinem Partner bekennen kann, die Feier soll übrigens super gewesen sein.


smint
14.04.2011 11:32
0 0

spiegelbild

Die abwertenden Userkommentare sprechen eigentlich bei dem Thema für sich ...

Gast: xuv
05.04.2011 22:06
0 0

traurig aber wahr.

Dass Mobbing und Gewalt (phyisch oder psychisch) an Menschen (egal welcher sexuellen Orientierung) in unserer Gesellschaft toleriert oder begrüßt wird, zeigt ganz deutlich unseren Rückschritt in der Bildung und einen Rückschritt in der Zivilcourage.

Gast: verbascum
05.04.2011 16:58
1 0

Verletzende Kommentare

Das man homosexuellen Lehrkräften unter der Hand eben nicht die gleichen Rechte einräumt wie heterosexuellen zeigen einige der Diskussionsbeiträge hier sehr deutlich.
Wenn man sich als schwuler Lehrer oder lesbische Lehrerin outet, dann geschieht das überwiegend dann, wenn man gefragt wird, ob man denn verheiratet sei und/oder Kinder hätte. Oder es gibt einen Anlass vom Vorhandensein eines Partners bzw. einer Partnerin zu berichten. Niemand berichtet in solch einer Situation von seinen sexuellen "Vorlieben" im Sinne, was man so im Bett alles treibt. Es geht darum, sagen zu dürfen, mit wem man zusammenlebt. Mehr nicht.
Ich finde so lange, wie sich sich LehrerInnen, die in der Schule davon berichten, dass sie einen gleichgeschlechtlichen Partner bzw. Partnerin haben, unterstellt wird, dass sie ihre Sexualität in der Schule ausbreiten und sich und ihre Bedürfnisse ständig und ungefragt in den Mittelpunkt stellen würden, sind wir noch lange nicht bei Gleichstellung angekommen. Wenn man als schwuler Lehrer oder lesbische Lehrerin nicht mit der Zeit ein dickes Fell bekommen hätte, dann würden einige Kommentare hier sehr verletzend sein. Mich würde interessieren, wie sich die KomentatorInnen fühlen würden, wenn man ihnen in dem Moment, in dem sie von ihrer familiären Situation in der Schule berichten (was alle Nase lang passiert), jedes Mal entgegnen würde, dass sie sich bitte mit der Ausbreitung ihrer sexuellen Vorlieben zurückhalten sollen, das sei doch Privatsache.

Antworten Gast: Selbstherrliche Hetera
05.04.2011 17:28
1 0

Sie haben mit jedem Wort recht.

Eben wollte ich nahezu dasselbe schreiben - da stand es schon hier :)

Gast: Thunder19
04.04.2011 20:06
2 3

Selbstherrlich!

Es gibt wohl kaum eine zweite Gruppe in dieser Gesellschaft, die dermaßen selbstherrlich und selbstverliebt ist wie die Homosexuellen! Diese Selbstherrlichkeit offenbart sich in dem Drang, ständig aufzufallen, im Gespräch zu sein, im Rampenlicht zu stehen! Welcher normale - ok, in dem Zusammenhang wohl unpassend - Mensch offenbart seinen Mitmenschen am Arbeitsplatz, mit wem er eine private Beziehung hat? Erzählen Sie am Montag jedem, dass sie am Freitag was mit einer tollen Blonden und am Samstag einer Rothaarigen hatten? Ich finde es genauso unpassend, seinen Schülern zu erklären, dass man seit 20 Jahren eine tolle Ehe führt - passiert wohl auch kaum! Ich wusste nie über das Privatleben meiner Lehrer bescheid, es fehlten dadurch auch nie Informationen, wie man wen kennenlernt, zusammenlebt, oder sonstiges! Im übrigen geht es auch niemanden was an! Das Privatleben von Lehrern und Schülern hat im Unterricht bzw. Lehrveranstaltungen nichts verloren, wenn sich einer beim Maturatreffen outen will soll ers machen, dann kann ich aufstehen und gehen, im Unterricht ist das ein bissl schwieriger!
Zum Ende noch ne Frage: Dürfen geoutet Lehrer auf Klassenfahrten die Burschen betreuen (verarzten...) oder die Mädchen oder niemanden?? ;)

Antworten Gast: Informator
05.04.2011 20:24
0 0

Re: Selbstherrlich!

Naja, das trifft nur auf ein paar Schwule zu. Alfons Haider zb. Es gibt bei den derzeitigen Dancing-Stars-Teilnehmern noch einen zweiten Schwulen, wussten Sie das? Vermutlich nicht... weil Uwe Kröger daraus nämlich kein großes Thema macht, genau wie die meisten.

Und nervtötende Heterosexuelle gibts auch genug. Belusconi, uähhhh!

Antworten stefon
04.04.2011 21:23
1 1

Re: Selbstherrlich!

Wie kommen sie vom Thema Pädophilie auf Homosxualität? Ist das Unwissen oder Bosheit?!

Antworten dieGRAS
04.04.2011 21:12
1 0

Re: Selbstherrlich!

Natürlich passiert es dass LehrerInnen auch mal mit anderen (SchülerInnen, KollegInnen, ..) darüber reden was sie am Wochenende getan haben. Die einen sagen dann halt sie waren mit Ehefrau in der Therme, der eine Lehrer halt dann er war mit seinem Partner Skifahren oder die Lehrerin mit ihren Partnerin golfen.

Das bedeutet ja noch lange nicht dass Homosexuelle ihre Sexualität den anderen ins Gesicht schmeissen. Sondern: Ganz normal damit umgehen. Und wie der Artikel zeigt: Viele KollegInne/SchülerInnen gehen leider NICHT normal damit um und reagieren mit Gewalt.

So wie übrigens auch sie, die in verhetzender Art Pädophälie mit Homosexualität in Verbindung bringen!

Antworten Antworten Grüffelo
05.04.2011 14:26
0 1

Re: Re: Selbstherrlich!

nur zur angeblichen verbindung von homosexualität und pädophilie: als lehrer darf ich keine mädchen verarzten u.dgl. - gemäß ihrer schlussfolgerung wird also vom gesetzgeber heterosexualität bei männern mit pädophilie gleichgesetzt...

Antworten Antworten Antworten Gast: Selbstherrliche Hetera
05.04.2011 17:26
1 0

Sie dürfen als Lehrer auch keine Buben verarzten.

Dass darf nur der Schularzt/die Schulärztin - unabhängig vom Geschlecht des Schülers.

Und "dgl." darf überhaupt kein Erwachsener mit Schülern.

3 1

Österreich hinter Deutschland.

Auch hier merkt man, dass Österreich hinter Deutschland ist. Österreich - Land des Ostens, Land der ewig Gestrigen.

Aber nicht nur in diesen Punkt ist Österreich hintennach!!!

Gast: africano
04.04.2011 18:19
0 5

So lange er sich nicht an den Buben vergreift ,

wird es keine Probleme geben.Natürlich wenn er mit einem Freund öffentlich Schmust und vergreift ,dann hat er nichts an der Schule nmehr verloren.

Antworten dieGRAS
04.04.2011 21:14
1 1

Re: So lange er sich nicht an den Buben vergreift ,

Warum sollte ein Lehrer nicht öffentlich seinen Freund, eine Lehrerin öffentlich seine Freundin küssen dürfen?! Wenn ein Lehrer seine Freundin oder ein Lehrerin ihren Freund küsst werden die auch nicht rausgeschmissen!

Und: Verbindung von Pädophilie und Homosexualität ist verhetzend und unsinnig!

Gast: Gleichbehandler
04.04.2011 17:45
4 0

Wird gleiches gleich behandelt?

Egal ob das Privatleben nun was im Unterricht zu suchen hat oder nicht.

Aber wäre eine männliche Lehrperson auch gekündigt worden, wenn irgendwie durchgedrungen wäre, dass er mit einer Frau verheiratet ist?

Gast: Desaster
04.04.2011 14:20
7 6

Sexuelle Neigungen in der Öffentlichkeit zur Schau zu stellen ist pubertär und unreif

Würde ich ständig kundtun, mit welcher Partnerin ich derzeit ein Verhältnis habe, würde ich zurecht als Angeber und unreifer Trottel bezeichnet werden; warum müssen Menschen mit ihrer ausser der Norm stehenden sexuellen Neigung denn damit prahlen und das ausgerechnet noch in einer Schule vor Minderjährigen?

Antworten Gast: bugger_off
03.05.2011 16:13
0 0

Re: Sexuelle Neigungen in der Öffentlichkeit zur Schau zu stellen ist pubertär und unreif

die "normalen" heteros, klatschen ständig und überall allen ihren "lebensstil" ins gesicht und auch ihre sexualität, schlagen sie mal eine zeitung auf oder drehen sie das vernsehn an, falls sie nie aus dem hausgehen. Heteros dürfen immerüberall ihre partner/ihr privat leben erwähnen, und vorführen das hat nichts mit pupertärem geprale zu tun sondern fällt nicht einmal auf, und seinen arbeitsplatz hat auch noch kein/e hetero/a verloren weil er/sie seinen partner bei einem pausengespräch im nebensatz erwähnt hat. leute bei denen sofort ein porno im kopf abrennt wenn jemand seine/n partner erwähnt, sind nicht normal. homosexualität ist schon normal, nur dass die homosexuellen eine diskriminierte minderheit sind.und es ist auch überhaupt nicht unnormal dass schüler über die familiensituation ihrer lehrerinnen bescheid wissen,-so eine blödsinnige behauptung.

Antworten Gast: Wurschtigkeit
04.04.2011 15:51
6 3

Re: Sexuelle Neigungen in der Öffentlichkeit zur Schau zu stellen ist pubertär und unreif

Erstens: Es ist nicht außer der Norm, Homosexuell zu sein.
Zweitens geht es nicht um "sexuelle Neigungen" und "prahlen".. sondern ganz einfach darum, mit wem man zusammenlebt.
Ich wusste nicht von allen, aber von einigen Lehrern sehr wohl Bescheid, ob sie Verheiratet sind, Kinder haben, oder ob sie Katzen oder Hunde als Haustiere halten.

Um nichts anderes geht es. Wenn ein Lehrer mit nem Mann zusammenlebt und ihn wie im obrigen Fall sogar heiratet, warum sollte er das verheimlichen? Seine heterosexuellen Kollegen erzählen in der schule ja auch von Frau und Kindern.

Lehrerinnen (jetzt wohl auch Lehrer) wechseln sogar den Nachnamen, wenn sie heiraten.. bekommt auch jeder mit.

Wo ist denn der Unterschied?

Gast: abscheulich!
04.04.2011 14:16
3 8

Kranke Zivilisation!

Im Namen des "Liberalismus"und "Modernismus"werden die Leute immer dümmer und krankhafter und so schafft sich unsere "moderne" Zivilisation eben ab....

Ilka
04.04.2011 13:33
6 7

Wie kommen die Schüler dazu,

sich mit der sexuellen Orientierung ihrer Lehrer auseinander zu setzen! Unglaublich!

diekatl
04.04.2011 13:14
7 3

..was bitte..

..hat die sexuelle gesinnung eines lehrer überhaupt im unterricht verloren??
abgesehen davon, dass es ja wirklich schnurzpiepegal ist wer mit wem seine freizeit bzw. sein bett teilt!!

meine damaligen lehrer haben sich der klasse auch nicht so vorgestellt: "hallo liebe schüler, ich bin der herr professor soundso und ich bin homo/heterosexuell" .....

Antworten Gast: Wurschtigkeit
04.04.2011 15:48
5 3

Re: ..was bitte..

Aber du wusstest vielleicht, nach ein, zwei Jahren an der Schule, von ein paar Lehrern, ob sie verheiratet sind, ob sie Kinder haben.. Hier ist nichts anderes passiert.
Es geht nicht um Sex, sondern ums ganz alltägliche Privatleben.. und das kann ein Lehrer nie ganz aus dem Unterricht/dem Schulalltag raushalten. Soll er auch nicht.

Panda
04.04.2011 11:22
8 4

Komisch

In meinen Bildungsweg: Volksschule, Hauptschule, HTL, Uni wusste ich von keinem Lehrer die sexuellen Vorlieben.
Das hatte einfach nichts mit dem Unterricht zu tun.

6 4

Re: Komisch

Aber du wusstest sicher von dem einen oder anderen Lehrer, ob er verheiratet war (als Mann mit einer Frau und umgekehrt), selber Kinder hatte... etc.
Das hatte auch nichts mit dem Unterricht zu tun.
Wann begreift ihr endlich, dass es nicht um das Ausbreiten von sexuellen Vorlieben geht, sondern einfach nur darum, mit seinem Partner/seinerPartnerin ein ganz normales Leben führen und sich dazu bekennen zu dürfen, unabhängig vom Geschlecht.
Und das wiederum wäre sehr wohl ein Thema für z.B. Ethik-Unterricht.

Antworten Antworten Ilka
04.04.2011 13:35
4 4

Re: Re: Komisch

"ein ganz normales Leben führen"

Das ist erst dann der Fall, wenn man es nicht ungefragt jedem, noch dazu Schülern, mitteilt.

Antworten Antworten Antworten Gast: wurschtigkeit
04.04.2011 15:45
4 3

Re: Re: Re: Komisch

ich kannte den Sohn meines Klassenvorstandes, den Ehemann meiner Englischlehrerin (wir waren mal bei einem Ausflug im Haus), ein Lehrerpaar war bei uns verheiratet, und auf die Hochzeit meiner Mathelehrerin waren wir eingeladen (wir sind nicht hin, aber wir hätten können)

Dieser Lehrer macht nichts anderes, wo liegt also dein Problem? Sollen alle Lehrer generell jedes Detail aus ihrem Privatleben verheimlichen müssen?

 
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