23.05.2013 09:18 Merkliste 0

Umfrage: Hälfte der Lehrer gegen Ganztagsschule

 (DiePresse.com)

Besonders jüngere Lehrer lehnen das Konzept ab. Sie wünschen sich mehr Platz und Zeit für die Betreuung der Schüler. Die Lehrergewerkschaft kommt in der Umfrage nicht gut weg.

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Die heimischen Lehrer stehen dem Konzept der Ganztagsschule gespalten gegenüber. Während 45 Prozent eine derartige Form befürworten würden, lehnen dies 50 Prozent ab. Das geht aus einer aktuellen market-Umfrage im Auftrag der Initiatoren des Bildungsvolksbegehrens hervor. Zu den Hauptforderungen der Lehrer zählen der Wunsch nach mehr Platz, ausreichend Zeit zur Betreuung der Kinder und der "Erwerb von sozialen Kompetenzen". Kritik gibt es an der Lehrer-Gewerkschaft. Volksbegehren-Mitinitiator Bernd Schilcher forderte aus diesem Anlass den Chef der Beamtengewerkschaft, Fritz Neugebauer (ÖVP), zum Rücktritt auf und wird dabei von Grünen-Bildungssprecher Walser unterstützt.

Gegenüber der Ganztagsschule sind vor allem dienstältere Lehrer offen: Jene mit mehr als 20 Dienstjahren treten zu 48 Prozent für eine Ganztagsschule ein. Demgegenüber lehnen 60 Prozent jener Lehrer, die weniger als 20 Jahre im Dienst stehen, dieses Konzept ab. Für die Umfrage wurden Ende Oktober 499 Lehrer telefonisch befragt.

Gefragt wurden die Lehrer auch danach, welchen Begriff sie bevorzugen würden, sollte es nur mehr eine einzige Schulform für alle 10- bis 14-Jährigen geben. 48 Prozent würden demnach den Begriff "Gemeinsame Schule" bevorzugen. 14 Prozent der Befragten lehnen ein derartiges Konzept komplett ab.

Bildungsvolksbegehren: Die Anhänger, die Argumente, die Gegner

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Mehr Platz für Schüler gewünscht

Der Hauptwunsch der Lehrer ist jener nach ausreichend Platz für Schüler und Lehrer - 98 Prozent halten dies für "sehr wichtig" bzw. "wichtig". Dahinter folgt der Erwerb von sozialer Kompetenz (96 Prozent) sowie "ausreichend Zeit für die Lehrer zur Betreuung der Kinder" (95 Prozent). Ebenfalls weit oben auf der Prioritätenliste: Die Möglichkeit des individuellen Lernens und einer motivierenden Leistungsbeurteilung für jedes Kind (90 Prozent) sowie mehr Unterstützung von Lehrern, Schülern und Eltern durch psychosoziale Dienste (86).

Relativ gering ist der Wunsch der Lehrer nach einem Ende des Durchfallens: Nur für 26 Prozent ist dies "sehr wichtig" bzw. "wichtig". Auch eine längere Anwesenheit der Schüler in der Schule ist kein absoluter Top-Wunsch der Pädagogen: Nur bei 38 Prozent steht dies weit oben auf der Wunschliste.

Lehrer-Gewerkschaft schlecht bewertet

Keine besonders guten Noten bekommt die Lehrer-Gewerkschaft in der Umfrage. Nur acht Prozent sind der Ansicht, diese treibe die Bildungsdebatte "positiv voran", für 18 Prozent blockiert sie "alles". 31 Prozent vergeben hier auf der vierstufigen Skala Note zwei, 35 Prozent Note drei. Auf das Image der Lehrer wirkt sich der Einfluss der Gewerkschaft für 34 Prozent der Befragten eher negativ aus, für 21 Prozent eher positiv. 37 Prozent vergaben hier Note drei auf einer fünfstelligen Skala.

Volksbegehrens-Mitinitiator und VP-Bildungsexperte Bernd Schilcher nahm die Umfrage-Ergebnisse als Anlass, GÖD-Chef Neugebauer zum Rücktritt aufzufordern: "Statt anzutreten für eine neue Amtszeit sollten Sie zurücktreten", erklärte er in einer Stellungnahme in dessen Richtung. Die Umfrage würde deutlich zeigen, "dass eine wachsende Zahl von Lehrern mit der vorherrschenden Reformblockade-Politik von Teilen der Lehrergewerkschaft nicht einverstanden ist".

Walser unterstützt Rücktrittsforderung

Unterstützt wird Schilchers Forderung nach einem Rücktritt von GÖD-Chef Neugebauer auch durch Grünen-Bildungssprecher Harald Walser. "Jetzt haben wir es schwarz auf weiß, dass wir uns weitere fünf Jahre Neugebauer nicht leisten können" kommentiert er die heute, Montag, präsentierten Umfrage Ergebnisse. Die GÖD wäre in Österreich "zum Synonym für Stillstand" geworden. Das müsse aber nicht so sein - in anderen Ländern, etwa in Deutschland, würden die Lehrer-Gewerkschaften konstruktiv zur Weiterentwicklung des Schulsystems beitragen. "Wenn die GÖD jemals ähnlich konstruktiv wirken will, muss sie sich endlich von Stillstandswahrern wie Neugebauer trennen. Denn wir brauchen dringend eine echte Bildungsreform, die auch die Gewerkschaft unterstützt", so der Grüne Bildungssprecher.

Lehrer-Initiative: "Frischer Wind" in der GÖD

Daniel Landau, Mitbegründer der Initiative "Wir LehrerInnen für's Bildungsvolksbegehren" ruft indes zu einem Kurswechsel in der Lehrer-Gewerkschaft auf. „Die LehrerInnen sind längst weiter als ihre gewerkschaftliche Vertretung und schauen offenbar zunehmend über den eigenen Tellerrand", interpretiert er die schlechten Umfrage-Ergebnisse für die Gewerkschaft. Diese seien eine "klare Abmahnung der GÖD und ein deutlicher Aufruf, die Linie grundlegend zu ändern und sich für Diskussionen zu öffnen", mahnt Landau in Richtung Gewerkschaftskongress, der alle fünf Jahre stattfindet und heute, Montag, begonnen hat.

 

(APA/red)

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211 Kommentare
Antworten Antworten Gast: NP
10.11.2011 11:54
0 0

Re: Re: Logisch

Bei Ihnen scheint "der Grips" auch nur für Beschimpfungen zu reichen - oder?

Gast: bergziege
07.11.2011 19:13
4 2

Das ist

der unterstützende diePresse Beitrag zum Bildungsvolksbegehren. ...

Gast: Befürworter
07.11.2011 18:37
5 8

Weg mit dem 50'-Takt!

Ich befürworte als AHS-Lehrerin die Ganztagsschule zu 100 %. Nicht nur, um dem dümmlichen Gewäsch vieler "Experten" (auch hier im Forum tummeln sie sich ja zuhauf!) bzgl. Arbeitszeit entgegenzutreten, sondern weil sie für Schüler UND Lehrer weitaus positiver ist als das derzeitige Gerenne der Lehrer von einer Klasse in die nächste, ohne Atempause, bis allen der Kopf nur so schwirrt.

Nimmt man sich nämlich unter den jetzigen Bedingungen wirklich ernsthaft Zeit für Einzelne, muss das ja sowieso am Nachmittag passieren-was manche Schüler leider nicht so besonders goutieren. Und da stellt sich einem als Lehrer schon die Sinnfrage: Warum sollen Schüler am Nachmittag quasi nicht mehr für Gespräche "greifbar" sein, sondern flugs nach Hause entlassen werden müssen?

Also weg mit dem 50'-Takt, längere Pausen, mehr Abwechslung zwischen Erlern- und Festigungszeit. Hier ist eine Entschleunigung dringend angebracht. Sie täte allen gut.

Antworten Gast: Denker 10
09.11.2011 17:42
0 0

Re: Weg mit dem 50'-Takt!

Als AHS-Lehrerin- und somit eine intelligente Dame?- sollte Ihnen bewusst sein, dass Kinder (vor allem Jugendliche) noch andere Interessen haben, als den ganzen Tag in der Schule zu verbringen! Jugendliche wollen auch Zeit mit Freunden verbringen, Sportvereine besuchen, ein Musikinstrument lernen. Bieten das in einer sehr guten Qualität alle Schulen an? Ich bezweifle das!
Die Wirtschaft allerdings unterstützt die ganztägige Unterbringung von Kindern, weil dadurch deren Eltern ohne Probleme jederzeit länger im Betrieb bleiben können! Also bitte nicht alles glauben, was so propagiert wird!

Re: Weg mit dem 50'-Takt!

vollkommen richtig, frau kollegin!

ich bin auch für fie ganztagsschule, und auch für die verlagerung meines arbeitsplatzes (zu hause, privat eingerichtet, für ca. 30000 euronen!); leider wird die übersiedlung dem staat mehrkosten von va. 4 milliarden euro bringen, und mir einen freien raum im haus! ;-)
ob die österreichischen steuerzahler bereit sind, diese kosten, die wir zur zeit selbst tragen zu übernehmen, ist noch nicht ganz entschieden ;-)))

Re: Re: Weg mit dem 50'-Takt!

Ich glaube, das Geld wäre da. Was fehlt, sind mutige Politiker, die sich ernsthaft Gedanken machen, was für die Gesellschaft von Vorteil ist, statt immer nur auf ihre Wähler zu schauen.

Re: Weg mit dem 50'-Takt!

Es freut mich sehr auch mal von einer Lehrerin solche ambitionierten Worte zu lesen! Systembewahrer gibt es nämlich wirklich zuhauf in den Diskussionen.

Ehrlich: Hut ab und bitte, bitte so weiter machen. :)

Re: Weg mit dem 50'-Takt!

"Warum sollen Schüler am Nachmittag quasi nicht mehr für Gespräche "greifbar" sein, sondern flugs nach Hause entlassen werden müssen?"

Nicht genug, dass sie schon den halben Tag für Lehrer "greifbar" sind, jetzt soll das auch noch ausgeweitet werden? Am besten auch noch verpflichtend.

Und jene Eltern, die gegen diese Zwangsbeglückung sind (wie deren Kinder auch), können nicht nur nichts dagegen tun, sondern sollen den ganzen Spaß auch noch bezahlen dürfen...

Manche Lehrer schaffen es auch im aktuellen System, ihren Schülern viel beizubringen.

10 2

Re: Weg mit dem 50'-Takt!

Schüler sollen nicht den ganzen Tag kaserniert werden; sie haben ein Recht auif freie Gestaltung des Nachmittags - wie auch immer sie diesen verbringen, beim Sport, in der Musikschule, bei den Eltern/Freunden,...
ich lehne diese verordnete Zwangsbeglückung rundum ab; auch die Lehrer sollten nicht zu "Spaß- und Spielpädagogen" degradiert werden.

Re: Re: Weg mit dem 50'-Takt!

Kann nicht beides gehen? Freie(re) Einteilung der Freizeit- wie Lernaktivitäten in und um die Schule, sowie weitgehendes Mitspracherecht der Kinder und Eltern diesbezgl.?

Mein großes Dilemma mit den "Kritikern" des Volksbegehrens ist das Schwarz-Weiß-Denken. Es gibt nur ein Entweder-Oder. Kann man hier nicht versuchen aus allen Richtungen einen Weg zu finden, der allen genügend Spielraum lässt um Individualität mehr zuzulassen als davor? Im Endeffekt wird nämlich genau das im VBBI gefordert.

Selbiges gilt übrigens oft auch für Befürworter, da tritt das aber natürlich nicht ganz so schlimm zu Tage.

Bildung darf kein Erbgut sein ...

daher hab ich das Volksbegehren natürlich unterschrieben. Mein Kind geht in Südtirol in die Schule, in eine Gemeinsame Schule mit Nachmittagsunterricht - und er geht gerne hin. Durchgeführt wurde die Schulreform in Südtirol vor 20 Jahren (!) von der Schwesterpartei der ÖVP (!), der SVP, und niemand dort will in die Steinzeitschule von vorher zurück. 80% der Länder Europas haben bereits Schulreformen durchgeführt - und überwiegend lauft es dort wesentlich besser als in Österreich. Aber hier heißt es von einer kleinen Gruppe an Standespolitik-Funktionären eisern: Njet. Daher: Bitte unterschreiben, es braucht frischen Wind - und daher viele Stimmen.

Antworten Gast: Lehrer (34)
07.11.2011 20:06
3 6

Re: Bildung darf kein Erbgut sein ...



Richtig !!!

UNTERSCHREIBEN !!!!

Antworten Gast: gast21_
07.11.2011 19:45
2 1

Re: Bildung darf kein Erbgut sein ...

Wenn wir uns ansehen, was Österreich im Bereich der Integration von Südtirol "kopiert" hat sollten wir mit weiteren Kopieraktionen sehr, sehr vorsichtig sein!

Gast: Operngucker
07.11.2011 17:29
9 11

Bitte Bleiben!

Herr Neugebauer bitte bleibens im Amt! Denn die Reformen des Reformieren willens werden uns noch einen Bildungskollaps oder sogar einen Bildungsinfarkt bringen.

Ganztagsschule - und kein Geld ist da für Umbauten
Gesamtschule - und kein Geld ist da für Lehrer
Lehrplanreform . und keine Konzepte sind da
Lehrerbashing - und BALD sind keine Lehrer mehr da

Verhinderns bitte weiter erfolgreich diese unüberlegten und unausgegorenen Reformen.
Wohlüberlegte Reformen würden in unserem Bildungssystem Verbesserungen bringen, aber die brauchen Zeit, mehr Zeit als eine Legislaturperiode, nach der sich eine Ministerin die REFORMLORBEERKRONE aufsetzen lassen will.

IDEOLOGIE HAT IN DER BILDUNGSPOLITIK NICHTS VERLOREN!!!!

Machen sie bitte weiter so und treten sie nicht
zurück!

Antworten Gast: gast21_
07.11.2011 19:51
5 0

Re: Bitte Bleiben!

Auch wenn ich die GÖD durchaus kritisch sehe, haben Sie vollkommen recht. Es kann nicht sein, dass Reformen nur noch weiter in den Graben führen.

Die handelnden "Experten" sind i.d.R. weit weit weg von der Praxis, haben entwendet noch nie oder schon längst nicht mehr unterrichtet. Diesen Figuren zu folgen bedeutet sich zum Lemming machen.

Leider hat es aber auch die GÖD bisher nicht geschafft (für nötig gehalten) Auswege und/oder Konzepte aufzuzeigen.

1 4

Re: Bitte Bleiben!

Also alles so lassen wie es ist!

Antworten Gast: Beamtenpartei
07.11.2011 17:39
4 5

Re: Bitte Bleiben!

Ihr Votum ist für die Lehrpersonen aber gegen die Schüler und gegen Österreich. Das ist so, weil der Neugenauer überhaupt keine Lösungsansätze für die dringend benötigten Verbesserungen an den Schulen hat. Das Argument, dass die Roten keine brauchbaren Konzepte haben, das bringt Österreich doch auch nicht weiter.

Antworten Antworten Gast: Operngucker
07.11.2011 18:36
5 0

Re: Re: Bitte Bleiben!

Aber gerade deshalb wollen wir keine Reformen WEIL KEINE KONZEPTE DA SIND. Oder glauben sie, das die Gesamtschule ein Konzept ist?

Antworten Antworten Antworten Gast: Gehbitte
07.11.2011 19:04
2 2

Re: Re: Re: Bitte Bleiben!

Und deswegen wird das Denken gleich ganz eingestellt und über Konzept erst gar nicht nachgedacht???Nur GEGEN etwas sein ist BEI WEITEM nicht genug

Re: Re: Bitte Bleiben!

Die Gewerkschaft ist nicht dazu da, irgendeine Politik zu machen oder zu fördern, sondern sie hat die Aufgabe, die Interessen ihrer Mitglieder zu vertreten und sonst nichts!

Antworten Antworten Antworten Gast: Beamtenpartei
07.11.2011 19:05
0 3

Re: Re: Re: Bitte Bleiben!

Leider sind es aber sehr niedrige Interessen. Nichts leisten, voll abkassieren. Das ist doch kein brauchbarer Beitrag zur Gesellschaft, das kommt aus der unteresten Schublade es Menschseins.

Re: Re: Re: Bitte Bleiben!

... und im Interesse der vertretenen "Mitglieder" sollte schon auch das Interesse der Kinder stehen. Sonst würden die ja ihr Berufsziel verfehlen. Und ich bin mir sicher, dass ganz viele LehrerInnen auch das Interesse der SchülerInnen im Auge haben. Und die bewerten das Verhalten (von Teilen) der Gewerkschaft ja offenbar nicht nur mit Begeisterung.

Re: Re: Re: Re: Bitte Bleiben!

Alle Lehrer haben das Interesse, dass ihre Arbeit einen guten Erfolg, also gute Leistungen der Kinder, bringt. Sie stehen auch in der Klasse und wissen, welche Maßnahmen gut sind und welche enttäuschen.
Wie die Umfrage zeigt, hält eine Mehrheit der Lehrer nichts von den Plänen der Unterrichtsministerin und ihrer ExpertInnen, was sich natürlich auch auf das Verhalten der Gewerkschaft auswirkt.

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Operngucker
07.11.2011 18:42
7 0

Re: Re: Re: Re: Bitte Bleiben!

Gerade weil ich MEINE Kinder im Auge habe, möchte ich diese Schulversuchsreformen nicht.
Alles unausgegoren, alles von den Kosten nicht durchgerechnet, wahrscheinlich unfinanzierbar. Und wenn man einmal alle Schüler in einen Topf zusammengeworfen hat, kann man getrost die zweite Lehrperson in den Hauptgegenständen "aus Kostengründen" streichen. Und man hat die sozialistische Gesamtschule der 70er Jahre.

herrn landau

und herrn "bildungsexperten" schilcher breiten raum zu bieten, ohne eine gegenstimme einzuholen, ist nichts anderes als manipulation!

die aufgabe der gewerkschaft ist eine mitglieder-vertretung. das bildungswesen wird von gewissen kreisen - mit besten kontakten zu gewissen medien - kaputtgeredet!

offenbar erfährt das "bildungsvolksbegehren" nicht jenen zulauf, den man sich erwartet hat!

Antworten Gast: Beamtenpartei
07.11.2011 17:36
1 6

Re: herrn landau

Selber nix leisten, aber voll die Mitmenschen zur eigenen Bereicherung ausrauben wollen. Das ist GÖD, das ist ÖBB, das ist heute die ÖVP.

Dass die SPÖler einfach nur verträumte und weltfremde Versager ohne Leistungsvermögen sind, das ist dann die Hölle für Österreich in dieser Regierung.

Wie verzweifelt die Österreicher ob dieser schlechten Regierung schon sind, das zeigt der Massenzulauf zu einem gescheiterten Dentaltechniker.

Ja, Sichel mit blinden Adler, die Österreicher würden dringen ein Leben außerhalb der Parteien brauchen. Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit wird gefordert und wahrscheinlich auch irgendwann durchgesetzt.

Kann der blinde Adler das nicht spüren?

3 1

Blöd die Inkonsequenz


Zuerst: Lehrer-Initiative:
Dann: "Wir LehrerInnen für's Bildungsvolksbegehren"

So lernt man Flexibilität, oder was Dummheit ist.

Neugebauer

Wenn Herr Schilcher den Rücktritt Neugebauers fordert - das ist die höchste Auszeichnung, die Fritz Neugebauer passieren kann. Schilcher übersieht: Neugebauer wird von einer enormen Mehrheit getragen, dies wird er demnächst attestiert bekommen,...

Antworten Gast: Gehbitte
07.11.2011 19:08
1 1

Re: Neugebauer

die breite Mehrheit der Österreicher hält von dem Alten gar nix. Und die Gewerkschaften verhindern nur anstatt konstruktive Vorschläge zu machen. Das k... alle schon ziemlich an, und dann auch noch 4,5% mehr Lohn für Beamte fordern,....

diese enorme mehrheit kostet uns viel. nämlich die zukunft österreichs. pleite hat die beamten und funktionärsschaft dieses land monetär und inhaltlich ohnehin schon gemacht!


Re: diese enorme mehrheit kostet uns viel. nämlich die zukunft österreichs. pleite hat die beamten und funktionärsschaft dieses land monetär und inhaltlich ohnehin schon gemacht!

die zukunft österreichs hat der "grasser der 1970er Jahre", der "industrielle" und spätberufene Bildungspolitiker mit der Initialzündung einer hemmungslosen Schuldenpolitik, die seither kaum mehr korrigiert wurde, verspielt....darüber sollten Sie mal intensiv "nachdenken"

Studienauftraggeber

Dieses Ergebnis war nicht anders zu erwarten. Wer hat die "Studie/Umfrage" oder was auch immer in Auftrag gegeben,... siehe oben. Völlig irrelevant. Auf die Fragestellungen kommt es an, die kennen wir natürlich nicht, also ein glatter Schnellschuß,...Herr Schilcher ist der Bildungsexperte schlechthin, der em. Prof. für Zivilrecht,...hurra, ich bin auch Bildungsexperte,.so wie Uwe Scheuch, Hannes Androsch, Alfons Hader, Veit Sorger,......

Antworten Gast: Bojan
07.11.2011 19:08
3 0

Re: OBEREXPERTIN

Halt!
Sie haben in ihrer Aufzählung die OBERBILDUNGSEXPERTIN SCHMIED vergessen!
Sie erinnern sich: bis vor 5 Jahren BANKmanagerin, bei der Kommunalkredit hat hat sie ihre pädagogische Ausbildung als Unterrichtsfachrau gemacht.

Das einzige das hilft,

und dagegen wehren sich alle, aber nur das schafft Gerechtigkeit und entzieht den falschen Anschuldigungen den Boden.
Bei der Institution für Arbeitsstudien (REFA) gibt es die fachlich fundierten Arbeitsmethoden die Arbeit der sogenannten geistig Tätigen zu erfassen und vor allem zu quantifizieren und qualifizieren.
Der erste Schritt dazu
mit Datenerfassung gestützte Zeitnahmen.
Die heutige Computertechnik ist in der Lage mit Minimalaufwand den Tagesablauf und die genutzte Zeit für die Anwesenheitszeit genauestens und belastbar zu erfassen.
Das gilt insbesondere für den Graubereich der öffentlichen Verwaltung und ganz besonders für die Parlamentarier.
Die haben ja tausend Ausflüchte warum sie ihrer Anwesenheit und der Arbeitsausführung nicht nachkommen können.
Mehr Geld und mehr Effizientssteigerung kann der öffentliche Dienst nicht erreichen.
Datenerfassung, wie für den Kumpel an der Werkbank.

Re: Das einzige das hilft,

Ah, ja - genau: mithilfe des "Reichsausschusses für Arbeitsstudien" (REFA) wollen Sie "mit Minimalaufwand ... die Anwesenheitszeit genauestens" erfassen. - Genau da liegt das Problem, dass viele glauben, Anwesenheit sei gleichzusetzen mit Produktivität: Sperr' ma die Lehrer/Beamten/Parlamentarier x Stunden die Woche am Arbeitsplatz ein, dann wird alles besser ... So stellt sich der kleine Karli die Welt vor ...Na Hauptsache, der andere hat's zumindest nicht besser als ich selbst in der Hackn!

Re: Re: Das einzige das hilft,

An Waldifritzi,
der Arbeitsplatz Schule ist für Schüler und Lehrer meist in einem erbärmlichen Zustand.
Nebst, daß man durch moderne Ablaufstudien neutral die Arbeitsleistung der Lehrer, erfassen kann, die meisten werden zu Unrecht des Nichtstun bezichtigt, kann man den Arbeitsplatz Schule nach ergonomischen und gesundheitsförderlichen Gesichtspunkten ausstatten.
Welch unsinnige Auswüchse das treibt kann man an vielen Schulen sehen, da werden z. B. PC's angeschafft und das ganze Umfeld bleibt unberücksichtigt, das schadet den Schülern mehr als es nutzt. Schulmöbel die mehr in die Folterkammer gehören, da sie nicht nach ergonomischen Grundlagen erstellt werden usw. usw.
Ein wesentlichr Punkt für REFA ist es sind ausgebildete Fachkräfte die die Arbeitabläufe zum Nutzen der Betroffenen gestalten können, die Betonung liegt auf KÖNNEN.


Gast: 2Cent
07.11.2011 16:40
9 3

Arme Kinder!

Wenn ich mich an meine eigene Schulzeit erinnere, und wie ungern wir am Nachmittag in der Schule blieben, tun mir die Kinder, die von jung an 5 Nachmittage in die Schule gezwungen werden sollen, sehr leid.

Da werden die Lehrer und Betreuer noch so viel Theater zur Unterhaltung und Betreuung der Kinder aufführen können, eine Institution ist eine Institution. Schule ist für Kinder Stress. Nicht nur, dass gelernt werden muss, die Kinder müssen sich innerhalb einer Gruppe behaupten. Das ist anstrengend. Kaum eine Schule kann neben Betreuung auch Rückzugsmöglichkeiten bieten.

Wenn ich mir jetzt die Kinder in der Nachmittagsbetreuung anschaue, da sitzen viele länger in der Schule als ihre Eltern in der Arbeit. Und jetzt will man den armen Würschtln das flächendeckend zumuten?

Re: Arme Kinder!

Ich habe in Vorarlberg eine GTS besucht. Allerdings gingen wir seinerzeit zum Mittagessen nach Hause und um 14 h zurück.
Eines unserer Kinder hat in Wien eine GTS(VS) besucht, aber nur, weil es unsere Situation damals nicht anders zuließ.
Das Schlimmste war, dass sich die Kinder den ganzen Tag nicht zurückziehen konnten.

Re: Arme Kinder!

Schon Ihre Wortwahl ist Teil des Problems: "Schule ist Stress, Kinder müssen lernen, müssen sich in der Gruppe behaupten". Kindern wird von Anfang an eingeredet, Schule ist böse, die Lehrer sind böse, armes Kind, dass du da hingehen musst. So kann das nichts werden. Mein Sohn ist in England 2 Jahre lang in eine Ganztagsschule gegangen und hat es toll gefunden. Lernen und Freizeit haben sich abgewechselt. Man sollte das Konzept nicht völlig verteufeln, nur weil es noch nicht ausgegoren ist.

Antworten Antworten Gast: 2Cent
07.11.2011 19:44
3 1

Re: Re: Arme Kinder!

Ich habe kein Wort über "böse" gesagt. Schule ist anstrengend. Das braucht einem keiner einreden, das ist einfach so.

Es gibt Kinder, die gehen mit dem Stress besser um als andere. Man kann sich aber nicht nur nach denen richten.

Dagegen, Kinder zu Versuchskaninchen für unausgegorene Ideen zu machen, verwahre ich mich. Dazu sind unsere Kinder zu wichtig.

Re: Re: Re: Arme Kinder!

Schule kann doch ruhig auch ein bisschen anstrengend sein, das ist doch nichts grundsätzlich Schlechtes. Leistung zu erbringen erfordert nun mal auch Anstrengung. Es wird doch heute eh schon die totale Rücksicht auf die genommen, denen alles gleich zu viel ist. Unsere Lehrlinge können nicht sinnerfassend lesen, Maturanten können auf der WU keine Ableitungen rechnen. Wie haben die alle einen Abschluss geschafft? Im späteren Beruflseben sind das dann die Leistungsverweigerer, die ständig im Krankenstand sind, weil sie nie gelernt haben, dass Leistung zu erbringen etwas Normales ist. Es ist schon richtig, dass die Ganztagsschule noch nicht ausgegoren ist, aber das jetzige System produziert zu viele Schulabgänger, die nichts können.

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: 2Cent
08.11.2011 21:22
1 0

Re: Re: Re: Re: Arme Kinder!

Da stimme ich Ihnen voll und ganz zu, nur glaube ich nicht, dass die Ganztagsschule das Problem lösen wird. Vielmehr müssen wir zurück zu unserem über lange Jahre bewährten System der Differenzierung und Einforderung von Leistung.

Wer nicht lesen kann, kann nicht ins Gymnasium gehen. Wer das Einmaleins nicht kann auch nicht, und wer keinen Bleistift halten kann, der hat auch in der Hauptschule (oder welches Taferl man dort neben die Tür schraubt) nichts verloren.

Lernst nix, kannst nix, wirst nix.

Antworten Gast: 1. Parteiloser
07.11.2011 19:07
1 2

Re: Arme Kinder!

Tolle Überschrift.

Der Rest ist Schrott, weil es Dir doch nur darum geht Deine eigene Faulheít zu halten.

Antworten Antworten Gast: Nicht ärgern Parteiloser
07.11.2011 23:37
1 0

Arme Kinder, ja, ja

Lassen Sie sie quatschen. Die Realität wird sie sowieso alle einholen.

Antworten Antworten Gast: 2Cent
07.11.2011 19:45
1 0

won't feed the troll.


6 0

Re: Arme Kinder!

sie sprechen mir aus der Seele, sehe in meinem Bekanntenkreis die emotionalen Bedrängnisse der Kids, die fünf Tage die Woche von 8-18Uhr die Schulbank drücken- das Wort Schule nehme man in ihrer Gegenwart am besten nicht in den Mund-
(die dazugehörigen beruflich erfolgreichen und überaus engagierten Eltern bemerken die Misere, in der ihre Kids stecken nicht einmal)
im Gegensatz-dazu sehe ich die Kinder, die Kinder auch am Nachmittag sein dürfen (und von den eigenen, auch beruflich engagierten, aber sich ihre Zeit besser einteilenden Eltern gefördert werden) glücklich

Gast: Lehrerln
07.11.2011 16:39
9 2

So wie jetzt: Nein danke!

Ich bin Lehrerin an einer Ganztagsvolksschule in Wien und lehne diese Form ab. Wieso?
Wie die meisten Schulen in Wien ist auch unsere Ende des 19 Jahrhunderts gebaut worden, alle "Renovierungen" seither waren nur kosmetischer Natur. Die Räumlichkeiten sind genauso aufgeteilt wie früher, moderne Raumkonzepte (die leichte Umbauarbeiten benötigen würden) werden nicht umgesetzt, Ruheräume für die Kinder gibt es nicht.
Bedeutet: die Kinder befinden sich zumeist in den Klassen (7:15-17:00), zu Mittag wird gegessen, danach eine kurze Pause (wenn es geht im nahen Park), dann geht es wieder in die Klassen. Die Kinder haben keine Chance auf Ruhe (gerade die kleinen brauchen oft einen Mittagsschlaf), auf der kleinen Matratze im Eck ist Platz für 2, wirklich Ruhe gibt es in einem Raum mit rund 25 Kindern aber nicht.
Vielen Eltern bleibt nichts Anderes übrig, als ihre Kinder trotzdem "abzugeben", aber solange die Situation für Kinder (und LehrerInnen) sich nicht bessert, lehne ich die Ganztagsschule ab.
P.S.: Wenn man die MA drauf anspricht, dass zu wenig passende Räumlichkeiten da sind, wird man nur rumgereicht bis schließlich einer zynisch feststellt: "Es sind ausreichend Räumlichkeiten vorhanden!"
(Das mag auf dem Papier in m2 und nach irgendeinem Paragraphen stimmen, aber die Realität ist eine heftige Belastung für die Kinder!)

Re: So wie jetzt: Nein danke!

Meine Tochter ist Grundschullehrerin, engagiert und pflichtbewußt, daher ist diese Aussage richtig.
Es geht nicht an ein Rucksacksystem zu schaffen, alles un immer mehr auf den Buckel der Lehrer zu verlagern ohne dafür die Organisation zu ändern. Die Schulen müssen vom Beamtenkorsett befreit werden.
Am Geld scheitert dies alles nicht es ist genug Geld im System.
Woran es scheitert ist daß man ein Schulsystem, das ineffizient ist mit immer mehr Spinereien, das sich die sogenannten Fachleute zurechtspinnen, beaufschlagt ohne dafür die nötigen Strukturänderungen herbeizuführen.
Das Lehramt ist in erster Linie ein Lernberuf und in der Weiterführung ein Studiengang.
Es würde keinem Wirtschaftsbetrieb einfallen sein hochqualifizierten Ingenieure als Putzfrau, als Pausenbetreuer. als Essenausgeber usw arbeiten zu lassen,
Was fehlt ist der Unterbau für weisungsgebundene Aufgaben.
Die studierte hochqualifizierte Lehrkraft setzt Lernrziele, die dahinter gibt es Mitarbeiter die die Lernziele in Praxis umsetzen und die verantwortliche Lehrkraft überprüft und kontrolliert das Erreichen dieser Lernziele.
Und dies alles zum Wohle der Schüler und vor allem der Wirtschaft, da endlich wieder bildbare und ausbildungsfähige Menschen ins Leben entlassen werden.

Sie sind eh nur 20 Wochenstunden anwesend.

Also, warum regen Sie sich auf?

Antworten Antworten Gast: Lehrerln
07.11.2011 18:26
2 0

Ich darf Sie beruhigen:

Ich bin, da Ganztagsschule, 36 Stunden die Woche in der Schule anwesend, hinzu kommen Planungen/Vorbereitungen/Verwaltungskram/etc. die in der Schule wegen fehlender Ausstattung (und Ruhe, es sind ja immer die Kinder im Haus) nicht möglich sind. Ich komme daher weit über 40 Stunden in der Woche.

Antworten Antworten Antworten Gast: -o-
07.11.2011 21:57
0 0

Re: Ich darf Sie beruhigen:

Unsere Lehrerin hat die Schularbeiten immer unter der Stunde verbessert, aber die meiste Zeit war sie nicht einmal in Klasse.

Eduard 2013

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