26.05.2013 06:07 Merkliste 0

Leitl für Gesamtschule und Hochschulzugang mit Lehre

 (DiePresse.com)

Wirtschaftskammerpräsident Leitl macht sich einmal mehr für die Gesamtschule stark. Erst kürzlich hatte auch eine ÖVP-Expertengruppe mit dieser symphatisiert.

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Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl (ÖVP) tritt erneut für eine von der ÖVP-Spitze abgelehnte gemeinsame Schule der Zehn- bis 14-Jährigen ein. Umgekehrt sollten beispielsweise die von der SPÖ bekämpften Studiengebühren eingeführt werden, so Leitl im "Kurier" (Montag-Ausgabe). "Es müsste die Bundesregierung von der obersten Spitze weg die Eckpunkte nennen und gemeinsam mit Tabus, die durch nichts mehr haltbar sind, brechen."

Die Wirtschaftskammer und Leitl haben bereits mehrfach für eine gemeinsame Schule plädiert. Im "Kurier" sah er die "Notwendigkeit einer differenzierten, gemeinsamen Schule aller Zehn- bis 14-Jährigen. Es müssten die Pflichtschul-Typen langfristig zusammengeführt werden. Am Ende hätten wir - wenn sie so wollen - eine Schule für alle Sechs- bis 14-Jährigen." Gleichzeitig will Leitl die Lehre attraktiver machen. Jedem, der eine duale Ausbildung beginne, sollten alle Wege nach oben offenstehen. "Man soll mit 19 den Zugang zur Universität, zur Fachhochschule oder zu Berufsakademien haben." Für diejenigen, die nach der Schule nichts mehr machen, brauche es Coaching-Programme.

Die Gesamtschul-Diskussion ist zuletzt wieder aktuell geworden, nachdem eine von ÖVP-Chef Michael Spindelegger eingesetzte Expertengruppe mit vor allem Wirtschaftsvertretern in einem Papier an einer Stelle Sympathien für eine gemeinsame Schule geäußert hatte. Die ÖVP-Spitze hatte daraufhin von einer "Rohfassung" gesprochen.

(APA)

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20 Kommentare
Gast: notnaregrüb
08.08.2012 20:37
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2.Fortsetzung:

Und noch ein Vorschlag: Jedem Kritiker sei es vergönnt, eine Woche in der Klasse seiner Kinder zu unterrichten oder wenigstens am Unterricht teilzunehmen – er würde wahrscheinlich nie wieder kritisieren! Auch die Sanktionsmöglichkeiten, wie man sie noch zur Schulzeit der „Kritiker“ verwendet hat, sind für die heutigen Lehrer nicht mehr möglich, vielfach sogar verboten!
Der „Idealfall“ für die Frau Ministerin und für WK-Präsident Leitl ist die - nach unten nivellierte – Gesamtschule. Einen Vorgeschmack bietet die sog. Neue Mittelschule! Folglich braucht sich auch niemand mehr zu wundern, wenn demnächst die Ergebnisse der PISA-Tests noch schlechter ausfallen werden. Die Leidtragenden sind nämlich die guten Schüler!
Einzig im Kampf gegen die Schulschwänzer hat die Ministerin einen großartigen Erfolg erzielt und sogar finanzielle Strafen in Aussicht gestellt und Wien erhielt als Folge der zunehmenden Schulpflichtverletzungen nun - einen österreichweit, vielleicht sogar weltweit, einzigartigen Posten – nämlich einen eigenen „Schulschwänzer-Beauftragten!“
Experten, wohin man schaut! Das Ärgste sind jedoch Politiker als „Experten“!

Gast: notnaregrüb
08.08.2012 20:36
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1.Fortsetzung:

Die Lehrer sollen sich laut Ministerin von 8 bis 16 Uhr (laut Kurier-Bildungsexperten Salcher von 9 bis 17 Uhr) in den Klassenräumen bzw. in der Schule aufhalten! Wenn sie damit meint, dass man die Lehrer verpflichten soll, alle ihre Arbeiten im Schulgebäude zu verrichten, muss man auch die notwendigen Infrastruktur-Einrichtungen zur Verfügung stellen (z.B. kleines Büro mit Schreibtisch, mit eigenem Computer und Internetanschluss, ausreichend Schränke und Regale etc.), denn derzeit ist vielfach ein Lehrerplatz etwa so groß, wie der Platz einer Supermarkt-Kassiererin (50 mal 50 cm), oder aber in der Größenordnung, wie sie die Schüler in ihren „Schulbänken“ vorfinden. In manchen Schulen haben nicht einmal alle Lehrer im Lehrerzimmer einen eigenen Sessel, geschweige denn einen Schreibtischplatz, auf dem sie die oben erwähnten Arbeiten erledigen können!

Gast: notnaregrüb
08.08.2012 20:34
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Das Ärgste sind Politiker als „Experten“!

Immer wieder liest und hört man, die Bildungsreform ist ins Stocken geraten! Kein Wunder, wenn so genannte Schul- und Bildungsexperten (Salcher, Schilcher…), Gewerkschafter (Neugebauer…), Kammerpräsidenten (Leitl…), ausgediente und ausrangierte Alt-Politiker (Androsch…), eine Ministerin mit Banken-Hintergrund, aber ohne Schulpraxis, die Schulreform durchführen wollen. Die Schule können nur aktive Lehrer, zusammen mit Eltern- und Schülervertretern reformieren, sonst niemand, auf keinem Fall aber die politischen Parteien, die Gewerkschafter und die sog. Bildungs-Experten!
„Neidische Populisten“ wollen auch nicht akzeptieren, dass eine Unterrichtsstunde keine, mit der Stechuhr messbare Einheit, darstellt, sondern dass sie aus wesentlich längeren Vor- bzw. Nachbereitungszeiten besteht! Dazu kommen auch noch Korrekturarbeiten!

Gast: Hermann vom Gipfel
27.07.2012 21:17
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Nicht Hochschulzugang sondern Hochschulabschluss

mit Lehre ist gemeint. Damit wächst wieder der Bildungslevel in Österreich.

Gast: Bettelstudent
27.07.2012 08:26
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Wichtig ist, dass für Lehrlinge der Weg frei wird

zu den hochgelobten Beamtenposten. Viele davon sind an akademische Studien gebunden, daher will Leitl seiner Klientel diesen Zugang öffnen und damit Arbeitsplätze schaffen.
Prüfungen sind dafür eigentlich nicht notwendig.

Gast: Bildungshunger
26.07.2012 09:57
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Bildungsmonopol

Das Monopol auf Bildung soll fallen. Jeder soll sich das Wissen holen können, wo er will. Jeder bekommt ein Leben lang pro abgelegter Prüfung einen Zuschuss für Bildungskosten, die er dann für das Lernen bis zur nächsten Prüfung verwenden kann.
Jeder hat ein Limit. Wer mit dem gleichem Unterricht viele Prüfungen schafft, kann weiter studieren. Wer viel Unterstützung braucht hat sein Kontingent ausgeschöpft, bevor er studieren kann.
Warum sollte ein intelligenter Mensch, der nur halb so viel Unterstützung braucht wie ein Durchschnittlicher sich vom Staat zwangsunterstützen lassen? Das Geld ist besser angelegt, wenn er für das gleiche Geld mehrere Studien ablegt.
Warum soll ein unterdurchschnittlich begabter Mensch weniger staatliche Unterstützung bekommen nur weil er nicht studiert?

Aber nochmal: Ganz wichtig wäre es, dass der Staat aufhört zu bremsen. Das können wir uns nicht mehr leisten.

Gast: Bettelstudent
26.07.2012 08:17
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Das kann nur ein erster Schritt sein:

Hochschulabschluss mit Lehre ist die logische oder praktisch besser funktionierende Konsequenz. Der Betrieb sollte auch selbst akademische Titeln verleihen dürfen, wenn er schon Lehrlinge ausbildet. Auf diese Weise wird allen Seiten geholfen. Den Betrieben, die vermehrt Lehrlinge bekommen und höher qualifizieren können, und den Lehrlingen, die sich die Kosten für die Bücher ersparen, wie sie auf Universitäten benötigt werden, die noch mit veralterten Methoden arbeiten.

Antworten Gast: Gast yxyx
30.07.2012 07:58
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Re: Das kann nur ein erster Schritt sein:

Wie man die schon absurden Gedanken von Leitl auf die Spitze treiben kann, beweisen Ihre Ausführungen. Ein Betrieb soll akademische Titel verleihen können? Der Ein-Mann-Fliesenlegerbetrieb soll also seinem Lehrling dann vielleicht den Titel Diplomingenieur oder Doktor verleihen? So ein Blödsinn!!

Der Leitl kommt mir in letzter Zeit ...

... viel zu oft in den Medien vor, obwohl seine Meinung *wirklich* entbehrlich ist, z. B. im Vergleich mit Aiginger.
Die in immer kürzeren Abständen folgenden 'Äußerungen' Leitls deuten seine Abitionen auf ein 'höheres' Amt an ...
Haben wir in Österreich denn wirklich keine anderen Fähigen?

Antworten Gast: Bildungshunger
26.07.2012 09:59
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Re: Der Leitl kommt mir in letzter Zeit ...

Ihre Meinung ist mindestens genau so entbehrlich. Der Leitl hat mehr zu sagen als die ganze SPÖVP-Spitze zusammen, einschließlich blau und grün.

HÄ???

warum sollte man dann in die schule gehen, um die matura zu erlangen, wenn man mit der lehre einstweilen geld verdienen kann und auch später studieren kann.
jahre lang bei hotel mama wohnen, lehre, arbeiten, pfuschen, geld verdienen und zur seite legen für das studium. warum sollte man wirklich in der schule dann die matura machen, überhaupt an einer ahs?

Gast: M/T
23.07.2012 18:44
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Er nervt!

Es nervt, wenn sich ein Provinzpolitiker Häupl über eine Reform des BUNDESheeres äußert. Genauso nervt ein Wirtschaftskammerpräsident, der sich über Schulreformen glaubt äußern zu müssen. Leitl, bleib bei deinen Leisten.

Gast: Ignotus
23.07.2012 16:14
5 1

ein paar Empfehlungen für Herrn Leitl:

1.) er sollte sich dringend mit Egon Blum, eine der noch immer besten Experten im Bereich Lehrlingsausbildung /Berufschulwesen in Verbindung setzen (EB war auch Regierungsbeauftragter und zwar erfolgreich).
2.) er sollte sich von seinen Kämmerern sagen lassen, dass man mit abgeschlossener Lehre auch jetzt schon an Fachhoschulen kommt (allerdings mit Zusatzprüfungen)
3.) Der Weg an die Uni steht auch jenen frei, die neben dem Beruf die Berufsreifeprüfung ua. Qualifikationen gemacht haben.
4.) der Irrglaube, dass 3 Jahre Berufschulzeit die Qualifikation für ein HS bzw. Uni Studium beinhalten sollte Herr Leite dringen abschwören, denn
5.) auch Meisterprüfungen an den Wirtschaftskammern verhindern nicht eklatante Fehlleistungen zum Schaden des Kunden!
Herr Leitl, weniger lächeln, mehr nachdenken und dann erst eine seriöse Mine aufsetzen!!!

Antworten Gast: Bildungshunger
26.07.2012 10:06
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Re: ein paar Empfehlungen für Herrn Leitl:

Nicht nur Meisterprüfungen schützen nicht vor eklatanten Fehlleistungen. Selbst 5 Dr.-Titel schützen nicht davor.

Jede Ausbildung soll weiterführen, keine darf in einer Sackgasse enden.
Wie das dann tatsächlich realisiert wird, kann im Einzelnen festgelegt werden.

gibts da irgendeine absprache mit den privatschulbetreibern???

ansonsten kann ich mir diese (w)irren aussagen zur gesamtschule nicht erklären!

Gast: Schall und Rauch
23.07.2012 13:26
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--

Im Ostblock gab es nach dem Krieg nur die Gesamtschule bis 14 bzw. 16 und dann für die Besseren das Abitur bis 18/19. Unter der Losung "gleiche Bildung für Alle". Es ist wahrscheinlich unter dem Strich besser für Alle und außerdem billiger bei besseren Ergebnissen. Weniger Schichtenbildung.
Gute Schüler aus allen Bildungsschichten werden mit etwas Biss, bessere Chancen haben.
Die Schubladisierung der Kinder ist eine Schande für einen angeblich modernen Staat.

Antworten Gast: Heller Barde
26.07.2012 10:11
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Re: --

So ganz stimmt das nicht. Eine Bekannte aus der DDR durfte nicht studieren weil ihr Vater in der Kirche Orgel gespielt hat. Von wegen "gleiche Bildung für alle".

Antworten Gast: Jawbone1
23.07.2012 14:09
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Re: --

Warum in die Ferne schauen? Ein Blick in die Vergangenheit in Österreich tuts auch - früher gab es - zumindest auf dem Land - nur eine achtklassige Volksschule, wobei alle Kinder in einem Raum saßen und gleichzeitig unterrichtet wurden.

"Schichtenbildung" oder "Schubladisierung" gabs in der Schule keine, die geschah im Alltag durch den Beruf der Eltern. Und gelernt haben alle gleich - wenig.

Eine Kette ist so stark wie ihr schwächstes Glied. Wenn Kinder mit unterschiedlichen Lernbedürfnissen gemeinsam unterrichtet werden, zahlen letztendlich jene Kinder drauf, die größere Herausforderungen meistern könnten. Denn wenn man jahrelang unterfordert ist, fällt es sehr schwer, dann, wenn man endlich "darf", mehr zu leisten.


Antworten Antworten Gast: Schall und Rauch
23.07.2012 21:55
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Re: Re: --

Ich sprach von einem modernen Staat mit einer modernen Schule und nicht von einem K u. K Schulesystem.

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Wo sind den die Kinder des Herrn Präsidenten in den Schule gegangen?

Ich nehme an in die Hauptschule nebenan? Und jetzt machen sie gerade eine Lehre, um dann zu studieren!

Eduard 2013

Schlagzeilen Bildung