23.05.2013 06:49 Merkliste 0

NMS hat keine Schüler von AHS gewonnen

 (DiePresse.com)

Die Einführung der Neuen Mittelschule hat bisher nicht zu einem Absinken der Schülerzahlen an gymnasialen Unterstufen geführt. Ihr Anteil liegt konstant bei einem Drittel.

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Die Aufwertung von Hauptschulen zu Neuen Mittelschulen (NMS) seit dem Schuljahr 2008/09 hat bisher zu keinem Abzug von Schülern von den AHS geführt. Das zeigt die aktuelle Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage der ÖVP-Abgeordneten Anna Franz durch Unterrichtsministerin Claudia Schmied (SPÖ). Demnach lag der Anteil an Schülern, die eine AHS-Unterstufe besuchten, zwischen 2007/08 - also dem Jahr vor der NMS-Einführung - und 2010/11 (aktuellste verfügbare Zahl) konstant bei rund einem Drittel.

Die NMS hatte 2008/09 als Modellversuch an 67 Standorten mit rund 3.700 Schülern gestartet, im kommenden Schuljahr wird es bereits 698 NMS-Standorte in ganz Österreich geben. Bis zum Schuljahr 2018/19 werden alle Hauptschulen auf NMS umgestellt. Dabei sind nur sehr wenige Gymnasien der Einladung Schmieds gefolgt, ihre Unterstufe ebenfalls auf die NMS umzustellen. Elf der 272 AHS-Unterstufen (vier Prozent) haben sich zu diesem Schritt entschieden.

Kein Bedarf nach mehr AHS-Plätzen

Bedarf nach mehr AHS-Unterstufenplätzen gibt es laut Anfragebeantwortung übrigens nicht: Schmied betont, dass es im Schuljahr 2011/12 keine Anträge der Landesschulräte gegeben habe, "nach denen die Schaffung bzw. Bereitstellung zusätzlicher AHS-Plätze oder sogar die Neugründung von AHS-Standorten begehrt worden wäre". Mit Ausnahme der "Elterninitiative Hermagor" und einem Fall eines Schülers, der trotz AHS-Reife nicht am lokalen Gymnasium aufgenommen wurde, seien auch keine Eltern- oder regionalpolitischen Initiativen für mehr AHS-Unterstufenplätze bekannt.

Der Anteil an AHS-Schülern sei "seit Jahren stagnierend bzw. leicht sinkend", heißt es aus Schmieds Büro. Mit der Entwicklung der NMS sei man indes "sehr zufrieden": Es gebe einzelne Standorte, die sich mittlerweile etabliert haben, und wo wegen des regen Interesses zusätzliche Klassen eröffnet werden müssten. Den übrigen Standorten müsse man die nötige Zeit geben.

(APA)

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56 Kommentare
 
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Gast: mountaineer
31.07.2012 18:21
2 0

Neusprech-Meisterstück

Ein echtes Neusprech-Meisterstück, den nachweislichen Misserfolg der NMS als Erfolg und den ungebrochenen Erfolg der AHS als Misserfolg zu stilisieren.

Lügen aus dem Ministerium - Folge 1240

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Aufwertung von HS...???

Die NMS ist eine absolute Abwertung der leistungsbezogenen HS. Wer anderes glaubt ist ein Träumer. Die meisten Eltern haben es offensichtlich schon bemerkt. Es muss sich an der Pädagogik und an den disziplinären Grenzsetzungen etwas ändern und nicht am Namenschild.

Antworten Gast: pol Beobachterin
27.07.2012 17:01
2 0

Re: Aufwertung von HS...???

Ich find´s auch immer spannend, wie der Satz "Die NMS als Aufwertung der alten HS..." locker flockig in vielen Reden von Politikern bei Rot und Schwarz eingebaut wird, obwohl sie vom System keine Ahnung haben.

Die NMS hätte die schwache Chance einer Aufwertung der HS gehabt, wäre
a) der Mut zur Differenzierung/ Leistungsbeurteilung erlaubt
b) nicht jetzt schon das System zu teuer (tw Streichung des 2 Lehrersytems)

Gast: VaterundLehrer
26.07.2012 12:23
4 0

Das ist schade...

...denn in Wien etwa sitzen gut 15% in den Unterstufen der AHS, die nicht in ein Gymnasium gehörten....und dort besser aufgehoben wären (kleinere Klassen, zT 2 Lehrer, leichterer Stoff&Schularbeiten - aber gl. Chancen später via BHS einen der heute von dort schon mehrheitlich kommenden Maturanten zu sein)
Fr. S. penetrante Förderung der NMS zulasten einer Aushungerung der Gymnasien bringt übrigens immer mehr Eltern dazu, ihre Kinder in kostenpflichtige Privatschulen zu schicken - wie überall, wo Gesamtschulsysteme die Regel sind... fördern Sozialisten so die neue privatfinanzierte Elitenbildung (auf Kosten des Mittelstandes) - auch beim Aushungern der Unis gibt es bald nur mehr den BAC gratis - immer mehr Masterstudien werden (weil diie regulären zuwenige Plätze haben) privatisiert also als Zusatzangebote kostenpflichtig angeboten

Re: Das ist schade...

Wer heute noch ernsthaft der Meinung ist, dass die Matura in einer BHS "leichter" sei als in einer AHS hat sich offensichtlich niemals mit einer BHS ernsthaft beschäftigt.
Alleine die Wochenstunden sprechen Bände. Wenn ich meine Zeit in der HTL bedenke bin ich jede Woche locker auf 60+ Stunden Aufwand gekommen und ich war sicher kein fleißiger Schüler.
Fakt ist heute leider, dass vorallem Gymnasien ihren Auftrag fürs Studium durchzusieben nicht mehr wahrnehmen.

Antworten Antworten Gast: bärig
01.08.2012 14:17
0 0

Re: Re: Das ist schade...

Die leichteste Matura können Schüler in den städtischen Gymnasien machen- allerdings werden sie beim Studium große Probleme bekommen!
Die Oberstufen der "normalen" Gymnasien gehören längst abgeschafft, da sie die Jugendlichen nicht weiterbringen! Stattdessen: Gesamtschulsystem bis 14, danach entweder Lehre oder diverse berufsbildende Oberstufen!

die eltern sind halt weniger blöd,

als es die politik gern hätte. die haben länst begriffen, dass ein mist ein mist bleibt, auch wenn er ein goldenes mascherl umgebunden kriegt.

Gast: Bademeisterin
24.07.2012 16:06
6 1

Die Neue Schule

Gut ist: Homosexualität/Islam/Ausländer/Homo-Ehe/Sozialbedürftigkeit/Terror
Böse ist: Ehe/Familie/Deutschsein/Christ/Papst/Meinungsfreiheit/Selbständigkeit/Fleiß/Sparsamkeit

http://www.wiedenroth-karikatur.de/KariAblage0904/PK090423_BildungSchuleSozialstaatBenachteiligung.jpg


Gast: Österreichische Privatschulen (ÖPS)
24.07.2012 11:27
2 1

In den Startlöchern

Die Österreichische Privatschulen GsmbH (ÖPS), finanziert von einem großen Elektronikkonzern und einem Getränkehersteller, wartet auf die Zerschlagung der AHS. Dann wird in jeder Landeshauptstadt ein Privatgymnasium errichtet werden, das von der 1. bis zur 8. Klasse (5.- 12. Schulstufe) eine fundierte Ausbildung anbietet, bei der LEISTUNG gefördert und gefordert wird. Das Leistungsniveau wird sich nicht - wie in der NMS - an den leistungsschwachen Schülern orientieren, sondern vor allem Talent und Leistungsbereitschaft fördern.
Die Ausbildungsstandards sollen garantieren, dass gut ausgebildete und kompetente Maturanten die österreichischen Universitäten besuchen und/oder der Arbeitswelt zur Verfügung stehen.
Die Sponsoren der ÖPS wollen noch anonym bleiben. Sie sind bereit, eine Bildungsstiftung zu errichten, wo jeder Österreicher, dem die Zukunft des Landes etwas wert ist, so genannte Bildungsbausteine kaufen kann.
Das Schulgeld soll leistbar sein und unter € 500.- pro Kind/Monat betragen.
Die Absolventen der ÖPS werden gegenüber dem staatlichen Schulsystem (NMS + AHG/BHS Sekundarstufe II) bei Aufnahmeprüfungen oder Jobangeboten einen spürbaren Vorteil haben.

Wenn das Konzept angenommen wird, kann das Angebot der ÖPS erweitert und auch auf den Grundschulbereich angewendet werden.

ÖPS Gegen die Nivellierung - für die Zukunft Österreichs.

ÖPS
Industriestraße 26
5020 Salzburg
ÖPS@gmx.at

Re: In den Startlöchern

Wäre schön, wenn's wahr wäre.

Antworten Gast: Adresse
24.07.2012 13:02
0 0

Re: In den Startlöchern

E-Mail funktioniert nicht !
Auch gibt es keine Industriestraße in Salzburg.

Bundesweit Privatschulen eröffnen,

aber mit einer GMX-Adresse öffentlich auftreten? Jeder Würstelstand hat heutzutage eine Domain -> Fake.

Antworten Gast: 1. Parteiloser
24.07.2012 11:54
2 0

Hoffentlich wird es ein Erfolg!

Das hört sich schon mal sehr gut an!

Ich würde die Regierung in der Pflicht sehen den Privatschulen wenigsten 70% der Kosten der staatlichen Schulen zu ersetzen. Dann würde sich vermutlich auch das Schulgeld erübrigen und für fette Gewinne der Schulbetreiber sorgen, welche ja auch Gewinnbeteiligungen an die Lehrpersonen ausschütten können. Leider ist zu erwarten, dass sich die Staatlichkeit, die Lehrergewerkschaft, die Bundesländer, die Sozialpartner u.v.m. gegen diese Vorhaben massiv zur Wehr setzen werden. Es kann ja nicht sein, dass das schöne Monopol durch Ambitionen zur Leistungserbringung gestört wird.

Re: Hoffentlich wird es ein Erfolg!

..... ihnen ist schon klar, dass das Posting als Satire gedacht ist

Gast: Abdisu (kein Lehrer)
23.07.2012 19:44
6 0

Na geh!

Es gibt ja auch nicht sehr viele Eltern, die deklarierte und zum Äußersten entschlossene Feinde ihrer Kinder sind.

da braucht es andere Lehrer

warum sollte das auch der Fall sein - die NMS hat nur eine andere Bezeichnung - sonst hat sich absolut nichts geändert - da braucht es schon Lehrer mit einer fundierten fachlichen Ausbildung - und die kann die Pädak nicht bieten

Die Lehrer sinds nicht...

Qualitativ können sich wohl Pädak-Absolventen und Lehramts-Schmalspurwissenschaftler das Wasser reichen - zumal die eigentliche Qualifikation eines guten Lehrers mehr im pädagogischen als im fachlichen Bereich liegen sollte.

Den Unterschied machen einzig und allein die unterschiedlichen Schülergruppen.

Antworten Gast: pol Beobachterin
24.07.2012 11:04
1 1

Re: Lächerlich...

...Glauben Sie allen Ernstes, dass die fachliche Ausbildung an der PH (immerhin 6 Semester in einem relativ große Wochenstundenausmaß) verglichen mit dem an der UNI wirklich einen dermaßen großen Unterschied für die Vermittlung des Stoffes in der Unterstufe macht?

Viel wichiger für Schüler/-innen dieses Alters ist die Fähigkeit Kompliziertes zu vereinfachen, nicht tafelweises Gescheites vorschreiben und die Schüler/innen sollen dann zu Hause schaun, war sie damit anfangen.


Antworten Antworten Gast: 2Cent
24.07.2012 16:20
2 0

Re: Re: Lächerlich...

Ja. Glaub ich.

Antworten Antworten Antworten Gast: pol Beobachterin
24.07.2012 20:36
4 1

Re: Re: Re: Lächerlich...

Schon mal beides parallel erlebt(bei derselben Schüler/-innen-Gruppe)? Ich schon. Daher: lächerlich.

Der einzige Grund, warum im Gym im Sekundarstufenbereich "mehr weitergeht", ist nicht die bessere fachliche Ausbildung der Lehrer/-innen sondern das höhere Leistungsniveau der Schüler/-innen.

Das ist keine Frage des Glaubens sondern des Wissens.

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: 2Cent
25.07.2012 09:01
2 1

Re: Re: Re: Re: Lächerlich...

Offenbar beziehen sich Ihre Erfahrungen auf NMS/Hauptschüler, denn Hauptschullehrer werden an AHS nicht eingesetzt. Dort wird es wohl kaum passieren, dass man mit 13jährigen die Relativitätstheorie diskutieren muss. An AHS schon. Und da macht die fachliche Ausbildung des Lehrers dann schon einen Unterschied.

Ich glaube also wohl richtig.

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: pol Beobachterin
25.07.2012 10:03
1 0

Re: Re: Re: Re: Re: Lächerlich...


Warum sollten die fachlich ausgebildeten Physiker der NMS/HS ein Problem mit der Rel.-Theorie haben?

Ich denke, ich kann Ihnen den Glauben nicht nehmen und manchmal braucht man den auch, damit man seine eigene Welt aufrechterhalten kann.

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Lächerlich...

Weil in der NMS Lehrer zum Teil Fächer unterrichten müssen, die sie nicht studiert haben.

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Lehrerenderaneineruni
26.07.2012 12:29
1 0

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Lächerlich...

... u.a. auch weil man mit einer 6semestrigen Bachelorausbildung noch nicht wirklich ein Akademiker ist/sein kann - und das ist (neben den ungeprüft Unterrichtenden an den HS=NMS) auch ein Unterschied zu den Gymnasien, wo diese Lehrer mind. 10 Semester studiert haben müssen UND nur ihre beiden geprüften Fächer unterrichten. Glauben sie mir, beide Gruppen unterrichtet - kein Vergleich!

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: pol Beobachterin
27.07.2012 08:30
0 0

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Lächerlich...

1. Rede ich von geprüften Lehrer/-innen.
2. Reden wir von der Notwendigkeit eines Uni- Studiums für die fachlichen Fähigkeiten für den Unterricht an der Unterstufe.
(Didaktische Fähigkeiten werden wohlweislich gar nicht erst angeprochen).
3.Wo haben SIE beide Gruppen unterrichtet? Und haben Sie auch beide Gruppen beim Unterrichten beobachtet?
4. Ja, ja und außerdem sind HS Lehrer/-innen -wie Sie schreiben- "noch nicht einmal wirkliche Akademiker/-innen."
Na dann, ... ;-)

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: 2Cent
28.07.2012 07:08
0 0

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Lächerlich...

ad 2. Wir alle kennen die Mär vom didaktisch unfähigen AHS-Lehrer. Diese dient dazu, das Selbstwertgefühl der HS-Lehrer aufzupolieren. Fachdidaktik ist ein nicht zu vernachlässigender Bestandteil des Lehramtsstudiums an Universitäten.

ad 4. Mag Ihnen nicht passen, ist aber so.

 
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Eduard 2013

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