20.05.2013 15:58 Merkliste 0

Ausbildungspflicht bis 18 soll in Etappen kommen

 (Die Presse)

Hundstorfer begrüßt Vorstoß Leitls: Minister baut Stufenplan für „schulmüde“ Jugendliche.

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Wien/Ett. Wie kann sichergestellt werden, dass möglichst alle Schulabgänger in Österreich eine ordentliche Ausbildung haben und auf den Arbeitsmarkt kommen? Seit ÖGB-Chef Erich Foglar vorgeschlagen hat, dafür die Schulpflicht auf zehn Jahre zu verlängern, ist neuer Schwung in die Debatte gekommen. Sozialminister Rudolf Hundstorfer (SPÖ) begrüßt, dass Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl nun den zugespielten Ball angenommen hat. Leitl trat in der „Kleinen Zeitung“ für eine Ausbildungspflicht bis zum 18. Lebensjahr“ statt zehn Jahren Schulpflicht ein. Er möchte damit Schulabgänger zu einer Lehre verpflichten.

Der Sozialminister hat schon im Vorjahr in der „Presse“ einen Vorstoß für eine „Ausbildungspflicht bis 18“ unternommen, damit nicht bis zu 10.000 Jugendliche nach der Schule gar keine Ausbildung mehr erhalten. Mittlerweile hat Hundstorfer seine Pläne präzisiert. Er verfolgt jetzt eine Art Stufenplan, der 2015 in eine „Ausbildungsverpflichtung“ münden soll, wie er der „Presse“ mitteilen ließ. Umgekehrt gibt es vonseiten der Regierung eine „Ausbildungsgarantie“, wonach jedem Jugendlichen ein Ausbildungsplatz angeboten wird.

 

Mehr Weiterbildungschancen

Der Minister zeigt sich erfreut, dass Leitl die Diskussion fortsetzt: „Denn letztendlich geht es darum, mehr Chancen für die Jugendlichen zu schaffen.“ Er verfolge aber einen „breiteren Ansatz“, bei dem es darum gehe, „schulmüde“ Jugendliche mit unterschiedlichen Weiterbildungsmaßnahmen im Bildungsprozess zu halten. Schon jetzt gibt es eigene „Produktionswerkstätten“ nach dem Ende der Schulpflicht. Weiters wurde heuer ein Jugendcoaching in Zusammenarbeit mit Schulen gestartet, ab Herbst ein Lehrlingscoaching.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 24.07.2012)

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4 Kommentare

der österreichklassiker:

irgendwas funktioniert nicht und schon muss eine pflicht her.

wer nichts lernen will, soll es bleiben lassen. wer nichts arbeiten will, auch. zu ändern sind in dem fall ja nur noch die sozialhilfeleistungen.

Gast: Reiberdatschi
24.07.2012 07:58
5 0

Schulpflicht ohne Recht auf Unterricht bringt nichts

Wie wäre es, wenn man im Schulbereich zur Abwechslung mal über Qualität sprechen würde?
Immer nur Quantität kostet mehr Geld, ohne dass es den Schülern etwas bringt.
Warum sollten Schüler, die bis 15 nichts gelernt haben sich auf einmal um 180° wenden und zu lernen beginnen?

Ich schlage vor, dass zuerst das Schulsystem geändert wird, so dass wieder Lernen für alle möglich ist. Erst im nächsten Schritt kann man dann über Verlängerung der Schulpflicht nachdenken.

Gast: 1. Parteiloser
24.07.2012 06:58
3 1

Die Kommunisten wollen den vollen Zugriff auf die Kinder und Jugendlichen im manipulierbaren Alter!

Diese Staatlichkeit der ideologischen Planwirtschafter, welche in allen Farben schillert, die hat die Bürger dazu verpflichtet sich in die Obhut der Staatlichkeit zu begeben.

Es ist eine Obhut, welche bei den Kinder schon im Alter von 5 Jahren zu greifen beginnt und die Eltern, auch bei Strafe!, verpflichtet die Kinder dem Vorschuljahr zuzuführen. Die Qualität der Betreuung spielt dabei gar keine Rolle.

Dann folgt die verpflichtete staatliche Schule (Ausweichen nur theor. möglich!), wo die Kinder und Jugendlichen dann wieder, natürlich bei Strafandrohung, in die staatliche Obhut gegeben werden müssen. Wie diese Obhut dann aussieht, das spielt dabei gar keine Rolle. Diese Staatlichkeit geht ja soweit, dass sogar vorbestrafte Pädophilie die Aufsicht über Kinder und Jugendliche bekommen, vom starken Trend zur Gewalt in Schulen (auch von einigen Lehrpersonen!) ganz zu schweigen.

Diese Obhut soll möglichst so gestaltet werden, dass die Kinder unter voller Kontrolle sein werden. Die NMS, oder Ganztagsschule, scheint für die grausigen Kommunisten ein geeignetes Mittel dazu zu sein.

Irgendwie haben die aber doch kein Vertrauen in die eigenen Konzepte, wenn geplant ist diese Kontrolle in den Bereich von 5 Jahren bis 18 Jahren auszubauen.

Es fehlt nur noch die Uniformierung und der Held der Schule (Arbeit) und schon haben wir die gleichen Zustände wie in Nordkorea oder der UdSSR in den 80ern.

Flucht scheint die einzige Möglichkeit auf Freiheit zu sein.

Gast: nawirklich nicht
23.07.2012 20:41
8 0

Ein Lehrling der sich auch nur ein bisschen anstrengt bekommt auch eine Lehre

Aber ja, warum lassen wir den Staat nicht alles vorkauen. Lernunwillige 16 jährige sitzen sicherlich mit großer Freude in der Schule. (statt zu arbeiten)

Eduard 2013

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