19.05.2013 08:28 Merkliste 0

Schulpflichtverletzungen: Kurz für 1500 Euro Strafe

 (DiePresse.com)

Der Integrationsstaatssekretär fordert eine Erhöhung der Strafen, wenn schulpflichtige Kinder länger der Schule fernbleiben. Er vermutet, dass Familien mit Migrationshintergrund verstärkt betroffen sind.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Verschärfte Sanktionen bei Verletzungen der Schulpflicht hatte Integrationsstaatssekretär Sebastian Kurz (ÖVP) schon knapp drei Monaten in der "Presse" gefordert. Nun nennt er konkrete Maßnahmen: Kurz fordert einen "konsequenteren Vollzug" und damit einhergehend etwa eine Erhöhung der Verwaltungsstrafe auf 1500 Euro wie in Deutschland, bestätigte ein Sprecher Kurz' Berichte des "Kurier" und der "Kleinen Zeitung". Derzeit können Eltern zu einer Geldstrafe von 220 Euro oder einer bis zu zweiwöchigen Freiheitsstrafe verdonnert werden, wenn ihr Kind lange der Schule fernbleibt. Kurz vermutet, dass Schulpflichtverletzungen verstärkt bei Familien mit Migrationshintergrund vorkommen.

Von 1138 Verwaltungsstrafverfahren allein in Wien im laufenden Jahr 2011 führten bisher nur 371 zu Straferkenntnissen, wie aus einer aktuellen parlamentarischen Anfragebeantwortung des Unterrichtsministeriums hervorgeht. 2005 waren es etwa 500 Verfahren, aus der 337 Strafbescheide resultierten. Informationen zu Geschlecht, Migrationshintergrund oder Umgangssprache der Schulverweigerer werden dabei nicht erfasst, da diese laut Ministerium "für die Erledigung einer Verwaltungssache" in keiner Form "rechtserheblich" sind.

Sanktionen auch bei Abbrechern

Kurz sieht das anders und fordert vom Unterrichtsministerium als "Dienstaufsichtsbehörde" die Erhebung dieser Daten und Feststellung der Motive zur Schulpflichtverletzung. Die Forderung folgt auf den vor drei Monaten veröffentlichten Integrationsbericht, der verstärkte Sanktionen bei Schulpflichtverletzungen vorgeschlagen hatte. Nach Angaben des Berichts ist die Rate der Schulabbrecher unter Kindern mit Migrationshintergrund vier Mal so hoch wie jene von österreichischen Kindern. Auch bei Schulabbrechern könne sich Kurz deshalb Sanktionen vorstellen.

Im Unterrichtsministerium, wo man sich bisher gegen schärfere Sanktionen ausgesprochen hat, sieht man die Gründe für die Schulpflichtverletzungen vor allem in der "klassischen Ferienverlängerung".

(APA/Red.)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Mehr aus dem Web

17 Kommentare
Gast: Crimson
24.09.2011 11:39
0 0

Kindskopf...

Ich frage mich wirklich, wie solch ein Typ Politiker werden kann?

Wobei wenn ich mir die ganzen Politiker anschaue - beantwortet sich die Frage von selbst.

Anstatt Schüler zu fördern, versucht der STAAT immer mehr Geld von den Bewohnern einzunehmen. Wenn wir ehrlich sind, ist die Wirtschaft in Österreich ohnehin schon sehr schwach und steigt gerade mal um paar Prozente im Jahr. Während in die Dubai die Wirtschaft um 10% steigt pro Jahr (ungefähr).

Jedesmal wenn ich ein Bericht über den Herrn "Kurz" lese, bin ich automatisch auf 360 Grad.
Er hat doch keine Ahnung von dem was er redet & macht. Denkt wie ein 10 jähriges Kind. Bitte lieber KURZ, gib deinen Beruf auf und such dir was anderes, was du besser kannst. Ist nur ein guter Ratschlag. (:
Österreich wäre sicher froh darüber, weniger Politiker wie Sie zu haben. :] Wenn sie das nicht für sich tun können, dann zumindest für Österreich.

Wie stellt man sich das überhaupt vor? Viele Familien haben ja nicht einmal Geld, ihren Kindern die Schulkosten zu zahlen, die Kosten sind angesichts anderen Ländern zwar nicht sehr hoch eigentlich aber meine Familie konnte sich das z.B. nicht leisten. Ich war nie daher bei Wanderungen usw. dabei. Genauso auch an normalen Schultagen. Weil einfach nur das Geld gefehlt hat. Dafür ging ich aber arbeiten schon mit 10 Jahren, um unsere Miete zu bezahlen. ;]
Ich kann nur sagen, wie mein Vorgänger schon sagte: Wie wäre es mit einer Strafe für hirnlose Politiker? Wäre super!

0 0

der Mensch hat Sorgen!

. . . Strafen müssten sozial gerecht sein
und wenn, dem Einkommen entsprechen

Gast: Suchender
22.09.2011 18:08
4 1

Wie wäre es mit einer Strafe für hirnlose Politiker?

So 50.000 bis komplette Enteignung bei gleichzeitigem Amts und Priviliegienverlust

warum

immer geldstrafen?

allgemeindienst gehört in solchen fälllen.

die eltern müssen dann in der schule irgendwas machen - damit sie vielleicht den sinn verstehen, warum ein mensch in die schule gehen soll.

wobei ich meine kinder in keine öffentliche schule in österreich schicken möchte. hier wird gehirngewaschen vom übelsten.

Das Problem ist halt ...

... dass das Prekariat, das seine Kinder nicht in die Pflichtschule schickt auch nicht die Mittel hat, um hier Geldstrafen zu bezahlen. Ja, Ersatzfreiheitsstrafen sind erfunden, aber ob dass das Problem löst? Finanziell könnte man aber natürlich schon etwas machen, zB eine Koppelung der Familienbeihilfe an den regelmäßigen Schulbesuch.

Antworten Gast: Johann S
22.09.2011 16:00
0 1

Re: Das Problem ist halt ...

Die Einbringlichkeit wäre sicher ein Problem.
Ihre Koppelung ist sicher eine gute Idee.

Obs gesetzlich möglich ist?

Antworten Antworten Gast: 746622344
22.09.2011 16:44
3 1

Re: Re: Das Problem ist halt ...

Gesetzlich möglich ist alles was der Nationalrat beschließt, müssen nur die richtigen Leute drinsitzen.

3 1

"Verwundeten"..

.. soll man nicht noch eine drübergeben. Manche halten es in so einer Schule (wie heutzutage manche Pflichtschule im Stadtgebiet) einfach nicht mehr aus. Dieser Zustand wird laut den Erfahrungen der ersten Schultage nicht besser sondern führt immer mehr ins Chaos. Die Zahl der Eltern, die ihre Kinder privat unterrichten (lassen) wird auch immer größer. Schmied und Co zerstören unser System vollständig.

Gast: burggartenchiller
22.09.2011 15:10
0 0

fine is fine

go for it shorty!

In der so großartig verordneten Gesamtschule wird alles wieder gut.


Gast: Wer A sagt sollte auch B sagen
22.09.2011 14:41
3 1

Das ist keien Problemlösung!

Wie wäre es mit Straffen bei schlechtem Benehmen und Verhalten in der Schule, wie mit Strafen bei Mobbing, wie mit schlechten Stundenplänen die die Schüler zwischen den Unterrichtszeiten zwangsweise zum Verlassen der Schule zwingen. Ich bin detto auch für Videoaufzeichnungen das die Öffentlichkeit mal sieht wie es wirklich in unseren Schulen aussieht, wie hilflos Lehrer einem Mob gegenüberstehen deren einziges ziel es ist genau nix zu lernen.

Ich wäre dafür das es so etwas wie eine Hochsicherheitsschule gibt in der alle Schüler zusammengefaßt werden die das Prinzip Schule nicht verstanden haben, das man in jedem Klassenzimmer dann zwei Polizeibeamte hineinstellen muß stört ebensowenig wie die Überwachung des Schulhofs, selbst der Körperscnann vor dem betreten der Schule sollte dort zu Pflicht werden.

Der Aufschrei ist sicher groß, das Rot detto, nur Kinder haben auch das Recht auf Schutz gegen Menschen die ein Problem haben mit der Auffassung von Freiheit und dem Persönlichkeitsrecht.

Antworten Gast: kein schwarzmaler
22.09.2011 15:20
2 0

Re: Das ist keien Problemlösung!

immer langsam mit den pferden, wien hat noch nicht die zustände von mexico city oder rio de janero.
außerdem sollten die einheimischen langsam begreifen, dass sie sich nur organisieren brauchen um nicht mehr als opfer da zu stehen. nichts anderes machen die mihi's. zusammenhalt ist der entscheidene punkt. und hauptschulen mit 90% ausländeranteil sollten in sonderschulen umgewandelt werden, da das niveau einfach zu niedrig ist. jeder kennt die umstände in seinem bezirk also ist man selber schuld wenn man dort zur schule geht/geschickt wird.

Gast: Die Kurzen sind nicht länger
22.09.2011 14:01
8 0

Er vermutet

und die Lehrer und die Bevölkerung weiß es. Na is
der putzig naiv.

Gast: Rumpelkammer
22.09.2011 12:55
3 4

Schulschwänzen: Kurz für 1500 Euro Strafe

Puhh Hr. Kurz das wird aber bei Ihnen sehr teuer!
Wie lang oder wieoft sie die UNI geschwänzt haben

Re: Schulschwänzen: Kurz für 1500 Euro Strafe

bei der uni ist keine pflicht zu erscheinen

Gast: schlimmergehtsnimmer
22.09.2011 12:55
8 2

was der einfachste bürger in diesem land weiss,

das "vermutet" der herr kurz, nämlich das der grossteil der schulverweigerer und -abbrecher einen ********'hintergrund hat. ganz schön naiv für 14.000.- euro gehalt, herr jungpolitiker. bis zur wahl, herr "vermuter"

1 0

Re: was der einfachste bürger in diesem land weiss,

kurz vermutet, wenn jemand mit 16-18 jahren kein deutsch kann liegts vielleicht nicht an der schule sondern eher an neu zugezogen. wir haben überwiegend schüler und studenten als freie mitarbeiter (call center) die sichs aussuchen konnnten, wann und ob, ich gebs zu am anfang hab ich auch vorurteile gehabt. die ärgsten probleme mit zuerst zusagen und dann nicht antanzen bzw unhöfliches präpotentes geschäftsschädigendes verhalten hab ich nicht mit mitarbeitern mit mi...hi gehabt auch nicht mit "bösen punks", die haben gehackelt und das brav und zuverlässig, sondern mit den "braven angepassten" einheimischen, manchen musste ich sagen sie sollen die tür von aussen zumachen oder wennst geld willst solltest auch was dafür tun, schule abbrechen kann auch was mit "geld verdienen sollen oder mithelfen im kleinbetrieb" zu tun haben

Eduard 2013

Schlagzeilen Bildung