23.05.2012 08:21 | Meine Presse Merkliste 0

Hauptschule wird endgültig abgeschafft

 (DiePresse.com)

Das Gesetz zur Neuen Mittelschule ist in Begutachtung. Bis Herbst 2015 sollen alle Hauptschulen umgewandelt werden. Fernziel für die SPÖ ist aber weiter die Gesamtschule.

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Das Gesetzespaket zum Vollausbau der Neuen Mittelschule (NMS) ist heute in Begutachtung geschickt worden. Das gaben Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) und Vizekanzler Michael Spindelegger (ÖVP) am Dienstag nach dem Ministerrat bekannt. Bis zum Schuljahr 2015/16 sollen alle 1178 Hauptschulen in NMS umgewandelt werden, der Vollausbau (alle Klassen als NMS) soll dann im Jahr 2018/19 abgeschlossen sein.

Laut Gesetzesplan werden dann ca. 238.000 Schüler die NMS besuchen, das sind 70 Prozent der 10- bis 14-Jährigen. Für den Ausbau sind im Budget 2012 laut Gesetzespaket 68 Mio. Euro vorgesehen. 2016 sieht der Plan 200 Mio. Euro vor. Im Vollausbau 2019 sind 230 Mio. Euro budgetiert.

Die Einigung beweise, dass man der Bildungsreform eine besondere Bedeutung zuweise, sagte der Kanzler. Es sei die umfangreichste Neuerung im Regelschulwesen seit 1962, als mit den Polytechnischen Schulen ein neuer Schultyp eingeführt wurde. Spindelegger sprach von einem "großen Reformwerk", damit sei Schluss mit den vielen Schulversuchen.

ÖVP besteht weiter auf Gymnasien

Damit endet aber auch schon die Einigkeit: Für die ÖVP sei besonders wichtig, dass die Gymnasien bestehen bleiben, so Spindelegger. Faymann betonte, dass ungeachtet der Einigung auf die NMS der SPÖ-Plan nach einer Gesamtschule bestehen bleibe. Die NMS sei aber ein ganz wichtiger Bestandteil.

Von einem Abtausch der NMS gegen die Einführung von Studiengebühren wollten beide Partner nichts wissen: "Man tauscht nicht das eine gegen das andere ab", so Spindelegger. Betreffend der Studiengebühren merkte Faymann an, dass es hier mehrere Gutachten gebe. Er verwies auf den Ex-VfGH-Präsidenten Karl Korinek, der vor allem Rechtssicherheit eingefordert hatte.

(APA)

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176 Kommentare
 
1 2 3 4 5
Gast: Mr. Seltsam
28.10.2011 10:30
1 0

Was hat sich wirklich geändert?

Hauptschule wird abgeschafft? So ein Quatsch. Wenn der Name geändert wird, ändert sich im Grunde genommen gar nichts. Oder glaubt wirklich jemand, dass Lehrer und Schüler automatisch bessere Leistungen erbringen, nur weil sich ein Name geändert hat, oder weil die Prüfungen anders organisiert werden?


Gast: Presseabo - beenden oder behalten?
27.10.2011 12:50
16 1

Jeder, der schon mal unterrichtet hat,

weiß, dass homogene Gruppen von Schülern oder Kursteilnehmern (also alle ähnliche Lernfähigkeit und Vorbildung) optimale Voraussetzungen bieten für bestmöglichen Lernerfolg bieten.

Alles andere ist ideologisch gefärbte Sozialromantik von Theoretikern.

Antworten Gast: Denka09
27.10.2011 18:09
1 7

Sie lasen eine rein ideologische geprägte Werbeeinschaltung

der konsvervativen Lehrergewerkschaft. Ziel: möglichst wenig Schüler pro Klasse (am besten zwei) und auch sonst so gut wie nichts arbeiten wollen. Moderne Pädagogik? Brauchma net.

0 0

Re: Sie lasen eine rein ideologische geprägte Werbeeinschaltung

nicht zugehört im unterricht?

Antworten Antworten Antworten Gast: Gutmeinender
28.10.2011 08:33
1 0

Re: Re: Sie lasen eine rein ideologische geprägte Werbeeinschaltung

Unterricht hin oder her, auf oder ab - was "Hänschen" im Elternhaus versäumt hat, lernt "Hans" in der Schule nicht mehr.

Da nutzt auch die Zwangsvergatterung in den Kindergarten nichts.

Abgesehen davon, dass die Volksschulen auf dem Land eh um Größenordnungen besser sind als in den Hauptstädten - auch die können die immer mehr fehlende Neugier nicht in die Gänsehälse nachstopfen.

Wieder einmal hat die Lehrerlobby zugeschlagen mit ihrem fachidiotischen Sachverstand.

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Mr. Seltsam
28.10.2011 10:34
0 0

Re: Re: Re: Sie lasen eine rein ideologische geprägte Werbeeinschaltung

Das ist mir neu, dass die Eltern verpflichtet wären die Kinder zu unterrichten, weil in der Schule sowieso nichts gelernt werden kann. Na, dann wundert mich wirklich nichts mehr.
Daraus resultiert nur eine Konseqenz: Schafft die Schule ab und zahlt die 16000000000 € den Eltern aus.

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Gutmeinender
29.10.2011 08:51
0 0

Re: Re: Re: Re: Sie lasen eine rein ideologische geprägte Werbeeinschaltung

<dass die Eltern verpflichtet wären die Kinder zu unterrichten, weil in der Schule sowieso nichts gelernt werden kann.>

Dieses Mißverständnis möchte ich keiner Ideologie zuordnen, obwohl es naheliegend wäre.

Nicht unterrichten sollen die Eltern anstatt in der Schule sondern die natürliche Neugier nicht versumpfen lassen sollen sie. Ohne Neugier in die Schule geschickt saugen sie nichts mehr auf.

Mir deucht allerdings, nachdem ich das gelesen habe, daß es auch dafür längst zu spät ist. Die Volksverblöder haben ihr Werk getan.

Antworten Gast: Gutmeinender
27.10.2011 15:25
4 1

Re: Jeder, der schon mal unterrichtet hat,

der bestmögliche Lernerfolg ist "denen" zweit- bis unwichtig, die GLEICHHEIT zählt, wenn auch auf unterstem level.

Da jauchzen sie.

Gast: international_
27.10.2011 11:26
4 0

nur namenskosmetik?

wenn man nur den namen ändert, aber nicht das niveau steigert werden die probleme nicht kleiner werden.

ich war früher immer für die gesamtschule - aufgrund des in den letzten jahren abgestürzten leistungsniveaus der hauptschulen habe ich meine meinung geändert. wenn man die leistungsbereiten mit den dummen und lernunwilligen zusammentut gibt es bald nur mehr schwache lernergebnisse.


Gast: Gutmeinender
27.10.2011 09:52
0 5

Sie sollen es einmal besser haben!

Das ist die treibende Kraft hinter dem Gesamtschulwunsch. Die Schule muss dann das nachholen, was unterprivilegierte Eltern an den Kindern angerichtet haben.

Viele Fehlentwicklungen in der Vorschulzeit entstehen durch Kontaktängste der sozial unterprivilegierten Eltern hin zu Kultureinrichtungen. Der Dünkel der Gebildeten richtet enorme Barrieren auf, besonders dann, wenn sie fürsorglich zu werden drohen.

An dieser Stelle muß Forschung und Entwicklung betrieben werden!

Antworten Gast: Gutmeinender
28.10.2011 09:31
2 0

Re: Sie sollen es einmal besser haben!

Die Werbung schafft es schließlich auch, die "Unterprivilegierten" in die geschniegelten DM-, Peek&Kloppenburg und Douglas - Kirchenräume zu ziehen. Dort geben sie sogar einen Teil ihres knappen Geldes aus!

Aber in ein technisches Museum kriegen sie diese Leute nicht mit ihren Kindern, warum? Oder in eine Bibliothek.

Eine hochnäsige Verkäuferin bei Peek&Kloppenburg, wie ich sie im Linzer Farbkasten erlebt habe, die eine weniger vornehme Kundin mit ihren Kindern rausekelt, würde gefeuert.

Gast: Etikettenschwindel
26.10.2011 20:29
3 0

In was werden sie umgewandelt?


Antworten Gast: Gutmeinender
27.10.2011 11:52
0 2

Re: In was werden sie umgewandelt?

Der Zweck der Übung ist doch durchschaubar. Wie seit 50 Jahren in der Branche üblich, geht es um die Besoldung.

Früher sind die Unterrichtsstunden verringert worden bis auf 18 mit Überstundenbezahlung für die gleichbleibenden Wochenstunden.

Die Hauptschullehrer sollen jetzt endlich wie Gymnasiallehrer bezahlt werden können. Dafür muss die Schule aber Mittelschule heissen.

Antworten Antworten Gast: Mr. Seltsam
28.10.2011 10:36
0 0

Re: Re: In was werden sie umgewandelt?

Danke, jetzt is mirs kloar.

Gast: Zurueckgezogen
26.10.2011 20:17
0 0

Fortsetzung

Und darin sehen ich auch eine Gefahr des immer staerker werdenden Selbstbewusstseins von Leuten, die sich mit besonderen Inhalten beschaeftigen ohne dies in angemessener Form zu tun. Um es scherzhaft zu formulieren: nicht jeder, der foie gras speist, ist ein Gourmet, jedoch veraendert er die Wahrnehmung dessen, was ein solcher ist und benimmt sich peinlicherweise als solcher. In unserer Gesellschaft sind diese Kultur - "Gourmets" leider sehr verbreitet. Und man muss diskutieren, ob sie sympathischer sind als deklarierte Proleten

heri3
26.10.2011 19:56
0 15

das ist doch ein schmarrn!!

ohne gesamtschule ist das ein unsinn!
wir brauchen keine öffentlichen gymasien mehr.
die reichen sollen in privatschulen gehen und alles selbst bezahlen.
der anständige rest der bürgerkinder gehören bis zum vierzehnten lebenslahr in eine gesamtschule, dann in eine neue mittelschule!

Antworten Gast: Besorgt_um_meinen_Vierbeiner
26.10.2011 21:34
5 0

Re: das ist doch ein schmarrn!!

wo wurden Sie abgerichtet ? Geht man mit Ihnen auch im Winter spazieren ? Und wenn ja, wo ? Im 15. Bezirk vielleicht ? Zusammen mit den anderen Neuzulaeufen ? Ich moechte nicht haben, dass mein Hund sich bei Ihnen infiziert.

Antworten Antworten Gast: 43er
27.10.2011 18:10
1 0

In 1150 Wien ist das anspruchsvollste Gymnasium Österreichs

die Sir Karl Popper Schule.

Antworten Charon
26.10.2011 20:38
1 0

der anständige rest der bürgerkinder

Und wohin soll der unanständige Rest?

Antworten Gast: Schlehwein
26.10.2011 20:13
0 1

Re: das ist doch ein schmarrn!!

Richtig, wie in der Monarchie! Wer es sich leisten kann, soll etwas lernen, der Rest darf vertrotteln. Kreisky schaut verzweifelt herunter.

Antworten Antworten Charon
26.10.2011 20:43
1 0

Kreisky schaut verzweifelt herunter...

...wenn er sieht, was er angerichtet hat:

"Arbeitsleid" (Leistung ist "pfui") den Begriff hat er ins politische Vokabular gebracht.

"Mehr Kinder an höhere Schulen" - auch wenn sie dafür nicht geeignet sind und es auch die dafür geeigneten Lehrer nicht gibt.

Re: Kreisky schaut verzweifelt herunter...

...weil er genau gewußt hat, daß nur die ungebildeten Leistungsverweigerer den Weiterbestand seiner Sozialisten garantieren werden.......

Gast: bergziege
26.10.2011 19:56
9 0

Neue Mittelschule

Der Name ist so einfallslos wie es die Schule sein wird. Was soll sich ändern, wenn die Schüler, die sie besuchen werden, so sind wie sie sind? Ändern kann sich nur etwas, wenn man zum Umdenken bereit ist. Davon ist aber nichts zu bemerken. Nach der Hauptschule hatte jeder, wenn er wollte, so gut wie alle Türen für die Weichenstellung eines geglückten Lebens offen. Manchmal war es schwierig. Das Sprichwort "ohne Fleiß kein Preis" hat sehr wohl etwas auf sich. Durch Nichtstun ist noch keiner gescheiter geworden. Deshalb wird die Namensänderung kaum zum Ziel führen, wenn nicht dazu wieder doch ein wenig Achtung und Disziplin eingefordert werden sollten. Soziale Kompetenz wäre wohl selbstverständlich. Daran mangelt es hochgradig.

Antworten Gast: Pfefferkorn
26.10.2011 21:39
5 1

Re: Neue Mittelschule

Mir ist ebenso schleierhaft, wie sich speziell in Wien etwas ändern soll.
Ein neuer Name ist kein Programm.
Wenn ich die Wr. HS mit jener am Land vergleiche, die ich besuchte, liegen Welten dazwischen.
Damals gab es noch den A und B-Zug. Im A-Zug waren wir 52 (!) Kinder. Das Niveau war ausgezeichnet. Viele Kinder hätten die AHS besuchen können, wenn die Eltern damals Geld für ein Internat gehabt hätten. Fahrschüler konnten nur wenige sein, da der Weg zum Bus oder zum Zug zu weit war.
Die Kinder der Arbeiter und Bauern waren hochmotiviert, weil sie wussten, dass sie ihre Lebensumstände nur mit viel Fleiß und Disziplin verändern konnten. Manche wechselten nach der 2. HS problemlos in die 3. AHS, wenn die Familien Geld für die Zugfahrt hatten.
Wir hatten keine Fahrräder und mussten bei jedem Wetter etliche km zum Zug marschieren.

Heute mangelt es nicht nur an Disziplin, sondern auch an Selbstdisziplin.
Ein weiteres Problem sind in Wien die relativ bescheidenen Deutschkenntnisse.
Hier sollte angesetzt werden. Kinder müssen unbedingt die Unterrichtssprache gut beherrschen, bevor sie ihre schul. Laufbahn beginnen.


Antworten Antworten Gast: HBE2000
27.10.2011 18:13
0 0

Als Personaler eines Großunternehmens

muss ich Ihnen mitteilen, dass ländliche Hauptschüler um nichts besser als die aus Wien sind. Und Deutsch korrekt schreiben oder sprechen (Schriftsprache, nicht Dialekt!) können die Wiener Hauptschüler selbst mit Migrationshintergrund besser als ihre ländlichen Kollegen, die zuhause auf dem Hof meist noch nie einen korrekten Satz gehört haben ...

Antworten Antworten Antworten Gast: Pfefferkorn
06.11.2011 17:39
0 0

Re: Als Personaler eines Großunternehmens

Ich habe gänzlich andere Erfahrungen gemacht.
Das Niveau an den Wr. HS aber ist je nach Zusammensetzung durchschnittlich bis katastrophal.

 
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