Ein Comic des Wiener AMS sorgt für Wirbel: In der Erstvariante von "Was geht?!!" wurde einem kopftuchtragenden Mädchen vom Studieren abgeraten. Und zwar folgendermaßen: Yasmin will Zahnärztin werden. Ihre Freunde raten ihr ab. Matura, Studium, Fachausbildung: Dauert doch viel zu lange. Nach einer Handvoll Bildern ist Yasmin von ihrem Traumjob abgekommen - sie will sich gleich über ihren neuen Berufswunsch beim AMS beraten lassen: Zahntechnikerin.
Vor allem auf Facebook und Twitter rief der Comic Empörung hervor: Junge Frauen mit Migrationshintergrund würde pauschal vom Studium abgeraten und sie in einen Lehrberuf abgeschoben, lautet der Vorwurf.
AMS reagiert auf Kritik
Das AMS hat mittlerweile reagiert und das Bild geändert. "Die Textierung ist leider missverständlich rübergekommen", heißt es gegenüber DiePresse.com. Es sei jedenfalls in keinster Weise die Absicht gewesen, irgendjemandem die Fähigkeit zum Studium abzusprechen. Die Botschaft sollte sein, dass sich Jugendliche rechtzeitig über ihren Berufswunsch informieren sollten.
Der Comic gehört zu der Reihe "Was geht?!! 5 starten durch" und wurde vom Wiener AMS auf der Homepage Arbeitszimmer.cc und in verschiedenen Tageszeitungen veröffentlicht. Es handelt sich dabei um fünf Geschichten über Jugendliche, die sich den Kopf darüber zerbrechen, was sie werden wollen. Mit der Reihe sollen Schülerinnen und Schüler über die Berufswahl informiert und dazu motiviert werden, selbst aktiv zu werden.
(Red.)

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