Technik: Mit Videos gegen den Nachwuchsmangel

 (DiePresse.com)

Die Internet-Plattform ScienceClip.at will bei Kindern und Jugendlichen Begeisterung für Technik wecken. Videos geben Einblick in den Alltag von Wissenschaftlern.

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"ForscherInnen sind auch nur Menschen" heißt es auf der am Mittwoch präsentierten Videoplattform ScienceClip.at. Kurze, prägnante Videos zeigen "die menschliche Seite" von Forschung und sollen Kinder und Jugendliche durch Einblick in den Alltag von Wissenschaftlern an die MINT-Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik heranführen. Die Initiative des Österreichischen Verbands für Elektrotechnik (OVE) will damit das "negative Image" von Technikern verbessern und dem Nachwuchsmangel im Ingenieurbereich entgegenwirken.

Wachsender Energiebedarf, zunehmende Überalterung der Bevölkerung und an ihre Grenzen stoßende Mobilität sind laut OVE-Präsident Gunter Kappacher nur einige der Herausforderungen unserer Gesellschaft im 21. Jahrhundert. "Nur wenn es uns gelingt, engagierte und innovative Köpfe in ausreichender Zahl für die Wahl eines ingenieurwissenschaftlichen Studiums zu begeistern, diese dann best möglich auszubilden und sie auch in weiterer Folge im Sinne des lebenslangen Lernens zu begleiten", so Kappacher, "können wir den großen Herausforderungen der nächsten Jahre und Jahrzehnte erfolgreich begegnen."

Berührungsängste abbauen

ScienceClip.at will laut den Initiatoren Berührungsängste zur "vermeintlich elitären Wissenschaft" abbauen - nicht nur mit Hilfe von Videos, sondern auch durch den direkten Kontakt mit Forschern. Unter "Ask a scientist" ruft ScienceClip.at dazu auf, "brennende Fragen" loszuwerden, die dann an Wissenschafter weitergeleitet werden. Einige der bereits auf der Webseite gestellten Fragen muten zwar stark wie komplizierte Hausübungsbeispiele an - aber wann löst einem Schüler schon ein Ex-Rektor die schwierige Physik-Aufgabe? Hans Sünkel, ehemaliger Rektor der TU Graz, berechnet da beispielsweise die Gravitationskraft, mit der der Asteroid 2005YU55 einen Menschen von 50 Kilogramm anziehen würde.

(APA)

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1 Kommentare
Gast: Shaffery
17.11.2011 01:38
0

Gute Idee

Ich wollte immer schon wissen, was Wissenschaftler so machen. Ausser tödliche Viren für militärische Zwecke zu entwickeln oder schwarze Löcher zu erzeugen, meine ich.

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