23.05.2012 08:21 | Meine Presse Merkliste 0

USA: Pizza und Pommes bleiben in den Schulkantinen

 (DiePresse.com)

Die US-Regierung ist im Kampf gegen ungesunde Ernährung an den Schulen gescheitert. Der Kongress blockierte eine Verordnung gegen Fastfood - aus Kostengründen.

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Amerikanische Schüler werden in ihren Schulkantinen weiterhin Pizza, Burger und Pommes bekommen. Die US-Regierung ist im Kampf gegen ungesunde Ernährung an den Schulen gescheitert: Der Kongress hat ein Vorhaben des Landwirtschaftsministeriums aus Kostengründen blockiert. Dieses wollte eine Verordnung durch den Kongress bringen, die den Verkauf von fett- und kalorienreichen Gerichten eingeschränkt und mehr Gemüse auf den Speiseplänen gefordert hätte.

Das Vorhaben sollte vor allem den Gebrauch von stärkehaltigem Gemüse wie Erdäpfeln eindämmen, die in Schulen oft als frittierte Pommes angeboten würden. Auch sollte Paradeissoße, eine Hauptzutat für Pizza, ihren bisherigen Rang als gesundes Gemüse verlieren. Beides hätte die Schulkantinen nach geltenden Vorschriften gezwungen, ihre Speisepläne zu überarbeiten, so die "Washington Post".

14 Cent mehr pro Gericht

Zuletzt hatte eine Gruppe pensionierter US-Militärs den Kongress in einem aufgefordert, endlich das "Pizza-Schlupfloch" zu schließen. Doch die Abgeordneten und Senatoren seien von Lobbyverbänden überzeugt worden, dass das Vorhaben der Regierung den Schulen wegen hoher Gemüsepreise neue Milliardenkosten aufgebürdet hätte. Ein Schülergericht würde laut "New York Times" um 14 Cent mehr kosten, in fünf Jahren wären das Mehrkosten von 6,8 Milliarden Dollar.

Zudem verteidigten die Abgeordneten Erdäpfel und Paradeissoße als ausgewogene Lebensmittel, die nur durch falsche Zubereitung zu ungesunden Gerichten würden.

(APA/dpa)

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3 Kommentare
Gast: Hamburger
20.11.2011 18:57
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Friss oder stirb

Reagan wollte in seiner Amtszeit das Ketschup als Obst kategorisieren, weil bei den Schulspeisen ein gewisser Anteil aus Obst bestehen muss, dadurch wollte er Geld einsparen, Ketchup ist billiger als Obst.
So weit ich weiß, wurde der Vorschlag vom Kongress abgelehnt.

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Mal wieder typisch!

Bei der Ernährung wird gespart, an die Folgekosten, die durch ernährungsbedingte Krankheiten entstehen, denkt aber niemand.
Ich verstehe nicht so ganz, wieso jeder mit dem Kostenargument kommt. Erdäpfel oder Salathäuptel sind günstiger als Fertig- bzw. Halbfertigprodukte, speziell, wenn man sie in großen Mengen einkauft. Das Problem ist, dass in Großkantinen niemand mehr wirklich selbst was kocht, alles muss fertig geliefert werden. Dass das teuer kommt, wundert mich nicht!

Nix gegen Pommes und Pizza, man kann die ja max. 2x/Woche anbieten. Das schadet niemandem.

berndmoron
17.11.2011 19:56
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wenigstens gibt es an unseren ganztagsschulen

bereits 3 gesunde menüs zur auswahl.
be uns würden sie potatoes mitgravy wahrscheinlich als gesundes bioessen anpreisen. was es eigentlich auch ist. aber bei uns zäumt man das pferd wie üblich beim schwanz auf. zuerst führt man die ganztagsschulen ein, dann sollen sich die betroffenen selber drum kümmern, wie sie zu einem warmen essen kommen.

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