21.05.2013 00:32 Merkliste 0

Bildungsmythen: Zehn Irrtümer über das Lernen

 (Die Presse)

Frontalunterricht ist schlecht, in kleineren Klassen lernt es sich besser – und überhaupt werden die Schüler immer dümmer. „Die Presse“ hat zehn der gängigsten Annahmen genauer unter die Lupe genommen.

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Wer wollte in der eigenen Schulzeit seinen Eltern nicht einreden, dass man mit Musik viel besser lernen kann? Versucht haben es wohl die meisten Schüler einmal. Und das, obwohl es auch für Jugendliche logisch sein müsste, dass das die Konzentration nicht fördert.

Aber: Auf die Logik kommt es nicht immer an. Denn auch so mancher viel schwerwiegendere Irrglaube in Bezug auf das Lernen hält sich in der Gesellschaft hartnäckiger, als man annehmen würde. Obwohl die Wissenschaft schon längst über empirischen Daten verfügt, die diese Mythen stark infrage stellen, halten wir oftmals lieber an längst überholten Alltagsweisheiten oder lieb gewonnenen Reformforderungen fest.

„Die Presse“ hat zehn der gängigsten Annahmen über das Lernen auf ihre Gültigkeit überprüft.

 

1 Die Schüler werden immer dümmer: Es gibt einen allgemeinen Leistungsverfall

Unternehmer raufen sich die Haare über Lehrlinge, die keinen fehlerfreien Brief schreiben können, Uni-Professoren sind entsetzt über die Wissenslücken der Studienanfänger. Es ist eine oft vernommene Klage: Die Schüler leisten heute weniger als früher. Stimmt nicht, sagt Bildungsforscher Stefan Hopmann (Universität Wien). Es gibt keine einzige seriöse Längsschnittstudie, die einen allgemeinen Leistungsverfall belegt.

Wie auch? Die Inhalte sind oftmals andere als früher, Schüler lernen heute vieles, was es vor zehn Jahren überhaupt nicht gab. Das Problem sehen Experten vielmehr auf der anderen Seite: Bildungserfolg wird immer höher angesiedelt, die Erwartungen sind gestiegen – und damit auch der Druck auf die Kinder.

 

2 Die Herkunft zählt: Migrantenkinder bringen schlechtere Leistungen


Ob die Eltern eines Kindes in Ex-Jugoslawien, in der Türkei oder in Österreich geboren sind, hat keinen Einfluss auf Schulleistungen oder Bildungsweg. Entscheidender ist die soziale Lage der Eltern. Je niedriger das Familieneinkommen und der Bildungsgrad der Eltern, desto schlechter stehen die Chancen auf höhere Bildung für die Kinder.

Der Anteil von Kindern von Wenigverdienern ist in der vierten Klasse Hauptschule mit 34 Prozent fast drei mal so hoch wie in der vierten Klasse AHS-Unterstufe (13 Prozent). Nach der Hauptschule gelingt nur wenigen dieser Kinder der Wechsel in eine AHS-Oberstufe. Allerdings: Migrationshintergrund und ein niedriger sozioökonomischer Status gehen in Österreich oft Hand in Hand.

 

3 Je kleiner, desto feiner: In kleineren Klassen lernen die Schüler besser

In den vergangenen Jahren wurde die Klassenschülerzahl kontinuierlich gesenkt, die Politik feiert das als Erfolg. Mehrere Studien kommen aber zum Schluss, dass sich die Leistung der Schüler dadurch nicht verbessert.

Auch zwischen Klassengröße und der Dropout-Quote wurde kein Zusammenhang festgestellt. Entscheidend ist vielmehr die Qualität der Lehrkraft. So erhob die Unternehmensberatung McKinsey, dass im Schulbereich erfolgreiche Staaten vor allem auf die Auswahl der Pädagogen sowie deren (gute) Bezahlung achten. Für diese ist die Frage nach der Zahl der Schüler offenbar auch nicht die wichtigste: Bei ihrem Stressempfinden spiele dies eine untergeordnete Rolle, sagen deutsche Wissenschaftler. Dagegen empfehlen sie, den Unterricht etwa durch mehr Förderstunden zu verbessern.

 

4 Non scholae sed vitae discimus: Latein fördert das logische Denken

Im Lateinunterricht wird Sprache vollständig analysiert, unter manchen Lehrern auch seziert. Methodisches Vorgehen ist beim Übersetzen unerlässlich, Subjekt und Prädikat können meilenweit voneinander entfernt liegen. Da liegt der Schluss nahe, dass Latein das logische Denken fördert. Das ist aber schlicht falsch, sagen Lernforscher wie Elsbeth Stern (ETH Zürich) und Ludwig Haag (Uni Bayreuth). Eine ihrer Studien zeigt: Schüler, die zwei oder vier Jahre Lateinunterricht hatten, sind Altersgenossen beim logischen Denken nicht überlegen.

Weiters widerlegten sie, dass Latein das Erlernen anderer romanischer Sprachen besonders erleichtere. Wer Französisch oder Spanisch lernt, könne darauf genauso gut aufbauen. Latein mag per se großen Bildungswert haben. Aber wer Latein lernt, lernt einfach nur Latein.

 

5 Unkreativ, verstaubt und einfallslos: Frontalunterricht ist schlecht

Der Begleiter des Frontalunterrichts ist meist das schlechte Gewissen, sagt der Hamburger Erziehungswissenschaftler Herbert Gudjons. Nicht ganz zu Recht, denn frontaler Unterricht hat seinen Wert: Gerade leistungsschwache Schüler machen mit lehrkraftzentriertem Unterricht oft bessere Lernfortschritte – während offene Formen besonders Schülern aus bildungsnahen Familien entgegenkommen.
Und geht es um die Vermittlung von Faktenwissen, stellen Studien dem Frontalunterricht gleich gute Noten aus wie anderen Lernformen. Nur wenn es um die Anwendungskompetenz geht, dann liegen offene Lernmethoden vorne. Experten sind sich daher weitgehend einig: Wie so oft macht die Dosis das Gift. Am erfolgversprechendsten ist eine Mischung von frontalem und offenem Unterricht.

 

6 Getrennt lernt sich's besser: Mädchen leisten mehr ohne Buben

„Koedukation macht Mädchen dumm“, titelte die feministische Zeitschrift „Emma“ im Jahr 1989. Seither erschallt immer wieder der Ruf nach (zumindest teilweise) getrenntem Unterricht für Mädchen und Buben. Studien liefern aber keinen soliden Beleg dafür, dass Mädchen in getrennten Klassen besser lernten, sagt die Wiener Bildungspsychologin Christiane Spiel. Dafür seien die Ergebnisse zu uneinheitlich.

Zwar zeigen Studien vereinzelt Leistungsvorsprünge in getrenntgeschlechtlichen Klassen. Diese dürften aber auch auf andere Faktoren zurückzuführen sein – etwa den dort (meist besseren) Bildungshintergrund der Eltern oder den (anfänglichen) Enthusiasmus aller Beteiligten. Fazit: Getrennter Unterricht gibt den kleinen Unterschieden zwischen den Geschlechtern zu viel Bedeutung.

 

7 Je jünger, desto besser: Man kann nicht früh genug mit dem Lernen anfangen

Säuglinge verstehen das Konzept von Addition. Das bedeutet aber nicht, dass man in diesem zarten Alter damit beginnen sollte, ihnen das Rechnen mit Plus und Minus beizubringen. Eltern sollten nicht die falschen Handlungsableitungen daraus ziehen, wenn Forschungsergebnisse besagen, dass in den ersten Lebensjahren der Grundstein für viele Kompetenzen gelegt wird.

Denn: Wichtig für den Erwerb dieser Kompetenzen ist es, Kindern einen spielerischen Zugang etwa zu Buchstaben zu vermitteln, ohne dabei zu erwarten, dass Kinder gleich lesen lernen. Keinesfalls darf ein Leistungsdruck auf die Kinder entstehen. Es geht in diesem Alter darum, die Neugier zu wecken, so Birgit Hartel vom Charlotte Bühler Institut für Kleinkindforschung.

 

8 Kaderschmieden machen klug: An Eliteschulen lernen Kinder mehr

Die perfekte Schule für ihr Kind zu finden, ist für die meisten Eltern ein Riesenprojekt. Denn wer da Fehler macht, verpfuscht dem Nachwuchs die Zukunft – oder? Glaubt man einer Studie, kann man die Schulwahl gelassener angehen – zumindest was sogenannte Eliteschulen betrifft. US-Forscher haben die Leistungen von Schülern an Eliteschulen mit denen an öffentlichen Schulen verglichen und festgestellt: An Kaderschmieden lernen Schüler nicht mehr als woanders. Mehr noch: Kluge Kinder bringen die gleichen Leistungen, egal welche Schule sie besuchen.

Dass Schüler an Eliteschulen also durchwegs bessere Leistungen bringen als ihre Alterskollegen liegt demnach daran, dass diese sich die besten Schüler aussuchen – und nicht etwa daran, dass sie ihnen mehr beibrächten.

 

9 Morgenstund hat Gold im Mund: Schüler sind in der Früh leistungsfähiger

In Österreich beginnt die Schule zwischen 7.30 und acht Uhr. Das kommt aber nicht allen Schülern zugute, denn: Bei Jugendlichen, die sich in der Pubertät befinden, insbesondere im Alter zwischen zwölf und 14 Jahren, verändert sich der Biorhythmus stark. Vormalige Frühaufsteher werden aufgrund hormoneller Umstellungen zu sogenannten „Nachteulen“. Sie werden später müde und haben dann morgens Probleme mit dem Aufstehen. Das weisen Studien der Pädagogischen Hochschule Heidelberg nach.

Erst im Alter von Anfang zwanzig stellt sich die innere Uhr wieder um. Schlafforscher fordern deshalb immer wieder einen späteren Schulstart. In England, Schweden oder Japan hat man diese Tatsache bereits berücksichtigt: Die Schule beginnt dort erst um neun Uhr.

 

10 Zu alt? Fremdsprachen lernt man als junger Mensch leichter

„Life Long Learning“ - ein Begriff der sich in der Bildungslandschaft nicht zu Unrecht breit macht, denn: Senioren sind nicht schlechter im Lernen als junge Menschen. Besonders im Bereich der Sprache attestieren Forschungsergebnisse aus dem Gebiet der Hirnforschung, älteren Menschen gleiche Erfolgschancen wie Jungen.
Ihnen kommt  die Lebenserfahrung zu Gute: Die Gehirnbereiche, die für das Erkennen von Semantik und Grammatik verantwortlich sind, sind bei älteren Menschen weiter entwickelt. So können sie auch auf weitreichende Assoziationen und Verallgemeinerungen zurückgreifen. Nachteile für ältere Lernende, ergeben sich aus dem Nachlassen der Seh- und Hörfähigkeit. Passt man die Lernmethoden an, spielt das aber kaum eine Rolle.

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30 Kommentare
 
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Auch Irrtümer sind oft Irrtümer.

Latein, Frontalunterricht,........... alles wirkt in der Qualität, wie es vorgelebt wird. Wie SUGGESTIV wir in der Schule alle wirken, das hat die Pädagogik nie interessiert. Folglich ist Schule auch im 21.Jahrhundert noch ein reines Lotteriespiel. Wenn Du zufällig an einen Lehrer gerätst, der das Leben etwas verstanden hat, hast Du Glück gehabt und sonst eben Pech.
In der Ich-kann-Schule ist Suggestion ein zentraler Faktor. Auch der Biorhythmus hat seine suggestive Wirkung. Aber man kann besser suggerieren lernen als er.
Guten Erfolg dazu!
Franz Josef Neffe

Aber wer Latein lernt, lernt einfach nur Latein.

Danke, endlich. Fühl mich sehr bestätigt. 2 Jahre Grundkurs Latein sind genug, mich hams insges. 6 Jahre gequält.

Antworten Gast: Hischtor
13.12.2011 20:04
1 1

Niemand lernt Altkirchenslawisch, wenn er

Russisch oder Tschechisch lernen möchte. Niemand lernt Althochdeutsch, wenn er dann Deutsch lernen möchte. Niemand lernt Keltisch, wenn er dann Englisch lernen möchte. Usw. Usf.

schön, wie sich hier die hobbypädagogInnen und jugendkennerInnen austoben.

profis für na-eh-alles mit fundiertem, ääh..., billa- hausverstand.

Wieder einmal wurde wissenschaftlich bewiesen, ...

... dass man sich die Welt auch schön lügen kann. Zur Not auch unter dem Deckmantel der Wissenschaft wie hier.

10 irrtümer

müssen es immer 10 sein.

Re: 10 irrtümer

Klar, weil der Mensch zehn Finger hat. Ist leichter zum abzählen.

Wenn man all das liest...

...muss man zu dem Schluss kommen, am besten wäre überhaupt,

1. in allgemeinen Jubel auszubrechen ob des ausbleibenden totalen Leistungsverfalls.

2. Migrantenkindern auch wirklich keine Förderungen angedeihen zu lassen, weils ja egal ist.

3. in Türnsälen frontal zu unterrichten.

4. Latein durch Youtube zu ersetzen.

5. keine Zeit mit so seltsamen Dingen wie Lernen in Kleingruppen, Projekten oder Individualförderung zu vergeuden.

6. Buben und Mädchen endlich auch im Turnunterricht zusammenzulegen, damit die Jungs was bei den Mädls zu kucken haben.

7. Frühförderung von Kindern ersetzen durch thematisch gleiche AMS-Kurse ab 55.

8. endlich Privat- und Alternativschulen zu verbieten, damit bloß keine verschiedenen Blumen auf dem gleichgeschnittenen Rasen blühen können.

9. 2 Stunden später aufzustehen und 2 später ins Bett zu gehen, denn es bringt mehr Zeit und ist gut für unseren Biorhythmus.

10. uns gegenseitig zu suggerieren, eh alle Zeit der Welt zu haben, um uns irgendwann Wissen anzueignen, denn wenn Englisch wichtig ist, kann man es ja in der Pension dann lernen, viel besser denn als Jugendlicher bei all der Zeit zudem...


Re: Nur wer all das

nicht wirklich ernsthaft liest, kommt zu solchen Schlüssen.

Gast: keterum kenseo
11.12.2011 22:45
7 2

Die Macht des Faktischen

macht "Studien" völlig überflüssig. Fest steht, dass eine immer größere Zahl von Schulabgängern den einfachsten Forderungen des täglichen Leben nicht nachkommen kann ( erfassendes Lesen, einfache Rechenaufgaben lösen....) Dies schlägt sich deutlich erkennbar nieder in der schwindenden Anzahl von Jugendlichen, die in der Lage sind, einen Lehrberuf zu ergreifen. Bezeichnenderweise ist die Zahl dieser Nicht- bis Minderleister in den Ballungsgebieten deutlich höher als in ländlich strukturierten Regionen.
Hiezu eine seriöse Studie zu verfassen, wäre wesentlich aussagekräftiger als das Geschwafel in diesem Artikel.

Antworten Gast: staedter
13.12.2011 22:22
1 0

Re: Die Macht des Faktischen

'am land ist alles besser' bzw. 'auf der alm gibt's ka sünd' - oder was willst du uns sagen?

Antworten Antworten Gast: keterum kenseo
14.12.2011 00:16
0 0

Re: Re: Die Macht des Faktischen

Wenn du zu blöd bist, um die Aussage meines postings zu verstehen, dann gehörst du auch die Zahl der Nicht- bis Minderleister.

Antworten Antworten Antworten Gast: keterum kenseo
14.12.2011 11:39
0 0

Re: Re: Re: Die Macht des Faktischen

Korrektur: "zu der Zahl.."

Antworten Gast: SN3
13.12.2011 20:07
0 0

Das 1774 eingeführte Trivium - Lesen, Schreiben, Rechnen

ist seit Gehrer leider völlig out. Maria Theresia muss wohl im Grabe rotieren, eine ÖVP-Handarbeitslehrerin hat geschafft, was Revolutionen und Weltkriege nicht geschafft haben ...

Gast: Sebastian K.
11.12.2011 21:17
2 0

Unseriös

Punkt 8. US-Wissenschaftler haben ....
Welche Studie? Gibt es Gegenstudien, Meta-Analyisen? Scheint wirklich aus dem Internet kopiert zu sein.

Antworten Gast: QED - 2
13.12.2011 19:54
0 0

Wer an einer österr. Privatschule war

weiss, dass das stimmt.

Antworten Gast: Martin S.
13.12.2011 09:44
0 0

Re: Unseriös

Ist altbekannt.
Sehr schön zB auch von Michael Hartmann in "Eliten und Macht in Europa" aufgeschlüsselt.

Gast: Alien (Dauerzensuriert)
11.12.2011 20:40
8 1

Wie bei jedem Spezialisten:

Glaube niemals einer Studie, die Du nicht selbst gefälscht hast....

Das ist nicht einmal eine "Studie"...

das ist der Senf, den sich irgend ein (anonymer) "Presse Redakteur" irgendwie aus dem Internet gesaugt hat. Ohne irgendwelche Zitate, Belege.... einfach persönliche Erfindungen, Vorstellungen, Wunschträume....

Antworten Antworten Gast: fritz ungemach
12.12.2011 00:20
1 2

Re: Das ist nicht einmal eine "Studie"...

klingt aber plausibel, und zumindest bei den punkten zu denen ich studien kenne, steht hier shcon das richtige.

wenns der redakteur aber ernst meint, und noch ein viertel stunderl zeit hat, wären die referenzen fuer jeden der punkte ENORM hilfreich.

Gast: Gasti Teiwa
11.12.2011 20:10
5 0

Dem kann man Einiges entgegenhalten !

ad 1.
Dafür mussten Schüler früher Dinge erlernen, die heute von Schülern nur noch bestaunt werden. Oder werden Schüler heute noch mit der Bedienung von Rechenschiebern oder gar dem Wurzelziehen am Papier gequält ?
Im Übrigen musste ich schon vor vielen Jahrzehnten zur Kenntnis nehmen, dass längst nicht Jeder der Orthographie mächtig ist.
ad 3.
Am Besten wäre noch Einzelunterricht wie es früher die Adeligen und Grossbürger ihrem Nachwuchs angedeihen liessen. Aber das ist eben ein Kostenfaktor.
ad 4.
Latein fördert das Erlernen zumindest romanischer Sprachen. Ich kenne niemanden der Latein lernte und sich im französisch , spanisch oder italienisch Unterricht schwertat.
ad 5.
Fakt ist, dass die Methoden von heute ihre Vorzüge haben, ebenso wie die von anno dazumal.
ad 8.
Die Leistung einer "Kaderschmiede" liegt an der Vernetzung und dem Ruf den man erwirbt wenn man so eine Schule besucht hat.

Antworten Gast: Schmuller
13.12.2011 19:55
0 0

"dass längst nicht Jeder der Orthographie mächtig ist"

Na, das haben Sie gleich im Satz selbst bewiesen. Chapeau.

Antworten Gast: fritz ungemach
12.12.2011 00:23
1 3

Re: Dem kann man Einiges entgegenhalten !

sehen Sie, und das ist das schöne an empirischen Studien: man muss nicht - wie sie - mutmassen.

zb.: der IQ steigt zumindest in den USA, wo er systematisch erhoben wird, seit mehreren Jahren kontinuierlich.

ad 4.: ich gehe davon aus, dass sie das systematisch mit den freunden die 'nur' spanisch und französische gelernt haben, verglichen haben, oder?

1 0

Re: Re: Dem kann man Einiges entgegenhalten !

Könnte es sein, dass der IQ deshalb steigt, weil es immer mehr Ratgeber darüber gibt, wie man bei einem Intelligenztest gut abschneidet?

Vielleicht gibt es so etwas wie eine generelle Sprachenbegabung, dann ergibt sich auch so ein Zusammenhang zwischen Erfolgen in Latein und Erfolgen in anderen Sprachen...

Gerade Studien liefern viel Stoff zum Mutmaßen.

zwischen Klassengröße und der Dropout-Quote wurde kein Zusammenhang festgestellt

Also gibt es da immenses Einsparungspotential:
Man kann sich demnach sämtliche Parallelklassen sparen. Alle Gymnasien brauchen nur so umgebaut werden, dass sie 8 Großraumhallen (Auditorii maxii) enthalten, entsprechend den 8 Schulstufen.

Genauso wahnsinnig sind die meisten anderen der hier verzapften "Erkenntnisse", etwa das Alte prinzipiell gleich schnell Sprachen lernen als Kinder.

Re: zwischen Klassengröße und der Dropout-Quote wurde kein Zusammenhang festgestellt

Stimmt!

Das sagt einem der gesunde Hausverstand (der bei jenem "Presse"-Schreiberling fehlt), dass man mit bestimmten Gruppengrößen sinnvoll arbeiten kann, mit anderen nicht.

 
12

Eduard 2013

Schlagzeilen Bildung