Nach einem Missbrauchsskandal an einer Schule in Los Angeles wird das gesamte Personal ausgetauscht - von Lehrern über Verwaltungskräfte bis zum Hausmeister und Sicherheitsleuten. Mit dieser Entscheidung reagierte die Schulverwaltung der Stadt auf Befürchtungen, dass der Missbrauch durch mindestens einen der Lehrer von den Kollegen gedeckt wurde. Diese Vorwürfe werden genährt durch die Tatsache, dass die Polizei mehr als ein Jahr brauchte, bevor sie trotz klarer Hinweise einen 61-jährigen Lehrer festnahm. Die Schule hat 150 Mitarbeiter.
Der Lehrer machte Fotos von mindestens 23 Kindern mit verbundenen Augen, denen er Kakerlaken ins Gesicht setzte und Löffel mit Sperma in den Mund schob. Das jüngste Opfer war erst sechs Jahre alt. Ein Mitarbeiter eines Fotolabors, der einen Film mit den Aufnahmen der Kinder entwickelte, alarmierte im Jänner 2011 die Polizei. Daraufhin wurde der Lehrer zwar vom Dienst suspendiert, aber erst in der vergangenen Woche festgenommen und angeklagt. Der 61-Jährige hatte mehr als 30 Jahre lang an der Grundschule unterrichtet.
Am Dienstag wurde ein weiterer Lehrer der Schule wegen unangemessenen Verhaltens gegenüber einem Kind angeklagt. Berichten zufolge soll zudem mindestens eine Kollegin den Missbrauch der Lehrer gedeckt und sogar unterstützt haben.
(APA/AFP)
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