21.05.2013 19:39 Merkliste 0

PISA-Spitzenreiter: Gesamtschule, kein Sitzenbleiben

 (DiePresse.com)

Die Qualität der Lehrer ist wichtiger für Leistung der Schüler als kleine Klassen. Höhere Bildungsausgaben garantieren keine besseren Leistungen.

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Länder, in denen Schulen an alle Kinder und Jugendlichen unabhängig von deren Voraussetzungen hohe Erwartungen stellen, erreichen beim internationalen Bildungsvergleich PISA die besten Ergebnisse. "Sie lassen sie (die Schüler, Anm.) keine Klassen wiederholen, versetzen sie nicht in andere Schulen und unterteilen sie nicht je nach Leistung in verschiedene Klassen", heißt es in der am Donnerstag veröffentlichten Sonderauswertung "PISA in Focus".

Unabhängig vom Wohlstand würden jene Staaten besser abschneiden, die sich politisch wie finanziell zur bestmöglichen Förderung all ihrer Schüler verpflichten, als jene, in denen Schüler mit schwächeren Leistungen, Verhaltensproblemen oder speziellen Bedürfnissen separat unterrichtet werden.

Kein Zusammenhang zu Ausgaben

Keinen Zusammenhang mit dem Abschneiden bei der Leistungsstudie für 15- und 16-Jährige hat hingegen in den reicheren Staaten die Höhe der Bildungsausgaben. "Größerer Wohlstand oder höhere Ausgaben für Bildung garantieren keine besseren Ergebnisse der Schüler", heißt es in dem Papier über Länder mit einem BIP pro Kopf über 20.000 Euro. Ob ein Land für die Ausbildung eines Schüler zwischen sechs und 15 Jahren mehr als 100.000 Euro ausgibt (USA, Schweiz, Luxemburg) oder aber nur die Hälfte davon (Estland, Polen, Ungarn) habe kaum Auswirkungen.

Entscheidend ist allerdings, wie das Geld investiert wird: Unter den reicheren Ländern schneiden nämlich jene am besten bei PISA ab, die durch bessere Bezahlung und hohes berufliches Ansehen die besten Studenten für den Lehrerberuf gewinnen können. Keine positive Auswirkungen hat hingegen die Senkung der Schülerzahl pro Klasse.

In ärmeren Ländern gelten indes andere Regeln: Dort schneiden Staaten wie Polen oder Lettland deutlich besser ab als etwa Aserbaidschan oder Peru, wo das BIP pro Kopf nur etwa halb so groß ist. In ärmeren Ländern ist auch kein Zusammenhang zwischen der Leistung der Schüler und dem Status und Einkommen von Lehrern festzustellen.

(APA)

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31 Kommentare
 
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Gast: Gast yxyx
24.02.2012 12:50
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Lehrerin Sessel gegen den Kopf geworfen

Da mein letztes Posting eben gelöscht wurde, stelle ich zum Thema Gesamtschule einfach den Link herein. Vielleicht ist man so fair und veröffentlicht zumindest diesen.
Da mein letztes Posting eben gelöscht wurde, stelle ich zum Thema Gesamtschule einfach den Link herein. Vielleicht ist man so fair und veröffentlicht zumindest diesen.

http://www.noen.at/lokales/noe-uebersicht/krems/aktuell/Handy-Raub-geklaert-15-Jaehriger-in-Haft;art2512,373559

Gast: Gast yxyx
24.02.2012 12:43
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Lehrerin Sessel gegen den Kopf geworfen

Für allen Freunde der Gesamtschule(=Einheitsschule), die vor lauter Freude an der Integration und Multi-Kulti jeden Realitätssinn verlieren, ein Link:

http://www.noen.at/lokales/noe-uebersicht/krems/aktuell/Handy-Raub-geklaert-15-Jaehriger-in-Haft;art2512,373559

Natürlich sind das Einzelfälle, aber trotzdem würde ich gerne die Reaktionen der Eltern sehen, wenn ihnen die Anna-Lena oder der Maximilian aus der Waldorff- oder Montessori-Schule von den Gewohnheiten ihrer neuen Klassenkollegen berichtet.

Gast: 2Cent
19.02.2012 06:07
7 0

Der größte Unterschied

besteht darin, dass in den Pisa-Siegerländern Bildung einen hohen gesellschaftlichen Stellenwert hat. Die Kinder kommen mit einer entsprechenden Arbeitseinstellung in die Schule.

Bei uns sieht das leider anders aus.

Antworten Gast: lehrbeauftragter
19.02.2012 17:53
0 1

Re: Der größte Unterschied

In den PISA-Siegerländern gibt es viel mehr Förderungen für schwächere Schüler!

Re: Re: Der größte Unterschied

bei uns werden nur mehr die schwachen gefördert.

Seltsame Statistik

1. Bayern und Bad Würtenberg stehen besser da, als die Gesamtschulländer in Deutschland.
2. Singapur gehört zu den besten PISA-Ländern - dort gibt es wahrscheinlich Kuschlpädagogik pur
3. FInnland hat eine rieisige Jugendarbeitslosigkeit - bei uns nicht. Das liegt an unserem berufsbildenden Schulwesen.
4. Was sicher stimmt - man muss Bildung auch wertschätzen!

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PISA-Spitzenreiter: Gesamtschule, kein Sitzenbleiben

dagegen müssten verantwortungsvolle Eltern auf die Strasse gehen um zu verhindern, das ihr Nachwuchs weiterhin verbildet werden darf !

Mehr Personal für noch weniger Bildung, ist doch ein Hohn gegenüber der Eltern, welche dafür ja auch Steuern bezahlen müssen, und ihre Kinder nach der Schule zeitraubend selbst ausbilden sollen ?!

Die spinnen die Römer !


Antworten Gast: Gast qwertz
24.02.2012 13:35
0 0

Re: PISA-Spitzenreiter: Gesamtschule, kein Sitzenbleiben

Zur besseren Information sollten Sie ev. das Posting von Kritias durchlesen,

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Re: Zur besseren Information sollten Sie ev. das Posting von Kritias durchlesen,

wie soll ich etwas lesen können während ich schreibe, was erst 38 Minuten nach mir abgeschickt wurde; Einstein ?!

Oder sind gar Zeitreisen bereits im Forum nicht nur scheinbar möglich sondern zwingend anzunehmen ??

Antworten Gast: Gast yxyx
24.02.2012 12:46
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Re: PISA-Spitzenreiter: Gesamtschule, kein Sitzenbleiben

Bevor Sie sich vor lauter Begeisterung nicht mehr fassen können, lesen Sie zumindest den Eintrag von Kritias (direkt vor Ihnen). Ein bisschen zusätzliche Information könnte auch nicht schaden -oder glauben Sie jeder Statistik.

Gast: DieMagiederZahlen
18.02.2012 08:47
9 0

Statistiken haben so die Eigenschaft,

dass man nahezu alles beweisen kann. Je nachdem welche Faktoren man herausklaubt und miteinander vergleicht.
Man sucht sich zur eigenen Meinung die passenden Zahlen und flugs hat man seine These untermauert.

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Re: Statistiken haben so die Eigenschaft,

die sogar dann den ungebildeten vor die Nase zu halten um alles behaupten zu können, um (wieder) gewählt zu werden.

Bald soll wohl auch ein Automechaniker der durch die Gesellenprügung mit 3 5ern kommen durfte, die Bremsen an einem LKW unkontrolliert reparieren, oder ein ebensolcher Installateur die Heiztherme warten dürfen ?

kann ich voll unterstreichen!

erinnern wir uns, wir hatten lehrer die uns fesseln konnten - alle in der klasse - und dort haben wir auch gelernt!

bei den nullen war ein wirbel und keine konzentration auf den inhalt möglich!

die konsequenz wäre eine längst notwendige qualitätsüberprüfung des unterrichts!

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Re: kann ich voll unterstreichen!

Egal was die Schüler aufführen, welche Voraussetzungen sie haben, der Lehrer muss immer "fesseln". Haben sie die fehlenden, hindernden Rahmenbedingungen vergessen, die den Lehrer Fesseln anlegen?

Antworten Antworten Gast: Lehrbeauftragter
18.02.2012 13:00
0 1

Re: Re: kann ich voll unterstreichen!

Welche Rahmenbedingungen legen Lehrern Fesseln an?

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Re: Re: Re: kann ich voll unterstreichen!

Beispiel: Würde man als Lehrer so handeln, wie ein ganz normaler Vater oder eine Mutter, um die Kinder ordentlich zu erziehen, so stünde man als Lehrer immer mit einem Fuß im "Gericht", denn eine falsche Bewegung, ein falsches Wort, putzen lassen, nacharbeiten lassen oder ähnliche Maßnahmen zur Erziehung würden sofort Eltern und Schulbehörden auf den Plan rufen und man wäre als schlechter Pädagoge abgestempelt. Kinder würden Grenzen brauchen und nicht ständige "Streicheleinheiten", weil sie ja so einen großen "Rucksack" mitbekommen haben. Diese Geschichte ließe sich über viele Seiten weiterschreiben...

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: lehrbeauftragter
19.02.2012 17:45
0 0

Re: Re: Re: Re: kann ich voll unterstreichen!

Warum sollte ein Schüler etwas nacharbeiten müssen? Tut er seine Arbeit nicht, bekommt er eine schlechtere Note. Das Nacharbeiten wäre ein ANGEBOT des Lehrers!
Lehrer sollten sich darüber im Klaren sein, welche Aufgabe sie haben! Sie müssen Schüler nicht zum Lernen zwingen. Sie müssen den Schülern nur möglich machen, den Lehrstoff zu lernen. D.h. das zu Lernende "schüleradäquat" vermitteln, Übungen anbieten und gemachte Aufgaben kontrollieren.

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Re: Re: Re: Re: Re: kann ich voll unterstreichen!

Das ist die Idealwelt- vielleicht bei den Schulschwestern- die es aber in der Praxis der HS und NMS ganz selten gibt. Würde man so unterrichten und alle mit schlechten Noten versehen, die einfach NICHTS wollen, gäbe es ein Inferno von Nichtgenügend. Das wird aber wohlweislich "von oben" verboten.

ein lehrer der seine schüler begeistert, begeistert immer!

das rahmenbedingungen an schulen längst geändert gehören wissen wir alle, entbindet aber nicht den lehrer seine pädagogische und fachliche leistung zu bringen.
die ausrede der faulen und störenden schüler stört!
in erster linie liegt es am "lehrer" die gruppendynamischen prozesse zu steuern. aber ich gebe ihnen recht, es müßte auch mehr rechte geben, schüler die ungeeignet für den unterricht sind, aus der regelschule zu entlassen.
ebenso wie umgekehrt, denn wie viele lehrer sind ungeeignet diese wertvolle arbeit zu vollbringen und sind trotzdem nahezu unkündbar?

Antworten Antworten Antworten Gast: Insider1
18.02.2012 10:44
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Re: ein lehrer der seine schüler begeistert, begeistert immer!

Vor allem im naturwissenschaftlichen Bereich (aber auch in vielen anderen Fachbereichen) fehlen uns massiv Menschen, die Lehrer/in werden wollen. Wenn ich die Studentinnen (Männer gibt es kaum mehr in dieser Branche) ansehe, müsste man nach jenen Qualitätskriterien, wie sie vor 25 Jahren noch üblich waren, mind. 80% im Studium rauswerfen. Woran glauben Sie, liegt es, dass so wenige geeignete Menschen Lust haben, diesen Beruf zu ergreifen: Unkündbarkeit, lange Ferien, der angeblich so tolle Gehalt, die Aussicht so wenig arbeiten zu müssen, ... ????? Irgendwo gibt es da einen Widerspruch, oder!

Wenn Politik, Medien und Gesellschaft nicht bald damit aufhören, in unserem Land das Ansehen und die Attraktivität des Berufes "Lehrer" dauerhaft zu zerstören, dann ist das Bildungssystem endgültig am Boden. Das Endstadium ist dann wohl auch die einzige Übereinstimmung, die ich Ihrer Argumentation abgewinnen kann.

Antworten Antworten Antworten Gast: dirge
18.02.2012 07:02
4 0

Re: ein lehrer der seine schüler begeistert, begeistert immer!

andere länder lassen sich nicht so wie bei uns dauernd auf den kopf sch....
"The ............ School Board expelled three students Tuesday accused of sending lewd messages, threatening a school officer and possessing marihuana through the end of school in 2013."
quelle: eine us zeitung.

Re: Re: ein lehrer der seine schüler begeistert, begeistert immer!

suspension für kleinere Dinge und expelled für zb Drogen.. ist in einigen Ländern üblich. Kinder die sich hier disziplinär schwer tun, haben davor auch Respekt. Die suspension passiert allen die ich kenne höchstens einmal, dann wissen sie, im Unterschied zu Österreich, ist das ernst und Diskussionen werden nicht geführt. Unter Umständen stehen die Tage der suspension und die Gründe auch aufgelistet im Zeugnis ( incl. Abschlusszeugnis) und wer will das wohl.

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Re: Re: ein lehrer der seine schüler begeistert, begeistert immer!

Bin ganz ihrer Meinung. Motivierte Lehrer sind natürlich Voraussetzung für guten Unterricht, aber sie dürfen nicht durch Fehler der "Obrigkeit" mit ihren Superpädagogen in den Frust getrieben und fertiggemeacht werden.

Ein Punkt wurde vergessen

Je höher der Prozentsatz jener Schüler ist, die die Unterrichtssprache beherrschen, desto besser sind die Ergebnisse bei den PISA-Tests.

Antworten Gast: bergziege
18.02.2012 17:30
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Re: Ein Punkt wurde vergessen

Das ist ein wichtiger Punkt. Ich unterrichte in einer Wiener HAK/HAS. In der HAS beträgt in den ersten und zweiten Klassen der Prozentsatz von Schülern nicht deutscher Muttersprache 64 - 75 %. Muss man noch etwas hinzufügen?

Antworten Antworten Gast: lehrbeauftragter
19.02.2012 17:52
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Re: Re: Ein Punkt wurde vergessen

Wie kann ein Schüler, der die Unterrichtssprache nicht versteht (was nichts damit zu tun hat, welche Muttersprache er hat) in einer HAS/HAS überhaupt aufgenommen werden? Wollen diese Schulen etwa nur ihrer Lehrer beschäftigt haben?

 
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Eduard 2013

Schlagzeilen Bildung