20.05.2013 03:51 Merkliste 0

PISA-Spitzenreiter: Gesamtschule, kein Sitzenbleiben

 (DiePresse.com)

Die Qualität der Lehrer ist wichtiger für Leistung der Schüler als kleine Klassen. Höhere Bildungsausgaben garantieren keine besseren Leistungen.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Länder, in denen Schulen an alle Kinder und Jugendlichen unabhängig von deren Voraussetzungen hohe Erwartungen stellen, erreichen beim internationalen Bildungsvergleich PISA die besten Ergebnisse. "Sie lassen sie (die Schüler, Anm.) keine Klassen wiederholen, versetzen sie nicht in andere Schulen und unterteilen sie nicht je nach Leistung in verschiedene Klassen", heißt es in der am Donnerstag veröffentlichten Sonderauswertung "PISA in Focus".

Unabhängig vom Wohlstand würden jene Staaten besser abschneiden, die sich politisch wie finanziell zur bestmöglichen Förderung all ihrer Schüler verpflichten, als jene, in denen Schüler mit schwächeren Leistungen, Verhaltensproblemen oder speziellen Bedürfnissen separat unterrichtet werden.

Kein Zusammenhang zu Ausgaben

Keinen Zusammenhang mit dem Abschneiden bei der Leistungsstudie für 15- und 16-Jährige hat hingegen in den reicheren Staaten die Höhe der Bildungsausgaben. "Größerer Wohlstand oder höhere Ausgaben für Bildung garantieren keine besseren Ergebnisse der Schüler", heißt es in dem Papier über Länder mit einem BIP pro Kopf über 20.000 Euro. Ob ein Land für die Ausbildung eines Schüler zwischen sechs und 15 Jahren mehr als 100.000 Euro ausgibt (USA, Schweiz, Luxemburg) oder aber nur die Hälfte davon (Estland, Polen, Ungarn) habe kaum Auswirkungen.

Entscheidend ist allerdings, wie das Geld investiert wird: Unter den reicheren Ländern schneiden nämlich jene am besten bei PISA ab, die durch bessere Bezahlung und hohes berufliches Ansehen die besten Studenten für den Lehrerberuf gewinnen können. Keine positive Auswirkungen hat hingegen die Senkung der Schülerzahl pro Klasse.

In ärmeren Ländern gelten indes andere Regeln: Dort schneiden Staaten wie Polen oder Lettland deutlich besser ab als etwa Aserbaidschan oder Peru, wo das BIP pro Kopf nur etwa halb so groß ist. In ärmeren Ländern ist auch kein Zusammenhang zwischen der Leistung der Schüler und dem Status und Einkommen von Lehrern festzustellen.

(APA)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Mehr aus dem Web

31 Kommentare
 
1 2
Antworten Antworten Gast: lehrbeauftragter
19.02.2012 17:52
0 0

Re: Re: Ein Punkt wurde vergessen

Wie kann ein Schüler, der die Unterrichtssprache nicht versteht (was nichts damit zu tun hat, welche Muttersprache er hat) in einer HAS/HAS überhaupt aufgenommen werden? Wollen diese Schulen etwa nur ihrer Lehrer beschäftigt haben?

Re: Re: Re: Ein Punkt wurde vergessen

So weit ich weiß, gibt es für Has keine Voraussetzungen, also MUSS jeder aufgenommen werden.

Antworten Antworten Antworten Gast: Aus_der_Praxis
19.02.2012 19:54
1 0

Re: Re: Re: Ein Punkt wurde vergessen

Wie Schüler/innen, die die Unterrichtssprache nicht ausreichend beherrschen, in die HAK/HAS aufgenommen werden können, kann ich Ihnen beantworten: Sie kommen mit erstaunlich guten Beurteilungen, hauptsächlich aus Kooperativen Mittelschulen. Man müsste sich also alle Aufnahmewerber einzeln anschauen, um das zu verhindern, was organisatorisch für Schulen nur schwer oder gar nicht machbar ist - abgesehen von der rechtlichen Regelung, dass Bundesschulen sich ihre Schüler/innen nicht so einfach aussuchen können ...

Glaub ich nicht!

...Keine positive Auswirkungen hat hingegen die Senkung der Schülerzahl pro Klasse....

Dann rasch wieder zurück zur Schule des 19. Jhdts. mit 100 Schülern in einer Klasse.

sonderauswertung "pisa im focus"

diese quellenangaben sind in zukunft standard.

Gast: soolooo
17.02.2012 12:57
0 0

due

besser gesagt plaite länder und nicht reichere länder

 
1 2

Eduard 2013

Schlagzeilen Bildung