Gewerkschaft: Auch reden über Sanktionen für Schüler

Der Chef der Pflichtschullehrergewerkschaft, Paul Kimberger, fordert neben höheren Anfangsgehältern auch mehr Schulpsychologen, mehr administrative Hilfe für Lehrer und mehr Klarheit bei Erziehungsfragen.

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(c) Clemens Fabry

Wien/Ett. Noch bevor Anfang Mai die Regierung den Lehrervertretern offiziell ihre Vorschläge zur Neuregelung von Dienstrecht und Gehältern vorlegen wird, hat der Chef der Pflichtschullehrergewerkschaft, Paul Kimberger, Unterrichtsministerin Claudia Schmied am Montag über Wünsche und „Eckpfeiler“, die aus seiner Sicht in einer umfassenden Lösung enthalten sein müssten, informiert. Im Gespräch mit der „Presse“ betont Kimberger, dass dazu für ihn neben den künftigen Gehältern auch mehr Schulpsychologen, mehr administrative Hilfe für Lehrer, aber auch „Erziehungsfragen“ zählten.

Dabei geht es um den Umgang mit Schülern, die etwa den Unterricht ständig stören. Nach Ansicht des Lehrervertreters müssten diese „Erziehungsfragen“ im Paket mit einem neuen Dienstrecht mit der Regierung geklärt werden. Also auch Sanktionen gegen Schüler? Es gehe um die Frage: „Was tun wir mit groben Verhaltensauffälligkeiten? “, formuliert Kimberger.

Die Regierung hat bereits signalisiert, es solle höhere Einstiegsgehälter für künftige Junglehrer und dann eine flachere Gehaltskurve geben. „Ich wünsche mir deutlich höhere Anfangsgehälter“, verlangt Kimberger, der Leiter der Arbeitsgemeinschaft Lehrer ist. Die genaue Höhe will er vor den Verhandlungen nicht nennen. Beim Bezug müsse es vom Kindergarten bis zu den höheren Schulen eine „gleichwertige Bezahlung“ auf Master-Niveau geben.

 

Mehr Unterstützung für Lehrer

Ein Eckpfeiler sei der „Ausbau der Unterstützungssysteme“: Das reicht von mehr Schulpsychologen bis hin zur Schuladministration, um die Lehrer künftig zu entlasten. Schmied möchte in einer Klausur bis zum Sommer die Verhandlungen abschließen. Man werde sich zuerst das Papier der Regierung anschauen, dann eigene Vorstellungen der Regierung übermitteln. Danach könnten die Verhandlungen beginnen, sagt Kimberger.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 24.04.2012)

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