22.05.2013 09:22 Merkliste 0

Mathematiktest für 80.000 Schüler

 (Die Presse)

Am Mittwoch werden die Mathematikkenntnisse in der achten Schulstufe überprüft. Die Ergebnisse sollen nur teilweise öffentlich werden. Ab sofort werden die Schülerleistungen jedes Jahr im Frühjahr überprüft.

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Wien/J.n. Ein Badezimmer hat eine Bodenfläche von 7,2 Quadratmeter. Eine Packung Fliesen reicht für 1,2 Quadratmeter. Wie viele Packungen Fliesen benötigt man mindestens zum Verfliesen des Bodens?

Fragen wie dieser müssen sich am Mittwoch 80.000 Schüler der achten Schulstufe stellen. Der Sinn der flächendeckenden Testung: Die Überprüfung der im Jahr 2009 festgelegten Grundkompetenzen in den Fächern Mathematik, Deutsch und Englisch. Ab sofort werden die Schülerleistungen jedes Jahr im Frühjahr in einem dieser Fachbereiche überprüft. Nach dem heurigen Mathematiktest folgt nächstes Jahr die Erhebung der Kompetenzen im Fachbereich Englisch. Ab 2013 sollen außerdem nicht nur die Schüler der achten Schulstufe getestet werden, sondern auch jene der vierten.

Die Ergebnisse der kommenden Woche stattfindenden Testung werden voraussichtlich erst im Dezember vorliegen. Die überprüften Schüler werden dann großteils bereits andere Schulen besuchen. Da für alle 14-Jährigen – mit Ausnahme jener, die eine AHS-Langform besuchen – nach der achten Schulstufe ein Schulwechsel ansteht.

Die Resultate werden für die einzelnen Schüler im Internet abrufbar sein. Lehrer werden hingegen keine Einzelergebnisse erfahren; sie erhalten lediglich die anonymisierten Klassenresultate. Gleiches gilt für die Schuldirektoren. Zusätzlich wird ihnen das Schulergebnis mitgeteilt. Auch die Landesschulräte sollen nur teilweise mit Ergebnissen versorgt werden – geplant ist hier ein Bundesländervergleich.

Eines will Unterrichtsministerin Claudia Schmied (SPÖ) unbedingt vermeiden: dass die Ergebnisse an die Öffentlichkeit kommen. In einem Rundschreiben an die Schulen appelliert sie sowohl an Schulleiter, Lehrer, Schüler und Eltern, die Resultate vertraulich zu behandeln. Um eine Vergleichbarkeit zu verhindern, wird es außerdem keine Rangfolge geben. Welche Schule wie abschneidet, soll geheim bleiben.

 

Keine „oberflächlichen Schlüsse“

Den Vorwurf, Schmied versuche dadurch, Konkurrenz und Wettbewerb zu unterbinden, versucht diese schon vorab zu entkräften. Sie wolle lediglich keine „schnellen und oberflächlichen Schlüsse“ zulassen, sagt Schmied. Um die tatsächlichen Leistungen einer Schule beurteilen zu können, bedürfe es eines „wesentlich tieferen Blicks“ auf Rahmenbedingungen, schulinterne Kultur, Ansprüche und Zielsetzungen am jeweiligen Standort.

Übrigens: Zum Verfliesen des Badezimmers benötigt man mindestens sechs Packungen.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 19.05.2012)

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21 Kommentare
Gast: Sunny2378017345
20.05.2012 18:52
1 0

Sinn?

Was erwarten wir uns vor so einer Testung? Dieser Test fließt nicht in die Jahresnote ein - also warum sollte ein Schüler/ eine Schülerin sich nur annähernd bemühen, hier eine gute Leistung zu bringen? Hand aufs Herz - wenn man etwas nicht machen muss und es absolut egal ist, welches Resultat herausschaut - wie viele Personen bemühen sich da noch?
Ich verstehe die Angst nicht, warum der Test nicht in die Note einfließen darf - immerhin sind dies doch Kompetenzen, die die Schüler erreichen müssen, bzw. ihnen beigebracht werden mussten. Ist vielleicht auch für die Lehrkraft ein guter äußerer Zwang, hier einen guten Unterricht zu bieten. Wenn reihenweise die Klassen, die von der selben Lehrerin/ selben Lehrer unterrichtet wird schlecht abschneiden, kann es ja nicht nur an den Schülern liegen...


Es wird schon seine Gründe haben

Wenn das Ergebnis hervorragend gewesen wäre, wäre es überall zu lesen, Österreich hätte sich selbst gegeimt. Dem ist aber anscheinend nicht so. Durch Verschleiern und Verstecken wirds nicht besser. Aber anscheinend ist das das österr. politische System. die anders, Kopf in den Sand, negieren, Problem unterm Teppich gekehrt und damit ists anscheinend gelöst. Auch eine Form von Meinungsfreiheit? Die US Amerikaner würden bei unserer Form von "Meinungfreiheit" sowieso (mindestens) den Vogel zeigen.

Gast: Und für was soll das gut sein?
19.05.2012 17:29
2 2

Das ist ja schon fast geheimer als der geheimste CCCP-Plan...

Vielleicht sollte "diePresse.com" am Ende jeden Artikels in Zukunft die Frage stellen, haben sie diesen Text verstanden, war er klar und deutlich, oder gab es Problem beim lesen und verstehen...

Richtige Antwort, das Bad entspricht nicht den EU und IOS-Normen, darüber hinaus dürfen Badezimmerfliesen nur von Fachkräften verlegt werden, ich will kein Fliesenleger werden und bin auch keiner! Daher darf ich aus rechtlichen Gründen die Frage nach der Anzahl der notwendigen Packungen an dieser Stelle nicht beantworten, bitte wenden Sie sich an den Fachhändler ihres Vertrauens!

1 0

Re: Das ist ja schon fast geheimer als der geheimste CCCP-Plan...

Da Sie als Presseleser nicht qualifiziert sind, dürften Sie gar nicht posten!

Re: Das ist ja schon fast geheimer als der geheimste CCCP-Plan...

Die (http://www.youtube.com/watch?v=ICy8lTPZy2s Alkbottle - Fliesenlegen) könnens wahrscheinlich beantworten.

Solche Fragen

wie: wieviele Packungen Flisen für die achte Schulstufe? Bist denn du gscheit, das sollte man ja schon in der Voksschule ausrechnen können.

Re: Solche Fragen

Ergänzung:
Hat sich schon öfters wer gefragt, wenn in Gemeindezeitungen oder Lokalzeitungen Lehrlinge vorgestellt wurden, die die Prüfung mit "Auszeichnung" bestanden haben? Die Anforderungen wurden derart minimiert, um auch den unterbelichteten Durchschnitt noch durchkommen zu lassen. Einige der "Ausgezeichneten" hätte mit den Maßstäben vor 20 Jahren nicht einmal bestanden.

Aha .... Schmied'sch Logik ....

wenn eine Schule also schlechte Rahmenbedingungen bietet, eine schlechte schulinterne Kultur hat, geringe Ansprüche stellt und schlechte Zielsetzungen hat, dann ist es vollkommen in Ordnung, wenn die Schüler schlechter sind????? Macht nicht gerade DAS den Unterschied aus??

FALSCH!

Man braucht mindestens 7, weil mindestens eine Fliese immer das Zeitliche segnet.
Conclusio: Man lernt nur für die Schule und nicht fürs Leben.....

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Re: FALSCH!

Nein, mindestens 6, denn es ist kein Naturgesetz, höchstens ein Gesetz nsch Murphy!

Antworten Gast: SYSAPFEL
19.05.2012 10:32
2 0

Re: FALSCH!

Was verstehen Sie an "mindestens sechs Packungen" nicht? Dass es Ausschuss durch Verschnitt und Bruch gibt, gebietet der gesunde Menschenverstand, nicht die Mathematik.


schwere Rechnung

für Schüler in der 8. klasse und das Ergebnis am Ende des Artikels... Hauptsache die Lehrer verrechnen Überstunden im Ausmaß von 120 Mio.

Wenn man mit dem Gesamschulunfug die Schule

ruiniert, hilft Testen auch nicht viel.

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Vertuschung

Wieso sollen die Ergebnisse nicht vergleichbar werden? Wovor hat die Frau Ministerin Angst? Dass noch einmal bestätigt wird, was eh schon alle über die NMS wissen?

Re: Vertuschung

Ich denke nicht, dass sie Angst hat. Es ist die erste intelligente Meldung, die ich von der höre.
Sie können Schulen nicht brandmarken, falls sie schlechter abschneiden, weil die Rahmenbedingungen total verschieden sein können. Im städtischen Bereich haben sie evtl. Klassen mit 98% Migrantenanteil (oft erst vor Kurzem zugewanderte), während sie in einer Landhauptschule in der 3. LG fast ans Gymnasiumniveau mancher Stadtgymnasien rankommen. Dann zu sagen, die sind gut und jene schlecht, zeigt wirklich nichts auf. Denn die Lehrer in der Migrantenschule bemühen sich evtl. 10 x mehr, als die in der Landschule sich bemühem müssen. Dort ist aber evtl. das Elternhaus recht intakt, daher rennt das Schinackl usw usf

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Re: Re: Vertuschung

Solche Variablen könnte man statistisch bereinigen und sollte es auch, wenn man valide Testergebnisse über den Schulstandort und nicht die externen Einflussfaktoren will.

Aber wozu die Testerei, wenn nachher nichts mit den Ergebnissen passiert?

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Re: Re: Vertuschung

Sie will ganz sicher das schlechte Abschneiden der NMS "im Dunklen" lassen. Wozu übrigens die Testeritis, wenn man eh nicht vergleichen darf?? Der tiefe Blick auf dei internen Verhältnisse einer Schule war bis jetzt üblich und ist auch in Zukunft notwendig.

Gast: mathematikfreund
18.05.2012 20:59
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nur nicht die wahrheit -tut weh

Anonymisierte Resultate für Klassen und Schulen? Bitte stellt euch doch endlich der Realität!!!! Lesen-schreiben-rechnen können viele Schüler nach Pflichtschulabschluß nicht mehr. Wenn in Ö.`s Grundschulen die Grundfertigkeiten nicht mehr ausreichend vermittelbar-weil sprachlich nicht zumutbar-sind, ist es allerhöchste Zeit für neue Weichenstellungen. Prangert das politische und gewerkschaftliche Hickhack auf Kosten der Kinder an - damit endlich Sinnvolles geschieht.
Die Zeit der schönfärberischen Lügengeschichten ist vorbei!

"Die Resultate werden für die einzelnen Schüler im Internet abrufbar sein."

Damit man sie dann gleich auf seinem Facebook-Profil verlinken kann?
Einerseits sollten die Ergebnisse vertraulich behandelt werden, sind für Lehrer sogar anonymisiert, aber andererseits werden sie ins Internet gestellt?

Re: "Die Resultate werden für die einzelnen Schüler im Internet abrufbar sein."

Wer sich dazu entscheidet, seine eigenen Ergebnisse zu veröffentlichen, soll das ruhig tun. Was soll aus Einzelergebnissen schon geschlossen werden?

Eduard 2013

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