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Medizinassistenten: "Ausbildung als Allroundkräfte"

01.07.2012 | 18:08 |  KARL ETTINGER (Die Presse)

Diplomiertes Fachpersonal weist Bedenken der Radiologietechnologen zurück. Gesetz ist diese Woche im Nationalrat.

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Die Aufregung um die neuen gesetzlichen Grundlagen für medizinische Assistenzberufe hält wenige Tage vor dem Beschluss im Parlament an. Anlass ist diesmal ein Bericht im Rahmen der „Amtshilfe“ der „Presse“ vom vergangenen Montag. Darin hat der Verband der Radiologietechnologien gewarnt, die von Gesundheitsminister Alois Stöger (SPÖ) geplante Lösung, die im Gesundheitsausschuss nicht nur von SPÖ und ÖVP, sondern auch von den Grünen und dem BZÖ unterstützt worden ist, sei bei Computertomografie- und Magnetresonanzuntersuchungen „nicht im Sinne der Patienten“.

Mehrere Betroffene der Berufsgruppe der diplomierten medizinischen Fachkräfte stellten sich hinter die Neuregelung, baten aber um Verständnis, dass ihr Name nicht genannt werden solle. Darüber hinaus weisen sie Aussagen der Verbandspräsidentin des Radiologietechnologen, Michaela Rosenblattl, entschieden zurück, diese Tätigkeiten könnten nicht von „Hilfsdiensten“ ausgeübt werden.

Lehrsanitäter Harald Fischer versichert im Gespräch mit der „Presse“, dass diplomierte medizinisch-technische Fachkräfte über eine „breit gefächerte Ausbildung und viel Praxis“ verfügen würden. Sie hätten als „Allroundkraft“ sicher einen Vorteil bei der täglichen Arbeit.

Mit der Neuregelung, die beim Parlamentsfinale vor der Sommerpause auf der Tagesordnung steht, wird eine neue gesetzliche Grundlage für medizinische Assistenzberufe bis hin zur Assistenz beim Gipsen geschaffen. Bisherige Regelungen stammen teilweise noch aus dem Jahr 1961. Dieses „veraltete Berufsgesetz“ sei natürlich „nicht mehr zeitgemäß“, betont Fischer ähnlich wie das federführende Gesundheitsministerium. Er macht auch geltend, dass diplomierte medizinisch-technische Fachkräfte, die in Schnittbildzentren eingesetzt seien, viel Erfahrung aufweisen. Komplexe dreidimensionale Bildnachbearbeitungen würden seit Jahren problemlos von diesen Fachkräften erledigt.

 

Unmut über Bezeichnung „Hilfskräfte“

In die gleiche Kerbe schlägt Michaela Berthold, die seit 20 Jahren als diplomierte medizinisch-technische Fachkraft tätig ist. Sie verwahrt sich mit dem Hinweis auf 18 Diplomprüfungen in drei Ausbildungsjahren dagegen, als „Hilfskraft“ bezeichnet zu werden. Außerdem würden auch bestens ausgebildete Radiologietechnologen Unterstützung brauchen, weil diese für Tätigkeiten, die Patienten betreffen, teilweise „überqualifiziert“ seien.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 02.07.2012)

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1 Kommentare
Gast: guckmal
01.07.2012 18:12
2 0

Was noch alles? Diskriminierung der Fachkräfte??

add: t. Sie verwahrt sich mit dem Hinweis auf 18 Diplomprüfungen in drei Ausbildungsjahren dagegen, als „Hilfskraft“ bezeichnet zu werden. Außerdem würden auch bestens ausgebildete Radiologietechnologen Unterstützung brauchen, weil diese für Tätigkeiten, die Patienten betreffen, teilweise „überqualifiziert“ seien.________

recht hat sie, nun werden Fachkräfte auf einmal zu "Allrounder" ...das schreit zum Himmel!!!!

und so ein Vorschlag kommt von Stöger, ich bin entsetzt!

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