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"Mehr Universität und weniger Schule"

04.07.2012 | 12:00 |   (DiePresse.com)

Die Uni Innsbruck will gegen die Verschulung der Studien angehen. Trotz stark gestiegener Studentenzahlen soll es keine weiteren Beschränkungen beim Zugang geben.

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Das Rektorenteam der Universität Innsbruck setzt in den kommenden Jahren auf eine Liberalisierung der Studien. Mit dem Programm "Bologna Revisited" soll es auf der Uni Innsbruck "wieder mehr Universität und weniger Schule geben", kommentierte Vizerektor Roland Psenner. Außerdem soll eine neue Fakultät, zusätzliche Studien und ein Ausbau der Standorte erfolgen, erklärte das Team rund um Rektor Tilmann Märk am Mittwoch bei einer Pressekonferenz in Innsbruck.

Zu rigide und zu scharf sei die Universität Innsbruck in den letzten Jahren vorgegangen. Einige Studien seien zu verschult gewesen, meinte Psenner. Aus diesem Grund sei das Programm "Bologna Revisited" in Gang gesetzt worden, welches eine Liberalisierung von Studien und eine bessere internationale Vergleichbarkeit mit sich bringen soll.

Die Errichtung einer neuen Fakultät, der "School of Education", sei bereits im Gange, sagte Märk zu einem weiteren Projekt für die nächsten Jahre. Durch diese Einrichtung soll ein Verbund mit den Pädagogischen Hochschulen in Tirol und Vorarlberg, sowie dem Schulamt Südtirol aufgebaut werden.

"Bedingungen, die uns überfordern"

In den letzten fünf Jahren habe die Zahl der Studierenden an der Universität Innsbruck um 30 Prozent zugenommen. Die Zahl der Studenten ist somit auf ungefähr 28.000 angestiegen. "Seit einiger Zeit herrschen bereits Bedingungen, die uns überfordern", sagte Psenner. Trotzdem soll es bis auf weiteres, mit Ausnahme der bereits existierenden Zulassungsprüfungen für Sportwissenschaft und Psychologie, sowie die verpflichtenden Studieneingangsphasen, keine zusätzlichen Beschränkungen geben.

Die Frage nach einer etwaigen Wiedervereinigung der Medizinischen Universität Innsbruck und der Leopold-Franzes-Universtiät bleibt weiterhin ungeklärt. "Beide Unis stehen der Möglichkeit offen gegenüber und sind in intensive Diskussionen eingetreten", erklärte Märk. "Meiner Meinung nach überwiegen eine Reihe von Vorteilen die Nachteile", sagte der Rektor, "aber man darf sich bei einer so weitreichenden Entscheidung unter keinen Zeitdruck begeben."

(APA)

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4 Kommentare
Gast: Huby
04.07.2012 14:24
4 1

Wer sein Studium

an so einer Uni geschafft hat, hat beweisen dass er/sie organisationsfähig ist. Bei FHs ist es leider genau das Gegenteil. Lauter Jungakademiker, die weder ihre Leben noch ihren Beruf im Griff haben.

Re: Wer sein Studium

Das ist doch ein Blödsinn.

Es gibt viele FH-Studiengänge in die man nur nach Absolvierung eines sehr anspruchsvollen Assesments kommt. Das klappt ohne einer guten Organisation nicht.

Für die meisten Studiengäge auf zB der Uni Wien braucht man nur das Maturazeugnis.


Antworten Antworten Gast: Gast2
05.07.2012 10:20
0 1

Re: Re: Wer sein Studium

Huby hat ja nicht behauptet dass es schwierig ist in eine Uni hineinzukommen.

Das ist eben der Unterscheid zwischen Uni un FH:

In der Uni ist es leicht hineinzukommen, aber schwierig dann auch drinnen zu bleiben. Bei der FH ist es genau umgekehrt.

Re: Re: Re: Wer sein Studium

Also Huby meint:

Uni-Absolvent = Organisationsfähig
FH-Absolvent = kriegt Leben und Beruf nicht auf die Reihe

So etwas kann ich nur als Blödsinn bezeichnen, obwohl ich zur ersten Kategorie zähle.

Schlagzeilen Bildung