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Medizin-Test: "Bislang wurden Männer bevorzugt"

08.07.2012 | 18:04 |  JULIA NEUHAUSER (Die Presse)

Die Vizerektorin der Med-Uni Wien, Karin Gutiérrez-Lobos, über die genderspezifische Auswertung und das wahrscheinliche Ende des EMS-Tests.

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Die Presse: Vergangenen Freitag absolvierten 4352 Bewerber den Aufnahmetest für das Medizinstudium an der Med-Uni Wien. Ist der verwendete EMS-Test die beste Art, die geeigneten Studenten und späteren Ärzte auszuwählen?

Karin Gutiérrez-Lobos: Es ist ein sehr gut abgesicherter Test. Aber: Die medizinischen Universitäten Wien, Innsbruck und Graz wollen eigentlich ein gemeinsames Aufnahmeverfahren finden.

Der EMS-Test hat also Tücken. Wo liegen die denn?

Es gibt kein Verfahren, das keine Tücken hat. Wir haben versucht, die Defizite des Tests zu kompensieren. Im Bereich der Zahnmedizin haben wir heuer deshalb einen zusätzlichen Praxistest eingeführt. Außerdem wollten wir durch die genderspezifische Auswertung für mehr Fairness sorgen.

 

Wie sollte ein gemeinsames Aufnahmeverfahren aussehen?

Wir wollen keinen eindimensionalen Test machen. Es sollen mehrere Items abgefragt werden. Sprich: Es darf nicht nur das Wissen überprüft werden, sondern es muss auch um kognitive Fähigkeiten und soziale Kompetenzen gehen.

Der in Graz verwendete Test setzt genau auf diese Dinge. Also auf kommunikative und soziale Fähigkeiten. Wird sich das gemeinsame Aufnahmeverfahren daran orientieren?

Wir werden gemeinsam etwas entwickeln. Wir werden schauen, wo die Vorteile und Nachteile der verschiedenen Verfahren liegen. Und wir werden alles, was sich als sinnhaft erwiesen hat, einbeziehen.

Es braucht also ein mehrstufiges Verfahren. Ist es denkbar, dass das Aufnahmeprozedere für ein Medizinstudium mehrere Tage dauern wird?

Mehrstufig muss nicht heißen, dass das Verfahren an unterschiedlichen Tagen stattfindet. Wir wollen es nicht komplizieren.

Sie haben die genderspezifische Auswertung angesprochen. Kritiker sprechen von einem Frauenbonus bzw. von Quotenärztinnen.

Erstens einmal ist es kein Bonus. Und zweitens: auch keine Quote. Was wir machen, ist etwas, das bei jedem psychometrischen Test üblich ist: Wir bilden getrennte Mittelwerte für Männer und Frauen. Und dementsprechend werden dann auch die Plätze vergeben. Diese Vorgehensweise käme durchaus auch Männern zugute, wenn diese weniger gut abschneiden würden.

Nachdem stets Frauen weniger gut abgeschnitten haben, sind es auch die Frauen, die bevorzugt werden.

Bisher sind die Männer bevorzugt worden. Wir versuchen hier einen Ausgleich zu schaffen.

Warum waren die Männer bisher bevorzugt?

Das hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab. Die Schulbildung spielt dabei ebenso eine Rolle wie bestehende Vorurteile, die eine Leistung beeinflussen. Es kann aber auch mit dem Design des Verfahrens zusammenhängen.

Kann es sein, dass der Test gewisse Schultypen bevorzugt? Könnte es also sein, dass Frauen schlechter abschneiden, da sie weniger häufig Schulen mit einem naturwissenschaftlichen Schwerpunkt besuchen?

Es gibt Studien, die Hinweise darauf geben.

 

Werden Sie versuchen, die beiden anderen Med-Unis davon zu überzeugen, eine genderspezifische Auswertung einzuführen?

Das hängt vom Design des Auswahlverfahrens ab, auf das wir uns schließlich einigen werden. Der Test wird nicht das einzige Kriterium sein. Dementsprechend relativiert sich vielleicht auch die Notwendigkeit einer Auswertung nach Geschlechtern.

 

Sie verkaufen die genderspezifische Auswertung als Ausgleich von Nachteilen für die Frauen. Der Anwalt der Österreichischen Hochschülerschaft bezeichnet die Maßnahme als umgekehrte und indirekte Diskriminierung. Rechnen sie mit Klagen?

Wir haben das rechtlich prüfen lassen. Unsere Prüfung hat sogar ergeben, dass wir verpflichtet sind, so einen Nachteilsausgleich vorzunehmen. Aber es steht jedem frei zu klagen.

Sie glauben also, dass Sie recht behalten?

Das werden wir sehen. Es gibt bislang noch keine Judikatur dazu.

Zur Person

Karin Gutiérrez-Lobos ist die Vizerektorin der Med-Uni Wien. Außerdem ist sie die Vorsitzende der „Taskforce für Gender & Diversity“ der Universitätenkonferenz. Diese beschäftigt sich mit Frauenförderung, Gleichberechtigung und der Rolle von Menschen mit Behinderung an den Unis. [Eva Rauer]

("Die Presse", Print-Ausgabe, 09.07.2012)

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111 Kommentare
 
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Gast: Marcie
16.08.2012 14:26
0 0

Verständnis für Frau Gutiérrez-Lobos

Seid nicht so hart mit der armen Frau!

Als "Vizerektorin für Personalentwicklung und Frauenförderung" sowie "Vizerektorin für Lehre, Gender & Diversity" steckt sie so tief in ihren eigenen Dogmen drin, daß sie nicht anders handeln und reden könnte, selbst wenn sie wollte.
Wenn Männer unter gleichen Bedingungen "besser" abschneiden, MUSS das für sie an der Benachteiligung der Frauen liegen, ihre Ideologie läßt da keinerlei Spielraum.

Gast: gast111
01.08.2012 14:13
0 0

traumhaft diese emanzen

"Erstens einmal ist es kein Bonus. Und zweitens: auch keine Quote."

ja was ist es denn?

"Wir bilden getrennte Mittelwerte für Männer und Frauen. Und dementsprechend werden dann auch die Plätze vergeben. Diese Vorgehensweise käme durchaus auch Männern zugute, wenn diese weniger gut abschneiden würden."

also studieren jetzt die weniger gut geeigneten, leistung ist verpönt, da bekommt man ja schon schnappatmung und solche leute sitzen an entscheidender stelle, einfach wahnsinnig

es kommt ja auch nicht darauf an, ob man gut oder schlecht ist, sondern es kommt jenen zu gute, die schlecht sind und von deren gruppe mehr antreten, also frauen

"Bisher sind die Männer bevorzugt worden. Wir versuchen hier einen Ausgleich zu schaffen."

eine böse und falsche unterstellung, genau das gegenteil ist der fall, buben bekommen bei gleicher leistung schlechtere noten als mädchen

"Warum waren die Männer bisher bevorzugt?
Das hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab. Die Schulbildung spielt dabei ebenso eine Rolle wie bestehende Vorurteile, die eine Leistung beeinflussen. "

jetzt wird die bildung schon den männern zum vorwurf gemacht - einfach sagenhaft diese frau

feminismus steht für ungleichbehandlung, diskriminierung von männern, misandrie, sexistisch, unfair, menschenverachtend, leistungszerstörend usw

Gast: xom
11.07.2012 13:41
6 0

passt schon!

ab jetzt wird folgendes umgesetzt...

1. weibliche soldaten haben im gefecht absofort den ersten schusz frei (wegen der schlechteren raeumlichen wahrn.)
2. fuer weibliche piloten werden ab sofort breitere start- & landebahnen gebaut und auch die luftkorridore entspr. angepasst
3. weibliche chirurgen haben ab sofort zwei behandlungsfehler pro jahr frei (zumindest falls es um's danebenschneiden geht)
4. beim fueherscheintest duerfen bei frauen die "einpark-faehigkeiten" nicht mehr getestet werden
5. die rechnungslegung von kellnerinnen muss nur noch auf 20% genau stimmen (angeblich haben frauen ja probleme mit zahlen?!?)
6. einreichplaene von architektinnen muessen nur noch auf 1m genau stimmen

das gibt es sicher noch genug, das ich nicht bedacht habe, aber fuer den anfang ist das schon mal was.

schlimm - aber mit solchen argumenten werden vor allem die "guten" frauen schlecht gemacht...

Voltro**eln an die Macht!

Systeme scheinen einen Mechanismus inne zu haben; die systemimmanente Verblödung - kein Witz auch dafür gibt es Untersuchungen - und ich hoffe, dass sich bald wieder die Intelligenz durchsetzen muss(!), da der ganze Schwachsinn krachen gehen wird!

Gast: Rette sich wer kann!
10.07.2012 18:12
9 0

Was haben diese Idioten nur aus unserem Land gemacht???


Gast: psychokram
10.07.2012 14:05
14 0

die Wiener Quotenuni schlägt wieder zu und meint allen Ernstes Männer wurden bisher bevorzugt! Seit Jahrzehnten ist es dort umgekehrt

Meinetwegen sind 100% Frauen in Topposition, wenn sie Topqualifikation haben, aber dieser Quotenwahn überall aus politcorr QuotenFrauen sitzen zu haben, dar nervt.


Gast: ruzino
10.07.2012 13:21
3 0

warum nicht gleich einen Chromosomentest machen und alle, die auf die Bestnote "XX" kommen, auswählen, der Test wär wenigstens wissenschaftlich objektiv

Leutln sparts euch den Aufwand an Geld, Zeit und Manipulationsgebühr und werfts das Los, weil das ist wenigstens gerecht, alles andere eine Farce!

Frauen schon wieder bevorzugt!!!

Warum muss man Frauen unbedingt bevorzugen? Es sollen die BESTEN genommen werden, das Geschlecht muss dabei egal sein.

Frauen sind ohnehin stark bevorzugt in unserer Gesellschaft:

-keine Wehrpflicht
-früher in die Pension
-Bevorzugung im öffentlichen Dienst
...

Gast: Konservativer
10.07.2012 12:28
11 1

Nach reiflicher Überlegung habe ich entschieden, aus Sicherheitsgründen meine Gesundheit NIE MEHR in die Hände weiblicher Ärzte zu legen.

Da ich – dies ist meine persönliche Meinung – den gegenderten Medizintest für eine Frauen bevorzugende Farce halte, mit der möglicherweise unqualifizierte Personen aufgrund ihres Geschlechts in Positionen gehoben werden, denen sie nicht gewachsen sein könnten, habe ich, schweren Herzens, entschlossen:

Nie wieder Ärztin.

Auch Krankenhäuser mit weiblichem Oberarzt werden gemieden. Behandeln lasse ich mich nur von Männern und wenn ich dafür ins Ausland fahren muss.

Ich finde es zwar schade, aber ich werde meine Gesundheit SICHER NICHT irgendwelchen Quoten-Versagerinnen zum Fraß vorwerfen. Das gilt für meine gesamte Familie. Auch meinen Bekannten- und Verwandtenkreis habe ich entsprechend gewarnt, und habe auch ein sehr starkes Echo gefunden (etwa 60% werden es mir gleichtun).

Ich weiß, dass das einige sehr qualifizierte Ärztinnen ungerechtfertigt treffen wird, aber ich KANN und WERDE hier keinerlei Risiko eingehen. Tut mir leid.

Ich empfehle jedem Menschen, dem seine Gesundheit bzw. die Gesundheit seiner Familie am Herzen liegt, es mit gleichzutun.

Gast: Bärenfalle...
10.07.2012 12:12
9 0

Wenn ich mal auf dem OP-Tisch liegen sollte

Dann ist mir die "soziale Kompetenz" meines Operateurs aber sowas von wurscht.

Der soll das Ding flicken .... meinen Automechaniker beurteile ich auch nicht danach wieviele Freunde er auf Facebook hat.

Genderwahn von Frauen mit Doppelnamen.


Der klare Blick... (Grillparzer)

Es stellt sich die Frage, wie groß die Selbstreinigungskraft der Wiener Universität ist. Wer sich jemals mit der Bewertung von Bildungsleistungen befasst hat, muss dieser Führungskraft mangels Wissen und Können einen sofortigen Platzverweis (auf Nimmer-Wiedersehen) geben: ich warte.......

Worthülsengequatsche !

Wenn ihr nichts mehr substanzielles einfällt flüchtet sie in schauderhafte Anglizismen......setzen- nichtgenügend !

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Treten sie zurück

Sehr geehrte Gutierrez-Lobos. Tun sie sich, der Menschheit, der Naturwissenschaft und den zukünftigen Patienten einen gefallen und treten sie zurück. Sowohl als Vizedirektorin als auch von ihrem Amt der Genderforschung, Frauenförderung und angeblichen GLEICHBERECHTIGUNG, weil mit Gleichberechtigung hat das, was sie uns mit ihrer schrägen Denkweise zu vermitteln versuchen, NICHTS zu tun.

Gast: tobi3
09.07.2012 22:46
14 2

hm...

der test soll doch die geeignetsten für das studium herausfiltern... anscheinend sind halt männer geeigneter.
aber so... na da brauch i nima überlegen ob ich in zukunft zu ana ärztin gehn werde.

aber abgesehn davon ->

zur gleichberechtigung:
gehts a halbs jahr ins bundesheer oda machts in zivi, leistets auch einen staatsdienst ab, zahlts mehr in die pensionskassa ein wie wir männer, denn ihr lebt statistisch länger und arbeitet dafür aber weniger in dienstjahren betrachtet.
dann, ja dann sama da gleichberechtigung etwas näher kuman!

10 0

Der übliche Sexismus.........


10 0

was hat ...

den das mit gleichberechtigung zu tun, wenn man zwei gruppen separat behandelt? da könnte man ja in weiterer konsequenz nach besuchten schultyp unterscheiden, zb eine gruppe nur für htl'er. schwachsinnig...

14 0

Soweit ich weiß

wenn eine bestimmte Gruppe für sich selbst Rechte fordert - egal von welchem Ausgangspunkt - und dabei auf niemanden außer sich selbst Rücksicht nimmt nennt man das Lobbying. Ein furchtbarer Anglizismus, zweifelsohne, aber wenn ebendiese Gruppe sich (wert)Urteile mit Generalcharakter erlaubt, dann ist das eine klassische Befangenheit.

Kein denkender Mensch würde derartige Wertvorstellungen unreflektiert übernehmen. An der Uni sind diese Wertvorstellungen allgegenwärtig. Ein Armutszeugnis wie ich meine.

Gast: CE
09.07.2012 18:39
19 0

Leistung wird abgeschafft

"Diese Vorgehensweise käme durchaus auch Männern zugute, wenn diese weniger gut abschneiden würden." Diese Aussage zeigt eigentlich schon den Irrsinn dieses Genderunfugs. Wenn sich die männlichen Bewerber dümmer anstellen als die weiblichen kriegen sie mehr Plätze an der Uni. Das ist ja ein Wettlauf nach unten! Diese unsägliche Dame muss viele Beschützer haben wenn sie nach so einer Aussage noch lange diesen Posten fehlbesetzt. Eine Frechheit einem jeden Leistungsbereiten gegenüber, egal ob weiblich oder männlich.

Sobald der erste Deutsche klagt ist diese Regelung Geschichte

Nur österreichische Frauen schneiden bei diesem Test schlechter ab. Bei deutschen Bewerbern konnte kein Unterschied zwischen den Geschlechtern festgestellt werden.

Daher muss einer Diskriminierungsklage eines Deutschen, der durch diese Regelung ausgeschlossen wird, zwangsläufig durchgehen.

Und eine Ausnahmeregelung für deutsche Bewerber ist genauso haltlos.

Sexisten raus aus der Uni!


Gast: Unternehmer
09.07.2012 16:06
25 0

Wenn ich Mitarbeiter suche und eine Frau ist Beste nehme ich sie ohne wenn und aber.

Aber vorher friert die Hölle zu bevor ich eine Frau anstelle nur weil sie eine Frau ist!
Und genau nach dem klingt das hier.
Im OP Trakt als Beispiel braucht man sicher keine "soziale Kompetenz" sondern z.B. gutes räumliches Vorstellungsvermögen, Ausdauer etc.
Gute Ärzte braucht das Land aber keine Quotenfrauen - schon gar nicht im medizinischen Bereich.

Was bitte ist der Unterschied zwischen Genderismus und Rassismus ??


Antworten Gast: Unternehmer
09.07.2012 16:06
20 0

Re: Was bitte ist der Unterschied zwischen Genderismus und Rassismus ??

Ersteres ist politisch korrekt, zweiteres nicht.
Sonst gibt es keinen.

Re: Was bitte ist der Unterschied zwischen Genderismus und Rassismus ??

Meiner Meinung nach sind sich diese Begriffe - rein emotional betrachtet - gleich.

Beide Ideologien richten ihren Hass gegen eine Personengruppe, sind in ihrer Abneigung indifferenziert.

Quantitativ mage es hier einen Unterschied geben, denn es wird global gesehen mehr Ausländer als Frauen geben (Weltbevölkerung - kaukasischer Anteil vs. Weltbevölkerung : ~2), die Grundidee ist allerdings die selbe.

Mich persönlich würde die Reaktion von krampfhaft feministischen Frauen interessiern, wenn man sie auf eine Stufe mit Nationalsozialisten stellt...

Gast: Hammvieh
09.07.2012 15:23
21 0

"Bisher sind die Männer bevorzugt worden."

Wieso werden solche frechen Luegen nicht gleich direkt angesprochen?

Gast: gast5566
09.07.2012 14:41
7 0

das erwirbt man im Studium

oder soll ein fertiger Arzt studieren beginnen??

"Es darf nicht nur das Wissen überprüft werden, sondern es muss auch um kognitive Fähigkeiten und soziale Kompetenzen gehen."

am Anfang des Studiums geht es nur ums Wissen, ein Erstsemestriger wird wohl hoffentlich nicht auf Patienten losgelassen

soziale Kompetenz hat von den Studenten sowieso keiner, da geht es nur um den eigenen Vorteil

 
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