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Universitäten sollen Sponsoren suchen

10.07.2012 | 18:27 |  JULIA NEUHAUSER (Die Presse)

Der Anteil der privaten Ausgaben sei zu gering, so der Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle. Spenden von Absolventen, Geld aus der Wirtschaft und Studiengebühren sollten helfen.

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Wien. Seit Jahren peilt das Wissenschaftsministerium ein und dasselbe Ziel an: Die öffentlichen und privaten Ausgaben für den Hochschulsektor bis 2020 auf zwei Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP) zu erhöhen. Derzeit ist man davon aber noch weit entfernt – 1,4 Prozent des BIP fließen in den tertiären Sektor. Das Ziel ist angesichts der Budgetkonsolidierung ein anspruchsvolles. Erreicht werden könnte es aber dennoch.

Und zwar dann, wenn der Anteil der privaten Finanzierung erhöht werde. Helfen sollten dabei nicht nur private Sponsoren sowie Geld von ehemaligen Uni-Absolventen, sondern das Einheben von Studiengebühren. Zu diesem Schluss kommt das Wirtschaftsforschungsinstitut Wifo in seiner Studie „Hochschulen 2025“, die es im Auftrag des Wissenschaftsministeriums erstellte.

Die Studie zeigt: Der private Anteil an den Ausgaben für den Hochschulsektor ist in Österreich vergleichsweise gering. Nur elf Prozent werden privat finanziert. Im EU-Schnitt sind es 22 Prozent, im OECD-Schnitt sogar 31. Aiginger beschreibt das als einen „großen Mangel“. So sei etwa professionelles Spendensammeln an den heimischen Unis nicht üblich. Eine Alumni-Kultur – dabei unterstützen die Absolventen ihre alte Uni – sei erst im Aufbau begriffen. Und Stiftungsgelder würden bislang nur unzureichend angezapft. Diese Einnahmequellen müssten erschlossen werden. Dem kann auch Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle (ÖVP) etwas abgewinnen. „Warum soll es attraktiver sein, in einen Fußballklub zu investieren, als eine Universität zu unterstützen? Hier müssen wir ansetzen“, sagt Töchterle.

 

Gefahr der Einflussnahme

Erste Bemühungen gibt es diesbezüglich zwar bereits, anders als in den USA sind Hörsäle, die nach Spendern benannt sind, hierzulande aber noch sehr selten. Eine der wenigen Ausnahmen: Das Hörsaalsponsoring durch Raiffeisen an der Johannes-Kepler-Universität in Linz. Zu den Vorreitern gehört auch die Uni Graz. Und zwar dank des austro-kanadischen Unternehmers Frank Stronach. Über eine Stiftung steckt Stronach innerhalb von zwei Jahren 200.000 Euro in eine Forschungsgruppe, die an der Uni Graz unter anderem zu den Themen Demokratie und Bildung forscht.

„Wer zahlt, schafft an“, sagt ein Sprichwort. Dass das bei einer zunehmenden finanziellen Unterstützung durch die Wirtschaft auch an den Unis passieren könnte, glauben sowohl Aiginger als auch Töchterle nicht. „Etwas, was überall funktioniert, wird auch in Österreich möglich sein“, sagt Aiginger. Es gebe genügend Länder, an denen sich Österreich orientieren könne. Was es brauche, seien klare Regeln und Transparenz. „Wenn die USA 50 Prozent (Anteil an privater Finanzierung, Anm.) schaffen, dann werden wir 15 Prozent auch hinkriegen“, so Aiginger.

 

Studiengebühren als private Mittel

Auch die Studierenden selbst sollten einen Teil zur Finanzierung beitragen, so das Wifo. Vorstellbar wären dabei nicht nur Studiengebühren, sondern auch einkommensabhängig rückzahlbare Bildungskredite. Denn nicht nur die Wirtschaft profitiere von einer akademischen Ausbildung eines Teils der Gesellschaft, sondern auch die Akademiker selbst. Ihr Lebenseinkommen sei um 40 Prozent höher als jenes von Maturanten. „Wenn man einen Teil davon zurückzahlen müsse, finde ich das nicht unsozial“, so Aiginger.

Damit liefert das Wifo dem Wissenschaftsminister eine Legitimationsbasis – immerhin versucht er schon seit seinem Amtsantritt, die SPÖ von der Notwendigkeit flächendeckender Studiengebühren zu überzeugen. Die Österreichische Hochschülerschaft (ÖH) reagiert empört: Das Ministerium habe sich einen Argumentationsleitfaden erarbeiten lassen. „Dass die Forderungen daher voll auf Ministeriumslinie liegen, war zu erwarten“, sagt der ÖH-Vorsitzende Martin Schott (Fachschaftslisten) .

Auf einen Blick

Der private Anteil an der Hochschulfinanzierung ist in Österreich vergleichsweise gering. Nur elf Prozent der Ausgaben werden privat finanziert. Im EU-Schnitt sind es 22 Prozent, im OECD-Schnitt 31. Das nimmt das Wifo zum Anlass, um mehr Spenden von Firmen und Privatpersonen zu fordern.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 11.07.2012)

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47 Kommentare
 
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Gast: wöhrer
15.07.2012 09:41
0 0

eskimo mit sammelbüchse

http://de.wikipedia.org/wiki/Eskimo ist nicht so ausschließlich mit essensbeschaffung eingedeckt wie unser "wissenschaft" minister mit geldauftreiben, keine rede von forschung, lehre, zukunft, vergangenheit, nein diesen job könnte auch ich erledigen, bin viel unterwegs und eine sammelbüchse kann ich noch organisieren, helmut wöhrer

Gast: Dieter vom Schloßberg
14.07.2012 21:57
0 0

Dummer Anglizismus "Sponsor"

Warum nicht "Förderer",
"Geldgeber" bzw. "Finanzier",
"Gönner"?

österreich als globaler player in den

korruptions-, lobbying- und beeinflussungslisten dieser welt hat also ein neues kapitel in diese richtung aufgeschlagen. naja, warum auch nicht: never change a running system, gell?

aiginger und toechterle

moegen mit gutem beispiel voaranschreiten und von ihren akademikergehaeltern gleich mal monatlich einen teil an ihre stammuni ueberweisen. von morgen bis zum letzten atemzug!

Re: aiginger und toechterle

dieser Herr Töchterle gibt also bekannt, dass dieser verluderte Staat neben vielen anderen Aufgaben ,welche er nicht erfüllt, auch die Universitäten nicht bezahlen kann, oder?

stiftungen

dieses dumme gerede nervt - ich bin als uni-beschäftigter mit einer arbeitsgruppe verbunden, die an die uni-wien stiftungsgelder im umfang vom 1,2 milliomen euro brachte - gruppe wird von uni-leitung nicht weiter gewünscht - ich arbeite in einer anderen arbeitsgruppe der uni- wien, die ca. 10 millionen euro in den nächsten 10 jahren von einem halb-staatlichen auftraggeber bekommen würde - auftrag wird nicht angenommen von der uni, da es "schmutziges" geld ist - da die wirtschaft was dafür will - geht es an eine andere uni mit weniger berührungsängsten.
herr minister - zuerst fragen - und dann reden !

Antworten Gast: 1. Parteiloser
12.07.2012 11:12
6 0

Re: stiftungen

Nach einer anderen Darstellung, von Dir!, bist Du Gewerkschafter, welcher die österreichischen Hochschullehrer vertritt.

Damit bist Du aber kein Beschäftigter der Uni, welcher einen Dienst an den Studierenden erbringt. Du bist ein freigestellter Totalversager, welche nur versucht die Mitmenschen maximal auszurauben um mehr Mittel für den faulen pragmatisierten Misthaufen, welcher den Studierenden die Leistungen vorenthält, zu besorgen.

Es geht bei den Unis, bei einem Budget von fast 4 Mrd. Euro, doch nicht ums Geld. Das geht es nur um die fehlenden Gegenleistungen für diese Gelder, welche den anderen Österreichern mit Zwangsabgaben abgepresst werden.

Du bist also voll mitverantwortlich für die laufenden Leistungsminimierung der Unis bei laufend steigenden Kosten. Du bist also, aus der Sicht der Interessen Österreichs, nur ein subversives Element.

Das Gestammel von -staatlichen auftraggeber - auftrag wird nicht angenommen von der uni, da es "schmutziges" geld ist - da die wirtschaft was dafür will!?, ist doch nur krank, weil es mit der nicht vorhandenen Leistungsfähigkeit der Unis gar nichts zu hat!

Antworten Antworten Gast: DHR 3434
15.07.2012 13:16
0 0

Ihrem Gebrabbel

kann man nur entnehmen, dass Sie die Unis hassen.

Antworten Antworten Antworten Gast: 1. Parteiloser
15.07.2012 13:44
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Bist Du ein Kind geblieben?

Klar, die Kritiker müssen immer hassen, weil deren Kritik ja niemals, auch nur im Ansatz, wahrgenommen werden darf. Das könnte ja dazu führen, dass das eigene Versagen im Ansatz selber erkannt werden müsste.

Es ist eine kindische Haltung von erwachsenen Menschen, welche weiter das eigene Versagen, auf Kosten der Mitmenschen, aufrecht erhalten wollen. Jeder Mensch, welcher mein Versagen nicht mehr finanzieren will, der muss mich hassen?

Es ist in etwa bei Kinder, welche die Ursache für schlechten Noten so erklären "Der Lehrer mag mich nicht".

Sie haben so etwas wie eine Bonelli Syndrom!

http://diepresse.com/home/gesundheit/641820/Selbstbetrueger_Schuld-sind-immer-die-anderen?from=suche.intern.portal

Das Leben im geschützten Bereich scheint zu einer jährlichen Degeneration von gut 10% zu führen. Wo die Verantwortlichen für die geschützten Bereiche inzwischen gelandet sind, das kann sich dann jeder selber ausrechnen.

Euer vermeintlich schönes Leben auf Kosten der Mitmenschen ist spätestens dann am Ende, wenn kein Depp mehr die Staatsanleihen zeichnet. Dann werden sich die kranken Ruhegenüsse auch in einer kleinen Volkspension auflösen und die geballte Präpotenz wird Euch nichts mehr helfen.

Re: Re: stiftungen

sie sind eigentlich eine antwort nicht wert - und ich verstehe die presse nicht, warum man ihnen ein forum bietet, ihren hass auf unis, schule oder allgemein gesagt den staat zu äussern. es ist ganz klar, dass sie durch persönliche enttäuschung oder besser gesagt versagen ein problem mit den von ihnen kritisierten institutionen haben.

Antworten Antworten Antworten Gast: 1. Parteiloser
15.07.2012 13:46
0 0

Re: Re: Re: stiftungen

Sie konnten offensichtlich, die mehrfach beschriebenen, Lösungsvorschläge nicht erkennen.

Diese Unis, auch die Schulen, die können nur noch mit einer umfassenden Privatisierung gerettet werden, welche durch eine Kündigung aller vorhandenen Verträge und relevanten Gesetze einhergehen muss.

Die Finanzierung muss alleine und vollständig durch Studiengebühren, Sponsoren und Auftragsabreiten erfolgen. Diese Umstellung muss durch eine brauchbares Stipendiensystem ergänzt werden, welche die Finanzierung aus öff. Geldern über den Umweg der Stipendien an die Unis weitgehend sichert. Die Entscheidung, welches Angebot der Unis von den Studierenden angenommen wird und welche Kosten dafür vertretbar sind, diese Entscheidung geht an die Bürger, also den Studierenden über.

Der Effekt dieser Vorgangsweise wäre, dass der geschützte Bereich Unis sehr schnelle eine nutzbare Leistung für die Gelder erbringen müsste, weil es ja sonst in die Insolvenz geht. Diese Insolvenzen würden auch sicher kommen, es wären Heilungen, welche im Rahmen eines gesunden freien Marktes immer nur gut für die Menschen sein können.

Nur, dieser Verantwortung, welche endlich eine brauchbare Leistung der von Ihnen vertreten Gruppe erfordern würde, dieser Verantwortung wollen Sie sich nicht stellen. Es ist ja viel einfacher die Lösung auszublenden und die Anderen zu Verantwortung zu ziehen. Kritiker werden dann auch sofort als Hasser dargestellt. Einfach nur ein kindisches Verhalten.

Antworten Antworten Antworten Gast: Moderation
13.07.2012 18:21
2 1

Re: Re: Re: stiftungen

Wir sollten nicht in Extremen diskutieren. Leider hat der 1. Parteilose in der Sache weitgehend Recht. Er bedient sich allein einer Sprache, die abschreckt, vielleicht aber nur wachrütteln soll.
Die Probleme liegen tatsächlich primär bei den Unis. Die Missstände im universitären Bereich sind nicht zu übersehen. Nur nach mehr Geld zu rufen, bringt nichts. Und dies wäre auch verantwortungslos gegenüber dem Steuerzahler.
Die Frage ist, ob die Universitäten überhaupt noch reformierbar sind. Es handelt sich um extrem hierarchische Apparate, in denen es vielen gelingt, sich ohne handfeste Leistung ein schönes Auskommen zu sichern.
Der 1. Parteilose verwendet den Ausdruck "grausig". Na ja, das ist Geschmacksache...

Re: Re: Re: Re: stiftungen

der parteilose hat in keiner art und weise recht - denn er sagt nichts - er beschimpft extrem primitiv ohne auch nur einmal eine alternative vorzuschlagen - er ist völlig unfähig zu differenzieren - denn es wäre dumm von mir zu behaupten, dass alle an den universitäten beschäftigten nur "GUTE" sind - aber die meisten arbeiten intensiv und korrekt - und das im rahmen prekärer anstellungsverhältnisse - so beträgt das durchschnittsgehalt von 70% der wissenschaftler an den universitäten weniger als 2000€ - alle mit akademischen titeln; professoren - meist nach einer langen phase (ca 25 jahre) der anstellung in schlechten verhältnissen kommen durchschnittlich auf 5400€. verglichen mit der privatwirtschaft sind das gehälter am unteren rand des akademiker- einkommens.

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: 1. Parteiloser
15.07.2012 13:16
0 0

Verlogene Darstellung der Entlohnung auf den Unis!

Ein naher Verwandter von mir hat eine "Karriere" auf der Uni gemacht. Sehr spät promoviert, dann direkt in die Welt eines Assistenten eingetaucht. Gerade noch in die Pragmatisierung geschafft. Seit einigen Jahren zum Professor ernannt, eine Professur über aber nicht aus. Über seine Leistungen und Aufgaben berichtet er sehr pragmatisch seit nun gut 20 Jahren. Da ist kaum etwas dabei, welche als Nutzen für die Studierenden erkennbar ist. Seine Entlohnung, auch schon als Assistent, liegt erheblich über den von Ihnen genannten Entlohnungen.

Der Kollektivvertrag gibt auch Auskunft über die Entlohnungen!
http://www.uibk.ac.at/betriebsrat/wissenschaftlich/kollv_200905.pdf

Es ist aber die Leistungsverweigerung, bzw. schwache Leistungserbringung, welche dann einen sehr hohen Personalstand nach sich gezogen hat. Im Studienjahr 2010/11 waren an den öffentlichen Universitäten 34.110 Personen als wissenschaftliches und künstlerisches Personal tätig. Davon waren 2.232 Professoren und Professorinnen und 31.878 entfielen auf das sonstige wissenschaftliche und künstlerische Personal. So kam es auf den Unis schon 2010 zu Personalkosten von 2.036 Mio. Euro, also im Durchschnitt auf satte 63.868.- Jahresbruttoentlohnung!

Die Jammerei aus dem Beamtenhaufen, wir sind so arm, das ist doch grausige Propaganda. Wo es in der freien Wirtschaft, bei gleicher Leistung, solche Entlohnungen real gibt, das können die Jammerer dann nicht sagen.

Keine Staatsdiener, Staatsfresser!

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Unirealität
15.07.2012 15:29
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Re: Verlogene Darstellung der Entlohnung auf den Unis!

Ich kann das Ganze nur bestätigen. Als ich noch Assistent war, bin ich von einem Altassistenten angerufen worden: Ich solle in "seine" Berufungskommission gehen. Es war die Ausschreibung einer Professur für ihn organisiert worden. Das Verfahren war extrem peinlich. Der Hauskandidat hatte kaum brauchbare Publikationen, die externen Kandidaten waren z.T. sehr gut. Dennoch hat man sich über die Externen nur lustig gemacht. Der Hauskandidat hat bei den Vorträgen der Externen mitgehört und die ganze Zeit Grimassen gezogen und sich mit der Hand auf die Stirn geschlagen.
Am Ende wurde der Hauskandidat erstgereiht - gegen jede objektive Evidenz.
Nach der Berufung habe ich dem Betreffenden gratuliert und gemeint, nun werde er wohl anfangen ordentlich zu publizieren. Nun hätte er ja jede Gelegenheit dazu. Er meinte aber, das einzige, was ihn noch interessiere, seien die drei Pensionen, die er in ein paar Jahren erhalten werde.

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: 1. Parteiloser
15.07.2012 20:05
0 0

Re: Re: Verlogene Darstellung der Entlohnung auf den Unis!

Zur Verteidigung der Unis!

Es sind, wie Sie gut beschreiben, die gleichen zerstörerischen Vorgänge wie in allen anderen Parteibonzenhochburgen. Ob Wiener Betriebe, Länder, Kammern, ORF, Staatsunternehmen, auch Banken und Genossenschaften, überall der eigentliche korrupte Posterl- und Amterlschacher. Der Schaden durch diese Art der Korruption scheint ein Vielfaches vom direkten Korruptionsschaden von 3-6 Mrd. Euro pro Jahr auszumachen.

Der Hammer ist aber, dass sich der Misthaufen an diese korrupte Vorgänge schon so gewöhnt hat, dass diese Vorgänge mittlerweile als Normal empfunden werden!

Re: Re: Re: Re: Re: stiftungen

Man sollte nicht verallgemainen. Dank der Autonomie koennen die Unis wesentlich hoehere und markkonforme gehälter (je nach Leistung) anbieten. Das war frueher nicht moeglich!
Fakt ist, dass die Unis in Relation zur Studentenzahlen massiv unterfinanziert sind.

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Spectator070
14.07.2012 16:00
2 0

Re: Re: Re: Re: Re: stiftungen

Na ja: Ich kenne Professoren, die wenig und gar nichts publizieren, die aber dennoch mit einer unglaublichen Arroganz und Selbstgerechtigkeit auftreten. Sie leben an den Unis weit besser als dies in der Privatwirtschaft möglich wäre. Vor allem müssten sie dort auch arbeiten....
Ich weiß von Habilitations- und Berufungsverfahren, wo alles, aber wirklich alles, gerichtet war. Wo eine Scheinlegalität geschaffen wurde, nur um jemanden durchzudrücken, den man unbedingt auf dem Posten haben wollte.
Es gibt Fälle, in denen ganz klare Verstöße gegen akademische Regeln vorliegen und nichts geschieht. Sie werden sagen: Dann zeigen Sie die Fälle bei den zuständigen Gremien doch an!
Ich sage Ihnen: Die zuständigen Gremien pfeifen darauf bzw. erklären sich einfach nicht für zuiständig.
Der Parteilose verwendet den Ausdruck "grausig". Ich kann es verstehen....

Re: Re: Re: Re: Re: Re: stiftungen

Leider verteidigt die Gewerkschaft meistens solche faule und arrogante "wissenschaftler", indem sie alles pauschalisiert. Erst die Autonomie hat die die Differenzierung ermoeglicht und die Leistung als Masstab eingesetzt. Das gefaellt der Gewerkschaft offensichtlich nicht...

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: stiftungen

sie spielen mit ihrem posting auf den fall schwarzenbacher an - aber hier ist die sachlage alles andere als klar - es gibt klare hinweise auf fehlverhalten - aber auch Intrigen - und überzogener reaktion des rektors - daher engagiert sich die gewerkschaft für ihn. wenn man jeden manager in der privatwirtschaft in die wüste schicken würde, nachdem er einen fehler machte, gäbe es in den führungsetagen vieler firmen "personalmangel"

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: stiftungen

Nein, den Fall Schwarzenbacher habe ich nicht gemeint. Robert Schwarzenbacher gehoert zur neuen Generation der Professoren ( nach der Autonomie).

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Gast34949
14.07.2012 16:53
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Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: stiftungen

Ich glaube, die Autonomie der Universitäten ist eher das Problem als die Macht der Gewerkschaften. Wie sonst wäre ein solcher Fall zu erklären:

http://diepresse.com/home/recht/rechtallgemein/755333/Aufregung-um-Stelle-an-Uni-Innsbruck?from=suche.intern.portal

Die Autonomie wäre eine gute Sache, wenn es auf lokaler Ebene starke, autonome Kontrollmechanismen gäbe. Man müsste die Universitäten zumindest der unmittelbaren Kontrolle der Gerichtsbarkeit unterstellen, damit solche Entwicklungen wie oben beschrieben verhindert werden können.

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: stiftungen

Vor der Autonomie war der oben beschriebene Fall keine Seltenheit. Damals koennte es aber leichter vertuscht sein. Jetzt wurde es zur Affaere- ein Fortschritt. Die Autonomie hat die Berufungen viel transparenter und kompetitiv gemacht. An meiner Uni wurden dank der Autonomie viele Profs aus Ausland (Stanford, UCLA, UPenn) berufen und viele oester. Forscher im Ausland wurden zurueckgeholt- ein Fortschritt.

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Differenzieren

Nicht jeder Akademiker/in verdient mehr.

Vor allem Politikwissenschaftsabsolventen und Absolventen ähnlicher Studienrichtungen sind eher nicht gefragt auf dem Arbeitsmarkt.

Fundraising

Trotz des vermehrten Drucks, Fundraising zu betreiben stehen manche Universitäten vertraglichen Kooperationen mit privaten Unterstützern skeptisch gegenüber. Dennoch weisen Sponsoring-Bereiche in Bildung und Wissenschaft hohe Wachstumsraten auf.
Es geht darum die Freiheit der Forschung zu wahren, im Besonderen wenn es um heikle Forschungsgebiete geht.

Gast: Soso!
11.07.2012 12:10
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Derfs a bissal mehr sein?

Und das bei der österreichischen Abgabenquote! Das ist österreichische Gefräßigkeit: Steuern UND private Mittel, genau wie beim ORF: Gebühren UND Werbung.

 
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Schlagzeilen Bildung