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Uni-Finanzierung: Rektoren sehen Staat in der Pflicht

11.07.2012 | 18:22 |   (Die Presse)

Die Gelder von Sponsoren, Spenden von Absolventen und Studiengebühren reichten nicht, um die Uni-Finanzierung zu sichern. Finanzierung der Universitäten sei immer noch Hauptaufgabe des Staates.

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Wien/J.n. „Die finanziellen Probleme der Unis lassen sich durch Studiengebühren und Sponsorengelder lindern, aber nicht lösen“, sagt Heinrich Schmidinger, der Vorsitzende der Universitätenkonferenz im Gespräch mit der „Presse“. Damit reagiert er auf die Forderung von Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle (ÖVP): Universitäten sollten versuchen, vermehrt Sponsoren und private Financiers zu gewinnen.

Die Finanzierung der Universitäten sei immer noch Hauptaufgabe des Staates. Das Ziel, die Ausgaben für den Hochschulsektor bis zum Jahr 2020 auf zwei Prozent zu steigern, liege demnach vor allen in der Hand der Regierung. Töchterles Forderung, den Anteil der privaten Ausgaben am Hochschulbudget zu steigern, stützt sich auf eine Studie des Wirtschaftsforschungsinstituts Wifo. Diese zeigt, dass der private Anteil in Österreich vergleichsweise gering ist. Demnach werden hierzulande nur elf Prozent der Ausgaben privat finanziert. Im EU-Schnitt sind es 22 Prozent, im OECD-Schnitt sogar 31.

Die Unis seien durchaus daran interessiert und bemüht, Drittmittel einzuwerben, so Schmidinger. Eine einfache Aufgabe sei das aber nicht. Denn auch wenn mehr Sponsoren gefunden und Absolventen zur finanziellen Unterstützung gewonnen werden können, werde das nicht in einem Ausmaß passieren, das die Uni-Finanzierung auf sichere Beine stelle. Das gilt auch für das Einheben von Studiengebühren. Diese würden den Unis zwar helfen. Gebühren von 500 Euro im Semester seien für wesentliche Verbesserungen aber zu wenig.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 12.07.2012)

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2 Kommentare
Gast: 1. Parteiloser
11.07.2012 18:53
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Den Rektoren sind die letzten Sicherungen durchgebrannt!

Der pragmatisierte Misthaufen kommt ja den Aufgaben immer weniger nach, die Dienstleistung für die Studierenden fällt doch laufend.

Um diesen Leistungsabfall der Unis zu kompensieren mussten die Ö Bürger eine immer höhere Umverteilung von Zwangsabgaben hinnehmen. Die Kosten der Unis sind von 1.974 Mio. Euro (2000) auf irre 3.608 Mio. (2010) gestiegen. Die irren Kosten für Ruhegenießer aus diesem Bereich sind noch gar nicht dabei. Diese Steigerung von irren 83% ist sowohl der Teuerungsrate, als auch dem Wirtschaftswachstum, davongelaufen.

Die Rektoren sind das eigene Verwirtschaften schon so gewohnt, dass diese das Recht sehen, dass wieder die Bürger mit einer Umverteilung für deren Verwirtschaften einspringen sollen. Denen sind doch die letzten Sicherungen endgültig durchgebrannt.

Diese präpotenten Kasperl sollen endlich mal eine Leistung erbringen, welche 50% des vorhanden Budget entspricht und sich dann jedes Jahr um 10% steigern. Dann kann man, auf Basis der erbrachten Leistungen, über mehr Mittel sprechen. Nur, die wollen gar keine Leistung bringen, die wollen nur mehr Kohle für den pragmatisierten Misthaufen!

Was die ethischen Qualitäten der Rektoren betrifft sind diese auf der gleichen Stufe wie der Strasser und der Maischberger. Wo ist die Leistung?

Sind die Rektoren deshalb so grausige Typen, weil diese das Posterl auch von den Parteien bekommen und daher den Grausigen direkt zugeordnet werden können?

Sofort privatisieren, alte Verträge obsolet!

Antworten Gast: Discussant
12.07.2012 10:26
3 0

Re: Den Rektoren sind die letzten Sicherungen durchgebrannt!

Der 1. Parteilose hat es wieder einmal auf den Punkt gebracht. Ich würde zwar nicht derart extreme Formulierungen verwenden, aber in der Substanz hat er Recht: Das Hauptproblem liegt bei der Ineffizienz der Universitäten.
Durch die Autonomie sind die Universitäten völlig unkontrollierbar geworden. Die akademischen Evaluierungen sind vielfach eine reine Gaukelei.
Die Fälle von Plagiat und akademischem Fehlverhalten der letzten Jahre sind weithin ohne Konsequenzen geblieben.

Man lese mal, was Dozent Stefan Weber auch in Bezug auf Österreich alles zusammengetragen hat:

www.plagiatsgutachten.de/blog/php/


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