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Wissenschaftsministerium sitzt auf 454 Mio. Euro

19.07.2012 | 11:35 |   (DiePresse.com)

FPÖ und ÖH kritisieren die "merkwürdige Sparefroh-Politik" von Karlheinz Töchterle. Die Rücklagen seines Ministeriums sind auf knapp eine halbe Milliarde Euro angewachsen.

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454 Mio. Euro: Auf diese Summe sind die Rücklagen des Wissenschaftsministeriums angewachsen, wie die aktuellen Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage von FP-Wissenschaftssprecher Martin Graf zeigt. "Wenn Töchterle so weitermacht, hat er die versprochene Uni-Milliarde bald zusammengespart - leider mit jenem Geld, das den Universitäten und Studenten jahrelang vorenthalten wurde", so Graf. Er forderte Minister Karlheinz Töchterle (ÖVP) auf, "den Dornröschenschlaf zu beenden und aktive Hochschulpolitik zu betreiben".

Die Rücklagen des Wissenschaftsministeriums sorgten bereits im Vorjahr für Aufregung. Graf und die ÖH hatten  die Auflösung der damals knapp 330 Mio. Euro zugunsten der Unis gefordert. Nun kritisiert Graf erneut "die merkwürdige Sparefroh-Politik".

Auch von der ÖH kommt heftige Kritik: "Diese enorme Steigerung bei den Rücklagen macht uns extrem skeptisch. Denn wofür wird hier gespart?", sagt Janine Wulz vom ÖH-Vorsitzteam zu DiePresse.com. Sie nimmt an, dass das Ministerium durch die Sparpolitik Druck auf die Universitäten ausüben will, damit diese autonom Studiengebühren einführen.

Ministerium verteidigt Rücklagen

Im Ministerium verteidigt man die Höhe der Rücklagen: "Die Rücklagen sind - wie bereits in der Vergangenheit mehrfach ausgeführt - zum allergrößten Teil nicht frei verfügbar und entstehen beispielsweise durch Zeitverschiebungen bei Vorhaben oder Projekten", hieß es.

Die Rücklagenzuflüsse im Jahr 2011 seien unter anderem durch eine niedrigere Zinsbelastung beim Uni-Zentrum Althanstraße oder verzögerte Baufortschritte bei einzelnen Projekten der Klinikbauten entstanden. Außerdem wurden Rücklagen beim Institute of Science and Technology (IST) Austria in Maria Gugging oder bei Medaustron, wo Zahlungen vom Baufortschritt abhängen, gebildet. Ein weiterer Grund sei der auf 2011/12 verschobene Ausbau von Fachhochschulplätzen, für den ein Teil der Kosten erst im laufenden Studienjahr anfalle. Zusätzlich seien durch Verschiebungen und Planungsänderungen "bei einer Vielzahl von kleineren Vorhaben, Programmen und Projekten" Rücklagen entstanden.

(rovi/APA)

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11 Kommentare

war das nicht der jelzin,

der das russische pensionssystem mit dem selben wahn gekillt hat: 80% aller pensionen müssen in echt jederzeit auszahlbar sein. und plötzlich fehl das geld an exken, wo es wirklich gebraucht wird...

Frau Wulz

begleichen Sie doch zuerst den Schaden, den Sie mit Ihrem Café Experiment angerichtet haben, dann beweisen Sie mit einer Eigenhaftung in einem neuen Anlauf, dass Sie unter Miteinbeziehung der Realität wirtschaften können. Wenn Sie dies alles geschafft haben, dann können Sie über Budgetplanung und öffentliche Mittel urteilen.
Sie hatten Ihre Chance, wie dies endete weiß man jetzt ja.

Bis dahin spielen Sie woanders Utopia, aber bitte nicht mit unserem Geld.

Gast: Singer Z
19.07.2012 17:05
0 2

Sein eigenartiger Leitspruch:

Spare in der Not, dann hast du nichts in der Zeit.

gebt es der ÖH rund um wulz!

binnen kurzer zeit wäre es weg

Ach, Janine

Fräulein Wulz:

Wenigstens spart das Wissenschaftsministerium, anstatt öffentliche Mittel unter Umgehung gesetzlicher Regelungen für schwachsinnige Ideologieprojekte zu verblasen!

Es ist schlimm genug, dass Sie nicht den Mumm gehabt haben, für dieses Fiasko die Verantwortung zu übernehmen und zurückzutreten, aber dass Sie öffentliche Wortmeldung zu finanziellen Themen abgeben, ist wirklich total daneben!

Gast: OLR443
19.07.2012 14:25
4 1

Ups,

der Mann ist gut!!!

Gast: Bettelstudent
19.07.2012 14:23
7 1

Unglaublich!

Ein Minister, der mit der Ausgabe öffentlicher Gelder spart. Ja, darf denn der das? Vor allem die Mitglieder der ÖH werden ja viel in den Steuertopf eingezahlt haben......

Gast: der_mann
19.07.2012 13:07
6 1

ja wirklich! was soll das denn?

sofort alles mit beiden händen zum fenster rausschmeissen! oder besser: den unis verteilen damit sie von den armen, armen studenten keine studiengebühren einheben müssen!

nein jetzt hab ich die idee für spö und grüne für die nächsten wahlen: unter den studenten aufteilen! also quasi der staat bezahlt eine studiengebühr an die studenten!

"Diese enorme Steigerung bei den Rücklagen macht uns extrem skeptisch. Denn wofür wird hier gespart?", sagt Janine Wulz vom ÖH-Vorsitzteam zu DiePresse.com.

Ist das die, die schlappe 400.000 antikapitalistische Euros innerhalb von ein paar Monaten verfeuert hat ?
Natürlich findet die das seltsam, dass da jemand fremdes Geld nicht schon raushaut, bevor er´s (pardon: sie´s) noch hat. Und dann noch "Rücklagen" bilden. Sowas. Fast schon obszön.

Und jetzt hätt ich doch fast übersehen, wer sich da von der F zu Wort meldet.

Der nächste, der seine Kompetenz täglich beweist.

Das dynamische Duo: Wulz & Graf referieren über das Geld anderer Leute. Unbezahlbar.

Gast: 1. Parteiloser
19.07.2012 11:57
2 0

Diese Mittel sollten auch in den Privatstiftung gehen!

Die Summe ist ja unglaublich hoch. Die Wiener Stadtregierung hat die Verwendung von so hohen öff. Geldern viel schlauer gestaltet.

Die hatten auch einmal einen Haufen Geld bekommen, da waren es gleich 1,7 Mrd. Da wurden auch sehr schnell eine "staatliche Privatstiftung" gegründet, natürlich mit Parteibonzen zu Verwaltung. Mit dieser "staatlichen Privatstiftung" hat man es dann auch geschafft sich jeder Kontrolle zu entziehen und dem Verwaltungsrat vollkommen freie Hand zu geben. So konnte es geschafft werden, dass mehr als 1 Mrd. einfach "verloren" gegangen ist. Keiner kann rechtlich dagegen vorgehen. Es war ja alles Privat.

Der Töchterle könnte ja so eine Stiftung zur Förderung von Akademien gründen und dann auch diese Förderungen durchführen. Die Förderungen könnten dann auch sehr einfach, und ohne jede Kontrolle, auf die Parteiakademien umgeleitet werden. Um den Koalitionspartner zu gewinnen werden die geförderten Akademien (samt Strassers Ethikkommission) dazu aufgefordert die Inserate für den korrupten Inseratenkanzler zu finanzieren, auch für den Vizekanzler mit seiner Diplomatenpassaffäre. Um für Gerechtigkeit zu sorgen bekommen auch gescheiterte Dentaltechniker eine eigene Schule.

Töchterles Vorteile wären nicht von der Hand zu weisen. Er könnte selber einige Honorarnoten schreiben, der Partei etwas Gutes tun und bräuchte auch die Universitäten nicht mehr in Funktion setzen, weil dann das Geld ja fehlt.

Eine staatliche Privatstiftung löst alle Probleme!

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