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PH-Tirol Rektor Elmar Märk noch vor Amtsantritt abberufen

20.07.2012 | 18:25 |   (DiePresse.com)

Noch bevor er sein Amt als Rektor der Pädagogischen Hochschule Tirol antreten konnte, wurde Elmar Märk wieder abberufen. Grund sind seine Aussagen, wonach die Lehrerbildung künftig an den Unis angesiedelt sein soll.

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Noch vor seinem Amtsantritt am 1. Oktober ist der designierte Rektor der Pädagogischen Hochschule (PH) Tirol, Elmar Märk, bereits wieder abberufen worden. Als Grund nannte das Unterrichtsministerium in einer Aussendung am Freitag Nachmittag das "nicht mehr gegebene Vertrauensverhältnis". Der Posten wird nun wieder neu ausgeschrieben. Bis dahin wird der derzeitige Rektor Markus Juranek die Geschäfte weiter führen.

Märk hatte in einem Interview mit der APA am vergangenen Mittwoch unter anderem erklärt, dass er eine künftige gemeinsame Lehrerausbildung in Tirol langfristig bei der Universität angesiedelt sehe - deren Rektor pikanterweise derzeit sein Bruder Tilmann ist. Es sei ein "sinnvolles Ziel", die Lehrerausbildung in "zehn bis fünfzehn Jahren unter dem Dach der Universität" anzubieten, erklärte er. Ab dem Herbst würde sich in der Ausbildung der angehenden Lehrer jedoch noch nichts ändern.

Dienstanweiseung: Zurück an die HTL

Diese "öffentlich getätigten Aussagen zur Zukunft der Pädagogischen Hochschulen" prangerte das Unterrichtsministerium nun an. Die Aussagen Märks seien das Gegenteil dessen, was er bei seiner Bewerbung bezüglich der Zukunftspläne für die PH Tirol gesagt habe. Seine Ansage, dass die PH langfristig Teil der Uni werden soll, stehe außerdem diametral dem entgegen, was Regierungslinie sei, nämlich eine Stärkung der PH. "Das heißt, der Vertrag wird nicht abgeschlossen. Märk hat die Dienstanweisung, wieder als Direktor an die HTL Innsbruck zurückzukehren", hieß es aus Schmieds Büro gegenüber der APA.

Scharfe Kritik von ÖVP

Scharfe Kritik am Vorgehen von Unterrichtsministerin Claudia Schmied gegen den designierten Rektor der Pädagogischen Hochschule (PH) Tirol, Elmar Märk, kommt von der ÖVP. "Das gab es in diesem Ausmaß nicht einmal jenseits des eisernen Vorhangs", kritisierte ÖVP-Wissenschaftssprecherin Katharina Cortolezis-Schlager am Freitagnachmittag: "Hochschule zeichnet sich durch Diskursfähigkeit aus und nicht durch eine verlängerte politische Werkbank der SPÖ."

(APA)

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17 Kommentare
Gast: hubert wallner
22.07.2012 13:13
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abschaffungs-direktor

naja, wäre das nicht in etwa so, wie wenn sich wer um die Chefredaktion der Presse bewirbt und gleichzieitg von sich gibt, er sei dafür, die Print-Ausgabe abzuschaffen und alles nur mehr Online zu spielen?

Gast: Ich4
22.07.2012 11:43
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Pädagogische "Hoch"-Schule

"Rektor(inn)en", die einer Partei- oder Kirchenlinie zu folgen haben; "Professor(inn)en", die bis auf wenige Ausnahmen keine Wissenschafter(innen) sind; "Student(inn)en", die oft nur eine kurze und anspruchslose Ausbildung wollen: Hereinspaziert an die PH - und freut euch, bald dürft ihr euch Dank BM Schmied Uni-Rektor(inn)en, Uni-Professor(inn)en und Uni-Student(inn)en nennen!

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Der Direktor einer HTL wird Uni-Rektor....

....im Wunderland Österreich, wo man ja immer schon vom Tellerwäscher zum Millionär aufsteigen konnte....

Für die Wiedererlangung der Hochschulautonomie wäre es höchste Zeit.

Gast: Ost-West
21.07.2012 12:38
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Gebrüder Märk

Bis vor kurzem sah es aus, als ob die Gebrüder Märk die vollständige Kontrolle über die Bildungspolitik in Tirol erlangen würde - eine historisch einzigartige Situation in Westösterreich. Das war ein Meisterstück der Diplomatie.
Frau Schmied musste hier aber handeln, nachdem sie derart düpiert worden ist. Es stellt sich nur die Frage, weshalb Elmar Märk derart unvorsichtig war. Die Gebrüder Märk sind ansonsten äußerst geschickt und können es mit allen politischen Parteien. Weshalb diese Unvorsichtigkeit? Vielleicht weil das politische Klima in Tirol den Eindruck vermittelt, man könne jede Vorsicht ablegen. Aber ganz so ist es dann auch wieder nicht.

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Warum die Aufregung?

Die parteipolitische Durchfilzung des Bildungsbereiches und die damit in Verbindung stehenden Entwicklungsstillstände sind altbekannt. Natürlich ist die Beisshemmung einer roten Ministerin bezüglich eines schwarzen Parteigängers in einem schwarzen Bundesland gering. Natürlich beschwert sich sofort die fachlich zuständige schwarze Hinterbänklerin, das würde sie in der gegenteiligen Konstellation auch nicht tun.
In einem Unternehmen würde aber der designierte Chef der Aus- und Weiterbildung - damit ein wichtiger Aktivposten für die Zukunft des Unternehmens - der nicht einmal im Amt, die Firmenlinie in ihren Grundfesten in Frage stellt, den Posten auch nicht bekommen. Es wundert nur, dass Schmid den Mut hat im koalitionären Stillstand den sicher ausgehandelten Deal zu brechen.

Übrigens: Die Anzahl der Postings ist auch ein Hinweis darauf wie wichtig uns allen die Bildung ist....

Antworten Gast: Westler
21.07.2012 09:48
4 1

Re: Warum die Aufregung?

Sie haben das Problem treffend analysiert. Man kann nicht im Bewerbungsverfahren A sagen und nach der Bestellung B. Vor allem nicht in einer derart zentralen Grundsatzfrage.

Kompliment an Frau Schmied, dass sie den Mut aufgebracht hat, Konsequenz einzufordern.

Re: Re: Warum die Aufregung?

Nun was hat er wirklich beim Hearing gesagt? Seine Aussage jetzt war, dass in 10 - 15 JAHREN - da ist er doch schon längst nicht mehr Rektor - die LEHRERAUSBILDUNG bei der PH sein soll. Für seine Funktionsperiode ist das überhaupt keine Aussage, die man kritisieren kann. Außerdem ist die Hauptaufgabe der PH die Lehrerfort- und -weiterbildung.
Dass sein Bruder Rektor der UNI ist hat man wahrscheinlich auch schon vorher gewusst.

Antworten Antworten Gast: egaöissimus
21.07.2012 12:11
1 0

Re: Re: Warum die Aufregung?

das ist doch völlig egal, was man in einem hearing sagt und was man nachher tut )die pol. Parteien tun inzwischen auch alles andere als das was sie in den programmen stehen haben...) als österreicher weiß man, dass man den roten in stalinistischer manier ausgeliefert is, die schwarzen tun dasselbe am land und regen sich gegenseitig auf wie böse der andere ist, eine schmerenkomödie übelsten ausmaßes! die Hälfte der Bevölkerung interessiert sich schon lange nicht mehr für splche Ekeldinge - zu recht, bei der nächsten wahl wird besserung verrpochen, um es nachher noch ärger zu treiben. doe rektoren sind zu feig und zu wenig solidarisch denen da oben mal eine maulklatsche zu verpassen...

Antworten Antworten Gast: zwickerl
21.07.2012 10:56
1 0

Re: Re: Warum die Aufregung?

na bravo! das hätte einen Wirbel gegeben, wenn das gleiche ein ÖVP Minister oder Ministerin( ev. Frau Gehrer) getan hätte!
Die Wortwahl der SPÖ wäre wahrscheinlich nicht mehr zu überbieten gewesen in ihrer negativen Formulierung!
Aber die Sozi kennen da kein Pardon: das hat General Entacher (SPÖ) auch von "seinem Minister" Darabos (SPÖ) erfahren müssen (oder war es doch die Kronen-Zeitung die da das Sagen hatte?)

Gast: Und seid ihr nicht willig ...
21.07.2012 08:03
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Frau Honecker

gestaltet das neue Parteiprogramm der SPÖ.

Gast: 1. Parteiloser
20.07.2012 23:56
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Ideologen und Interessensvertreter sollen endlich die Händer vom Bildungssystem lassen!

Das sind dann genau die politischen Parteien und deren Vorfeldorganisationen. Die haben nun über Dekaden einen irren Schaden am Bildungssystem angerichtet und damit den Kindern Österreichs die Zukunft immer mehr gestohlen, den Bürgern Österreichs dafür das Geld aus der Tasche gezogen.

Es würde bedeuten, dass jeder Parteibüchler sofort das Bildungssystem und seine Position zu verlassen hat und die Verantwortung auf lokal zu wählende Leiter überzugehen hat. Es würde bedeuten, dass die Roten genauso die Finger von Bildungssystem lassen müssen, wie auch die Schwarzen mit der Interessensgruppe rund um ÖAAB/GÖD.

Das staatliche Bildungssystem könnte nur so gerettet werden.

Wenn die Parteien deren grausigen Spielchen gegen Österreich und die Österreicher nicht endlich einstellen und das Bildungssystem in eine Freiheit für Österreich entlassen, dann wird wohl nur eine umfassende Privatisierung das Bildungssystem in Funktion setzen können.

Würden den Österreicher Regressforderungen durch den angerichteten Schaden durch das Bildungssystem durch die Verantwortlichen zustehen, dann hätten die Österreicher Forderungen in Zigmilliarden Euro Höhe.

Dieser Vorgang zeigt es wieder deutlich auf, dass die Parteien nur hin- und herzerren, niemals aber an Lösungen interessiert sind, diese also auch niemals schaffen werden.

Gast: Doppelte Zunge von oben
20.07.2012 21:21
2 2

Das ist ein Skandal!

Schmied soll raschest gehen, man kann ihr nicht mehr trauen.

Gast: Insider1
20.07.2012 18:25
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Starkes Stück ...

Starker Tobak - kennzeichnend für die derzeitige Nervosität im Bereich der Lehrerbildung NEU. Wenn scharze Länder gemeinsam mit rotem Unterrichtsministerium gegen rote Länder verbündet mit schwarzem Wissenschaftsministerium ins Feld ziehen, wird die Lage pikant. In der Diskussion Universitäten versus PHs ist es derzeit anscheinend gesünder, keine öffentlichen Kommentare abzugeben.

Antworten Gast: Rudas
21.07.2012 08:16
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Re: Starkes Stück ...

Da hat jemand ein gestörtes Verhältnis zu den Menschenrechten.

Antworten Antworten Gast: Sync
21.07.2012 10:11
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Re: Re: Starkes Stück ...

Na, na, na, was hat das mit Menschenrechten zu tun...

Wer politisch berufen wird, hat auch mit einer politischen Abberufung zu rechnen.

Antworten Antworten Antworten Gast: Karli Kraus
21.07.2012 14:30
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Re: Re: Re: Starkes Stück ...

das ist der Skandal: da werden Rektoren nicht nach Qualifikation ausgewählt sonder "politisch"!!!
Sind sie sich bewusst was sie da schreiben?:
"Wer politisch berufen wird, kann auch politisch abberufen werden"
Das spricht jeder Objektivierung und verantwortungsvoller Berufungspolitik Hohn!
Und wie ist das mit der verfassungsrechtlich geschützten Meinungsfreiheit? Aber SPÖ Minister dürfen alles, eine Bank mit in den Ruin führen, eine verkorkste Bildungspolitik machen und gegen Verfassungsrechte verstossen? Ich würde Herr Märk die Vorgangsweise des General Entacher empfehlen, der hat auch gegen einen SPÖ Minister gewonnen!

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Sync
21.07.2012 19:23
1 0

Re: Re: Re: Re: Starkes Stück ...

Die Meinungsfreiheit macht Herrn Märk niemand streitig. Was anderes ist es aber, schon vor Dienstantritt zu erklären, man wolle sich nicht an gemeinsam vereinbarte Leitlinien zu halten, zu deren Umsetzung man sich zuvor verpflichtet hat.

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