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Shanghai-Uni-Ranking: Heimische Unis abgeschlagen

15.08.2012 | 13:06 |   (DiePresse.com)

Bei dem renommierten Ranking rangieren Österreichs Hochschulen weiter auf den hinteren Plätzen. Töchterle fordert mehr private Mittel für die Unis.

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Die österreichischen Universitäten sind beim heute, Mittwoch, veröffentlichten "Shanghai Academic Ranking of World Universities" wie schon in den vergangenen Jahren nur auf den hinteren Plätzen gelandet. Insgesamt sind sieben heimische Unis in der Rangliste der 500 besten Unis vertreten, deren Schwerpunkt auf Forschung in Technik und Naturwissenschaften liegt. Am besten abgeschnitten hat wie schon in der Vergangenheit die Uni Wien (auf den Rängen 151-200). Die Spitzenplätze sind unverändert fest in Händen von US-Universitäten: Platz eins geht an Harvard, gefolgt von Stanford und dem Massachusetts Institute of Technology (MIT).

Uni Graz und Med-Uni Innsbruck stürzen ab

Am besten konnten nach der Uni Wien die Medizinische Uni Wien und die Uni Innsbruck abschneiden, die wie im Vorjahr auf den Rängen 201-300 gelandet sind (ab Platz 101 wird in 50er-, ab Platz 201 in 100er-Gruppen eingeteilt). Auf den Rängen 301 bis 400 findet sich diesmal keine einzige österreichische Hochschule. Die im Vorjahr dort noch eingereihte Uni Graz und die Medizin-Uni Innsbruck sind eine Kategorie abgestürzt und finden sich nun gemeinsam mit der Technischen Uni Wien und der Medizin-Uni Graz in der Gruppe der Plätze 401-500.

In den Top Ten finden sich wie schon in den vergangenen Jahren fast ausschließlich US-Unis, Ausnahmen sind die beiden britischen Hochschulen Cambrigde (Rang fünf) und Oxford (Rang zehn). Beste Uni in Kontinentaleuropa ist die ETH Zürich (Rang 23), sie ist auch die einzige deutschsprachige Hochschule in den Top 50.

Das Shanghai-Ranking basiert ausschließlich auf öffentlich verfügbaren Datenbanken. 60 Prozent der Bewertung basieren auf der Zahl wissenschaftlicher Publikationen und Zitierungen, wobei Veröffentlichungen in den Magazinen "Science" oder "Nature" doppelt zählen. 30 Prozent des Ergebnisses beruhen auf der Anzahl der Nobelpreis- und Fields-Medaillen-Gewinner und zehn Prozent auf der Produktivität je Forscher.

Töchterle fordert mehr private Mittel für Unis

Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle (ÖVP) mahnt angesichts des schlechten Abschneidens heimischer Unis erneut mehr private Mittel - darunter fallen auch Studiengebühren - sowie Zugangsregeln für stark nachgefragte Studien ein. "Jene Unis, die an der Spitze liegen, haben eines gemeinsam: Sie bieten Lehrenden und Studierenden die bestmöglichen Rahmenbedingungen in Lehre und Forschung", so Töchterle.

Der Minister betonte, dass die diversen Hochschul-Rankings "differenziert und entsprechend der jeweiligen Schwerpunkte" betrachten werden müssten. Außerdem würden heimische Unis in einigen Bereichen durchaus mit internationalen Spitzenuniversitäten mithalten: So liege Österreich etwa im neuen Ranking "Universitas 21" der Universität Melbourne auf Rang zwölf. Das Ziel müsse dennoch sein, die Rahmenbedingungen weiter zu verbessern.

(APA)

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35 Kommentare
 
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Gast: RankundNamen
15.08.2012 22:00
1 0

Was tun?

Der Trend in den Rankings ist ganz klar: es geht nach unten!
Eine Hauptursache dürfte in der völlig überholten österreichischen Universitätsstruktur und -organisation liegen.
Ausländische Wissenschaftler können nur staunen und lachen, wenn sie die groteske Hierarchie an unseren Universitäten kennen lernen. Leistung zählt in vielen Fällen überhaupt nichts. Es geht um Unterordnung, um Anerkennung und Festigung der hierarchischen Ordnung. So gibt es sog. Wissenschaftler, die weder publizieren noch sich in der Lehre engagieren und doch ein gutes Auskommen finden. Andere hingegen werden bekämpft, gerade weil sie publizieren und damit das vorgegebene Gefüge in Frage stellen.

Bezeichnend ist ja, dass in Österreich akademisches Fehlverhalten und Plagiat - mit ganz wenigen Ausnahmen - nicht wirklich verfolgt werden.

Mein Vorschlag.

- Einführung einer echten Leistungsevaluierung auf allen Ebenen (keine bloße schulterklopfende Scheinevaulierung)

- Totalreform des Habilitations- und Berufungswesens. Solche Habilitationen und Berufungen darf es nicht mehr geben:

http://derstandard.at/1304551134092/Innsbruck-Eine-Habilitation-wie-ein-aufgewaermtes-Gulasch

http://diepresse.com/home/recht/rechtallgemein/755333/Aufregung-um-Stelle-an-Uni-Innsbruck?from=suche.intern.portal


Gast: Gasti
15.08.2012 19:27
0 0

Frauenfoerderung hat eben ihren Preis

Vielleicht sollte man in Shanghai um einen 'Nachteilsausgleich' a la Med-Uni Aufnahmetest betteln?

Gast: Meine Meinung1
15.08.2012 18:05
2 0

Es ist nur ein weiteres Symptom

für den beständigen und schleichenden Niedergang Europas auf vielen Gebieten. Statt Höchstleistungen auf jenen Gebieten zu bieten die für die Zukunft des Landes wirklich wichtig sind - Medienwissenschaften, Politologie, Sozialpädagogik, Soziologie, Jura u.ä. sind es trotz landläufiger Meinung nicht wirklich - konzentriert sich die Auseinandersetzung auf Studiengebühren. In Harvard, Stanford, Cambridge und Oxford ist das KEIN Thema, dort werden dafür aber Spitzenergebnisse und Spitzenabsolventen vorgezeigt. Alles kein Wunder wenn man sieht, dass sich breite Kreise sogar für Spitzenleistungen geradezu schämen, vor Allem wenn sie dann der Industrie d.h. der gesamten Volkswirtschaft zugute kommen. Max Planck, Einstein und Co. war gestern. Nicht dass es keine wirklichen Koryphäen auf manchen Gebieten mehr in Österreich gäbe aber schade dass soviele abwandern um der Mittelmässigkeit zu entrinnen.

Gast: augure12
15.08.2012 17:22
1 0

Schweiz und Österreich

Der Sohn eines Bekannten der mit Auszeichnung an einem Wiener Gym maturierte wollte - die Großeltern übernahmen das Finanzielle - an der ETH studierten. Kein Problem einmal. Für die Studienrichtung Technische Physik hatten sich rund 200 Bewerberinnen und Bewerber gemeldet, etwa 180 traten zur Schriftlichen an - und zur Mündlichen wurden nur mehr weniger als 120 zugelassen. Ergebnis: Der Sohn unseres Bekannten war unter den 36 Glücklichen - oder Befähigten - die dann das Studium beginnen durften. Bis dann nach einem Jahr neuerlich Knock-out Prüfungen - klar, in den Ferien! - stat fanden.
Na ja, "genderspezifische" Kriterien gab es nicht - und es waren auch sechs junge Frauen bei den Studienanfängern....

1 2

UNI-Ranking für Österreich beschissen? Wen wunderts?

Reden wir mal über UNI-Finanzierung:

Etat verschiedener technischer UNIs in CH und DE (angeblich sind ja MINT Fächer soooooo wichtig!) - das angegebene Budget beinhaltet bereits Drittmittel:

eth: 1 mrd € (17.187 Studenten)
tum: 950 mio € (31.000 Studenten)
kit: 700 mio € (22.552 Studenten)
rwth: 650 mio € (35.813 Studenten)
tu dresden: 500 mio € (36.534 Studenten)
...
weitere tu's
....
tu wien: 250 mio € (26.218 Studenten)

Noch Fragen?
P.S. Wenn jetzt irgendein Dodl mit Studiengebühren kommt, werd ich ausfällig! Die TU könnte damit in etwa 16 Mio € pro Jahr einnehmen - also im "Big picture" nur Peanuts.

Antworten Gast: augure12
15.08.2012 17:25
0 0

Re: UNI-Ranking für Österreich beschissen? Wen wunderts?

Ja eine Frage: Welche Fächer studieren denn an der TU Wien die meisten Frauen? Bauingenieurwesen Statik, Maschiinenbau, Elektrotechnik - oder Landschaftsplanung, Verkehrsplanung und ähnliche Orchideen?

0 0

Re: Re: UNI-Ranking für Österreich beschissen? Wen wunderts?

?

Antworten Gast: Halbwissen
15.08.2012 17:07
0 0

Re: UNI-Ranking für Österreich beschissen? Wen wunderts?

Also wenn die tu wien zB. 4000 Euro Studiengebühr pro Jahr nehmen würde, dann sind dies zusätzliche 100 Millionen. Das ist über ein Drittel mehr Budget.

0 0

Re: Re: UNI-Ranking für Österreich beschissen? Wen wunderts?

Und was soll der Schwachsinn jetzt?

Antworten Antworten Antworten Gast: Halbwissen
15.08.2012 20:39
0 0

Re: Re: Re: UNI-Ranking für Österreich beschissen? Wen wunderts?

Studiengebühren von 0 bis lächerliche 100 Euro sind Schwachsinn !

Der Leistungsempfänger soll für die Leistung blechen. Die guten Absolventen gehn dann sowieso in die USA zum abkassieren.
Wer sonst ?
Die Uniputzfrau ?

Antworten Antworten Antworten Gast: noch mehr Fakten
15.08.2012 20:23
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Re: Re: Re: UNI-Ranking für Österreich beschissen? Wen wunderts?

wieso Schwachsinn?

ein Studium in England (siehe die besten nichtamerikanischen Universitäten) kostet etwa 10000 Pfund im Jahr, das sind in etwa 12000 Euro - 4000 Euro wären also vergleichsweise ein Schnäppchen

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Re: Re: Re: Re: UNI-Ranking für Österreich beschissen? Wen wunderts?

Und mal ganz abgesehen davon, dass ein Studium an der TU das nicht wert wäre (die hat nun mal keinen so klingenden Namen wie Oxford oder Cambridge) wäre man mit dem Geld in der obigen Liste immer noch ganz hinten. Also ein zweiter Grund warum das Studium keine so hohen Gebühren rechtfertigt.


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Re: Re: Re: Re: UNI-Ranking für Österreich beschissen? Wen wunderts?

Und? Welches Budget haben diese UNIs vom Staat?

Gast: gast111
15.08.2012 15:56
1 0

wundert mich nicht

wenn nicht mehr gute leistung entscheidet, sondern das geschlecht ausschlaggebend ist um studieren zu dürfen, wenn tests nicht mehr nachvollziehbar und nach öffentlich zugänglichenn standards ausgewertet werden, dann kann es nur noch bergab gehen

Gast: w1848
15.08.2012 15:20
2 0

Best

Seit Jahren belegt die schweizerische ETH Zürich den besten kontinentaleuropäischen Platz mit riesigem Abstand zu den anderen Kontinentaleuropa Unis.
In der Wettbewerbsfähigkeit liegt die Schweiz auch meist unter den ersten drei Ländern.
Trotz gewaltiger Aufwertung des CHF (verursacht durch die Euro-Krise) wächst die Schweiz stärker als die Euro-Länder und hat eine Arbeitslosigkeit von unter 3 % (Vollbeschäftigung) und kaum nennenswerte Schulden dies alles bei ausgebautem Sozialsystem und hoher Lebensqualität.
Es deshalb klar, dass überdurchschnittliche Studenten und hervorrgend ausgebildete Menschen in Massen in die Schweiz strömen um am Erfolg teilzuhaben.
Einiges scheint die Schweiz doch besser zu machen als andere....

Re: Best

Die Schweizer sind zwar Geldwaescher aber kein Kriecher!
Österreich kriecht sofort einem anderen in den Hintern, wenn es etwas brenzlich wird. Das ist der Unterschied!

Antworten Antworten Gast: w1848
15.08.2012 15:55
2 1

Re: Re: Best

Die Leistungen der Schweiz hat nichts mit dem hochgespielten Thema "Geldwäscherei" zu tun. Die Schweiz hat eines der schärfsten Geldwäschegesetze Europas. Das ist eben der Unterschied Dr. House, sie plappern nach was neidische Deutsche Sozis verkünden, die Schweizer arbeiten, forschen und treiben voran. Warum müssen sich AUT und D immer mehr mit den Erfolglosen vergleichen, weil sie ander Spitze nie und nimmer mithalten können. (Zieht mal die boomenden Klimakillerkarrossen der Deutschen ab, dann ist nicht mehr viel da)

Re: Re: Re: Best

ha - ha - der gesamte Reichtum der Schweiz basiert auf ihrer Tresormentylität - und sie sind Geldwäscher - und und sie leben gut davon, dass alle Mächtigen auf Erden dort seit Jahrhunderten ihr Geld verstecken.

Re: Re: Re: Re: Best

ha - ha - so einfach, dumm und populistisch kann das nur ein Gewerkschafter erklaeren...

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nada nuevo en una republica bananera!


Antworten Gast: kannauchspanisch
15.08.2012 22:43
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Re: nada nuevo en una republica bananera!

tu tienes que ser austriaco - o porque tu piteas?

Österreichs Hochschulen weiter auf den hinteren Plätzen.

Wen wunderts ?

Wenn man sich ansieht, wer heute dank permanenter linker Nivellierung des Bildungsniveaus nach unten seit den 70ern alles auf die Uni darf, niemanden.

Statt begabter, motivierter Menschen sitzen dort jetzt sektiererische Politmarionetten, vorwiegend aus dem linksgrünen Spektrum, die statt zu studieren lieber besetzen, randalieren, zerstören und den Bildungsbetrieb lahmlegen und damit den paar noch verbliebenen ernsthaften Studenten das Leben auch noch schwer machen.

Hauptsache, man profiliert sich. Aber natürlich, wie immer beiLinken, nur auf Kosten Anderer...

Re: Österreichs Hochschulen weiter auf den hinteren Plätzen.

wir wollen uns aber schon daran erinnern, dass es nicht die Guten und Motivierten waren, die vor der Bildungsoffensive der 70-iger Jahre in den UNIs waren, sondern der grösste Teil der Studierenden waren Kinder der Gesellschaftsschicht, die es sich finanziell leisten konnten

Re: Re: Österreichs Hochschulen weiter auf den hinteren Plätzen.

Wir wollen uns aber auch daran erinnern, dass seit 70er kein oest. Forscher Nobel Prize gewonnen hat... Ich bezweifle den Ausmaß der Öffnung für bildungsfremde Schichten- vergleichen Sie FHs mit der Unis oder mit eliten Ivy League schools- der Unterschied ist sichtbar.

Antworten Antworten Antworten Gast: Gast2
15.08.2012 20:35
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Re: Re: Re: Österreichs Hochschulen weiter auf den hinteren Plätzen.

Der Österreicher Walter Kohn gewann 1998 den Nobelpreis für Chemie.

Re: Re: Re: Re: Österreichs Hochschulen weiter auf den hinteren Plätzen.

Der Walter Kohn wurde zwar in Wien im Jahr 1923 geboren, emigrierte aber in 1940 nach Kanada...
Eine Mehrheit oest. Forscher haben ihre Entdeckungen im angelsächsischen Raum gemacht. Kein Zufall.... man sollte sich ein Beislpiel nehmen.


 
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