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Akademiker flüchten aus Österreich

15.08.2012 | 18:20 |  JULIA NEUHAUSER (Die Presse)

Nicht einmal jeder fünfte Studienabsolvent aus dem Nicht-EU-Raum strebt einen Job in Österreich an. Auch heimische Akademiker suchen häufig das Weite.

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Wien. Für Akademiker scheint Österreich nur bedingt attraktiv zu sein. Nicht nur, dass österreichische Hochschulabsolventen überdurchschnittlich oft das Land verlassen – auch Ausländer, die in Österreich ihr Studium absolvieren, bleiben zumeist nicht hier. Das Resultat: ein doppelter Akademikerschwund.

Besonders drastisch zeigt sich das bei den Uni-Absolventen aus dem Nicht-EU-Ausland. Nicht einmal jeder Fünfte strebt hierzulande einen Job an. Das zeigen die ersten Detailauswertungen zur Rot-Weiß-Rot-Card, die der „Presse“ exklusiv vorliegen. Demnach haben im ersten Jahr nur 222 ausländische Absolventen die Rot-Weiß-Rot-Card beantragt, die den Zugang zum österreichischen Arbeitsmarkt ermöglicht. Eine überraschend geringe Zahl. Zum Vergleich: Allein im Studienjahr 2010/11 haben 1285 Drittstaatsangehörige ein Master- oder Diplomstudium in Österreich abgeschlossen. Dabei sollte gerade die Einführung der Rot-Weiß-Rot-Card am 1.Juli 2011 dem Schwund an ausländischen Jungakademikern entgegenwirken. Das Ziel wurde klar verfehlt. Und das, obwohl der Zugang zum Arbeitsmarkt erheblich erleichtert wurde. Anders als bisher können ausländische Akademiker nach Studienabschluss ein halbes Jahr in Österreich bleiben, um einen Job zu suchen. Bleiben dürfen Absolventen, wenn sie einen Arbeitsplatz auf akademischem Niveau finden, bei dem sie monatlich mindestens 1903,50 Euro brutto verdienen. Vor der Gesetzesänderung lag das Mindestgehalt bei 2520 Euro.

 

„Unfassbare Kriterien“

Von den 222 Anträgen wurden 188positiv bestätigt. Auffallend ist, dass Österreich für manche Nationalitäten attraktiver zu sein scheint als für andere. 61 der 188 Besitzer einer Rot-Weiß-Rot-Card sind Bosnier. Die zweitgrößte Gruppe stellen chinesische Staatsbürger dar – an sie gehen 17 Rot-Weiß-Rot-Karten. An Russen, Inder und Türken jeweils elf.

Dass Absolventen nur wenige Anträge stellten, führt Margit Kreuzhuber, Beauftragte für Migration und Integration der Wirtschaftskammer Österreich, auf ein „starkes Kommunikationsproblem“ zurück. Bislang schien sich niemand wirklich zuständig zu fühlen, die Betroffenen über die Neuregelungen zu informieren. Die Österreichische Hochschülerschaft (ÖH) sieht das anders: Schuld seien „die unfassbar anspruchsvollen Kriterien“, die Studienabsolventen erfüllen müssen, um eine Rot-Weiß-Rot-Card zu erhalten.

Ein Manko hat die Rot-Weiß-Rot-Card tatsächlich: Erteilt wird sie nur an Master- und Diplomabsolventen. Ein Bachelor ist zu wenig. Der erleichterte Zugang zum Arbeitsmarkt blieb den 681 ausländischen Bachelorabsolventen im Studienjahr 2010/11 daher verwehrt. Die Wirtschaftskammer fordert eine Änderung des Gesetzes.

Ausländische Studienabsolventen im Land zu halten, wäre vor allem aus volkswirtschaftlicher Sicht wichtig. Immerhin werden sie großteils auf Kosten der österreichischen Steuerzahler ausgebildet. Die Zahl der ausländischen Studierenden ist außerdem nicht unerheblich: Im Studienjahr 2010/11 waren es insgesamt 77.827. Rund zwei Drittel davon sind EU-Bürger. Genaue Zahlen, wie viele von diesen nach dem Studienabschluss im Land bleiben, gibt es nicht. Nur so viel: Eine kürzlich veröffentlichte Studie, welche die Attraktivität von Wien als Wissenschaftsstandort untersuchte, kam zum Schluss, dass die „Verbleibe-Attraktivität“ in Österreich im Vergleich zu anderen Ländern gering ist.

 

5000 Österreicher gehen verloren

Doch nicht nur ausländische Studierende suchen nach Studienabschluss häufig das Weite. Insgesamt verlassen jährlich fast 20.000 Österreicher ihre Heimat. Zurück kehren nur rund 15.000. Österreich verliert so jährlich rund 5000 Bürger ans Ausland. Anders als gemeinhin angenommen, sind es nicht eingebürgerte Gastarbeiter, die zurück in die Heimat gehen. „Abwanderer sind überwiegend jung und hoch qualifiziert“, sagt Heinz Fassmann, Migrationsexperte und Vizerektor der Uni Wien. Seinen Beobachtungen zufolge haben rund 68 Prozent der österreichischen Auswanderer zumindest Matura oder einen Hochschulabschluss. Genaue Zahlen fehlen aber auch hier. „Auf die Abwanderung wird kein statistisches Auge geworfen“, sagt Fassmann. Ein Fehler, denn Österreich leide schon lange an einem „Braindrain“.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 16.08.2012)

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535 Kommentare
 
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Gast: Philipp
19.08.2012 17:41
2 0

Kein Wunder

Leistungswillige und Menschen die nach einer großen Karriere streben, haben in Österreich nichts verloren!
Wer mehr verdient, muss mehr Steuern zahlen, muss mehr für gewisse Leistungen (z.B. Kur, Kindergarten...) und kann zu guter Letzt sein Erbe auch nochmal besteuern!
Wer hat da bitte noch lust hart zu arbeiten?

Wem wundert es....

solange vorbestrafte bei uns im Parlament sitzen dürfen. Gute Leute brauchen eben andere Rahmenbedingungen.

Re: Wem wundert es....

nicht zu vergessen: polizisten, die kinderpornografie konsumieren, bleiben polizisten. freunde und helfer, alles klar?

Gast: Hönigl F
18.08.2012 09:17
6 0

Rot

Braucht keine Akademiker, sondern bildungsfernes Stimmvieh, denn zahlen im Staat müssen die "Reichen".

Gast: Gerd Franke
17.08.2012 19:57
1 0

Richtig,

so hat Stronachs Forderung gelautet.

Gast: klaus3
17.08.2012 19:54
4 0

Kein

Wunder wenn nicht einmal der österreichische Staat seinen Angestellten, Lehrern etc. ein anständiges Gehalt zahlt. Armes Österreich.

Gast: Hat nicht
17.08.2012 15:11
0 4

der Stronach

gefordert, mehr Facharbeiter und weniger Studierte auszubilden? Ja, hat er! Und was will er damit wohl bezwecken? Ah, er benötigt Arbeitstiere und keine Massen von Planern, die eine Konferenz auf die nächste folgen lassen, damit sie ihr Zeitpensum ausfüllen können.

Gast: Acheron
17.08.2012 12:32
7 0

lang bekanntes Problem...

Wie hier in den Kommentaren schon mehrmals erwähnt wurde, ist es einerseits notwendig als Wissenschaftler das Land zu verlassen. Jedoch sehe ich keinen Grund die Gesetzliche Grundlage hierfür abzuschaffen - in der Forschung ist dies generell International so und Teil einer jeden akademischen Karriere.

Anderseits bietet Österreich beinahe keine Anreize um zurückzukehren. Mal abgesehen von einem phenomenalem Gehaltsverlust fehlt es an Möglichkeiten, an Projekten und an vor allem an einem generell produktivem Umfeld für Wissenschaft.

Zu guter letzt ist man als junger Mensch mit hervorragender akademischer Ausbildung in Österreich einfach beinahe nicht vermittelbar. Ich mache nicht nur die Politik für den braindrain verantwortlich, sondern vorallem auch die Wirtschaft.

Ist man unter 30, und man hat nicht 35 Jahre Arbeitserfahrung, spricht keine 7 Sprachen, hat Kontakte im Ausland, will nicht 80h die Woche für das Gehalt eines Lehrlings arbeiten und ist mit ner Woche Urlaub nicht zu frieden,
ist man seit Jahren in Österreich NICHT VERMITTELBAR.

Sicher, dies is eine Übertreibung, aber leider eben keine masslose. Österreichische Unternehmen sind mit Schuld an der Situation, und leiden gemeinsam mit der Politik am Braindrain - die falschen Leute haben Schlüsselpositionen, weil alle intelligenten und besser qualifizierten Menschen längst das sinke Schiff Österreich verlassen haben.


Antworten Gast: Komisch, dass sie dieses
17.08.2012 14:01
0 4

Thema so verteidigen, weil Sie offenesichtlich

weder einen Uniabschluss noch Abitur haben. Und in Österreich geblieben sind Sie vermutlich auch.

Hier im Blog fällt mir besonders stark auf, dass gerade die Sachen zu verteidigen versuchen, die sie selbst nicht erfüllen. Ist halt wie in der Politik oder vielleicht generell überall, man probiert sich besser darzustellen als man ist. Die Tragik daran ist, dass man für andere Leser, auch als angemeldeter Blogger, anonym bleibt und sich deswegen gar nicht besserstellen kann, außer vor sich selbst, was in der psychologischen Lehre auch immer wieder als Hauptmotiv für viele Handlungen dargestellt wird. Psychologen denken darüber wie folgt: "So krank ist nur der Mensch und zwar alle Einzeltiere davon!" Sie haben richtig gelesen: Für Psychologen ist der Mensch generell krank und unheilbar. Aber man verdient halt sein Geld damit, was früher einmal reine Neugier gewesen ist und uns seitdem immer stärker enttäuscht hat. Die Kenntnis der Menschlichen Psyche führt auch bei Fachleuten zu Resignation und zu übelstem Unmut, weil wir erkennen müssen, dass sich unmöglich etwas zum Besten wenden kann – nicht kann wohlgemerkt. Aber: Rot klicken könnte vielen helfen – zur Selbstbestätigung der eigenen Dämlichkeit oder Krankheit. Das ist auch der Grund dafür, sich nicht anzumelden, weil man dieser Krankheit nicht erliegen kann. Selbstschutz dagegen, dass man auf sich selbst und die eigenen Unzulänglichkeiten reinfällt.

Antworten Antworten Gast: Finsy
17.08.2012 20:25
0 0

Re: Thema so verteidigen, weil Sie offenesichtlich

.... noch mach man in österreich eine matura und kein abitur, auch wenn dies bei unseren kolonialherren so genannt wird, aber sowie die FPÖ an der macht ist wird dies sicher gleich von graf und konsorten umbenannt.

Antworten Antworten Gast: Besser:
17.08.2012 14:24
0 0

"… gerade die Leute jene Sachen …"

Sonst ist es nicht verständlich!

Wenn man die Besten der Besten will, muss man

vielleicht auch ein bisschen etwas zahlen.

Antworten Gast: biserl
18.08.2012 18:44
2 0

Re: Wenn man die Besten der Besten will, muss man

Nun ja, alle unsere Politiker sind stolz das die Einkommensunterschiede besonders effektiv in Österreich umverteilt werden.

Sorry, hier bleiben nur die, die irgendwelche tiefe Wurzeln haben, bzw. apathisch sind.

Gast: Kibietz
17.08.2012 06:23
0 13

Soso, Sich hier an der Uni ausbilden lassen und dann gleich ins Ausland verschwinden

Das darf man nicht zulassen, D.h. Beschäftigungsverpflichtung für ca. 20 Jahre in Österreich, begrenzt auf wichtige Studienrichtungen, zB Forschung und Medizin.

Schliesslich wird ja keiner gezwungen in Österreich (gratis) zu studieren wer es dennoch tut sollte auch bereit sein längerfristig hier zu arbeiten.

Antworten Gast: Auslandsakademiker
18.08.2012 11:29
4 0

Re: Soso, Sich hier an der Uni ausbilden lassen und dann gleich ins Ausland verschwinden

..."zB Forschung und Medizin"...

Wissen Sie warum Österreicher ins Ausland gehen? Nicht wegen der Politiker, der Gehälter oder was auch immer.

Sondern wegen unsagbar dummer Mitmenschen in AT...

Antworten Gast: Karl Huber
18.08.2012 09:53
2 0

Re: Soso, Sich hier an der Uni ausbilden lassen und dann gleich ins Ausland verschwinden

So sinds halt die Genossen. Wenns die nicht freiwillig machen werdens per Gesetz dazu gezwungen. Natürlich mit saftigen Strafen verbunden.
Vielleicht auch noch eine Steuer oben drauf?

Wie ich immer sage. Faschismus war immer Links und das hat sich nie geändert.

Antworten Gast: Ggrufti
17.08.2012 13:44
1 0

Re: Soso, Sich hier an der Uni ausbilden lassen und dann gleich ins Ausland verschwinden

Lieber Kibietz!
Wenn man eine Beschaeftigungspflicht verlangt, dann muessen aber auch die entsprechend qualifizierten Arbeitsmoeglichkeiten vorhanden sein. Das ist beispielsweise in der Forschung nicht der Fall. Bliebe nur eine 20 jaehrige Taetigkeit als Strassenkehrer. Finden Sie das nuetzlich?

3 0

Na das ist ja mal ein richtig gute Idee.

Und wenn man als Akademiker auf Urlaub fahren will muß man vorher eine Ausreisegenehmigung beantragen und mindestens 10 Jahresgehälter als Pfand hinterlegen. Wenn man dennoch nicht mehr zurückkommt dann ergeht ein internationaler Haftbefehl wegen Republikflucht. Oder man könnte die Familie daheim in 'Schutzhaft' nehmen.

In etwa so könnte man wohl ihre Beschäftigungsverpflichtung praktisch umsetzen. Honecker wäre stolz auf sie.

3 0

Re: Soso, Sich hier an der Uni ausbilden lassen und dann gleich ins Ausland verschwinden

leute im land halten, die weg wollen? wo sind wir denn, in nordkorea?
der standort österreich steht im wettbewerb, wenn man andernorts besser aufgehoben ist, warum sollte man bleiben?
hier wird uns vorgegaukelt, man müsse quasi knapp 50% Lst berappen, weil man ja auch keine amerikanischen verhältnisse will in den spitälern will.
dass bei uns die fettesten aber in den SV drinnen sitzen, samt chauffeur etc. wird gerne verschwiegen.

Antworten Antworten Gast: Amerikanische Verhältnisse
18.08.2012 18:50
1 0

Re: Re: Soso, Sich hier an der Uni ausbilden lassen und dann gleich ins Ausland verschwinden

Nun ja, das Problem sind nicht die amerikanischen Verhältnisse in Spitälern, die nehme ich jeden Tag. Das Problem ist das die SV ein bürokratischer Moloch ist, ...

Kontrollarzt bei der Krankenstandkontrolle:
"Wieso haben sie den das MR nicht gleich am Anfang beantragt?"

Krankengeldempfänger: "Nun ja, meine Ärzte meinten es muss sein, aber ohne die verschiedenen Probetherapien würde die Kassa das eh nicht bewilligen."

Kontrollarzt: (murmelnd) "Das stimmt" Jetzt nehmens mal die Infusionen, und in 4 Wochen kommens mit dem MR Formular wieder.

Statt also einen 300Euronen Befund zu erheben, zahlt die GKK lieber über 4 Monate Krankengeld (vielleicht wirds besser). Welche Verschwendung, ganz abgesehen von den unmenschlichen Schmerzen mit denen der Krankengeldempfänger lebt ;)

Antworten Gast: Gast2
17.08.2012 08:47
2 0

Re: Soso, Sich hier an der Uni ausbilden lassen und dann gleich ins Ausland verschwinden

Es gibt in Österreich keine ordentlich bezahlten hochqualfizierten Jobs.
In der EU gilt freier Personenverkehr.
Wenn die österr. Firmen zum Teil weniger als die Hälfte (!) bieten, als das benachbarte Ausland, dann ist selbstverständlich, dass ein Großteil eben auswandert.

Abgesehen von diesen Positionen in der Privatwirtschaft gitl noch: IN DER WISSENSCHAFT IST in allen Jobs ein AUSWANDERN sogar VERPFLICHTEND, weil Sie nach 6 Projektjahren keinen akademischen Job mehr in irgendeinem wissenschaftlichen Projekt in Österreich annehmen dürfen. Das sieht das Gesetz so vor.

Wenden Sie sich also nicht an die akademischen Auswanderer, sondern an die Politik, die diesen Schlamassel ganz bewusst verursacht hat.

Antworten Antworten Gast: Kibietz
17.08.2012 10:05
0 4

Re: Re: Soso, Sich hier an der Uni ausbilden lassen und dann gleich ins Ausland verschwinden

an die Politik wende ich mich ja. Sie soll derart sinnlose Beschränkungen abbauen und dennoch eine Gruppe von Akademikern verpflichten im Land zu bleiben wenn sie hier studiert haben.

Mir ist schon klar das im EU-Raum normalerweise der freie Personenverkehr gilt. Doch diese und auch andere EU-Regeln/Richtlinien (zB der freie Warenverkehr) wird von einigen Eu Staaten (auch Österreich) nicht beachtet also warum sollte man es dann bei Uni-Absolventen tun? Vorallem wenn sie sich auch noch auf des Steuerzahlers Kosten ausbilden lassen.
Da wäre es nur fair wenn sie dann Ihr hier (gratis) erworbenes Know-How den österreichischen Volk zur Verfügung stellen.

Schliesslich wird ja niemand gezwungen in Österreich zu studieren.


Antworten Antworten Antworten Gast: biserl
18.08.2012 18:58
2 0

Re: Re: Re: Soso, Sich hier an der Uni ausbilden lassen und dann gleich ins Ausland verschwinden

Nun ja, der freie "Personenverkehr" ist in der EU eine sehr kritische Sache, und wenn es nur zu Andeutungen irgendwelcher Beschränkungen kommt hagelt es Urteile.

Aber die Ausreise beschränken haben eigentlich nur Länder die nicht lebenswert sind, wie Diktaturen, kommunistische Mangelwirtschaften, etc. nötig.

Ich nehme mal an, dann gibts auch noch eine "Österreich Mauer" an der Schussbefehl gilt?

Fakt ist, das in meinem Berufsfeld, der österreichische Kollektivvertrag endet wo die deutschen Einstiegsgehälter anfangen. Anders formuliert, in DE, bei sehr vergleichbaren Lebenshaltungskosten, wenn nicht niedrigeren, kann ich locker 2x mehr verdienen. Und geniesse dabei Kündigungsschutz. Und wenn ich es als Freiberufler mache, und auf den Kündigungsschutz verzichte sind 4x drin.

Über die Schweiz möchte ich hier gar nicht reden, die schätzen nämlich Fachpersonal wirklich, nicht so wie in Österreich, wo ein Oberarzt mit mehreren Jahrzehnten Berufserfahrung vielleicht 3K BRUTTO nachhause schleppt, ...

Antworten Antworten Antworten Gast: gastarzt
17.08.2012 11:29
3 0

Re: Re: Re: Soso, Sich hier an der Uni ausbilden lassen und dann gleich ins Ausland verschwinden

dir ist hoffentlich klar dass auch studenten zur gruppe der vielzitierten steuerzahler gehören oder?

ich kann nur über den fachbereich medizin sprechen. ich kann über die mickrige bezahlung noch hinwegsehen aber über die fehlende wertschätzung und unmenschliche arbeitszeiten die jedes familienleben unmöglich machen nicht.

und deswegen geh ich ebenfalls.

DER Fehler schwarz-blau-oranges

Diese Fakten sind DER Fehler der Schüssel-Regierungen. Diese Regierungen haben es mithilfe irrsinniger Ausländerabwehrgesetze geschafft, dass bestens Qualifizierte einen weiten Bogen um unser Land machen, während gleichzeitig Horden von nicht-ausgebildeten anatolischen Ziegenhirten per Familienzusammenführung (in der Türkei gehört auch die Cousine zur Familie...) in unser Sozialsystem eingeschleust werden.
Viel anders hätte es Rot-Grün auch nicht gemacht!!!

Re: DER Fehler schwarz-blau-oranges

richtig, Österreich ist unter blau-schwarzem Schüssel zu einem fremdenfeindlichen Land geworden. Warum auch sollten sich kluge Fremde diese Niedertracht antun ?

 
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