Uni-Ranking: Österreichs Stärke ist Naturwissenschaft

16.08.2012 | 14:02 |   (DiePresse.com)

Im Shanghai-Ranking landet die Uni Wien im Fach Mathematik auf den Rängen 51 bis 75. Auch in Physik, Pharmazie und Medizin gibt es gute Platzierungen.

Drucken Versenden
 
A A A
Schriftgröße
Kommentieren

Mehr zum Thema:

Bei der Gesamtwertung des "Shanghai Academic Ranking of World Universities" konnten österreichische Unis auch heuer großteils nur die hinteren Plätze der Top 500 belegen. Bei den zusätzlich erstellten Auswertungen nach Fächern bzw. Fächergruppen zeigen sich allerdings auch einige Stärken heimischer Hochschulen: So konnte die Uni Wien im Fach Mathematik auf den Rängen 51 bis 75 landen. In Physik schafften es die Unis Wien und Innsbruck auf die Plätze 101-150, in der Fächergruppe Medizin und Pharmazie landeten die Medizin-Unis Wien, Graz und Innsbruck ebenfalls in diesem Platz-Bereich. Die Uni Wien kam außerdem in den Sozialwissenschaften in die Ränge 151-200.

Mehr zum Thema:

Keinen Platz unter den Top 200 gibt es für heimische Unis in der Fächergruppe Technik, Ingenieurs- und Computerwissenschaften bzw. der Fächergruppe Technik, Ingenieurs- und Computerwissenschaften. Allerdings schaffte es die Technische Universität (TU) Wien im Fach Computerwissenschaften auf die Ränge 101-150 und die Uni Wien auf die Plätze 151-200. Die TU Graz schaffte es nicht in die Wertung. Die TU Graz schaffte es nicht in die Wertung. Ebenfalls keinen Platz unter den Top 200 gab es für österreichische Hochschulen im Bereich Chemie, in der Fächergruppe Lebens- und Agrarwissenschaften und in den Wirtschaftswissenschaften.

Insgesamt werden die Wertungen nach Fächergruppen wie auch das Gesamtranking, das den Fokus auf Forschung in Technik und Naturwissenschaften legt, von US-Unis dominiert: So landete etwa in Naturwissenschaften und Mathematik Harvard vor Berkeley und Princeton an der Spitze. Beste europäische Uni ist Cambridge (Platz fünf), beste deutschsprachige die ETH Zürich (Rang acht). Im Bereich Technik, Ingenieurs- und Computerwissenschaften eroberte das Massachusetts Institute of Technology (MIT) Rang eins vor Stanford und Berkeley. Die erste europäische Uni findet sich mit Cambridge auf Rang 15, die erste deutschsprachige mit der ETH Zürich auf Rang 39.

In den Lebens- und Agrarwissenschaften liegt Harvard vor dem MIT und der University of California. Oxford (Rang 14) und Uni Zürich (Rang 25) sind die beste europäische bzw. deutschsprachige Uni. In Medizin und Pharmazie ist ebenfalls Harvard an der Spitze, gefolgt von der University of California und der University of Washington. Cambridge liegt auf Rang acht, die Uni Zürich als beste deutschsprachige Hochschule auf Rang 35. In der Fächergruppe Sozialwissenschaften rangiert Harvard vor der University of Chicago und Berkeley. Beste europäische Uni ist die London School of Economics (Rang 16), beste deutschsprachige die ETH Zürich (Ränge 101-150).

(APA)

 
Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Lesen Sie hier weiter zum Thema:

9 Kommentare
insigma
19.08.2012 12:58
0

jaja, die stärke...

und kein ösi beim curiosity projekt:

http://www2.frog-blog.ch/digital-lifestyle/nasa-7-minutes-of-terror


Gast: NPT
17.08.2012 10:24
1

:(

Abgesehen von der Unsinnigkeit und Subjektivität solcher "Rankings":
Österreich hat fü ALLE Unis ein Budget von ca 2,7 Mill.€
Harvard hat ein Vermögen von ca 27 Mill. $ und ein Jahresbudget von 3,7 Mill. $, die anderen Unis in den vorderen Rängen stehen ungefähr gleich gut da!
Zu behaupten, dass mehr Geld keine Verbesserung der Situation brächte ist ein Unsinn. Allein schon die Entlohnung an unseren Universitäten ist gemessen auch am europäischen Ausland ein Witz - unter Anderem auch daher die Akademikerflucht. Wenn man Lehrstuhlbesetzungen mit erstklassigen Leuten durchführen will, muss man Geld in die Hand nehmen und die Institute entsprechend ausrüsten- ansonsten bekommt man eben nur die "fünfte Garnitur"!

Antworten Gast: Cell-2012
17.08.2012 11:48
2

Re: :(

Richtig ist, dass das Entlohnungsniveau für Professoren (von Assistenten ganz zu schweigen) an österreichischen Universität mittlerweile lächerlich niedrig ist. Wir bewegen uns am Subsistenzniveau. Wobei es Unterschiede gibt: besonders tief sind die Abschlüssen an der Uni IBK.
Aber es gibt einen Überhang an Habilitierten. Ein Jungwissenschaftler kann froh sein, wenn er überhaupt eine Stelle bekommt. Und das nutzen die Universitäten aus.

Problematisch ist aber eher, welche Professoren genommen werden. Da die Auswahl lokal erfolgt, besteht eine starke Tendenz, die jeweils Schwächsten auszuwählen, damit die Untätigkeit/Unfähigkeit der Amtsinhaber nicht auffällt. Mehr Mittel würden überhaupt nichts bringen.
Eine wirkliche Leistungskontrolle besteht weder vor der Berufung noch nachher. Seien wir doch ehrlich...

Gast: Euros
17.08.2012 06:50
0

falsche Politik

Dass die Uni Wien seit 2003 von Platz 83 auf Platz 150-200 zurückgefallen ist wird in diesem Artikel nicht erwähnt. Ein klares Zeichen, dass es keinen politischen Willen gibt in die Bildung mehr zu investieren. Wenn nicht in dem wissenschaftlichen Nachwuchs investiert wird, dann wird Österreich weiter abrutschen und dann werden die cleveren im Ausland studieren und dort bleiben. Wenn Österreich als 6-10 reichstes Land der Welt keinen besseren Platz erzielt, dann kann es nur an falschen Politik liegen. Aus meiner Sicht ein klare Ansage mehr in die heimische Wissenschaft zu investieren.

Antworten Gast: Illusions
17.08.2012 08:47
3

Illusionen

Zu glauben, mehr Geld könne etwas verbessern, ist eine Illusion. Eher noch kann Darabos mit ein paar Millionen einen Olympiasieger hervorbringen als Töchterle mit dem selben Betrag einen Nobelpreisträger.

Das gesamte österreichische Universitätssystem ist völlig morsch. Universitäten werden geführt wie ein k.u.k-Hof. Wer eine Professur innehat (wie immer er dazu gekommen ist), glaubt, er brauche nichts mehr zu tun. Die einzige Aufgabe sieht er/sie darin, fähigen Nachwuchs zu verhindern. Und so sehen dann auch die Habilitationen und Berufungen an österreichischen Unis aus.

Wer das Zeug zu einem Nobelpreisträger hat, der wandert am besten gleich aus. In Österreich wird er nur bekämpft und behindert.

Die zusätzlichen Millionen landen in den Taschen von Gremien-Wichtigtuern, die sich möglichst viele unfähige Mitarbeiter halten wollen.

Gast: gast___
16.08.2012 21:29
1

leider nicht ganz richtig

...die ETH Lausanne ist aber nicht deutschsprachig, sondern französischsprachig...

Antworten Helvetier
17.08.2012 14:15
0

Re: leider nicht ganz richtig

Liebe Radaktion. Kollege "gast" erwähnt es ganz richtig: Falls die EPFL gemeint sein sollte, wäre dies zu korrigieren. Vielleicht wurde jedoch die ETH (Zürich) gemeint?

summit
16.08.2012 14:44
0

wie..

wärs mal mit... "we suck, this is a plan to get to the top?"

summit
16.08.2012 14:43
2

what?

Das sind "gute" platzierungen/ stärken? ?!? Kein wunder dass Ö steht wo es steht mit der einstellung...

JobNavi3
  • Jobsuche




    >> zur Detailsuche

Mehr Bildung-Jobs auf Karriere.DiePresse.com »

AnmeldenAnmelden