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Neue Inskriptionsfrist: Bisher geringe Anmeldezahlen

20.08.2012 | 14:01 |   (DiePresse.com)

Studienanfänger können sich bis 5. September anmelden. Bisher wurde erst ein Viertel bis die Hälfte der Vorjahreszahlen erreicht.

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Zweieinhalb Wochen haben Studienanfänger noch Zeit, um sich an einer österreichischen Uni für ein Studium anzumelden. Die neue Inskriptionsfrist, die österreichweit mit 5. September endet, ersetzt die Online-Voranmeldung vom Vorjahr. Die neuen Studenten lassen sich aber offenbar Zeit. Am Montag wurden je nach Uni erst ein Viertel bis die Hälfte der sonst üblichen Anmeldezahlen erreicht. Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle (ÖVP) geht dennoch davon aus, dass in etwa gleich viele Personen wie im Vorjahr ein Studium beginnen werden.

An der Universität Wien haben sich bisher in etwa 7.000 Studienanfänger angemeldet - im Vorjahr waren es am Ende der (alten) Frist insgesamt rund 14.000, hieß es am Montag bei einem Lokalaugenschein Töchterles mit Rektor Heinz Engl. Laut "Kurier" (Montag-Ausgabe) haben sich an anderen Unis erst ein Viertel oder ein Drittel der erwarteten Studienanfänger inskribiert.

Inskription neu
Studienanfänger können sich heuer bis 5. September anmelden. Ausnahmen von der Frist gelten etwa für Studien mit Aufnahmeverfahren bzw. für bei diesen Verfahren gescheiterte Studenten, Zivil- und Präsenzdiener, "Nachmaturanten" sowie bei einem Scheitern in der Studieneingangsphase. In diesen Fällen kann noch bis Ende November inskribiert werden. Auch bereits inskribierte Studenten, die ihr Studium fortsetzen oder etwa vom Bachelor- ins Masterstudium wechseln, haben noch bis Ende November Zeit.

Tendenz zu späterer Anmeldung

Einen Studentenschwund erwartet Töchterle nicht: "Es ist üblich, dass man sich eher gegen Ende der Frist anmeldet", so der Minister. Die heurige Änderung bei der Zulassungsfrist, die die Inskription in die Sommermonate verlagert hat, werde diese Tendenz verstärken. Es könne aber sein, dass es in manchen Fächern weniger Studenten geben werde - dies habe aber mit den Auswirkungen der "Massenuni" zu tun und nicht mit neuen Fristen.

Auch an der Uni Wien erwartet man den großen Ansturm an Studienanfängern erst in den kommenden Tagen. Dafür werde bei Bedarf auch die Studienabteilung länger geöffnet, so Engl. Innerhalb des gesetzlichen Rahmens werde man bei der Zulassung großzügig sein. Die Regelung mit dem frühen Inskriptionsende habe aber durchaus ihren Sinn: Wenn die Uni bereits Anfang September wisse, wie viele Studienfänger es gebe, könne man etwa zusätzliche Gruppen einrichten oder die Raumsituation gegebenenfalls anpassen.

Holschuld der Studienanfänger

Für die rechtzeitige Inskription seien jedenfalls auch die Studenten verantwortlich, betonte Minister Töchterle. Einerseits gebe es eine "Bringschuld an Informationen, die ich auch eingelöst habe", verwies der Minister auf Infomaterial an den Schulen und für Präsenzdiener sowie Internetangebote. "Wer ein Studium beginnt, hat aber auch eine Holschuld."

(APA)

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15 Kommentare
Gast: die Verwunderung
04.09.2012 02:41
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ein seltsames Spiel

Erst "beschwert" sich die Politik und andere Bildungsgegner darüber, dass es so viele Studenten gibt, aber viel zu wenig Geld.

Jetzt inskripiert nur die Hälfte der gewohnten Studentenzahl und plötzlich heißt es: "Die erfüllen ihre Holschuld nicht."

Seien wir froh, jetzt kosten uns die Studenten viel weniger und wir werden merken, dass plötzlich viel mehr Geld für alle da ist!

jaja...

aha

schaut aus wie ein billiger trick um die studentenzahl zu drücken...

der töchterle wird immer peinlicher... das ist ganz bestimmt eine nachhaltige lösung... vielleicht gibts ja in irgendeinem ams-kurs ähnliche managementtalente...

wieso muss österreichische politik eigentlich immer so peinlich sein...

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Re: aha

Prinzipiell kann ich das Argument der besseren Planbarkeit für die Universitäten nachvollziehen.
Wer ein Studium beginnt sollte außerdem in der Lage sein, sich rechtzeitig über Inskriptionsfristen zu informieren.
Ich bin wirklich kein Fan von Töchterle - aber hier einen Skandal zu wittern halte ich für übertrieben.

Re: Re: aha

skandal ist das wirklich nicht... aber durchschaubar... vielleicht will der herr minister eine "schöne" statistik für den nächsten wahlkampf...

was aus dem vorschusslorbeer geworden ist, mit dem der töchterle so gefeiert wurde, bzw. wann dieser eingelöst wird, ist mir ein rätsel...

Sollte von einem....

..zukünftigen Akademiker ja nicht zuviel verlangt sein, oder? Wer diese Aufgabe in 2 Monaten nicht erledigen kann, für den werden auch 3 oder 4 Monate nicht reichen.

Gast: geh anders
21.08.2012 10:00
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?

was ist eine holschuld? etwas mit "ehre"? für zukünftige "BILDUNGSELITEN". ihh

Gast: geh anders
21.08.2012 10:00
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?

was ist eine holschuld? etwas mit "ehre"? für zukünftige "BILDUNGSELITEN". ihh

Gast: geh anders
21.08.2012 09:58
0 0

wegfallen des studienzweigs?

kein aufnahmetest in PuBLIZISTIK!

geschickter schachzug, respekt!

wird sicher dazu beitragen, dass in dem einen oder anderen hörsaal wieder platz zum sitzen entsteht. blöd nur für studenten, die sich darauf verlassen, dass alles läuft wie bisher. a bissal fies eigentlich, aber eh wurscht, die statistik wirds freuen.

Gast: johannes5
20.08.2012 16:41
0 0

"Wer ein Studium beginnt, hat aber auch eine Holschuld."

auch wenn es jetzt aus dem zusammenhang gerissen ist, aber ich finde eine solche sprache im zusammenhang mit menschen, die sich für einige jahre intensiv mit einem fach auseinander setzen, nicht angebracht. machen sich hier studenten schuldig, nur weil sie studieren?

Re: "Wer ein Studium beginnt, hat aber auch eine Holschuld."

aber genau da liegt ein Problem im UNI-System - Studierende haben eine Holschuld gegenüber ihrer Universität und sich auch gewisser Verbindlichkeiten bewusst sein - unverbindlich studieren ist nicht !

Re: "Wer ein Studium beginnt, hat aber auch eine Holschuld."

aber genau da liegt ein Problem im UNI-System - Studierende haben eine Holschuld gegenüber ihrer Universität und sich auch gewisser Verbindlichkeiten bewusst sein - unverbindlich studieren ist nicht !

Re: "Wer ein Studium beginnt, hat aber auch eine Holschuld."

In diesem Fall hat er aber schon recht: wer studieren möchte, sollte schon fähig sein, sich fristgerecht zu inskribieren.
Für die Fälle, wo es wirklich nicht geht, gibts ja eh die Ausnahmen. Aber beim Studium selbst kann man dann ja auch nicht immer überall zu spät kommen.

Re: "Wer ein Studium beginnt, hat aber auch eine Holschuld."

in unserer neidgesellschaft schon

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Re: Re: "Wer ein Studium beginnt, hat aber auch eine Holschuld."

Wer ein Studium beginnt, sollte genug Verantwortungsbewusstsein und Engagement an den Tag legen, sich rechtzeitig darüber zu informieren.
Das hat doch nichts mit einer Neidgesellschaft zu tun?!

Schlagzeilen Bildung