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Arbeitsbewilligung für Bachelor

21.08.2012 | 17:39 |   (Die Presse)

Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle und Österreichs Rektorenchef Heinrich Schmidinger fordern die Ausweitung der Rot-Weiß-Rot-Card. Der Druck auf Sozialminister Rudolf Hundstorfer steigt.

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Wien/J. N./ETT. Der Rückenwind für eine Ausweitung der Rot-Weiß-Rot-Card wird immer stärker. Nun spricht sich Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle (ÖVP) dafür aus, Bachelorabsolventen eine derartige Arbeitsbewilligung zu erteilen. Die Ausweitung sei ein „logischer Schritt“, für welchen es „zwei gute Argumente gebe“, sagt Töchterle im Gespräch mit der „Presse“.

Punkt eins: Der Bachelor sei der erste akademische Abschluss und als solcher zu behandeln. Dass die Rot-Weiß-Rot-Card bisher nur an Diplom- bzw. Masterabsolventen erteilt werden dürfe, sei „nicht nachvollziehbar“. Punkt zwei: Aus Sicht der Wirtschaft habe eine Ausweitung Sinn. Wenn Betriebe qualifizierte Arbeitskräfte suchen, sei es gut, auf jene zurückzugreifen, die hier ihr Studium absolviert haben und auf Kosten der österreichischen Steuerzahler ausgebildet wurden. Dieser Meinung sei sein Ressort bereits gewesen, als die Rot-Weiß-Rot-Card beschlossen wurde. Schon seine Vorgängerin Beatrix Karl (ÖVP) habe eine Ausweitung auf den Bachelor gefordert, sagt Töchterle.

Derzeit bleibt vielen Studienabsolventen aus dem Nicht-EU-Ausland der Zugang zum Arbeitsmarkt verwehrt. Allein im Studienjahr 2010/11 haben 681 Drittstaatsangehörige ein Bachelorstudium abgeschlossen. Sie konnten trotz Studium in Österreich keine Rot-Weiß-Rot-Card beantragen.

Dass Bachelorabschlüsse bisher nicht berücksichtigt werden, führt Töchterle auf die allgemein zu geringe Akzeptanz des Bachelors zurück. Es brauche Zeit, bis sich der Bachelor durchsetze. Der Gesetzgeber müsse dazu einen Beitrag leisten. Genau das würde man tun, wenn man die Rot-Weiß-Rot-Card auf den Bachelor ausweite.

Sozialminister Rudolf Hundstorfer (SPÖ) ist gegen eine Änderung. Er gerät jetzt nicht nur in der Regierung von ÖVP-Seite zusehends unter Druck. Österreichs Rektorenchef, der Vorsitzende der Universitätskonferenz, Heinrich Schmidinger, versicherte im Gespräch mit der „Presse“, die Unis bemühten sich „nachweislich“, dass auch Bachelors in den Genuss der Rot-Weiß-Rot-Card kämen. Zugleich verwahrte er sich gegen Kritik der Wirtschaftskammer, Unis klärten Absolventen zu wenig auf: Die Universitäten bemühten sich, Studierende ausreichend über die Rot-Weiß-Rot-Card zu informieren.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 22.08.2012)

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60 Kommentare
 
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Re: Hundstorfer stellt sich auch gegen die Forderung der Wiener Wirte, den Kochberuf in die Liste der Mangelberufe zur Rot-Weiß-Rot-Card aufzunehmen...

Ja, so geht das in vielen Berufen. Die Jugendlichen sind idealistisch und lernen einen Beruf, der sie begeistert. Und dann, nach dem Lehrabschluss finden sie keine Stellen oder nur solche mit miesen Arbeitsbedingungen und miesem Gehalt. Kein Wunder, dass die dann abwandern.

ich bin ja mittlerweile dafür,

dass man es ähnlich wie bei einer Pilotensusbildung beim Heer macht.

wer in Österreich ein Studium abschließt bei dem es in der Zukunft wohl zu starker Abwanderung kommt (zB Ärzte, oder in der Wirtschaft) muss sich dazu Verpflichten mindestens zwei Jahre in Österreich fachspezifisch zu arbeiten, ansonsten muss er/sie die Studiumskosten tragen.

Re: ich bin ja mittlerweile dafür,

das ist etwas anderes! der zukünftige arbeitgeber (heer) schließt mit ihnen einen vertrag und wird sie dafür beschäftigen.
wer garantiert einem studenten einen job?

das ist kein kleiner unterschied!

3 0

Re: ich bin ja mittlerweile dafür,

sammeln sie schon Steine der Berliner Mauer?

Re: ich bin ja mittlerweile dafür,

damit würden sie etwas vernünftiges fordern und gleichzeitig alte systeme abschaffen wollen. eines allein ist in österreich schon unmöglich wie sollen da beide sachen auf einmal gelingen?

Re: ich bin ja mittlerweile dafür,

Und Sie schaffen dann für alle Absolventen die Arbeitsplätze oder wie?

Antworten Gast: Vorschlag
20.08.2012 19:57
1 1

Re: ich bin ja mittlerweile dafür,

Man könnte die Studiengebühren bei Tätigkeit im Ausland wie ein Darlehen in zB 120 Monatsraten zurückfordern. Bei der Rückkehr nach Österreich wären die geleisteten Zahlungen steuerlich absetzbar zu machen.

Gast: Nurmalso
20.08.2012 17:52
6 0

Huhn oder Ei

Die Debatte wird vollkommen falsch geführt.
Die Tatsache, dass sich Nicht-EU-Ausländer kostensparend in Östtereich ausbilden lassen hat erstmal nichts mit dem späteren Arbeitsort zu tun. Diese beiden Themen zu verbinden ist zweitrangig. Man sollte sich zunächst erst fragen, ob man Nicht-EU-Ausländer überhaupt auf Kosten der Österreicher ausbilden will.
Dann sollte man sich fragen, welche Nicht-EU-Ausländer man in Österreich aufnehmen möchte und welche Kriterien erfüllt sein müssen.
Dann kann man sich überlegen, ob man ihnen bei tatsächlicher Ansiedlung in Österreich eventuelle Ausbildungskosten für ein Studium an einer österreichischen Schule erlässt.
Das Geld, was man in Studenten aus Drittstaaten steckt, wäre bei der Weiterbildung von Nichtakademikern aus Drittstaaten viel notwendiger und besser ausgegeben, um diese an den österreichischen Arbeitsmarkt heranzuführen.
Und ganz am Schluss darf man sich auch gerne fragen, warum einheimische Akademiker ihr Heil in der Landesflucht suchen...aber ob man dieser Thematik Herr werden kann, ich weiß es nicht.

Gebildete wählen halt nicht die Sozen...


Re: Gebildete wählen halt nicht die Sozen...

…und die dummen wählen die fpö? es gibt nämlich einen zusammenhang zwischen iq und politischen präferenzen.
wenn die fpö an die macht kommt, werden sie sich wundern, wie viele gebildete das weite suchen werden. und dann wird man sich wieder fragen, woran das wohl liegt? sicher wieder an einem system, das vor der zeit der fpö von den "sozen" gebildet wurde… also noch mehr fpö und so weiter und so fort, bis alle dummen in einem land vereint sind und sich gegenseitig auf die schulter klopfen können :)

Antworten Gast: enricio
20.08.2012 17:07
7 1

Re: Gebildete wählen halt nicht die Sozen...

Gebildete begründen ihre Meinungen

"Gebildete begründen ihre Meinungen "...


...."Gebildete" hinterfragen.

Und wenn man die Sozen hinterfragt, ist es unmöglich, diese zu wählen.


Antworten Antworten Antworten Gast: enricio
20.08.2012 18:53
4 3

Re: "Gebildete begründen ihre Meinungen "...

und wer ist dann wählbar?
sagnS jetzt aber nicht die fp

und jeder...


...der einen Wechsel von einer Anwesenheitsliste unterscheiden kann...

....ist für den Hundsdorfer schon gebildet.

Gast: Hundsi
20.08.2012 16:35
7 2

Wähler, Wähler!

Na geh pfui, so "Akademika", des brauch ma ned, gö?

Gast: Halske G
20.08.2012 15:57
15 2

Keine Überraschung

Die Roten lassen Akademiker nach absolviertem Studium in Österreich ziehen, da sie lieber von Analphabeten mit dunklem Teint gewählt werden wollen.

Akademiker sind in der Regel zu gscheit, um diese Versagerpartei zu wählen.

Antworten Gast: asu
20.08.2012 16:13
2 0

Re: Keine Überraschung

wenn jemand aus Ö weg will...wie wollen Sie den aufhalten?

Re: Re: Keine Überraschung

Zum Beispiel mit einem niedrigeren Höchststeuersatz?

Re: Re: Re: Keine Überraschung

Es würde ja schon reichen, wenn es in Österreich interessante Jobangebote gäbe von denen man auch leben kann. Wieviele Arbeitsplätze in der Forschung gibt es denn in Österreich? Wieviele Arbeitsplätze auf den Universitäten? Meist ist es ja das, was die Akademiker anstreben. Man studiert ja nicht, um dann später beim Billa die Regale aufzufüllen oder das Klo im Bahnhof zu putzen.

Antworten Antworten Antworten Gast: auberto
20.08.2012 18:55
1 1

Re: Re: Re: Keine Überraschung

buuuuuuuullshit

Gast: Halske G
20.08.2012 15:56
3 2

Keine Überraschung

Die Roten lassen Akademiker nach absolviertem Studium in Österreich ziehen, da sie lieber von Analphabeten mit dunklem Teint gewählt werden wollen.

Akademiker sind in der Regel zu gscheit, um diese Versagerpartei zu wählen.

Gast: DerPatriot
20.08.2012 15:01
5 1

dem hundi würde ich echt alles glauben.....

was für eine vertrauenswürdige visage :)
das aus dieser kaum was vernünftiges rauskommen kann ist auch klar.

Antworten Gast: der pussy riot
20.08.2012 16:12
3 2

Re: dem hundi würde ich echt alles glauben.....

jaja, der patriot....aber wenn die kurz'sche regelung kommt, dann schreiens wieder auf dass die ausländer uns die arbeit wegnehmen und die fpö alles besser kann..

Antworten Antworten Gast: Eleonora K.
21.08.2012 09:48
2 0

Re: Re: dem hundi würde ich echt alles glauben.....

Ich bin schon dafür, dass man in erster Linie die Österreicher beschäftigt und erst dann auf die rot-weiss-rot-card zurückgreift. Ich sehe im Ausland nirgendwo so viele Menschen tagsüber in Strassencafes sitzen wie in Österreich, ich frage mich immer, wovon die Leute überhaupt leben. Ich arbeite seit fast 50 Jahren und komme mir komisch vor, wenn ich untertags wegen einer Besorgung die Arbeit verlasse. Aber ich gehöre aber zu den sogenannten Leistungsträgern.

2 4

Wie soll das weiter gehen?

Wann gibt's dann die RWR-Card schon für eine Inskriptionsbestätigung?

Gast: Wertheimstein
20.08.2012 14:23
11 3

Wie immer

Kurz denkt, Hundsdorfer nicht.

Antworten Gast: oekonom
20.08.2012 15:09
2 7

Re: Wie immer


ein bakk-studium ist nur etwas besser als eine matura, sonst nix!

es muss schliesslich einen unterschied zwischen doktor/magister und bakk geben.

Re: Re: Wie immer

so ein schwachsinn! "nur etwas besser als matura". das ich nicht lache! ich schätze, dass sie keine ahnung vom bakk haben und das ihr studium bereits lange her ist.

als ich studiert habe ist das niveau, sind die anforderungen, derart gestiegen, dass ein mag. 10 jahre davor leichter als ein bakk. zu erreichen war.

was ich btw komisch finde: es gibt ja zwischen dr. und mag. oft nicht einmal einen unterschied. warum bekommen medizin- und jus-absolventen einen dr., obwohl sie nie geforscht haben und forschung der wesentliche unterschied zum mag. ist?

Re: Re: Wie immer

Wieso hat man den Bachelor dann überhaupt eingeführt? Die Studierenden wollten ihn ohnehin nicht.

Re: Re: Wie immer

so ist es

8 2

Re: Re: Wie immer

Ein Bachelorstudium ist heute an Inhalt dem vorhergegangenen Diplomstudium oft gleichzusetzen. Vielfach wird heute in 6 Semestern gelehrt, wofür es früher 8 Semester bedurfte.

Das Problem ist die sinkende Qualität der LV-Leiter wegen zu großem Studierendenandrang in Massenfächern, Unterfinanzierung bei zu geringen Kapazitäten und verschulte Stundenpläne, die oft keine sinnvolle Nebenbeschäftigung (Job mit thematischem Bezug auf das Studium) zulassen.

Jedem, die in diesem Umfeld sein Studium durchzieht - vor allem an nichtdeutschsprachige - meinen Respekt.

Reden Sie also nicht blöd daher, wenn Sie keine Ahnung haben!

1 0

Re: Re: Re: Wie immer

dafür verdoppeln sich alle Parteien ihr Budget!
IS wahrscheinlich wichtiger als hochschulbudgets.

Re: Re: Re: Wie immer

Das stimmt, man sieht das ganz deutlich, indem man die Curricula vergleicht.

Antworten Antworten Gast: auberto
20.08.2012 16:16
5 1

Re: Re: Wie immer

vermutlich weiß der großteil jener, die hundsdorfers vorschlag in den boden stampfen, gar nicht was ein bachelor ist.

2 0

Re: Re: Re: Wie immer

die Partei hat immer recht.

 
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Schlagzeilen Bildung