„Notfall“: WU will Studien beschränken

21.08.2012 | 18:01 |  Von Theresa Aigner (Die Presse)

In einzelnen Studienrichtungen sind die Anmeldezahlen an der Wirtschaftsuniversität zehnmal so hoch wie die vorhandenen Kapazitäten. Rektor Christoph Badelt setzt die Regierung mittels eines Antrages unter Druck.

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Wien. Der Rektor der Wirtschaftsuniversität Wien (WU), Christoph Badelt, geht einmal mehr auf Konfrontationskurs mit der Regierungspolitik. Er hat, wie am Dienstag bekannt wurde, den sogenannten „Notfallparagrafen“ für seine Uni beantragt – das heißt: Er will die Plätze in den deutschsprachigen Masterstudiengängen beschränken. Obwohl die Anmeldung noch läuft, sind die Anmeldezahlen in einzelnen Masterstudienprogrammen bereits jetzt zehnmal so hoch wie die vorhandenen Kapazitäten. „Das ist eine völlig inakzeptable Situation für die Studierenden“, sagt Badelt im „Presse“-Gespräch.

Das Pikante an Badelts Antrag: Er hat ihn auf Anraten von Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle (ÖVP) gestellt. Dieser versucht damit offenbar durch die Hintertür Druck auf den Koaltitionspartner SPÖ auszuüben. Denn diese hat schon einmal ihre Zustimmung zu einem derartigen Antrag der WU verweigert. Konkret soll es in den sieben deutschsprachigen Masterstudien künftig nur noch 700 Anfängerplätze geben, was laut WU den tatsächlichen Kapazitäten entspricht. Im Wintersemester 2011/12 gab es knapp 1050 Masteranfänger. Die englischsprachigen Masterstudiengänge sind schon jetzt beschränkt.

Der „Notfallparagraf“, der Paragraf 124b des Universitätsgesetzes (UG), sieht vor, dass der Zugang zu bestimmten Studien vorübergehenden beschränkt werden kann. Und zwar dann, wenn aufgrund des Andrangs deutscher Numerus-clausus-Flüchtlinge „unvertretbare Studienbedingungen“ entstehen. Dass dem Antrag stattgegeben wird, scheint allerdings unwahrscheinlich. Denn: Es ist nicht das erste Mal, dass die WU Wien einen derartigen Antrag einbringt. Bereits im Jahr 2009 wollte man damit eine Beschränkung der Bachelorstudienplätze erreichen.

Früherer Antrag an SPÖ gescheitert

Damals ist die geforderte Zugangsregelung allerdings am Widerstand der SPÖ gescheitert – damit der „Notfallparagraf“ zur Anwendung kommt, muss die Bundesregierung dem Antrag zustimmen. Nachdem keine Beschränkung möglich war, die Zahl der Bachelorstudenten aber weit über den tatsächlichen Kapazitäten lag, konnte Badelt damals auf dem Rechtsweg zusätzliche Geldmittel für sein Uni erstreiten: Der Bund musste der WU Wien sechs Millionen Euro zahlen. Auch dieses Mal kann davon ausgegangen werden, dass die SPÖ dem Antrag nicht zustimmen wird. Hinter Töchterles Empfehlung an die WU, den Antrag zu stellen, dürfte also auch das Kalkül stecken, Druck auf den Koalitionspartner auszuüben, was eine allgemeine Regelung von Zugangsbeschränkungen betrifft.

Ob es Badelt erneut auf eine Eskalation ankommen lassen will – sollte seinem Antrag wieder nicht stattgegeben werden –, lässt er derzeit noch offen. „Solange noch verhandelt wird, werde ich keinesfalls destruktiv Öl ins Feuer gießen, indem ich etwa damit drohe, die Leistungsvereinbarung nicht zu unterschreiben“, sagt Badelt.

Derzeit laufen die Verhandlungen noch, im Rahmen derer die Universitäten mit dem Ministerium ihre Budgets für die Jahre 2013 bis 2015 ausverhandeln. Badelt gibt aber auch zu bedenken: „Ich kann nur etwas unterschreiben, das realistisch ist. Das ist keine Drohung, sondern eine nüchterne Feststellung.“ Damit ist er nicht allein, auch der Rektor der Uni Wien, Heinz Engl, hat sich in einem „Presse“-Interview vor Kurzem ähnlich geäußert.

Eine der Kernforderungen der WU im Entwurf zu den Leistungsvereinbarungen für die Jahre 2013 bis 2015 sei dementsprechend die Finanzierung von 330 zusätzlichen Masterplätzen in den deutschsprachigen Studiengängen, so Badelt. Ziel sei eigentlich, nicht die Plätze zu beschränken, sondern vielmehr, sie auszubauen. Allerdings mit der Möglichkeit, den Zugang zu regeln. „Derzeit wird ein böses Spiel mit der Lebenszeit und mit der Psyche der jungen Menschen getrieben, nur weil man offiziell keine Entscheidung treffen will und sagt: ,Der Zugang ist frei‘“, so Badelt.

Töchterle gegen Fristverlängerung

Die Einführung von Zugangsregelungen bei einem gleichzeitigen Ausbau der Kapazitäten „wäre das Vernünftigste“ und würde seiner Meinung nach auch eine politische Einigung über allgemeine Zugangsbeschränkungen realistischer machen. Eine Rückmeldung aus dem Wissenschaftsministerium zum WU-Entwurf für die kommenden Leistungsvereinbarungen erwartet sich Badelt in den nächsten Tagen – im Herbst gehen die Verhandlungen in die entscheidende Phase. Dann sei auch die „quantitative Dimension“ der Platzproblematik bei den deutschsprachigen Masterstudiengängen endgültig erkennbar, so Badelt.

Denn noch sind die tatsächlichen Zahlen der Studienanfänger unklar, die Anmeldung ist noch offen: Die neue Inskriptionsfrist endet österreichweit am 5. September. Die angehenden Studenten lassen sich aber offenbar Zeit: Am Montag wurde je nach Uni erst ein Viertel bis die Hälfte der sonst üblichen Anmeldezahlen erreicht. Eine Verschiebung der Frist kommt für den Wissenschaftsminister allerdings nicht infrage: „Der Termin steht“, so Töchterle.

Psychologie nach wie vor stark gefragt

In der Psychologie etwa, für die es bereits Zugangsbeschränkungen gibt, zeichnet sich ab, dass die Anmeldezahlen die Kapazitäten der Unis stark überschreiten: 4861 Interessenten haben sich für die österreichweit 1285 verfügbaren Studienplätze beworben. Anders sieht es in der Publizistik aus: An den Unis Wien und Klagenfurt, wo die Anmeldefrist Montagmittag geendet hat, gibt es weniger Bewerber als Plätze.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 22.08.2012)

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49 Kommentare
 
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Nach "Matura für Alle"...

... folgt logischerweise "Studium für Alle"
Und "Wohstand für Alle"

Freundschaft.

1285 verfügbaren Studienplätze für Psychologie???

Der Jahrgang 1992 hatte 92415 Neugeborene. Und davon beginnen 1285 der "Begabtesten" (oder zumindest jene mit Matura) ein Psychologiestudium? Und dann noch ein paar tausend Soziologie- und Germanistik und Publizistik-Studienanfänger.

Kein Wunder, dass Österreich überall zurückfällt. Wenigstens haben wir dann genug gscheite Leute, um den Niedergang soziologisch zu untersuchen und psychologisch zu betreuen!

Antworten Gast: Kathrin St.
22.08.2012 12:02
3 1

Re: 1285 verfügbaren Studienplätze für Psychologie???

Wenn wir nur mehr BWLer hätten, dann wäre mit Sicherheit alles besser...

Solche Weicheier mit aufgestelltem Kragen, zurückgeschleckten Haaren, Null Ahnung von irgendwelchen sozialen Prozessen und einer sozialen Kompetenz das einem schlecht wird werden Österreich aber wahrscheinlich auch nicht davor bewahren dass es "zurückfällt". Was ist damit eigentlich genau gemeint?

Aja, Entschuldigung es gibt ja dann auch noch Juristen...

Antworten Antworten Gast: Dottore2011
22.08.2012 12:17
0 0

Re: Re: 1285 verfügbaren Studienplätze für Psychologie???

WIR mediziner werden dann schon für die nötigen medikamente sorgen um alles zu verwaschen ;-)) realität gleich NULL

und WU absolventen halten sich doch oft für die creme de la creme oder täusch ich mich da?

Antworten Gast: Dottore2011
22.08.2012 11:54
3 0

Re: 1285 verfügbaren Studienplätze für Psychologie???

möchte echt gerne wissen wo das hinführen wird!!!

die unis haben nun beschränkte kapazitäten

trotzdem glauben manche (in ihrem utopia) fast 5000 anwärter KÖNNTE man ja irgendwo unterbringen

wo denn??? in LKW walter containex containern? ;-)

Gast: Markus Trullus
22.08.2012 11:25
3 0

Freundschaft, Laura, Freundschaft

SP:falsch-jeder der will, soll auf die Uni gehen können, ausnahmslos! Wurscht ob man die Voraussetzungen dafür mitbringt, denn diese sind ja diskriminierend und aus dem Sozialisierungsprozess (Erziehung) entstanden. Also ist das Elternhaus schuld daran. Und weil ALLE MENSCHEN ausnahmslos gleich sind, müssen lt Laura auch alle "studieren" dürfen.
Freundschaft, Genossen, Freundschaft!!!!

PS: für wie blöd hält die SP eigentlich die BürgerInnen noch???????

für wie blöd hält die SP eigentlich die BürgerInnen

Für genauso blöd wie die SPÖ selbst.

Gast: was prinzipiell hinterfragen
22.08.2012 09:48
2 0

kann hilfreich sein ...

grundsätzlich:

1) zum studieren sollte man schlauer sein als der durchschnitt
2) neben der arbeit studieren sollte möglich sein

daher:
1) leihbibliothekskapazität erhöhen, das kostet nicht viel ..

2) dann einfach für jedes semester die literaturliste bekanntgeben

3) und jedes semester eben abprüfen.

und wer zu wenig engagiert ist, sich jedes semester selbstständig mit den lehrbüchern zu beschäftigen und die zu verstehen, der hat halt an der WU nichts verloren ...

ich hab meine professoren und assistenten nur gesehen, wen ich mir die literatur geben habe lassen und die prüfungen durchgezogen habe.
die haben gewust ich arbeite, und ich habe gewust die respektieren wenn man arbeitet. das hat damals problemlos funktioniert .

Antworten Gast: Anna Neugebauer
22.08.2012 11:56
1 0

Re: kann hilfreich sein ...

Menschen die schlauer sind als der Durchschnitt werden sie aber an der WU vergeblich suchen. Würde das ein Kriterium sein, dann würde da eh fast niemand mehr sein.

Ob es schlau ist in den Master LVs alles so "fernunimäßig" zu gestallten sei dahingestellt. Viele Studierende lernen wenn nur Prüfungen abzulegen sind am allerwenigsten.

Antworten Antworten Gast: das ist ja der trick ...
22.08.2012 12:48
0 0

Re: Re: kann hilfreich sein ...

ich gehe davon aus, dass wenn jemand studiert, es ihm interessiert ..

ich gehe auch davon aus, dass er deshalb mehr lernt, als er braucht um die prüfungen zu schaffen ...

und wenn wer nicht so denkt, kein problem

.. es müssen nicht alle den abschluss machen, bundeskanzler ist ja auch etwas durchaus angesehenes und nicht schlecht bezahlt :-)

Gast: NickM
22.08.2012 09:19
5 1

Zugangsbeschränkungen und Studiengebühren müssen her

Es ist noch nicht lange her dass ich mein WU Studium abgeschlossen habe und ich muss sagen Badelts Forderungen sind gerechtfertigt.

Hier ein kleiner Auszug der von mir als am schlimmsten empfundenen Missstände:

1) Lotterie PI Anmeldung: das Studium mancher Kollegen wurde dadurch unnötig verlängert.

2) fehlende Interaktion mit Professoren: Frontalvorträge sind vorherrschend, für das Verständnis viel wichtigere Diskussionen unterbleiben oft. Schuld daran sicher das im Vergleich zu anderen Unis katastrophale Betreuungsverhältnis (Anzahl Professoren:Studenten)

Meine lehrreichsten Erfahrungen hatte ich persönlich in Spezialisierungen zu denen der Zugang stark reglementiert war. Man nimmt viel mehr mit wenn man von gleichfalls motivierten und lernwilligen/-fähigen Leuten umgeben ist.

Ich bin daher für Zugangsbeschränkungen (NC + Einstiegstest, zusätzl Interview bezügl Motivation wäre gut ist aber aus Kostengründen unrealistisch) und Studiengebühren in Höhe von bis zu 1000€/Sem (+gutes Stipendiensystem für die finanziell schlechter gestellten).

Ich für meinen Teil mache meinen Master im Ausland, weil ich mir die WU nicht nochmal antun will und denke dass es viele andere gute Studenten auch dorthin verschlägt. Bezüglich Karriereanfang ist das Ausland meist auch attraktiver als Österreich, aber das ist ein ganz anderes Thema...

LG

Überlastung

Ich bin Universitätsassistent an der WU. Wir werden bei den ganzen Streitereien fast schon selbstverständlich "vergessen".

Immer mehr Studierende kommen, aber dass die Assistentenzahl aufgestockt würde? Aber nicht doch.

Öfters wird kritisiert, dass wir schlecht vorbereitet wären oder zu wenig persönliche Betreuung bieten. Dies ist RICHTIG: allerdings zu 100% dadurch bedingt, dass man große Teile seiner Zeit damit verbringt, Prüfungsarbeiten zu korrigieren. Ganz zu schweigen davon, dass dabei auch die eigene Forschung auf der Strecke bleibt.

Bestes Beispiel: es wurde vor nicht allzulanger Zeit ein neuer Kollektivvertrag eingeführt, der Assistenten bessere Bedingungen sichern sollte - mit dem Resultat, dass nur mehr 30-stündige Verträge ausgeschrieben werden. Warum? Weil alle Rektoren wie selbstverständlich davon ausgehen, dass wir alle sowieso 40-50 Stunden arbeiten. Natürlich unbezahlte Überstunden.
Und wir machen das klarerweise auch, weil ansonsten erst recht wieder die Studenten draufzahlen würden.

Sowas sollte man mal bei "normalen" Berufen, wie wasweißich Metallern versuchen, die eine starke Gewerkschaft haben....

Gast: Auch-WU
22.08.2012 08:36
0 2

Zu viele Hörer an der WU - wenn man sie doppelt zählt.


Gast: johannjakobnepomuk
22.08.2012 08:29
4 3

ideenlosigkeit

Viel erschreckender als die Kapazitätsprobleme an der WU finde ich die Ideenlosigkeit der Studienanfänger. Warum fällt diesen Tausenden jungen Menschen nichts Besseres ein, als sich mittels Wirtschaftsstudium in die große Maße uniformer, gleich denkender, angepaßter Firmenbediensteter einzuordnen? Ich glaube, eine Gesellschaft mit mehr Altphilologen, Ägyptologen, Sinologen, Physikern und Biologen wäre intellektuell irgendwie bunter und kreativer und diese Kreativität könnte schließlich ja auch für die Wirtschaft interessant sein.

meine erfahrung mit der WU

ich habe als spätberufener nach mehreren berufsjahren studiert. (grund: ich musste in meiner firma leider feststellen, dass karrieremäßig frisch gefangene leute mit einem uni-abschluss besser dastanden als jene, die ihren job beherrschten).

es waren schöne jahre, doch auch ernüchternde: fachlich habe ich so gut wie nichts dazugelernt. eher im gegenteil. das niveau etlicher professoren und assistenten war erschreckend gering.
als positiv habe ich eigentlich nur das erlernen wissenschaftlichen arbeitens und das selbständige recherchieren in erinnerung.

entsprechend mitleidig muss ich heute lächeln, wenn sich ein 24jähriger WU-absolvent bei mir bewirbt und glaubt, auf grund seines studiums irgendwas zu können.

leider wird studium häufig mit berufsausbildung verwechselt. doch diese ist in den meisten fachbereichen durch eine LEHRE viel besser erreichbar.

Re: meine erfahrung mit der WU

Ich gebe Ihnen recht, dass es lächerlich wirkt, wenn ein WU-Absolvent auf Grund seines Studiums behauptet ERFAHRUNG zu haben. Jedoch hat ein Universitätsstudium auch gar nicht den Anspruch eine Berufsausbildung zu sein, sondern baut eher ein Fundament auf, auf das danach weit schneller Verantwortung aufgebaut werden kann.

10 Jahre nach dem Studium ist ein 34-jähriger WU-Absolvent jemandem mit 40 Jahren, der aber 6 weitere Berufsjahren hat, weit voraus. (das ist natürlich nur meine persönliche Erfahrung)

Antworten Gast: gast45
22.08.2012 10:21
1 0

Re: meine erfahrung mit der WU

hm .. na gut .. wenn sie wieder mal faymannsche umverteilungswirtschaft vertreten, werde ich sie an die einführungvorlesungen erinnern :-):-)

und so etwas nennt sich wirtschaftsuni?

wenn ich ein auto mieten koennte um 350 euro pro halbjahr anstelle es zu kaufen, wuerde ich es auch mieten - wahrscheinlich melden sich 10xmehr leute die auch so ein miet-auto wollen und die loesung ist wie immer: angebotsbeschraenkung ...

wenn sozialisten bier brauen und es um 10 cent / liter verkaufen, wundern sie sich sicher, warum 10x mehr leute bier wollen es verfuegbar ist, aber eine wirtschaftsuni?

verstehen die eigentlich, wie ein preis entsteht, bzw wie kuenstliche knappheit durch den staat erzeugt wird??

bin sicher, an dieser verqueren situation sind die ratingagenturen schuld, die den oesterreichischen unis nur mittelmaessige ratings geben

oder noch besser - die spekulaten sind schuld die mit ihren hedges auf oesterreichische studienplaetze den leuten einen studieplatz wegnehmen, ... oder so aehnlich

quotenregelung

da ich mich selbst kaum in diese marterie vertieft bitte ih um aufklärung wenn ich falsch liege

Ist eine generelle quotenregelung an den unis, um den ansturm dieser deutschen "flüchtlinge" zu bremsen, vernünftig?
Natürlich wäre es damit nicht gelöst da einige kurse, vor allem im wirtschaftsbereich überrannt ( dort wären aufnahmeverfahren mit studieredenbegrenzung wohl das vernünftigste)

Re: quotenregelung

hier ist die aufklaerung:

der preis drueckt die knappheit einer ware / dienstleistung aus. wenn der preis frei fluktuiert, wird sich ein preis finden bei dem die anbieter noch anbieten (und es zahlt sich aus, ich spreche vom roi - return on investment) und die nachfrager koennen es sich noch leisten.

ein fast gratis-studium zieht natuerlich weitaus mehr leute an als plaetze vorhanden sind, genauso wie fast gratis autos weitaus mehr autokaeufer anziehen wie autos vorhanden sind und gratisbier weitaus mehr biertrinker anzieht, als bier vorhanden

die loesung ist nicht die plaetze zu beschraenken (mangelwirtschaft ist ein ganz typischer aspekt des sozialismus / kommunismus) sondern kostenwahrheit: die kunden dieser bildungsdienstleistung (studium) muessen die kosten fuer dieses angebot uebernehmen (zb auf kredit) - dann wird sich ein preis ergeben, bei dem es sich fuer die unis noch auszahlt so ein studium anzubieten und es fuer die studenten noch leistbar ist es in anspruch zu nehmen und diese ausbildungsdienstleistung einzukaufen.

ganz ohne staats-beschraenkungen, inlaender/auslaender diskriminierung, geschlecher diskriminierung, etc.

Re: Re: quotenregelung

Obwohl es gem. den Wörtern nur ein kleiner Unterschied zu sein scheint, ist ein der Praxis doch ein großer. Nämlich der Unterschied zwischen einem "sozialen" Staat und einem "sozialistischen" Staat.

PS: Der "sozialistische" ist der mit dem Freibier. Welches jedoch im Hintergrund dorch wieder von allen, und zwar teuerer als normal und Liter für Liter bezahlt werden muss.

Re: Re: Re: quotenregelung

ich sprach von einem sozialistischen staat, er aeusserst unsozial ist gegenueber allen leistungs und risiko-willigen.

je weniger sozialitisch, desto mehr sozial

Gast: b745
21.08.2012 21:26
3 7

gibt eh schon genug wirtschaftsverbrecher


7 1

Inkonsequent

Bei den linken Musik und Kunststudien stören strengste Aufnahmekriterien niemanden in der SPÖ!!

Antworten Gast: gast45
22.08.2012 12:15
0 0

Re: Inkonsequent

jessas .. da haben sie ja völlig recht .. wie kommt ein unmusikalischer mensch dazu, gegenüber einem musikalischen benachteiligt zu werden ?
... da musz sofort eine quotenregelung für nichtmusikalische studenten her ..

wie wäre es mit einen beauftragten für unmusikalische musikstudenten, der die quoten überwacht ?

wird das eine freude die wiener philharmoniker in 20 jahren zu hören :-):-)

Re: Inkonsequent

beim wahlrecht stört es doch auch niemanden, dass die stimme eines menschen mit verstand gleich viel zählt wie die stimme eines menschen, der die welt primitiv in links und rechts unterteilt!

 
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