19.06.2013 19:07 Merkliste 0

18 Millionen Euro für zusätzliche Doktoratskollegs

21.08.2012 | 18:04 |   (DiePresse.com)

Der Wissenschaftsfonds erhält vom Wissenschaftsministerium 18 Millionen Euro zur Schaffung von bis zu sechs neuen Kollegs mit rund 100 Stellen für Dissertanten.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Der Wissenschaftsfonds FWF erhält vom Wissenschaftsministerium 18 Mio. Euro für die Schaffung zusätzlicher Doktoratskollegs. Mit diesen aus Rücklagen seines Ressorts "zusammengekratzten" Mitteln können an den Universitäten bis zu sechs neue Kollegs mit rund 100 Stellen für Dissertanten finanziert werden, so Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle (ÖVP) bei einer Pressekonferenz am Dienstag. Die neuen Doktoratskollegs werden wie bisher auf Antrag der Unis durch den FWF vergeben und müssen den strategischen Zielen und Forschungsschwerpunkten der Hochschulen entsprechen.

Doktoratskollegs orientieren sich am US-Modell der "Doctoral Schools" und sollen die Qualität der Dissertationen sichern. Anstelle des herkömmlichen "Meister-Schüler-Modells" bei Dissertationen, das einen Doktorvater bzw. eine Doktormutter für den jeweiligen Doktoranden vorsieht, tritt ein Kolleg von zehn bis zwölf Wissenschaftern, das eine Gruppe von zehn bis 30 Nachwuchskräften betreut. Zusätzlich wird ein strukturiertes Ausbildungsprogramm für die Jungwissenschafter etabliert.

Derzeit gibt es 32 laufende Doktoratskollegs mit 379 Kollegiaten. Ein durchschnittliches Kolleg wird über vier Jahre mit 2,9 Mio. Euro gefördert und beinhaltet zehn direkt vom FWF finanzierte Kollegiaten sowie die gleiche Zahl an etablierten Wissenschaftern. Die Kolleg-Stellen werden international ausgeschrieben, laut FWF-Präsident Christoph Kratky kommt am Ende ungefähr jeweils ein ausländischer Nachwuchswissenschafter auf einen inländischen, auch das Geschlechterverhältnis ist in etwa ausgeglichen.

Kratky: "Programm hat voll eingeschlagen"

Das 2004 gestartete Programm hat laut Kratky "voll eingeschlagen": "Wir sind vor Anträgen überrollt worden." Aus finanziellen Gründen sei man aber gezwungen gewesen, das Programm in den vergangenen ein bis zwei Jahren zurückzufahren. Neben den Dissertantenstellen werden zusätzlich Verwaltungsposten sowie Sachkosten finanziert, üblicherweise kommen dazu noch Mittel aus anderen FWF-Töpfen.

Anträge für Doktoratskollegs müssen die Unis bis 30. September jeden Jahres einreichen, vergeben werden sie vom FWF-Kuratorium auf Grundlage einer internationalen Begutachtung in der letzten Sitzung des Jahres. Insgesamt können die Kollegs bis zu zwölf Jahre laufen, alle vier Jahre entscheidet eine Zwischenbegutachtung über die Fortsetzung.

(APA)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Mehr aus dem Web

2 Kommentare
Gast: Dottore2011
22.08.2012 12:13
0 0

zustand

30-40 stunden arbeiten = offiziell

50-70 stunden arbeiten = realität

aber wir wollen ja die akademische landschaft in österreich ja attraktivieren oder????

Re: zustand

der hc hat ein rechenmodell für mehr geld:

http://www.youtube.com/watch?v=A5zGtR55hjI

Schlagzeilen Bildung