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SPÖ: Beschränkter Uni-Zugang denkbar

22.08.2012 | 18:36 |  JULIA NEUHAUSER (Die Presse)

Die Blockadehaltung der SPÖ bröckelt beim Thema Zugangsbeschränkung. Ein Zugeständnis der SPÖ könnte auch Auswirkungen auf die Schulpolitik der ÖVP haben. Günther Platter sympathisiert mit der Gesamtschule.

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Wien. Die SPÖ macht einen weiteren Schritt in Richtung Zugangsbeschränkungen. Und das obwohl der Kampf für einen freien Hochschulzugang stets ein zentrales Anliegen der sozialdemokratischen Hochschulpolitik gewesen ist. Wissenschaftssprecherin Andrea Kuntzl (SPÖ) sagt nun: Die SPÖ sei bereit, über „definierte Kapazitäten“ zu sprechen. Soll heißen: Zugangsbeschränkungen sind denkbar – aber nur wenn die Zahl der Studienplätze erhöht wird.

Für die Wirtschaftsuniversität (WU) ist das ein positives Zeichen. Deren Rektor, Christoph Badelt, hat Zugangsbeschränkungen für sieben deutschsprachige Masterstudiengänge gefordert („Die Presse“ berichtete). Konkret hat er den sogenannten „Notfallparagrafen“ beantragt, durch den Massenfächer beschränkt werden können. Und zwar dann, wenn aufgrund des Andrangs deutscher Numerus-clausus-Flüchtlinge „unvertretbare Studienbedingungen“ herrschen. Die WU stellte im Jahr 2009 schon einmal einen Antrag – damals auf Beschränkung der Bachelorstudien. Dieser scheiterte am Veto der SPÖ.

In einem Punkt scheinen sich sowohl die Regierungsparteien als auch Rektor Badelt einig zu sein: Die Studienplätze zu beschränken ist zu wenig. In einzelnen Fächern müsse es einen Ausbau der Kapazitäten geben. Sprich: Insgesamt soll es nicht weniger Studierende geben. Das entspricht auch dem Plan der WU. Derzeit liegen die Kapazitäten in den deutschsprachigen Masterstudiengängen laut Rektor Badelt bei 700 Anfängerplätzen. Gewünscht wird die Finanzierung von 330 weiteren Masterplätzen.

Was die bröckelnde Blockadehaltung der SPÖ für den aktuellen Antrag der Wirtschafts-Uni bedeutet, will Kuntzl aber noch nicht kommentieren. Nur so viel: „Wir werden das prüfen und dann entsprechend entscheiden.“ Das Abrücken der SPÖ stimmt Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle (ÖVP) im Gespräch mit der „Presse“ zuversichtlich, was die Studienplatzfinanzierung betrifft. Dabei könnten die Unis eine gewisse Summe pro Student erhalten. Bereits ab 2013 soll diese „schrittweise eingeführt werden“, sagt Töchterle.

 

Gesamtschule: Schwenk in ÖVP?

Ein Zugeständnis der SPÖ bei den Zugangsbeschränkungen könnte auch Auswirkungen auf die Schulpolitik der ÖVP haben. Schon einmal hat der Tiroler Landeshauptmann, Günther Platter (ÖVP), einen „Abtausch“ von Gesamtschule gegen Zugangsbeschränkungen angeregt. Nun legt er nach: Eine gemeinsame Schule solle man „durchaus offensiv andenken – auch in Verbindung mit einer Ganztagsschule“, wird er im Magazin „News“ zitiert. Letztere solle zwar nicht verpflichtend sein, aber ausreichend angeboten werden. In den Hauptschulen am Land sei es seit jeher so, dass alle Zehn- bis 14-Jährigen gemeinsam in die Schule gehen, sagt Platter.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 23.08.2012)

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46 Kommentare
 
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Platter ist typisch für die schwarzen....

sie fallen immer um...

Gast: anna66
23.08.2012 12:41
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aufnahmeprüfungen für alle fächer

grundsätzlich gehören aufnahmeprüfungen für alle studienfächer her. dadurch wird nicht nur die qualität erhöht, sondern auch die anzahl der studierenden auf ein erträgliches niveau gesenkt, so dass es künftig zu keinen übervollen lehrveranstaltungen mehr kommen kann!

Antworten Gast: Berufstätige Studentin
24.08.2012 08:23
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Re: aufnahmeprüfungen für alle fächer

Sowas in der Richtung gibt es schon. Es nennt sich Steop.

Gast: Markus Trullus
23.08.2012 08:58
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falsche Weg

Es muss eine Studienbeschränkung geben; denn zu viele Studenten "tummeln" sich auf Kosten des Steuerzahlers auf den Unis rum, ohne Leistung zu bringen. Das ist nun mal so, Leistung ist das einzige Kriterium, das zählt, quer durch den ganzen Akademischen Bau, Nur so in Österreich, da gelten scheinbar andere Kriterien. Die Linken mit ihrem dauernden Nivellierungsknüppel sind in dieser Richtung die Totengräber der Hohen Ausbildung in Österreich. Wer keine Marie hat, soll sich diese aus Leistungsstipendien holen... es gibt sie, nur: das ist halt anstrengend!

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Re: falsche Weg

Interssanterweise sind es oft die Nachkommen gut situierter ÖVP-Stammwähler, die dann an (bzw. NICHT an) der Uni sitzen ohne Leistung zu erbringen und die Linken bei ihrer Nivellierungstaktik tatkräftig unterstützen. Ein interssantes Paradoxon, nicht?

ne andere frage...

man liest oft davon, dass die akademiker arbeitslosenquote so hoch ist - man soll ja keiner statistik glauben, die man nicht selbst gefaelscht hat - gibts dazu denn auch aufzaehlungen, WAS diese arbeitslosen akademiker studiert haben?
denn japanologen oder theaterwissenschaftler, was auch immer fuer exoten, sollte man ja nicht in einen topf mit juristen, aerzten und betriebswirten werfen...
ganz ehrlich - gut, dass nicht alle das gleiche studieren - aber wer was eher unbrauchbares fuer den arbeitsmarkt studiert, koennte es sich doch komplett selbst finanzieren - spart die ams-finanzierung nachm studium durch den steuerzahler...
sozio- und powistudien sollen gleich von den parteien gestiftet werden... da landen viele absolventen dann ohnehin mal...
schon sind finanzielle ressourcen fuer andere faecher da.

Re: ne andere frage...

"denn japanologen oder theaterwissenschaftler, was auch immer fuer exoten, sollte man ja nicht in einen topf mit juristen, aerzten und betriebswirten werfen..."

das ist kurz und billig gedacht.

sinologen und islamwissenschaftler waren früher auch exoten und jetzt durch globalisierung gesucht.

bwl dagegen...

und du willst sicher auch eine diversivizierte gesellschaft mit filmwissenschaften und ethnologen und philosophen, statt nur über medizinische theme und paragraphen zu reden.

und daher haben japanologen die gleiche berechtigung wie astronomen und physiker oder auch ethnologen!

wenn es so nicht mehr ist, gibt es nur sehr reduzierte fortschritte in allen bereichen.


Re: Re: ne andere frage...

aber 1000 durchschnittliche bwl'er und juristen brauch ma gell? Geh bitte...

Antworten Antworten Gast: Grummelbart2
23.08.2012 10:02
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Re: Re: ne andere frage...

Die grundsätzliche Existenzberechtigung spreche ich weder Sinologen, Filmwissenschaftern noch Numismatikern ab.

Zu fragen ist jedoch der "Bedarf" - denn auch eine Uni kann es sich nicht leisten, hunderte Sinologen auszubilden, die dann nicht benötigt werden.

Antworten Antworten Antworten Gast: Berufstätige Studentin
24.08.2012 08:29
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Re: Re: Re: ne andere frage...

Ich denke, so flexibel sind die Sinologen, Filmwissenschafter und Numismatiker schon, dass sie nach dem abgeschlossenen Studium in einem anderen Bereich arbeiten, wenn sie in ihrem Bereich nichts finden.

Das kennt man ja auch von den Lehrberufen. Man lernt einen Beruf, stellt dann nach der Lehrabschlussprüfung fest, dass die Jobchancen, Arbeitsbedingungen und die Bezahlung schlecht sind, und macht dann etwas anderes. Ganz häufig findet man das im Verkauf oder im Gastgewerbe.

Wieso also nicht dasselbe Recht für Akademiker? Lehrlinge werden während ihrer Ausbildung bezahlt und auch deren Ausbildung ist für sie gratis. Da kann man wohl auch die Studierenden für sie kostenlos studieren lassen.

Gast: Dr. Eisendrahtr
22.08.2012 23:08
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Klare Lösung

Zugelassen wird nur mehr, wer seine Mitgliedschaft bei den Roten Falken, der Sozialistischen Jugend, der Partei oder einer ihrer Gliederungen nachweisen kann. Mit der Inskriptiopn erfolgt auch die Ausfolgung der Beitrittserklärung zum BSA

Nach der Gesamtschule wird es ohnehin nur

mehr einen "beschränkten" Uni-Zugang geben!

Gesamtsonderschulabsolventen&Studienabbrecherinnen

sind doch die Besten der Besten, von denen es nie genug geben kann!!!

Gast: gast111
22.08.2012 21:05
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bei solchen studien

bei solchen studien, die total überlaufen sind, wie bwl, jus, soziologie, psychologie, welche nur die probleme herbeireden, die es im mrinzip nicht gibt und die nicht diese hohe anzahl an diesen gruppen rechtfertigen, wäre eine reduktion der studentenanzahl auch volkswirtschaftlich wünschenswert, weil sie einfach viel kosten

ich frage mich ja immer, wie sind wir früher nur groß geworden keine psychologen und keine soziologen und auch keine psychopharmaka haben wir gebraucht

die suchen ja nur probleme, damit sie ihre existenz und finger an den fördertöpfen halten können, man kann probleme auch herbeireden

und ein mehr an juristen reduziert nicht die rechtstreitereien vor gericht, sondern erhöhen sie, es wird ja mittlerweile wegen jedem schwachsinn vor gericht gestritten, im familienrecht werden die eltern gegeneinander aufgebracht, weil je länger prozessiert und gestritten wird, desto länger kann man verdienen und das auf dem rücken der kinder

Antworten Gast: Berufstätige Studentin
24.08.2012 08:31
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Re: bei solchen studien

"ich frage mich ja immer, wie sind wir früher nur groß geworden keine psychologen und keine soziologen und auch keine psychopharmaka haben wir gebraucht"

Das glauben Sie wirklich? Nur, weil es nicht so bekannt war und psychische Probleme samt Behandlung Tabuthemen waren, heißt das noch lange nicht, dass sie nicht existierten.

Studienrichtungen wie Psychologie und Soziologie gibt es auch schon ewig.

Gast: schreker
22.08.2012 20:46
1 0

Beschränktheit.

Bei der Menge an Beschränktheit, die an manchen Unis herumrennt, haben wir den beschränkten Unizugang eh schon längst.

Gast: gerechtigist unser
22.08.2012 20:07
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geh schleichts euch

jedenfalls muss sichergestellt sein, dass die gstopften eane Gfratser unterbringen, egal wie doof die sind

Gast: Grummelbart2
22.08.2012 17:52
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Jaja, die Studenten wissens natürlich besser...

Ich hab da so meine ernsthaften Zweifel, dass die tausenden Publizisten, die dann jedes Jahr die Uni abschließen würden, am Arbeitsmarkt auch so gut ankommen würden.

Natürlich sollte die Universität keine reine Berufsausbildung sein, aber gänzlich am Arbeitsmarkt vorbeilehren sollte auch nicht Standard sein. Eine Einbindung und Anbindung an die berufliche Praxis sollte eigentlich sogar Standard sein, denn Wissenschaft und Bildung funktioniert nunmal nicht im Elfenbeinturm.

Und jetzt soll mir keiner mit "Bildung" daherkommen - "Bildung" ist nichts, was einem an der Uni vermittelt werden kann, wenn man es nicht will. "Bildung" muss man sich selbst aneignen, und das geht nicht via Lehrveranstaltungen, sondern durch Lesen (und nicht nur Marx), Reisen (und nicht nur Ibiza) und Erleben.

1 1

Ein Ausbau der Kapazitäten ist leider nicht möglich immerhin ist der ESM ja hungrig...


"Wissenschaftssprecherin der SPÖ" Kunzl...


....na schaut euch einmal ihre Biographie an und es soll mir einer erklären, was befähigt die Frau Wissenschaftssprecherin ist.

Das ist ja wie in einem schlechten Film.

http://www.parlament.gv.at/WWER/PAD_08178/index.shtml

Re: "Wissenschaftssprecherin der SPÖ" Kunzl...

immerhin hat sie in Wien als SPÖ-politikerin das Grosse Goldene Ehrenzeichen sich verdient!
;)

Antworten Gast: hans67
22.08.2012 19:20
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Re: "Wissenschaftssprecherin der SPÖ" Kunzl...

ich krieg die krise, wie viele im parlament haben eigentlich soziologie und oder psychologie studiert??

da bekommt man ja auch mit einer "8-seiten" arbeit einen dr-titel

da hört man nichts von quote

entweder lehrer, jurist, soziologe oder psychologe, alle anderen berufe scheinen im parlament nicht vorzukommen, darum fehlt da auch jedes logische denken, der hausverstand und rechen kann da erst keiner

Antworten Gast: Dottore2011
22.08.2012 17:25
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Re: "Wissenschaftssprecherin der SPÖ" Kunzl...

das geht ja noch!

wenn man sich andere ansieht ... und v.a. schon verurteilte die noch immer im NR sitzen!!!

aber sie ist eben auch gut geformt in der parteiakademie ;-)

UNI

An den Unis könnt es so schön sein, wenn die Studenten nicht wären!!! (gilt auch für Krankenkassen,Spitälern usw wo man mit lästigen Kunden zu tun hat die immer wieder stören)

50 % der Plätze für Frauen reserviert.

Weitere 25 % für Behinderte.
Der Rest laut EU-Verträgen für Ausländer.

So ungefähr dürfte der Kompromissvorschlag der SPÖ ausschauen.

Re: 50 % der Plätze für Frauen reserviert.

.. und sie denken mit einem derart dummen Statement einen Beitrag zu einem wirklich wichtigen Thema zu liefern ? Man kann die Dummheit der MedUni nicht auf alle Universitäten umlegen.

 
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