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Schmied: Einigung bei Uni-Zugang noch vor der Wahl

25.08.2012 | 17:52 |  von Bernadette Bayrhammer und Christoph Schwarz (Die Presse)

Abschied vom roten Dogma des freien Uni-Zugangs: Schmied hält eine Begrenzung der Kapazitäten für nötig. Der Lehrergewerkschaft wirft sie vor, beim neuen Dienstrecht derzeit keinen "Abschlusswillen" zu zeigen.

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Es kursieren Gerüchte, dass Sie in Ihrem Amt abgelöst werden. Sitzen wir schon bald einem Unterrichtsminister Josef Ostermayer gegenüber?

Claudia Schmied: Ich fühle mich in meinem Amt sehr wohl und denke nicht an Rücktritt. Ich freue mich vielmehr über die politische Dynamik in Bildungsfragen.

 

Viele Beobachter sehen statt Dynamik eher koalitionären Stillstand. Könnte die Nationalratswahl vorgezogen werden?

Da halte ich mich mit Einschätzungen zurück. Ich entscheide das nicht.

 

Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle hat im „Presse“-Interview den Wunsch geäußert, dass eine neue Koalition mit der SPÖ von einer Zusage zur Beschränkung des Uni-Zugangs abhängig gemacht wird.

Wir setzen die Reformen professionell um. Alles Weitere ist nach einer Wahl zu betrachten.

 

Können Sie sich vorstellen, dass man sich bei der Regelung des Uni-Zugangs noch vor den nächsten Wahlen einigt?

Wenn Parameter und Gesamtkonzept passen, ja. Es gibt bereits Gespräche mit SPÖ-Wissenschaftssprecherin Andrea Kuntzl, die im Bereich Massenfächer sehr konstruktiv sind. Eine Studienplatzfinanzierung, wie wir sie anstreben, muss natürlich mit Kapazitätsplanungen verbunden sein. Wir wollen aber keinesfalls eine Reduktion der Studienplätze.

Unter der Bedingung, dass die derzeitigen Platzzahlen nicht sinken, sieht die SPÖ also ein, dass die Kapazitäten begrenzt sind?

Ja, das ist eine Frage der Finanzierung. Es ist wichtig, dass es geordnete Verhältnisse gibt. Dass die Studierenden ihr Studium in einer annehmbaren Zeit abschließen können.

 

Aus Ihrer Partei kam zuletzt auch der Vorschlag einer Akademikersteuer. Wären Sie denn bereit, eine solche zu bezahlen?

Ich halte von derartigen Ideen nichts. Wir sind für höhere Bildung. Diese im Nachhinein zu besteuern, hat für mich keine Logik.

 

Muss aus Ihrer Sicht die gemeinsame Schule eine Bedingung für eine neue Koalition mit der ÖVP sein?

Bedingungen formulieren wir, wenn es so weit ist.

 

Derzeit wird über das neue Lehrerdienstrecht verhandelt. Traut sich die ÖVP stark genug gegen ihre eigene Gewerkschaft aufzutreten?

Das ist der entscheidende Punkt. Wir werden dann Erfolg haben, wenn wir das als gemeinsames Projekt sehen, wenn es auch die ÖVP haben will. Das erwarte ich mir von Vizekanzler Spindelegger, von Finanzministerin Fekter und auch von Gewerkschaftschef Neugebauer. Da braucht es ein inneres Ja.

 

Wenn Sie sagen, dass sich das neue Lehrerdienstrecht noch in dieser Legislaturperiode ausgehen soll: Ist das Zweckoptimismus? Oder glauben Sie wirklich daran?

Das ist keine Glaubensfrage, sondern eine Frage der Entschlussfreudigkeit. Frühjahr 2013 ist jedenfalls der letztmögliche Termin für eine Einigung. Denn es braucht für die Umsetzung auch parlamentarische Prozesse. Ich kann nur daran arbeiten, dass es ein Regierungsprojekt erster Güte bleibt.

 

Sehen Sie die Gefahr, dass die Gewerkschaft eine Entscheidung bis nach der Nationalratswahl hinauszögern will?

Ich sage es so: Ich orte derzeit noch keinen Abschlusswillen.

 

Wann kommt der Punkt, an dem Sie sagen: Der Dienstgeber sind immer noch wir, wir setzen das jetzt einfach um.

Ich war ja schon einmal sehr klar (lacht), das war im Jahr 2009. (Gemeint ist die damalige Forderung von Claudia Schmied nach zwei Stunden Mehrarbeit der Lehrer, Anm.) Der Dienstgeber bin nicht ich allein. Der Dienstgeber ist die Regierung.

Die Gewerkschaft fordert jetzt eine neue Arbeitszeitstudie als Basis für die Verhandlungen. Eine Verzögerungstaktik?

Es ist jedenfalls interessant, dass das Thema jetzt kommt. Der Gewerkschaft steht es natürlich frei, etwas zu erheben. Von der Regierungsseite gibt es keinen Bedarf.

 

Ein anderes Thema: Der Schulbeginn steht bevor, haben wir genügend Lehrer?

Ich kann nicht ausschließen, dass es in einzelnen Bereichen kurzfristig zu Problemen kommen wird. Es wird sich aber in einer Größenordnung von einigen hundert Lehrern bewegen, das ist angesichts von insgesamt mehr als 110.000 keine Dimension, bei der man sich Sorgen machen muss.

 

Gibt es im Ministerium einen Notfallplan? Den Einsatz pensionierter Lehrer zum Beispiel, wie das schon öfter Thema war?

Das kann es im Einzelfall geben, wir haben auch ein Programm für Quereinsteiger, Sonderverträge, Flexibilität beim Lehrereinsatz. Und auch über Mehrdienstleistungen lässt sich etwas machen.

 

Unser Gespräch findet beim Europäischen Forum Alpbach in Tirol statt. Haben Sie der Pädagogischen Hochschule Tirol, die sich ja gegen die Abberufung von Rektor Elmar Märk wehrt, einen Besuch abgestattet?

In Innsbruck habe ich als Kulturministerin den Gesangswettbewerb für Alte Musik besucht. Was die PH betrifft: Es wird zeitgerecht eine Entscheidung für einen anderen Kandidaten geben. Das Verfahren ist aber noch nicht abgeschlossen.

Haben Sie damit gerechnet, dass die Causa Märk – Sie haben ihn aufgrund von Meinungsverschiedenheiten abberufen – für so große Aufregung sorgt?

Dass Personalentscheidungen in der Öffentlichkeit kommentiert werden, ist mir bewusst. Mir wäre jeder andere Weg selbstverständlich lieber. Es ist mir aber wichtig, zu den Führungspersonen an den PH ein entsprechendes Vertrauensverhältnis zu haben.

 

Ein PH-Rektor sollte also auch Ihre politischen Reformpläne unterstützen?

Vertrauen ist wichtig, genauso wie die Ressortlinien. Die neue PädagogInnenbildung wird von Regierung und Parlament entschieden. Die Personalentscheidungen an den PH sind meine Verantwortung. Die nehme ich sehr ernst.

steckbrief

1959
wird Claudia Schmied in Wien geboren. Ihr Vater ist engagierter Sozialdemokrat.

1983
schließt Schmied ihr Studium der Wirtschaftswissenschaften mit der Promotion ab.

2004
wird Schmied Vorstandsmitglied der Kommunalkredit, die vier Jahre später notverstaatlicht wird.

2007
holt Kanzler Alfred Gusenbauer Schmied als Ministerin für Unterricht, Kunst und Kultur in sein Kabinett. Werner Faymann übernimmt sie 2008 in seine Regierung.
Clemens Fabry

("Die Presse", Print-Ausgabe, 26.08.2012)

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41 Kommentare
 
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was hat die Frau Minister...


eigentlich zusammengebracht? Ausser einige umstrittene parteipolitisch motivierte Posten Besetzungen, wo die Reihung weil nicht ein Sozi erster war eingegriffen hat, fällt mir nichts ein.

Der Lehrberuf ist zu 75 % weiblich -

daher wird das Gehalt gesenkt und die Arbeitszeit erhöht. Darüberhinaus wird dieser Beruf systematisch in der Öffentlichkeit niedergemacht.
Das ist SPÖ-Politik von Frauen für Frauen - bravo!!

Antworten Gast: 1. Parteiloser
27.08.2012 09:01
0 0

Re: Der Lehrberuf ist zu 75 % weiblich - STIMMT NICHT!

Bei den Bundeslehrpersonen ist der Anteil der weiblichen Lehrpersonen zum Stichtag 31.12.2010 57,7% gewesen. Ihre Aussage mit 75% stimmt also sachlich nicht!

Bei den Bundeslehrpersonen war das Jahresbruttoeinkommen 2010 im Median bei 50.191.- Euro. Damit lag dieses Einkommen für lächerliche ca. 600 Stunden Jahresunterrichtszeit um mehr als 100% über den durchschnittlichen Einkommen in der Realwirtschaft. Es hat also mit den Frauen gar nichts, zu tun, dass Korrekturen gemacht werden müssen.

Nachzulesen unter:
http://www.bka.gv.at/DocView.axd?CobId=40688

Auch wenn man alle Lehrpersonen Österreichs nimmt, dann stimmen die genannten 75% einfach nicht. Der Anteil weiblicher Lehrpersonen lag im Schuljahr 2010/11 bei 70,6%.

Nachzulesen unter:
http://www.statistik.at/web_de/static/ergebnisse_im_ueberblick_lehrerinnen_und_lehrer_021629.xlsx

Die Öffentlichkeit ist eher entsetzt, weil die Leistungen der Absolventen so krass schlecht geworden sind. Die Pisastudie wurde ja nicht von der SPÖ gemacht, die wurde international von der OECD gemacht. Es sind aber genau die Pisaresultate, welche das Bildungssystem in Österreich bloß gestellt haben. Die Leistungen der Lehrpersonen, 2,2 Lehrpersonen pro Schulklasse, sind dafür alleine verantwortlich.

Es wäre schön, wenn Sie vor dem Kommentare schreiben...
1) Informationen besorgen
2) Das Hirn einschalten
3) Dann korrekte Sachlagen darstellen.

So wie Sie das machen, so kann Sie doch kein Mensch ernst nehmen, nicht einmal Kinder.

Antworten Antworten Gast: Statistikfan
27.08.2012 10:56
0 0

Re: Re: Der Lehrberuf ist zu 75 % weiblich - STIMMT NICHT!

Ein Statistikfanatiker, sehr schön.

Was sagt wohl ein Median in Bezug auf die Bruttogehälter in einem Beruf in dem es ausschließlich Angestellte mit zumindest Matura gibt, aus, wenn man ihn mit allen anderen Arbeitnehmern eines Landes vergleicht, also auch mit Menschen die "nur" einen Pflichtschulabschluss haben?

Die "Realwirtschaft" also, aha. Dann muss man also nur mehr die Lehrergehälter in, sagen wir, Erdäpfel umrechnen, um einen Vergleich anstellen zu können.

Und dann noch die 2,2 Lehrpersonen pro Schulklasse. Auch wieder ein statistischer Wert der, wie man nach etwas gar nicht so langem Nachdenken draufkommen könnte, nichts aussagt. Ausser natürlich man lässt ausser acht, dass es im Österreichischen Schulsystem neben der Volksschule den einen oder anderen weiteren Schultyp gibt, bei dem Lehrer nicht nur Klassen, sondern auch Fächern zugeordnet sind.

Wie Sie so schön schreiben:

"Es wäre schön, wenn Sie vor dem Kommentare schreiben...
1) Informationen besorgen
2) Das Hirn einschalten
3) Dann korrekte Sachlagen darstellen.

So wie Sie das machen, so kann Sie doch kein Mensch ernst nehmen, nicht einmal Kinder."


Antworten Antworten Antworten Gast: 1. Parteiloser
27.08.2012 13:50
0 0

Re: Re: Re: Der Lehrberuf ist zu 75 % weiblich - STIMMT NICHT!

Der Medianwert zum Einkommen sagt sehr viel aus. Besonders auch dann, wenn man die vielen sehr gut ausgebildeten Menschen in der Realwirtschaft, welche eine wirkliche Leistung bringen, als Vergleich heranzieht. Die Angestellten in der Realwirtschaft haben in weiten Bereichen durchaus auch ein Ausbildung auf min. Maturniveau und nützen diese, im Gegensatz zu den Pragmatisierten, auch für die Gesellschaft! In den praktischen Unterrichtsgegenständen, in Berufsschulen und höheren technischen Schulen, sind auch eine Menge Lehrpersonen aktiv, welche keine Matura haben!

Eine reife Gesellschaft bezahlt auch nur die reale Leistung für die Gesellschaft und nicht den nominellen Ausbildungsstand bei permanenter Geringstleistung. Das Ausbildungsargument ist also prinzipiell Menschenrechtswidrig!

Die 2,2, von den Österreichern per Zwangsabgaben bezahlten, aktiven Lehrpersonen sind tatsächlich Realität. Was diese vielen faulen Typen in Wirklichkeit machen, das kann doch Heute gar keiner mehr sagen, weil die Kontrolle verloren wurde. Diese faulen Säcke sind ja nur halb so stark belastet wie die Kinder Österreichs in den Schulen.

Auch ist Ihr Argument "Fächern zugeordnet" bei dieser Sachlage eine hirnlose Aussage. Es kann doch nur sein, dass man die Lehrpersonen Fächern zuordnet und diese dann kaum mit den Kindern arbeiten, weil diese "Fächern zugeordnet" wurden.

Euch grausigen Pragmatisierten hat der perfekte Schutz die letzten grauen Zellen zerstört.

Gast: Klaus
26.08.2012 17:55
1 0

Steckbrief

und? musste sie auch mal richtig arbeiten?

Durch die Gesamtschule ist der "beschränkte"

Uni-Zugang mehr als gesichert.

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Schmied: Einigung bei Uni-Zugang noch vor der Wahl

WANN entfernt man diese Person welche nachweislich (samt Darabusch und Co) wohl bisher schon nichts erbrachte, endlich aus der Regierung, bevor sie weiterhin unnötig kostet und schlimmes befürchten lässt ??!!

2 0

Re: Schmied: Einigung bei Uni-Zugang noch vor der Wahl

ich wäre auch für eine Abberufung!

Gast: Argwohn
26.08.2012 14:20
5 0

Wöre ich Kanzler, würde ich aus den Fehlern meiner Vorgänger lernen.

Ich frage mich daher, ob die Frau von den Gusenbauer & Feymann etwas weiß, was die Allgemeinheit nicht erfahren darf.

15 0

Wo Schmied tätig ist,

das folgt der Schaden auf den Fuß!

Gast: Türkisch Austrianer
26.08.2012 11:24
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Während alle herren Staaten den Unizugang ausbauen, beeinschränkt die Österreichische Regierung diesen..

Damit sehen wir Österreicher, welchen schwachen Regierung wir in Österreich haben. Während einer Rekordsteuereintreibung schafft es diese Regierung nicht, Visionen zu haben und den freien Unizugang auszubauen.
Stattdessen wollen sie uns weiß machen, dass die Kapazitäten nicht ausreichen! Schande über Claudia Schmied - SPÖ und ihrem Kollegen Töchterle - ÖVP! Wozu seid ihr dann noch am Amt, wenn ihr den Herausforderungen eines weltweit steigenden Akademikerquote nicht standhalten könnt und immer nur Leistungen verkürzt, anstatt auszubauen?! Warum muss ich dann soviel Steuern und Abgaben zahlen, wenn meine Kinder keine Uniausbildung mehr genießen dürfen?!
Warum schafft ihr nicht gleich Österreich ab? Ich schätze mal, dass die Große Koalition früher oder später auch dies machen wird... Nur zu welchem Vorteil? Für wen arbeiten diese Halunken? Für den einfachen Österreicher wohl bestimmt nicht..

Schon deine Überschrift ist falsch!

Fast alle europ. Staaten haben Studiengebühren.
Der Rest ist bla bla.

Re: Schon deine Überschrift ist falsch!

wird im vielen Staaten - z.B in den meisten deutschen Bundesländern - wieder zurückgenommen

Gast: 1. Parteiloser
26.08.2012 09:52
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Mehr als 5 Jahre verantwortlich! Resultat: Ein wahrlich irrer Schaden für Österreich!

Die Fr. Dr. Claudia Schmied ist seit 01.03.2007 Bundesministerin für Unterricht, Kunst und Kultur und damit für die Entwicklung dieser Bereiche seit mehr als 5 Jahren voll verantwortlich!

Dieser Zeitraum genügt auf jeden Fall um die wesentlichen, notwendigen Weichenstellung zu machen.

Tatsächlich ist betreffend einer besseren Leistung für die Studierenden gar nichts geschafft, die Lage hat sich verschlechtert. Tatsächlich hat Ö noch immer kein Lehrpersonendienstrecht, welches im Interesse der Schüler und der Gesellschaft ist. Tatsächlich ist die Leistungsfähigkeit des Bildungssystems weiter gesunken, die Fähigkeiten der Absolventen auch. Tatsächlich werden die öff. Gelder im Bildungssystem noch uneffizienter eingesetzt als jemals zuvor.

Die Österreichische Gesellschaft bekommt also einen immer geringeren Nutzen bei immer höheren Kosten. Die Entwicklung, besonders der Kosten, scheint eine "Griechische Problematik" zu beinhalten.

Bildungskosten:
2007:....14,005 Mrd.
2008:....14,835 Mrd. (+5,6%)
2009:....15,739 Mrd. (+9,2%)
2010:....16,267 Mrd. (+3,3%)

Dazu brennen die Österreicher dann noch heftige Zuschüsse zu den irren Ruhegenüssen. Für die Ruhegenießer aus dem Bildungsbereich werden es wohl auch schon mehr als 3 Mrd. Euro sein, die Kosten für das aktive Bildungssystem von 2012 auf 2012 auf mehr als 17 Mrd. Euro gestiegen sein. Jeder Ö Haushalt brennt also für eine Geringleistung schon mehr als 5.000.- Euro pro Jahr für das permanente Versagen dieses Misthaufens.

Re: Mehr als 5 Jahre verantwortlich! Resultat: Ein wahrlich irrer Schaden für Österreich!

Ich gratuliere zu der Erkenntnis, dass ein massiv gesetzlich geregeltes System nur durch eine Änderung der Gesetze zu ändern ist. Dass allerdings die Ziele der Ministerin wie die Gesamtschule im Sinne der Schüler und Eltern sind, bezweifle ich sehr stark.

Antworten Antworten Gast: 1. Parteiloser
26.08.2012 15:26
5 0

Es geht nicht darum im Sinne der Schüler zu entscheiden - es geht nur darum im Sinne der Parteien / Gewerkschaften / Ideologien die Ergebnisse zu bekommen!

Die Gesamtschule ist mit Sicherheit nicht im Interesse der Schüler, damit auch nicht im Interesse der Eltern und auch nicht im Interesse der Lehrpersonen. Ich würde sogar soweit gehen diese Vorhaben, wenn verpflichtend, als schweres Vergehen gegen die Menschenrechte einzuordnen.

Ich habe aber betreffend Änderungen im Bildungssystem von keiner Ecke der Verantwortlichen auch nur 1 brauchbare Idee zu Verbesserungen vernehmen können. Egal ob das vom schwarzen Bildungssprecher Amon (ein typischer Nehmer und Bonze, welcher noch Etwas für seine Mitmenschen gemacht hat!), von den Gewerkschafter (die auch nur die Leistungen der Anderen für deren Klientel nehmen), oder auch einer Oppositionspartei. Alle Verantwortlichen verfolgen nur die eigenen Ziele sehr hartnäckig. Es sind Ziele gegen die Schüler, gegen die Jugendlichen und gegen die Gesellschaft. Genauso schauen die Resultate des Bildungssystems inzwischen auch aus, die waren alle irgendwie, für sich selbst, erfolgreich.

So wie es seit Jahren läuft, so bekommt man immer mehr die Überzeugung, dass diese große und wichtige Organisation niemals verbessert werden kann. Es wird erst dann Verbesserungen geben können, wenn das gesamte System zusammengebrochen ist und vom Grund neu aufgestellt werden kann. Das wird noch einige Jahre dauern, weil der Zeitpunkt dann gekommen ist, wenn es zur Zahlungsunfähigkeit des Staates gekommen ist.

Re: Es geht nicht darum im Sinne der Schüler zu entscheiden - es geht nur darum im Sinne der Parteien / Gewerkschaften / Ideologien die Ergebnisse zu bekommen!

Neu aufgestellt ja, aber von wem? Von denen, die es bisher schon nicht geschafft haben? Von EU-"Verantwortlichen" oder der Weltbank?

Ohne einmal die Lehrer zu fragen, was sie wirklich brauchen, wird das alles am Bedarf vorbeigehen. Meinetwegen nur drei Punkte. Meine wären 1. ein arbeitsrechtlich genehmigter Arbeitsplatz (dann erledige auch gerne meine ganze Arbeit in der Schule und bin dort auch bis 16 oder 17 Uhr für Schüler/Eltern erreichbar), 2. Erziehungsrechte (z. B. echte Konsequenzen für Stören des Unterrichts, offensichtliches Desinteresse, Beschädigungen, ...), 3. flexiblere Ferien (die dann auch gerne kürzer sein dürfen - bessere Aufteilung der Jahresarbeitszeit).

Solange darüber diskutiert wird, dass ehem. Postbeamte mich bei der Administration entlasten sollen, wird das nichts. Mir ist bis jetzt nicht eingefallen, was die tun sollen. Kopiergeld einkassieren? Exkursionen planen? Oder etwa Arbeiten korrigieren?

PS: Es geht ja doch, mit Ihnen sachlich zu diskutieren :-).

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: 1. Parteiloser
27.08.2012 09:03
0 0

Wer / Wann kann die Neuaufstellung kommen?

Im ersten Kommentar konnte ich aus Platzgründen nicht auf Ihre Frage zu den Verantwortlichen für die Neuaufstellung geben.

Es werden wieder Umwälzungen kommen, welche die ganze Gesellschaft betreffen werden. Es wird sich schon in wenigen Jahren zeigen, dass die Versuche zur Staatswirtschaft = Mangelwirtschaft auch in der der EU Form (Ö Form) nicht verwirklichen lassen und die gleichen Phänomen kommen wie wir zu Ende des 20. Jahrhunderts in der UdSSR lernen konnten.

Diese Umwälzungen werden dann kommen, wenn der Bankrott (verursacht durch die Monster der Gesellschaft, dem Finanzunwesen und dem Staatsunwesen) endgültig ist. Dann wird es auch keine Weltbank mehr geben, der OECD die Finanzierung ausgehen, die EU genauso
Geschichte sein wie der Euro.

Dann stehen wir, als gesamte Gesellschaft vor den Trümmern unserer schlecht gestalteten Gesellschaft, so wie das auch immer wieder passiert ist und immer wieder passieren wird.

Dann wird Keiner mehr helfen, dann müssen sich die Menschen selber helfen und aus den Trümmern der Wirtschaft und Gesellschaft zusammen etwas Neues formen.

Die Verantwortung kommt dann den Menschen neu zu. Es werden vielleicht neue Entscheidungsträger gewählt, welche in den ersten Jahren / Jahrzehnten sich auch der Verantwortung mit aller Kraft stellen. Das wird dann die Chance es besser zu machen. Ob diese Chance auch genützt werden kann, das wird sich aber erst nach meinem Ableben zeigen. Ich würde mir als Basis die Menschenrechte wünschen.

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: 1. Parteiloser
27.08.2012 09:02
0 0

Re: Re: Es geht nicht darum im Sinne der Schüler zu entscheiden - es geht nur darum im Sinne der Parteien / Gewerkschaften / Ideologien die Ergebnisse zu bekommen!

Die gängige Praxis betreffend der Berücksichtigung der betroffenen Gruppen ist doch so:

- Um die Meinung der Eltern zu bekommen wird mit einer Menge an verschieden Elternvereinen gesprochen.

- Um die Meinung zur Finanzierung zu bekommen wird (wurde) der Neugebauer zum Kanzler / Vizekanzler entsandt um die gewünschten Gelder aufzustellen.

- Um die Meinung der Lehrpersonen zu bekommen wird mit einer erhebliche Menge an verschiedenen Gewerkschafter über Monate verhandelt. Natürlich alles freigestellte Lehrpersonen!

- Um die Meinung der Schüler kümmert sich gar Keiner. Nicht einmal ordentlich darum, dass die Schüler endlich die erforderlichen Fähigkeiten bekommen.

Zu1) Auch wenn Sie es nicht gerne hören werden, es sind mehr als genug Arbeitsplätze in den Schulen vorhanden. Die Klassenzimmer stehen doch zu 70% vollkommen leer. Wenn die Schüler darin arbeiten können, dann sollten es die Lehrpersonen doch auch können, oder? Den Traum vom Direktorenbüro brauchen die Mitmenschen wirklich nicht erfüllen! Ausrede!

Zu2) Schulreife durch die Lehrpersonen ordentlich und konsequent feststellen und darauf auch reagieren, dann geht es schon viel leichter. Den Rest können Sie kaum beeinflussen.

Zu3) Wie in vielen größeren Gruppen, welche zusammen arbeiten müssen, können diese Gruppen immer nur zusammen die Erholungszeit einhalten. Ihr Wunsch ist eher kaum logistisch machbar. Die Ferien sind auch weniger das Problem, die Arbeit im Unterricht ist doch eher das Problem!

Gast: Bettelstudent
26.08.2012 09:33
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Uni Zugang nur mehr mit Parteibuch

Das ist gerecht. Die Bildungseinrichtungen aller Párteien werden die Studienplätz aliquot entsprechend ihrer Wählerstimmen vergeben.

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Re: Uni Zugang nur mehr mit Parteibuch

Um Gottes Willen, sagen Sie sowas nicht laut. In zwei Tagen kommt sonst genau dieser Vorschlag aus dem Ministerium.

Re: Uni Zugang nur mehr mit Parteibuch

Interessanter Ansatz...

... und in Zeiten wie diesen und infolge der (teilweise aufgedeckten) Machenschaften in diesem Land gar nicht einmal so abwegig.

Gast: pol Beobachterin
26.08.2012 09:27
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Am meisten beruhigt mich,

dass endlich einmal nicht Rudas als Nachfolgerin gehandelt wird. Das wäre echt unerträglich.

Umsetzung des Bologna-Systems

Ich würde den österreichischen Bildungspolitikern dringend anraten, erst einmal die Konsequenzen des Bologna-Systems im eigenen Land umzusetzen.

Denn es kann einfach nicht sein, dass ausländische, jedoch aus EU-Staaten stammende Bildungsabschlüsse mit entsprechend ausgewiesenen ECTS in Österreich gar nicht oder höchst willkürlich anerkannt werden.
Anscheinend kocht man hierzulande noch immer fast nur im eigenen (Hochschul)Saft...

Ähnlich verhält es sich - immer noch - mit Studienabschlüssen von akkreditierten Privatuniversitäten, die in vielen Bereichen nicht einem Abschluss an einer staatlichen Universität gleichgesetzt werden.

Ein bildungspolitisches Armutszeugnis - der Willkür und Korruption sind hier Tür und Tor geöffnet!

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Re: Umsetzung des Bologna-Systems

Privatuniversitäten gehört die Akkreditierung grundsätzlich entzogen!

 
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