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Niederlande: Saftige Strafen für Bummelstudenten

26.08.2012 | 18:42 |  Von unserem Korrespondenten HELMUT HETZEL (Die Presse)

3000 Euro Bußgeld müssen Langzeitstudenten vermutlich ab September zahlen. Ein Versuch, das umstrittene Gesetz zu blockieren, scheiterte bereits.

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Den haag. ,,Ich kann es nicht fassen. Jetzt muss ich tatsächlich zahlen“, ärgert sich die 24-jährige Sanne, die an der Universität Leiden Italienisch studiert. Sanne ist im sechsten Studienjahr und damit zwei Jahre über der Regelstudienzeit. Ab September flattert ihr ein Bußgeldbescheid in Höhe von 3000 Euro ins Haus. Eine ähnliche Strafe droht am 1. September 77.000 niederländischen Studenten, weil sie ihre Regelstudienzeit überschritten haben.

Die Idee zu der harten Strafe für Langzeitstudenten kam von den Christdemokraten (CDA). Sie haben das Bußgeld durchgesetzt, obwohl die in Den Haag mit der CDA regierende liberale VVD dagegen war und ist: Der liberale Premier Mark Rutte nannte die Regelung sogar ,,das gehasste Bußgeld für Studenten“. Nun machte vor einer Woche CDA-Chef und Spitzenkandidat für die Neuwahlen am 12. September, Sybrand van Haersma Buma, einen Schritt zurück. Auf einer Wahlkampfveranstaltung an der Uni Utrecht sprach er sich plötzlich für die Abschaffung von Geldstrafen für Langzeitstudenten aus. Die Regelung soll vom Parlament blockiert werden, sodass sie zum 1. September nicht in Kraft treten könne.

 

Tief verschuldete Studenten

Die Oppositionsparteien ließen sich das nicht zweimal sagen. Sozialdemokraten, Grüne, Sozialisten und die linksliberale D66 waren ohnehin immer gegen die Strafe. Sie beriefen das Parlament zu einer Sondersitzung ein. Viele Langzeitstudenten atmeten auf. Doch sie wurden enttäuscht: Drei Tage lange debattierten die Politiker darüber, wie die durch Abschaffung der „Strafzahlungen“ drohende Finanzierungslücke von rund 400 Millionen Euro aufgefangen oder kompensiert werden könnte. Sie fanden keine Lösung.

So sieht es jetzt ganz danach aus, dass die Langzeitstudenten in Holland ab September zur Kasse gebeten werden. Viele der 77.000 Langzeitstudenten werden dadurch in große finanzielle Schwierigkeiten kommen. Denn wer in den Niederlanden die Regelstudienzeit überschreitet, dem wird ohnehin schon das staatliche Stipendium gestrichen. Dann müssen neue Kredite aufgenommen werden. Die gibt es zwar relativ zinsgünstig, aber der Schuldenberg wächst mit zunehmender Studiendauer immer mehr. Es ist keine Ausnahme mehr, dass so mancher niederländische Student am Ende eines sechsjährigen Studiums Schulden in Höhe von 40.000 Euro oder mehr hat.

Ironie an der Geschichte: Die meisten Politiker, die das Bußgeld für Langzeitstudenten forderten, sind früher selbst welche gewesen. Etwa CDA-Chef Sybrand van Haersma Bum: Er studierte sieben Jahre lang Jus – drei Jahre über die Regelstudienzeit. Heute würde ihn das 9000 Euro Strafe kosten.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 27.08.2012)

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60 Kommentare
 
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Gast: Lebenslanger Student
30.08.2012 20:55
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Warum dieser Zwang zur Eile?

Warum ist man so böse auf die Langzeit-Studenten? Die belasten die Uni doch kein bisschen mehr als die Schnellen! Warum soll nicht jeder soviel und so lange studieren können, wie er/sie kann oder will.

Da redet man immer von lebenslangem Lernen. Warum sollte das auf Uni-Niveau nicht möglich sein? Natürlich kann man nicht ein Leben lang alle 5 Jahre ein neues Studium abschließen. Aber wenn man ein Leben lang pro Semester ein oder zwei Prüfungen macht ist das gut für die grauen Zellen und man bleibt immer up to date.

Wenn jeder Student pro Semester etwa 50 € Studiengebühr und dann nochmal pro Anmeldung zu einem Seminar oder zu einer Prüfung 20 bis 50 € zahlt, dann hätten die Unis zusätzliche Einnahmen und könnten den Studenten mehr bieten.
Wer schnell studieren will, kann das machen und hätte sogar bessere Voraussetzungen, dass das auch gelingt.
Wer sich seinem Studium intensiver widmen will und sich gern auch ein bisschen mehr als die Pflichtliteratur zu Gemüte führen will soll diese Möglichkeit haben.
Wer nebenberuflich studiert, kann das ohne zermürbenden Stress.
Wer Familie hat, kann sich die Zeit nach Bedarf einteilen.

Kann mir einer erklären, warum es so wichtig sein soll, das Studium in kürzester Zeit zu absolvieren? Das macht einfach keinen Sinn.

Antworten Gast: Berufstätige Studentin
30.08.2012 21:26
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Re: Warum dieser Zwang zur Eile?

Das kommt daher, dass ein Studium immer noch als Berufsausbildung betrachtet wird. Sprich: die Maturanten sollen möglichst schnell mit ihrer Ausbildung fertig werden um dann möglichst lange zu arbeiten und Geld zu verdienen. Ein Studium wird nicht als Bildung gesehen, sondern als Mittel zum Zweck: nämlich neue Arbeitskräfte zu gewinnen.

Das würde aber implizieren, dass man Vollzeit studiert. Das tun aber die wenigsten, weil man ja auch von etwas leben muss.

Ich sehe es auch so, dass man sich sein Leben lang neben dem Beruf weiterbilden soll. Für mich ist auch das Studium das Mittel der Wahl und ich finde, dass es durchaus möglich ist, ein Leben lang alle 5 Jahre ein neues Studium abzuschließen. Ich habe das so vor - mein erstes ist bald fertig abgeschlossen und die anderen 4 folgen dann in den nächsten paar Jahren ;). Ich werde das auch weiterhin so machen, ich arbeite, verdiene mein Geld und kann mir das leisten.

Ich finde, es gibt schlimmere Arten, seine Zeit zu verbringen.

Antworten Antworten Gast: Lebenslanger Student
31.08.2012 16:22
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Re: Re: Warum dieser Zwang zur Eile?

Mir kommt es auch schon bald so vor, dass die Universität sich zu einer Berufsschule für Maturanten entwickelt. Das ist schade. Die Uni soll der Wissensvermehrung dienen. Wenn jemand ganz schnell in den Beruf möchte, soll er nicht daran gehindert werden. Aber ebenso sollte man die Menschen, für die das Studium, die Forschung, die Wissensvermehrung Selbstzweck sind, nicht schief anschauen, denn das ist doch der Hauptzweck der Uni.

Mir wäre es nicht recht, wenn ich mich neben dem Beruf nur noch aufs Studium konzentrieren könnte. Das Leben bietet noch so vieles andere. Aber solche Entscheidungen sollte jeder für sich treffen können.

Übrigens würde es der Universität auch nicht schaden, wenn mehr Menschen mit Berufserfahrung ihr Wissen einbringen. Ich konnte schon öfter feststellen, dass in dem Bereich in dem ich über berufliche Erfahrung verfüge, die Lehre an der Uni dem Wissen in der Wirtschaft hinterherhinkt. Das sollte nicht sein. Wenn mehr Menschen neben dem Job studieren würden, würden sie ihr berufliches Wissen in die Uni tragen, das wäre ein Vorteil für alle.

Gast: Wurstsemmel
28.08.2012 11:27
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Berufstätige Studenten...

Können berufstätige "Bummelstudenten" diese Kosten den steuerlich geltend machen?

Die meisten Politiker, die das Bußgeld für Langzeitstudenten forderten, sind früher selbst welche gewesen.

na dann sollten sie rückwirkend zahlen (mit Zinsen) und mit gutem Beispiel vorausgehen ;D

Gast: R3alist
28.08.2012 11:01
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Ich kenne keinen Einzigen

in meiner Studienrichtung aus meinem Jahrgang, der sein Studium in Mindestzeit abgeschlossen hat.
Das geht vielleicht, wenn man nur mit möglichst wenig Aufwand eine Prüfung nach der anderen macht. Das hat aber nichts mit Studieren zu tun! Studieren bedeutet auch mit Kollegen und Professoren zu diskutieren, Zusatzliteratur lesen, herumexperimentieren, etc

Antworten Gast: ing
28.08.2012 16:42
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Re: Ich kenne keinen Einzigen

Es wird immer so getan, als wären alle Studien Vollzeitjobs. Das stimmt nicht.
In meinem Fall (TU) kann man sehr wohl das Studium in 10 Semestern absolvieren, auch wenn man nebenher arbeitet. Bei Party, Freundin, Urlaub muss man sich halt etwas einschränken (wie jeder andere verantwortungsvolle Arbeitnehmer auch)

Ich bezweifle stark, dass die Verzögerungen im Studium durch Diskussionen, Studium von Zusatzliteratur oder Herumexperimentieren verursacht werden. Ich kenne sehr viele Beispiele, wo die lange Studienzeit ganz simpel durch mangelnde Arbeitsmoral begründet ist.

Antworten Antworten Gast: Berufstätige Studentin
29.08.2012 11:31
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Re: Re: Ich kenne keinen Einzigen

10 Semester sind ja eh nicht so kurz. Hier gehts aber sehr wahrscheinlich eher um die Bachelorstudiengänge, deren Regelstudiendauer 6 Semester ist.

Und das ist nebenberuflich schwer machbar, hauptsächlich deshalb, weil man ja aufgrund des Jobs oft Pflichtlehrveranstaltungen verschieben muss. Es kommt auch vor, dass man in gewisse LV aufgrund einer Platzbeschränkung nicht hinein kommt und viele LV nur einmal/Jahr angeboten werden.

Gast: Wäre bloß Deppensteuer
28.08.2012 10:24
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Sollte diese Idee in Ö eingeführt werden, berauben wir uns unserer Politelite, denn diese rekrudiert sich aus unverschuldeten Langzeitstudenten ...

Ein Physiotherapeut kassiert 60 Euro pro Stunde,
mit BWL-Doktorat hingegen verdient man vielfach wegen der vielen aufgezwungenen unbezahlten Überstunden infolge der langjährigen drastischen Einsparungen oft nicht mehr als 6 Euro pro Stunde brutto. Jede polnische Putzfrau verlangt schon 15 Euro pro Stunde für schlampigen Schlendrian. Heimhilfen verlangen fast 30 Euro für 35 Minuten Husch-pfusch. Ausländische Altenpfleger ohne Qualifikation oder gar Deutschkenntnisse bekommen 4.000 Euro und mehr pro Monat: netto!

Studieren rentiert sich nicht mehr!
Ist nurmehr Liebhaberei.

In Gold aufgewogen werden verläßliche Handwerker.

Für Bundeskanzler genügt Matura.
Minister haben nicht einmal diese.

Bankster mit Millionen-Gage haben oft auch nur diese (z.B. Elsner).

NeoÖsterreicher mit Sozialhilfe+div.Sozialleistungen und kostenloser Neubauwohnung sind - obwohl dauerarbeitslos und kaum des Schreibens mächtig - finanziell weitaus besser gestellt als viele (Jung-)Akademiker, die sich die superteuren Wohnungen selbst finanzieren müssen.

Wozu also studieren?

Jetzt wird dank ÖVP-Kurz fast jeder Wisch nostrifiziert.
Studiert man halt irgendwo an einer der vielen einladenden Billig-Unis (online-Master ab 40$) in einem sonnigen Land, um die Strafgebühr zu umgehen, und läßt dann das Master-Abschlußzeugnis nostrifizieren.
Basta!

Blöd, wer so einfallslos ist, sich hier an den kaputten Massenunis schikkanieren zu lassen.

Nur die Hammelherde der eindimensionalen UniUnfähigen geifert wieder...

Antworten Gast: Micaela
07.09.2012 23:11
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Re: Sollte diese Idee in Ö eingeführt werden, berauben wir uns unserer Politelite, denn diese rekrudiert sich aus unverschuldeten Langzeitstudenten ...

Ich glaube, Sie leben auf einem anderen Planeten. Akademiker verdienen immerhin noch mehr als Nichtakademiker. Ich kenne keinen, der um € 6 arbeitet, es sei denn er steht am Berufsanfang. Ohne Studium oder Matura verdient man heute nichts mehr.

Ich kenne keine Putzfrau, die € 15 verdient. Es sein denn, sie hat so großzügige Kunden, doch das ist freiwillig und das spielt sich am schwarzen Markt ab.

Wenn Pflegekräfte so viel verdienen würden, wären sicher jede Menge Ö bereit, den Job zu machen. 4000 Euro sind doch ein glatter Blödsinn. Warum machen Sie dann nicht den Job? Ich habe selbst eine 24h Betreuung für meinen Vater, da kassieren noch 2 Agenturen Vermittlungskosten. Die Pflegerin bekommt für eine Rund um die Uhr Betreuung € 1000. Sie hat nur 2 Stunden Freizeit am Tag. Bei meinem Vater gibt es keine Nachtdienste, ansonsten müssen sie oft in der Nacht aufstehen. Wenn diese Frauen nach Hause kommen, müssen sie oft ihre eigene Familie versorgen, da es dort keinen Sozialstaat gibt. Ich persönlich möchte nicht so ein Leben haben. Doch diese Leute machen den Job, weil sie in der Heimat eben nichts verdienen.

Heimhilfen leisten einen sehr wichtigen Teil gesellschaftlicher Arbeit. Das Geld was Sie zahlen, fließt in Agenturen und Bürokratie. Meine Freundin ist Heimhilfe und ihr bleibt 7 Euro/Stunde.

Re: Sollte diese Idee in Ö eingeführt werden, berauben wir uns unserer Politelite, denn diese rekrudiert sich aus unverschuldeten Langzeitstudenten ...

"Ausländische Altenpfleger ohne Qualifikation oder gar Deutschkenntnisse bekommen 4.000 Euro und mehr pro Monat: netto!"

wo haben´S den die Auskunft her?
Eine dipl. Krankenschwester verdient in Österreich ca. € 2.200 brutto, mit Wochenenddiensten und Nachtdiensten kommt sie bei 18 Diensten/Monat auf ca. € 2.000 netto

wenn Sie´s nicht glauben, bewerben Sie Sich doch als unqualifizierter Pfleger - zuerst wird Ihnen aber eine ordentliche mehrjährige Ausbildung verpasst - selbstverständlich mit € 4.000 netto / Monat / Gehalt

oh Mann......

Antworten Antworten Gast: Umkehrung der Werte
28.08.2012 21:46
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Re: Re: Sollte diese Idee in Ö eingeführt werden, berauben wir uns unserer Politelite, denn diese rekrudiert sich aus unverschuldeten Langzeitstudenten ...


>wo haben´S den die Auskunft her?<

Von der Caritas & Co.
Schauen Sie sich die Pflegeheimpreise inklusive dem Rattenschwanz an Nebenkosten für jeden Handgriff (zB Augeneintropfen pro Mal 5 Euro zusätzlich usw. usf.) online an.
Oder verlangen Sie einen der üblichen Knebelverträge für sog. 24-Stunden-Pflege und addieren Sie die Nebenkosten & Deputate für kostenloses Wohnen, Verpflegung, Hin+Herreisen u.v.a.m. Fragen Sie nach der Qualifikation der Damen, die meist kaum Deutsch radebrechen. Oder gar nach Referenzen. Viel Glück!

Es war nicht die Rede von dipl.Krankenschwestern, die es in Wiens Spitälern kaum noch gibt. Statt ihnen fast ausschließlich nurmehr AMS-zwangsumgeschulte Schnellsiederkurs-Krankenpfleger von und "Hartz IV"-Flüchtlinge aus D, die alle insbes. inklusive Nachtdiensten weit mehr als die meisten Akademiker in den ersten 10 Arbeitsjahren bezahlt bekommen.

Rechtsanwaltsanwärter mit LLM und Doktorat bekommen oft nur 700-1.000 Euro brutto für eine 80-Stunden-Woche. Die gelten aber sonderbarerweise als "reich" während Schnellsiederkurs-Krankenpfleger mit über 2.000 Euro netto pro Monat als "arm" bezeichnet werden.

Zwei Doktorate und seltene Zusatzqualifikationen wie etwa einige Fremdsprachen perfekt werden nur mit immens viel Mehrarbeit+Burnout honoriert.

In den Vorstandsetagen wimmelt es von halbintelligenten FH-Schnöseln.

Studieren ist ein Luxus, der sich in Ö vielfach nicht mehr rentiert!

Als BWL+Jus-Dr. bin ich jetzt Altenpfleger mit doppeltem Gehalt!

Antworten Antworten Antworten Gast: Zenzine
29.08.2012 11:33
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Re: Re: Re: Sollte diese Idee in Ö eingeführt werden, berauben wir uns unserer Politelite, denn diese rekrudiert sich aus unverschuldeten Langzeitstudenten ...

Die Pflegeheimpreise kommen aber nicht dem dort beschäftigten Personal zugute. Das sollte eigentlich logisch sein.

Wenn jemand beim Merkur teuer einkauft, heißt das auch nicht, dass die Angestellten besser bezahlt sind.

Re: Re: Re: Sollte diese Idee in Ö eingeführt werden, berauben wir uns unserer Politelite, denn diese rekrudiert sich aus unverschuldeten Langzeitstudenten ...

na hätten´S halt was g´scheites g´lernt, da kann ja keiner was dafür, dass Sie als Dr.JusBwler so einen Frust haben und anscheinend nicht so gut bezahlt sind als Akademiker.
oder Sie verkaufen Sich halt schlecht, aber das ist auch nicht die Schuld der Altenpfleger, welche nur auf € 2000/Monat kommen, wenn`s dementsprechende Stunden abarbeiten und fremden Leuten den Hintern wischen - ich möcht das nicht machen müssen
Sie können Ihre Mama/Papa natürlich auch selber pflegen, wenn Ihnen diese Dienstleistung Fremder zu teuer ist
im übrigen stellt die Stadt Wien, ebenso die Privaten KHs, nur diplomierte Krankenschwestern als Krankenschwestern ein, egal aus welchem Land - Die Nostrifikation erfolgt übers BM/Gesundheit, die u.U. fehlenden Fachgebiete müssen in A vor einer Prüfungskommisssion abgelegt werden
also informieren Sie Sich (gerade als Akademiker) über gewisse Themen, bevor Sie allzu viel Stuss verbreiten
und
wechseln`S den Job wenn´S so frustriert sind, würd mich interessieren, wie lang Sie brauchen, bis Sie als Altenpfleger im Burnout zu landen.....
schönen Tag noch

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Nicht-Akademiker verdienen inzwischen mit lockeren Jobs weit mehr als viele Akademiker (wegen Angebot vs. Nachfrage)!!
29.08.2012 22:57
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Pflegeberufe sind wegen der hohen Nachfrage weit besser bezahlt (obwohl nicht anstrengend) als die Akademiker-Niedriggehälter wegen AkademikerÜberangebot

Sinnerfassend sollte man lesen können, bevor man frustriert in die Tasten haut.

In Wiens Spitälern und Pflegeheimen findet man in der Patientenversorgung kaum noch Krankenschwestern (da zu teuer). Stattdessen wimmelt es aus Einsparungsgründen von auf die Patienten losgelassenen frustrierten und minderqualifizierten Pflegehelfern, wo vieles schief geht. Die Alten und Hilflosen leiden am meisten (viele kapitale Fehler passieren, die aber vertuscht werden); sie werden bei längeren Spitalsaufenthalten vielfach kaputtgemacht, um anschließend in ein teures Pflegeheim abgeschoben zu werden. Viele dieser dauerfrustrierten Pflegehelfer wurden als Dauerarbeitslose vom AMS dazu gezwungen (umgeschulte Gerüstarbeiter, Strafentlassene etc.). Die vernachlässigten Patienten leiden und dem Steuerzahler werden als Konsequenz unnötige hohe Kosten für Pflegeheime, Pflegegeld, Heimhilfen u.ä. aufgebürdet.

Da wegen Überangebot an UniAbsolventen in zB Jus und Wirtschaft insbesondere in Krisenzeiten die gebotenen Gehälter vergleichsweise niedrig sind, wechselt nun so mancher clevere Master oder Doktor in die sehr gut bezahlten Pflegeberufe. Vor allem in privaten Haushalten ist die Nachfrage nach verläßlichen, gewissenhaften, umsichtigen, kompetenten, intelligenten, fröhlichen, einsatzbereiten Pflegekräften hoch.

Man soll sich von den professionellen Nörglern nicht entmutigen lassen!

Wer sich als Akademiker nicht zu fein ist anzupacken, Geduld aufbringen kann, findet als Pfleger einen guten Job.

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Micaela
07.09.2012 23:23
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Re: Pflegeberufe sind wegen der hohen Nachfrage weit besser bezahlt (obwohl nicht anstrengend) als die Akademiker-Niedriggehälter wegen AkademikerÜberangebot

Meine Eltern sind beide über 80 und waren in den letzten Jahren in verschiedenen Spitälern. Überall gab es Krankenschwestern, Therapeuten und Pfleger. Was Sie reden, ist Unsinn.

Leute in Pflegeberufen haben ein erhöhtes Risiko, selbst zu erkranken. Der Beruf ist psychisch sehr belastend. 24h Betreuer ist auf keinen Fall ein leichter Job. Diese müssen alle Arbeiten machen, die anfallen. Dazu muss gesagt werden, dass wir zu alt werden und die Krankheiten immer schwieriger werden. Demenz ist sehr betreuungsintensiv und die meisten von uns würden es nicht mehr als 2 Tage aushalten. Ich möchte nicht so ein Leben führen wie viele 24h Betreuer: 2 Monate zu Hause, 2 Monate im Ausland ohne Geld. Nicht alle sind gut und geeignet, doch diese werden sowieso von den Familien abgelehnt.

Gast: X S 1 C H T
28.08.2012 02:22
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recht so,

sollte bei uns auch eingeführt werden, nur verschärft! mindeststudienzeit +1 semester, sonst mindestens 18 jahre arbeitslager. (austauschstudentenprogramm in kooperation mit nordkorea).

Tolle Idee

eine gute Filtermethode um ewige Langzeitstudenten zu "motivieren" sollte bei uns auch eingeführt werden !

Antworten Gast: keinlzs
27.08.2012 23:36
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Re: Tolle Idee

Finde ich auch! Außerdem sollte man sich im Klaren sein, was zu einem paßt und nicht nur, was einen interessiert!

Antworten Gast: marmelade
27.08.2012 19:32
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Re: Tolle Idee

Wieso unterstellen Sie sämtlichen "Langzeitstudenten" mangelnde Motivation?

Reicht für das Erfassen anderen Umstände (zB. Berufstätigkeit) möglicherweise Ihre Denkleistung nicht?
In Maschinenbau oder Architektur finden Sie fast ausschließlich "Langzeitstudenten".

Re: Re: Tolle Idee

naja - ich kanns gerne beweisen dass man in der "Normalzeit" studieren-, arbeiten ,- und sogar noch auf urlaub fahren kann,... vielleicht reicht nicht immer das Denkvermögen dazu aus - da gebe ich Ihnen recht - dann sollte man sich jedoch entscheiden

Antworten Antworten Antworten Gast: Gast2
27.08.2012 22:58
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Re: Re: Re: Tolle Idee

Hört, hört! Haben Sie Maschinenbau studiert? Oder was war Ihre Studienrichtung und wann?

echt motivierend

überhaupt weiterbildung anzugehen!

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Mich würde mal interessieren...

welche ungeheuren Mehrkosten entstehen denn, wenn jemand länger studiert? Ich kann mir nur vorstellen, dass ein Student der sich für eine Vorlesung anmeldet, diese dann aber nicht besucht mehr kostet. Aber sonst? Wenn dem so ist sollte man einen "Langzeitstudenten" bitte an der Zahl unnötig angemeldeter Vorlesungen messen und nicht an der Anzahl der Semester. Wäre aus meiner Sicht gerechter und würde mehr Raum für Individualität bringen

Antworten Gast: Berufstätige Studentin
29.08.2012 11:36
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Re: Mich würde mal interessieren...

Gar keine.

LV werden so oder so abgehalten, unabhängig davon, ob nun 3 oder 300 Studierende im Hörsaal sitzen. Prüfungen detto, denn es muss ja eine gewisse Anzahl von Prüfungen pro LV angeboten werden.

Man kann höchstens die Säle umdisponieren, wenn man vorher weiß, wie viele Studierende erscheinen werden, aber an den Kosten ändert das gar nichts.

Gast: Knaller
27.08.2012 14:07
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Ein Schritt in die richtige Richtung!

Es sollten auch "Hobbystudenten", z.B. jene, die im Fortgeschrittenen Alter, eventuell ab 50, also in einem Alter, in dem Sie durch eine neue Ausbildung kaum mehr der Öffentlichkeit werden dienen können, beginnen. Warum sollen 60jährige noch ein Studum machen? Wohl nur zur eigenen Befriedigung, zur eigenen Freude. Das ist auch zu respektieren, aber zahlen sollen sie dafür selbst!

 
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