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Uni-Zugang: Jus ist beliebtestes Studium

28.08.2012 | 11:05 |   (DiePresse.com)

Wen könnten Zugangsbeschränkungen bei Massenfächern treffen? In den "Top 20" der meistinskribierten Studien lieget Jus vor Wirtschafts- und Sozialwissenschaften und Anglistik.

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Im Zuge einer Studienplatzfinanzierung hat sich zuletzt auch die SPÖ Zugangsbeschränkungen für "Massenfächer" vorstellen können. Beliebtestes Studium bei Studienanfängern waren dabei im Wintersemester 2011/12 die Rechtswissenschaften mit 4488 ordentlichen Studierenden im ersten Semester (ohne Doktoratstudien). Auf Platz zwei landeten laut einer Aufstellung des Wissenschaftsministeriums die Wirtschafts- und Sozialwissenschaften (4220), auf Platz drei folgen mit großem Abstand Anglistik und Amerikanistik (2585).

Auf mehr als 2000 Erstsemestrige kamen im vergangenen Wintersemester außerdem noch Pädagogik (2311), Deutsche Philologie (2209), Architektur (2071), Geschichte (2012) und Biologie (2001).

In den Top Ten klassierten sich außerdem noch Informatik (1982) und Wirtschaftsrecht (1719). Die weitere Rangliste: Wirtschaftswissenschaften (1636), Psychologie (1624), Geografie bzw. Humanmedizin (je 1584), Übersetzen und Dolmetschen (1426), Betriebswirtschaft (1395), Publizistik und Kommunikationswissenschaften (1307), Mathematik (1215), Politikwissenschaft (1183) und Pharmazie (1157).

Dabei zeigen sich durchaus Unterschiede zu einer ähnlichen Aufstellung aus dem Studienjahr 2009/10: Demnach haben die Rechtswissenschaften die Wirtschafts- und Sozialwissenschaften überholt. Publizistik und Psychologie haben durch die Implementierung von Aufnahmetests deutlich verloren, zu den Gewinnern zählen die Anglistik und Amerikanistik, die Deutsche Philologie, Geschichte, Architektur und Informatik. Aus den Top 20 herausgefallen sind Soziologie, Theater-, Film- und Medienwissenschaft, neu dazugekommen Mathematik und Geografie.

(APA)

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17 Kommentare
Gast: Hermann vom Gipfel
04.09.2012 08:10
0 0

Ein Studium der Korruption benötigt auch

eine genaue Kenntnis der Rechtslage um das GEsetz beugen zu können.

Gast: Juristenverseuchter Beamtenstaat
29.08.2012 01:09
4 0

Für die Fehlentwicklung hauptverantwortlich sind die Berufsberatung und ehrgeizige Eltern,

die für ihr aufgeblasenes Ego aus Prestigegründen "studierende Kinder" brauchen. Wer eigentlich für nichts begabt ist und den in Wahrheit auch nichts Spezielles interessiert, dem wird dann zu Jus oder Wirtschaft geraten, damit er dereinst viel verdient. Alle anderen Träumer mit "billiger" Matura studieren dann die obigen Massenstudien mehr oder minder lustlos, denn ohne Titel ist man in Ö noch immer ein Niemand.

Viel Innovatives und/oder Sinnvolles gibt es an den altvaterischen österr. Unis nicht. Im Proporz besetzt, träumt eine privilegierte Kaste pragmatisiert vor sich hin. Das stört niemanden, denn unsere Massenunis sind längst zu Legitimationsanstalten der unteren Mittelschicht verkommen.

Wer es sich irgendwie leisten kann, studiert sowieso an einer ausländischen Prestigeuni etwas Marktgängiges. Und bleibt dann gleich beruflich im Ausland, wo man viel mehr Kaufkraft verdient.

Die Realeinkommen im akademikerfeindlichen Ö sind nämlich ein schlechter Scherz. Denn niemand wird mit derartiger Häme ausgebeutet wie Akademiker in Ö. Migranten mit Studium meiden das Hochsteuerland Ö mit seinen inzwischen mickrigen Akademikereinkommen.

Wie zahlreiche Beispiele beweisen, kommt es hier weder auf Wissen, Können, Leistung sondern einzig auf "Beziehungen" an um einen tollen Job zu angeln. Die Oberen bevorzugen "Ungefährliche"=Nächstdümmere, während die verbal entwerteten Doktoren von der 2. Garde der "Ungefährlichen" hämisch mit Niedriggehältern weidlich ausgenützt werden.

Gast: vagabundo_hvar
28.08.2012 15:52
3 1

"Wen könnten Zugangsbeschränkungen bei Massenfächern treffen?"

Natuerlich die Falschen!

Die im Artikel genannten Zahlen sind (i) nicht nachvollziehbar und (ii) sagen sie gar nichts ohne dazugehoerige Absolventen- bzw. Dropout-Zahlen. Beispiel Jus/Uni Wien (Quelle: http://studien-lehrwesen.univie.ac.at/informationen-und-downloads/datenanfragen/studstat/):

Im WS2011 haben sagenhafte 223 Personen das Diplomstudium Rechtswissenschaften abgeschlossen. Im Vergleich mit den Anfaengerzahlen aus dem WS2007 (ca. 1800) ergibt das eine Dropuot-Rate von ca. 88% (die Zahlen aus anderen Semestern sind absolut vergleichbar).

Das Problem sind also die Faulenzer bzw. die inkompetenten Mittelschulen.

Adaequate und faire Entlastung kann man nur durch allgemein hoeheres Niveau und strenge Studieneingansphasen erreichen.

Antworten Gast: Pedro
29.08.2012 13:01
0 0

Re: "Wen könnten Zugangsbeschränkungen bei Massenfächern treffen?"

Naja, das hat einen anderen Grund. Die Uni hat einfach nur beschränkte Mittel und gar nicht die Möglichkeiten alle die sich anmelden auch auszubilden. Die extrem vielen Erstsemestrigen binden derart viele Ressourcen dass gar nichts anderes übrigbleibt (die WU Wien macht es genauso) als Knock-out Prüfungen am Anfang zu benutzen um möglichst viele rauszuprüfen. Dazu kommt dass so etwas wie Service nicht vorhanden ist. Und wen man am Anfang nicht los wird, den versucht man halt im 2. Abschnitt mit den Zivilrechtlichen Fächern loszuwerden.

Die Ressourcen sind einfach nicht da um alle auszubilden. Der Staat will aber keinen regulierten Zugang, also müssen sich die Unis halt mit anderen Mitteln helfen um die Massen zu bewältigen.

Antworten Gast: RK444
28.08.2012 16:38
6 3

Re: "Wen könnten Zugangsbeschränkungen bei Massenfächern treffen?"

Trifft den Nagel fast auf den Kopf.

Das wirkliche Problem sind die Personen, die
1. eigentlich nicht für ein Studium geeignet sind, aber es auf Grund fehlender Information noch nicht wissen. Da müsste das Matura-Niveau mal wieder angepasst werden, und zwar nach oben.

2. wenn sie nicht wissen, was sie studieren sollen, dann wirds halt Jus, oder WiRe bzw. ein anderer "Klassiker".

Bezeichnend: Deutsche Philologie, Architektur, Amerikanistik, Anglistik und Geschichte haben jeweils mehr als 2000 Studienanfänger. Wozu? Zeigt mir die Arbeitsplätze, die als Anforderung eines der o.g. Studien haben.

Natürlich darf man auch etwas zum Spaß studieren, aber dann finde ich, sollte diese Person sich den Spaß auch selbst finanzieren...

Gast: Marsmensch
28.08.2012 15:32
0 0

und wo steht Naturwissenschaft und Technik


Antworten Gast: Balta
28.08.2012 16:22
1 0

Re: und wo steht Naturwissenschaft und Technik

Wo würden Sie denn Geograhie, Mathematik und Pharmazie einordnen. Das hat zumindest Naturwissenschaftlichen Bezug...

Antworten Antworten Gast: Gast2
28.08.2012 21:50
1 0

Re: Re: und wo steht Naturwissenschaft und Technik

Mathematik ist weder Naturwissenschaft noch Technik.

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Re: Re: Re: und wo steht Naturwissenschaft und Technik

Mathematik ist Grundlage für de facto alle Naturwissenschaften - es lässt sich also durchaus streiten, ob sie nicht dazu gezählt werden kann.

1 0

Re: Re: Re: und wo steht Naturwissenschaft und Technik

Biologie hingegen schon!

Gast: StudentIn
28.08.2012 14:18
10 0

Was längst verboten gehört

Anglistik ohne Lehramt, kenne einen Absolventen, de arbeitet jetzt mit Doktortitel bei Libero als Verkäufer, und meine Mitbewohnerin studiert ebenfalls Anglistik und Germanistik ohne Lehramt, auf die Frage was sie nach dem Studium damit machen will: "Naja irgendwas wird sich dann schon ergeben, da gibt's doch eh so viel." Von den "vielen" Möglichkeiten fällt ihr dann aber doch keine einzige ein....

Re: Was längst verboten gehört

ich kenne eine organistin,welche schon seit vielen jahren einen job sucht.es ist nicht einzusehen,daß der staat für solche orchideenstudien soviel geld verschwendet.wenn jemand so ein brotloses studium wählt,möge er sich das selbst bezahlen.

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Re: Re: Was längst verboten gehört

Oder: wenn jemand ein Studium mit tollen finanziellen Aussichten wählt, möge er es sich selbst bezahlen - er oder sie wird es sich dann ja leisten können!

Antworten Antworten Gast: Gast2
28.08.2012 21:51
1 0

Re: Re: Was längst verboten gehört

Ich kenne eine österreichische Organistin, die den Nobelpreis für Literatur gewonnen hat.

Gast: 43er
28.08.2012 12:03
4 1

Das sind absolute Zahlen

und haben mit dem Arbeitsmarkt nichts zu tun. Juristen sind zB kaum zu finden.

Antworten Gast: Pharmazeut
28.08.2012 14:20
4 0

Re: Das sind absolute Zahlen

gilt auch für Pharmazie, nach dem ersten Semester kommen dann vielleicht 100 von den 1100 weiter, schon allein weil die Hälfte nur auf die nächste Chance für den EMS wartet.

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Re: Re: Das sind absolute Zahlen

Das selbe in Biologie !

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