An der Medizinischen Universität Innsbruck steht wieder eine Wahl an, das Amt des Rektors wird mit 1. Oktober 2013 neu besetzt. Gestern, Donnerstag, lief die Bewerbungsfrist aus. 13 Personen haben Interesse für diesen Posten gezeigt. "Darunter befinden sich hochkarätige Bewerbungen", sagte die Vorsitzende des Universitätsrats, Gabriele Fischer, am Freitag. Auch der amtierende Rektor, Herbert Lochs, und die ehemalige Vizerektorin, Margarethe Hochleitner, sind unter den Kandidaten.
"Er bewirbt sich im Sinne der Kontinuität", begründete eine Sprecherin des Rektors bereits Donnerstagabend die Entscheidung von Lochs. Er habe in seiner Amtszeit wesentliche Strukturentscheidungen sowohl im klinischen als auch im medizinisch-theoretischen Bereich wie der Inneren Medizin, Psychiatrie oder Kinderklinik getroffen, führte der Med-Uni-Chef gegenüber der "Tiroler Tageszeitung" in der Freitagausgabe näher aus. Zudem habe er beim Klinischen Mehraufwand eine Einigung mit Bund und Land erreichen können.
Hochleitner war 2009 abgelehnt worden
Hochleitner bestätigte ihre neuerliche Kandidatur. Die 62-Jährige war bei der Wahl Mitte April 2009 nicht zum Zug gekommen, stattdessen machte der Gastroenterologe Lochs das Rennen. Daraufhin hatte die Bundes-Gleichbehandlungskommission (B-GBK) in einem Gutachten bestätigt, dass die Internistin als Frau diskriminiert worden war. Hochleitner, Leiterin der Koordinationsstelle für Gleichstellung, Frauenförderung und Geschlechterforschung klagte daraufhin auf Schadenersatz. Das Landesgericht Innsbruck lehnte die Klage Anfang Juni schließlich ab.
Laut Fischer kämen die Bewerber aus dem In- und Ausland. Und "Gott sei Dank" befänden sich darunter auch Frauen. "Der Medizin-Uni-Standort Innsbruck ist ein Aushängeschild, besonders aufgrund der Entwicklungen in den vergangenen Jahren", meinte die Unirats-Vorsitzende. Ihren Aussagen nach solle die oder der neue Rektor noch in diesem Jahr feststehen.
(APA)
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