19.05.2013 11:10 Merkliste 0

Inskription: Früherer Anmeldeschluss brachte kein Minus

05.09.2012 | 16:08 |   (DiePresse.com)

Die WU sowie die Unis Linz, Graz, Klagenfurt und Leoben erwarten Steigerungen. Die anderen Unis rechnen mit dem Vorjahresniveau bei Studienanfängern.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Das frühere Ende der Uni-Inskriptionsfrist für Studienanfänger scheint nicht zu dem befürchteten Rückgang an Neueinschreibungen für Bachelor- und Diplomstudien führen. Derzeit gehen die Universitäten von einer gleichbleibenden bis leicht steigenden Zahl an Studienanfängern aus. Das hat ein Rundruf am Mittwoch an jenen elf Unis ergeben, für die die Neuregelung gilt.

Die Universität Wien geht davon aus, in etwa die Zahlen des Vorjahres zu erreichen. Genaue Daten werde es frühestens morgen, Donnerstag, geben. Bis vergangenen Freitag (31. August) wurden 11.500 Anfänger in Bachelor- bzw. Diplomstudien zugelassen - im Wintersemester 2011 waren es rund 12.300. Derzeit registriert die Studienabteilung etwa 1000 Personen pro Tag, wobei darunter aber auch Interessenten für ein Masterstudium seien oder Personen, die nur Unterlagen nachbringen.

Noch deutlich unter den Zahlen des Vorjahrs liegt man an der Technischen Universität (TU) Wien: Mit Stand von Dienstagmittag gab es dort 3.006 Neueinschreibungen, das sind rund 70 Prozent der Zahl des vorigen Wintersemesters (4315). Allerdings fehlen noch jene Interessenten, die sich am Dienstagnachmittag und am Mittwoch eingeschrieben haben, betont man im Rektorat. Ebenfalls nicht dabei: Anträge ausländischer Studenten und all jener, die unter die Ausnahmeregelung fallen. "Insgesamt sollten wir damit nicht allzu weit weg sein von den Vorjahreszahlen."

An der Uni Graz waren mittags bereits mehr als 4.100 Studienanfänger inskribiert, bis zum Nachmittag rechnet man mit etwa 4200. Dazu dürften noch bis zu 300 Anfänger aus Psychologie und Sportwissenschaften kommen - in diesen Fächern gab es bzw. gibt es Aufnahmsprüfungen, deren Ergebnisse noch nicht feststehen. Wie viele dieser Personen "sicherheitshalber" noch ein anderes Studium inskribiert haben, ist unklar. Tendenziell rechnet man an der Uni Graz damit, dass die Vorjahres-Anfängerzahl von 4300 Personen übertroffen wird.

Leicht unter der Vorjahreszahl lag Mittwoch mittags noch die Uni Innsbruck. Dort dürften derzeit rund 4300 Studenten inskribiert sein - auch hier sind die Psychologie- und Sportwissenschaftsstudenten ein kleiner Unsicherheitsfaktor. Im Vorjahr gab es rund 4600 Studienanfänger. Dieser Wert werde auch diesmal in etwa erreicht, obwohl im Vorjahr aufgrund des doppelten Maturajahrgangs in Bayern bereits ein extrem hoher Andrang zu verzeichnen war.

An der TU Graz wurden mit heutigem Datum 1610 neue Matrikelnummern vergeben. Im Vorjahr verzeichnete die Uni im Wintersemester 1757 Anfänger: "Wir rechnen, dass die geringe Diskrepanz zum Vorjahr nach Prüfung der Ausnahmen - für die es schon vorab zahlreiche Anfragen gibt - verschwindet, so dass wir in etwa einen Gleichstand zum Vorjahr erwarten."

An der Uni Salzburg sind vorerst 1.083 Neueinschreibungen registriert, das entspricht 60 Prozent des Vorjahreswerts. Allerdings sind dabei noch nicht die 500 Fixstarter mitgerechnet, die nach den noch laufenden Aufnahmsprüfungen einen Platz für Psychologie, Publizistik und Sport erhalten. Dazu kommen 150 Personen, die sich online vorangemeldet und schon einen Termin zur Inskription erhalten haben, aber rein formal noch nicht angemeldet sind. "Rechnet man diese mit, sollten wir wie im vergangenen Wintersemester bei 1800 Anfängern landen."

An der Uni Linz war am Mittwoch ein "extremer Ansturm" zu verzeichnen. Mit Stand Dienstag waren rund 2.050 Neu-Studenten inskribiert. Dazu müssten noch die Anfänger des Multimedia-Diplomstudiums Rechtswissenschaften gerechnet werden sowie rund 200 Auslandsstudenten - insgesamt rechne man daher mit mehr Studienanfängern als im Vorjahr (rund 2.900).

Die Wirtschaftsuniversität (WU) verzeichnete bereits gestern, Dienstag, 3306 Studienanfänger. Im Vorjahr waren es im Wintersemester insgesamt 3345. Dementsprechend gab es am Mittwoch auch kein großes Gedränge, an der WU geht man tendenziell von einer Steigerung gegenüber dem Vorjahr aus.

An der Uni für Bodenkultur (Boku) waren am Dienstag 1372 Studienanfänger inskribiert, das sind genau 400 weniger als im Wintersemester des Vorjahrs. Heute, Mittwoch, dürften noch 120 bis 130 dazugekommen sein. Dazu kommen noch ausständige Meldungen von Auslandsstudenten sowie Inskriptionen in der Nachfrist.

An der Montanuni Leoben liegt man nach Ende der Inskriptionsfrist rund sieben bis acht Prozent über den Anfängerzahlen des Vorjahrs (443 gegenüber 411 Studenten). Insgesamt rechnet man durch noch dazukommende ausländische Studenten mit einem Plus von zwölf Prozent.

Die Uni Klagenfurt erwartet eine leichte Steigerung auf 1120 Studienanfänger. Allerdings sind in diesen Zahlen auch Master- und Doktoratsstudenten beinhaltet, für die die vorgezogene Frist nicht gilt.

Inskriptionsfrist neu
Wer sich heuer erstmals für ein Bachelor- oder Diplomstudium einschreibt, muss dies grundsätzlich bis Mittwoch tun. Nur in klar definierten Ausnahmefällen kann auch weiter bis spätestens 30. November inskribiert werden. Die Ausnahmeregelung gilt für Studenten, die bei einem Aufnahmeverfahren gescheitert sind, für Zivil- und Präsenzdiener, "Nachmaturanten" (also Personen, die ihre Matura erst beim Herbsttermin geschafft haben), bei einem Scheitern in der Studieneingangsphase, bei einer Verhinderung aufgrund von Praktika, Berufstätigkeit oder Auslandsaufenthalten sowie aufgrund eines "unvorhergesehenen oder unabwendbaren Ereignisses".

(APA)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Mehr aus dem Web

13 Kommentare

aber sowas von egal

Ich würde ja so gerne wissen, was das Wissen um die Anfängerzahlen an Planungssicherheit bringen soll. Die Kapazitätsprobleme gibt es erst in den späteren Semestern - ob in einer Anfängervorlesung 500 oder 600 Studierende sitzen ist aber sowas von gleichgültig. Ein Studierender in den ersten beiden Semestern kostet umgerechnet nur ein paar Euro - es gibt ja meist nur Vorlesungen am Anfang.
Ganz anders später, wenn dann ca. die Hälfte der Anfänger in die betreuungsintensiven Seminare und Praktika wechselt - da wird es teuer und es muss Anfang Oktober wieder nachjustiert werden.

Antworten Gast: R3alist
05.09.2012 21:11
0 0

Re: aber sowas von egal

Das kommt darauf an was man studiert. An der TU hat man in fast jeder Studienrichtung vom ersten Semester an Übungen (Gruppen mit ~30 Leuten) und teilweise Laborübungen wo max 5-6 Leute zusammenarbeiten.

Gast: AlterKämpfer
05.09.2012 16:29
1 10

Befürchteter Rückgang?

Statt daß wir froh wären, wenn ein paar Bummelstudenten weniger inskribieren!
Beim Finanzamt muß man dann ja auch die Termine einhalten! Pardon, die Damen und Herren Studierenden gedenken ja lediglich Transferzahlungen in Anspruch zu nehmen!

Antworten Gast: casi
05.09.2012 19:15
4 2

Re: Befürchteter Rückgang?

Diese Einstellung ist jene, die Österreich zugrunde richtet.

Hätte ich doch mehr "gebummelt" während meines Studiums....jetzt sitze ich seit 12 Jahren in der 70h-Mühle, wahrscheinlich bis ich umfalle.

Liebe Studenten, lasst euch Zeit, geniesst die Bildungund die Freiheit. Arbeiten müsst ihr den Rest eures Lebens!

Re: Re: Befürchteter Rückgang?

Darf ich raten: Sie sind wohl jetzt in der Politik tätig; vermutl. bei den Grünen!

Antworten Gast: @AlterKämpfer
05.09.2012 18:10
3 0

Re: Befürchteter Rückgang?

Frühpensionist oder?

versteh schon, Bildung ist halt was schlechtes (so wie alles in der Welt) und schadet auch der Volkswirtschaft.

Re: Befürchteter Rückgang?

Also zumindest die Mindestzeit sollte man einem Studenten zugestehen bevor man ihn als Bummelstudenten und Sozialschmarotzer abstempelt.

Ich find Ihre Einstellung jedoch allemal bemerkenswert. Warum verrat ich Ihnen nicht, muss weiter bummeln und nichtstun.

Antworten Antworten Gast: nain
06.09.2012 00:11
0 0

Re: Re: Befürchteter Rückgang?

Na. Der Wiener ist dafür zu ungeduldig.

Re: Re: Befürchteter Rückgang?

Hallo "Bummelstudent"! Was hat "bummeln" mit "Schmarotzern" gemein? Woll´ma polarisierend polemisieren?
Studieren Sie wirklich oder machen Sie Jus?

Re: Re: Re: Befürchteter Rückgang?

hallo wiener!
nein das wollen wir nicht. wir wollen auf aussagen antworten. vl lesen sie nochmals das posting des alten kämpfers um zu verstehen, wo der zusammenhang ist. den hab nicht ich konstruiert. kann ich mir mit den paar netsch transferleistung ja garnicht leisten (zeit für ein wortspiel hab ich als bummelstudent hingegen allemal).

mein weiterführendes studium finanziert mir übrigens die britische gesellschaft. zuerst muss ich aber das 25-fache an gebühren zahlen. in österreich geht alles so schnell. (um ihrer polarisierenden polemik theorie entgegenzukommen!)

und nein, jus mache ich nicht!

Re: Re: Re: Re: Befürchteter Rückgang?

Hallo aperucs! Sie haben wohl etwas in die falsche Kehle (= etwas falsch verstanden) bekommen; meine AW galt nicht Ihnen, schauns mal auf Dat und Zeit. Aber was soll´s, vielleicht bin ich mittlerweile auch doch blöd um zwischen den Zeilen zu lesen.

Antworten Antworten Antworten Gast: tutep
06.09.2012 00:11
0 0

Re: Re: Re: Befürchteter Rückgang?

Lesen, dann posten.

Antworten Gast: Balta
05.09.2012 17:31
3 0

Re: Befürchteter Rückgang?

Der Großteil der Studierenden soll sich durch Arbeiten das Studium (mit)finanzieren. Die AK spricht in den letzten Studien von 60 %. Woher haben Sie denn die (neidige?) Vorstellung, dass studierende großteils Transferzahlungen in Anspruch nehmen?

Schlagzeilen Bildung