Gabi Burgstaller für Sozialjahr statt Studiengebühren

08.09.2012 | 11:56 |   (DiePresse.com)

Sollte die Wehrpflicht fallen, kann sich Salzburgs Landeshauptfrau ein Sozialjahr statt einer Studiengebühr vorstellen.

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In der Diskussion um ihr Modell für Studiengebühren hat die Salzburger Landeshauptfrau Gabi Burgstaller (SPÖ) in der "Tiroler Tageszeitung" auch eine alte Idee wieder hervorgekramt - die eines Sozialjahres anstelle von Studiengebühren. 2007 war dieses Thema im rot-schwarzen Koalitionsabkommen unter Kanzler Alfred Gusenbauer (SPÖ) eifrig diskutiert worden, zur Umsetzung in dieser Form kam es dann aber nicht.

Sollte bei der Volksbefragung im Jänner 2013 die Wehrpflicht fallen, könnte sich die Salzburger Landeshauptfrau nun eine Rückkehr zu dieser Idee vorstellen. "Sollte es nach einem Ende der Wehrpflicht ein Sozialjahr geben, so könnte ich mir vorstellen, dass Frauen und Männer von den Studiengebühren dann befreit werden, wenn sie ein Sozialjahr verrichten. Oder man bekommt Zusatzpunkte für das Sozialjahr. Wer etwa beim Roten Kreuz seinen Dienst verrichtet, sollte bei der Aufnahmeprüfung für ein Medizinstudium Punkte gutgeschrieben bekommen", so Burgstaller zu der Zeitung.

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25 Kommentare
 
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Wenn es auch grundsätzlich Freude macht

über irgendwas Rotes herzufallen. Nur: Die Frau hat Format.
Sie weicht von den üblichen roten Dämlichkeiten ab. Sie liegt im Clinch mit dem widerlichen roten Hausmeister Wiens und seinen Stiefelleckern Faymann und Darabosch.
Die Frau hat Ideen und man sollte sich nicht zu Handlangern der roten Gaunerbande machen lassen, die sie abschiessen will.

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Ich verstehe die Alternative nicht.

Freiwilliges Sozialjahr statt Studiengebühren?

Ähnlich wäre:
Berufsheer statt Staatsschulden
Arbeitslosigkeit statt Salzburger Festspiele
Elektroauto statt Mehrwertsteuer

Re: Ich verstehe die Alternative nicht.

Ist ja eh alles gängige Praxis bei uns, nur halt nicht MwSt, sondern Kfz-Steuer...

Gast: EinStudentDerEinmalZiviWar
09.09.2012 11:28
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wäre interessant zu wissen...

... ob sich das System für die Deutsche Invasion an Studenten bzw. für Ausländische Studentin mit guten Deutschkenntnissen auch umsetzten ließe? Dann sollte es wohl kein Problem sein genug Freiwillige zu haben, wobei dann sicher hier wohl eine Zugangsregelung erfolgen müsste, da ja nicht jeder helfen kann, da sonst das System bzw. diejenigen, die Hauptberuflich dort arbeiten plötzlich ohne Arbeit dastehen könnte... schwierig, das alles unter einem Hut zu bringen, wohl zu kompliziert für unsere Politik. Dann lieber doch das einfachere System mit Zugangsregelungen und Studiengebühren, das mehr dem Intellekt der Politik entspricht.

Gast: Pflegefall
08.09.2012 20:14
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Helft mir, ihr Akademiker ihr!

„Es ist eine wütende Qual: Ich bin da, ich einzelnes Leben, und da ist die Welt, funkelt herauf durch die Stämme, Tal an Tal. Nicht auszuschöpfen! Und ich, ich schwinde hin, ich bin schon halb dahin!“

Gast: Sexy Hexy
08.09.2012 18:08
5 0

Dieses vermantschkern von verschiedenen Themen ist eine sozialistische Krankheit.

Die Verteidigung des Landes ist ein eigenes Thema.
Die Lösung für soziale Dienste ist ein eigenes Thema.
Die Uni-Gebühren sind ein eigenes Thema.
Die sozialen Leistungen des Staates sind ein eigenes Thema.

Jedes Thema soll für sich allein sauber gelöst werden. Diese Herumpantscherei die alles mit allem vermischt ist einfach unappetitlich.

Re: Dieses vermantschkern von verschiedenen Themen ist eine sozialistische Krankheit.

Das ist eine gängige Taktik. Die einzelnen Bereiche werden so gestaltet, wie man sie gerne hätte, und dann so eng wie möglich mit dem restlichen System verwoben, damit Änderungen so gut wie unmöglich gemacht werden.

Ist beim Bundesheer genau so. Die halbe Welt wird nicht verstehen, warum die Österreicher ein Bundesheer brauchen, damit das Rettungswesen und die Altenheime funktionieren...

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Sollte auch für alle gelten, ...

... die in die Politik wollen, oder generell in den Staatsdienst ...

Aufnahmetest-Punkte für Sozialjahr?!

Ich möchte dafür bitte gleich meinen Doktortitel... Sag mal geht's noch?!?!

Gast: desgehtnetan
08.09.2012 15:54
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wenigverdiener

.. was ist mit älteren wenigverdienern, die werden dann vom studium ausgeschlossen!
weil san eh selber schuld, dass's so billig arbeiten? müssen die dann noch billiger arbeiten, damits zwar die studiengebühren ersetzt kriegen, aber dann keine lebensgrundlage mehr haben?

Wenns bei uns eine Phrasensteuer für Politiker geben würde hätten wir finanziell kein Problem!


Gast: Gasttt
08.09.2012 15:11
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Hmm...

Angenommen, ich will mir die Studiengebühren für Medizin (nach Töchterle 1.000€/Jahr) durch so ein Sozialjahr sparen. Die 6 Jahre würden sonst 6.000 € kosten.

Das ergibt für das Sozialjahr einen "Monatsverdienst" (12x im Jahr) von umgerechnet 500 € - kein Wunder, dass der Vorschlag vom Gusi bei den Studenten einst so unbeliebt war. Diese Idee ist Mist, war Mist und wird auch Mist bleiben, egal, wie oft sie wieder aufgewärmt wird.

Re: Hmm...

Da haben Sie schon recht. Aber wieviel verdient ein Zivildiener im Moment? Also ein GWD verdient, soweit ich mich erinnern kann, 370€.
Aber klar. Ein SozialJAHR dauert dann natürlich länger als 6 Monate GWD oder 9 Monate Zivi.

Antworten Antworten Gast: Gasttt
08.09.2012 22:32
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Zivi vs FreiwilligeR

Ein Zivi MUSS seinen Zivildienst machen, deshalb kann man ihn auch so mies entlohnen - selbst, wenn er gar nichts kriegen würde müsste er die Arbeit machen... wer sich dagegen freiwillig meldet, kann sich genauso freiwillig auch nicht melden, wenn z.B.: der Verdienst zu schlecht ist...

Re: Zivi vs FreiwilligeR

Da haben Sie natürlich Recht. Aber bei einem sozialen Jahr geht es doch eher darum, eine "gute Tat" zu vollbringen, als das große Geld zu machen.

MfG

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Wer etwa beim Roten Kreuz seinen Dienst verrichtet, sollte bei der Aufnahmeprüfung für ein Medizinstudium Punkte gutgeschrieben bekommen", so Burgstaller zu der Zeitung.

obskure Ideen gehen den roten wohl nie aus ?

Vor allem auffällig, dass die immer wieder und nur vor Wahlen hervorgekramt werden .... !

Erfreulich aber ist, deren Panik heute mehr denn je erkennen zu können ;-)

Gast: The Picture sagt, Junge Menschen brauchen Geld und NICHT Punkterl!
08.09.2012 14:33
3 0

Nau.....

...heute gar kein Blumenasterl in der Hand!
be.es: Gnä Frau, WARUM sollen Menschen GRATIS arbeiten.......hat die Frau Burgstaller jemals für etwas GRATIS gearbeitet???
be.es: "Oder man bekommt Zusatzpunkte "...so ähnlich wie die Pipa Bonuspunkte oder die Biber Bonus Punkte und deren Gleichen???.....Gnä Frau, behalten sie sich die Punkte und verwenden sie diese im Fasching als Konfetti und treten sie als Politikerin dafür ein, dass MENSCHEN FÜR ARBEIT BEZAHLT WERDEN und nicht mit Punkterl abgespeist werden......man sollte die Menschen NIE für dümmer anschauen, als man selber ist!

Gast: gast55
08.09.2012 14:26
3 0

wieso kann man den menschen

kein anständiges gehalt für diese tätigkeit bezahlen und dann je nachdem, wenn man es braucht, studiengebühren verlangen??

das wäre tansparent und nachvollziehbar und nicht immer etwas gegenrechnen

wie kfz-gebühren für pensionen, treibstoffsteuern für pflege usw usw

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Hmm. Mal kurz gerechnet:

ca. 380€ Studiengebühren pro Semester
10 Semester Mindeststudiendauer

für 12 Monate Sozialdienst bekommt man also den Gegenwert von ca. 3800 Euro

das sind dann immerhin ca. 320€ pro Monat

Werden dann einfach die Studiengebühren entsprechend angehoben sodaß die 'Motivation' für ein Sozialjahr steigt?

Kuchen für Brot?

Also Pflegedienst zum Dumpingpreis ersetzt Gehirnschmalz?

Gast: Gast987
08.09.2012 13:26
3 0

Augenauswischerei

Studiengebühr 363 EUR * 12 Semester = 4.356 EUR. Das ist also der Jahres(!)lohn (netto) den man nach dieser Idee bekommt.

Super.

Gast: yoshi1
08.09.2012 13:01
0 3

Das klingt nicht unvernünftig.

Wenn man schon für die Allgemeinheit ein Jahr verliert soll man auch etwas Gescheites dafür bekommen. Nur was ist mit den Leuten die nach dem Sozialjahr nicht studieren wollen? Bekommen die dann den doppelten Lohn, Frau Burgstaller?

Mit

dieser Idee könnte ich mich eigentlich anfreunden

Gast: Martin J.M.G.
08.09.2012 12:45
7 0

Jetzt beginnt die Rosstäuscherei

Bei einer Abschaffung wollen sie die Zwangsarbeit doch nicht abschaffen.

Man muss sie weiterhin machen oder sich über Steuern und "Gebühren" von ihr freikaufen.

Wie mir die SPÖVP zuwider ist...!

Gast: Lilli
08.09.2012 12:42
8 0

Mit unseren Politikern ist es schon echter Jammer

Alles unausgegorene Ideen, so in den Tag hinein gesagt, um irgend etwas zu sagen. Ob durchdacht oder nicht, die Hauptsache "man" ist wieder im Gespräch.
(Also wenn ich so in meinem Beruf gearbeitet hätte, wäre ich sicher keine 28 Jahre in einem Unternehmen in verantwortungsvoller Position gewesen.)

Und was ist mit den Nicht-Studenten?
Was ist mit den vielen Studienabbrechern?
Blablabla.....

 
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