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Studiengebühren: Schmied gegen Burgstaller-Modell

11.09.2012 | 11:21 |   (DiePresse.com)

Nach ihren Berechnungen ergebe sich bei Gebühren und gleichzeitigem Ausbau des Stipendiensystems kein positiver Saldo für die Unis.

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Unterrichtsministerin Claudia Schmied (SPÖ) spricht sich gegen das Studiengebühren-Modell der Salzburger Landeshauptfrau Gabi Burgstaller (SPÖ) aus. "Mir ist nicht klar, wie wir es schaffen sollen, mit Studiengebühren zusätzliche Finanzierungsquellen für die Universitäten zu erschließen und das Stipendiensystem gleichzeitig auszubauen", meinte Schmied bei einer Pressekonferenz am Dienstag. Nach ihren Berechnungen ergebe sich daraus kein positiver Saldo für die Unis.

Die entsprechende Nachfrage, ob sie damit in der Studiengebührenfrage bei Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) liege und nicht bei Burgstaller, bejahte Schmied. Burgstallers Modell sieht die Einhebung von Studiengebühren in der Höhe von 363,36 Euro pro Semester vor. Gleichzeitig soll die Zahl der Stipendienbezieher auf 40 Prozent aller Studenten mehr als verdoppelt und diese weiter von den Gebühren befreit werden. Zusätzlich sollen alle Stipendienbezieher ein jährliches "Startgeld" von 1000 Euro erhalten.

(APA)

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3 Kommentare

Wenigstens nachdenken

Es ist natürlich allen Wissenden klar, dass die Studiengebühren nur einen ganz kleinen Beitrag zur Finanzierung der Universitäten liefern können. Die dahinter stehende Absicht ist einzig und alleine die Anzahl der wirklich Studierenden darzustellen. Denn sofern wer studieren will, werden Gebühren ihn/sie von einem Studium nicht abhalten - sofern wer die Universitäten mit einer Volkshochschule verwechselt, um mal als Studierender zu gelten oder auch billig irgendeinen Kurs zu besuchen, so werden diese Leute ferngehalten. Diese Leute belasten aber nicht wirklich den Lehrbetrieb - eine Diskussion um Zugangsregeln (z.B. strenge Prüfung der Eignung für ein Lehramtsstudium) ist ganz was anderes. Im Gegensatz zur ÖVP denkt die SPÖ wenigstens nach - macht Vorschläge - verwirft sie - macht andere - usw. Töchterle kennt nur ein Wort: "Studiengebühren" - ohne irgendwas dazu zu sagen. Die Vorschläge von Frau LH Burgstaller finde ich auch etwas unüberlegt - aber da denkt wenigstens wer nach - mit dem Denken haben sie es in der ÖVP nicht so ganz.

Re: Wenigstens nachdenken

manchmal bin ich mir nicht sicher, ob das "gemeine volk" auch weiss, dass studiengebuehren das finanzierungsproblem nicht loesen.. und wenn ich dann hoer "ja 20 euro lebenslang akademikersteuer im monat is eh super" koennt ich sp***en. man verzichtet als student, der studiert, einige jahre auf volles einkommen, das andere waehrenddessen verdienen (bei aehnlichem Konsum von Grundversorgung sprich steuern an den staat) und stiftet spaeter dem land ein paar tausend euro steuern (hoehere lohnsteuer und sv beitraege, mehr kaukraft = mehr mehrwertsteuerertrag usw.)
und zb mediziner und juristen in einen topf zu werfen bzgl der rueckzahlung in gleicher hoehe - ist ungerecht. die ausbildung des einen ist 10 mal teurer fuer den staat, als die des anderen.

klar wandern viele fertigstudierte aus - aber einige bleiben auch oder kommen erst. es wandern auch viele nichtstudierte ab, die die pflichtschule in oesterreich gratis besucht haben.

man sollte mal weg von der milchmaedchenrechnung gehen.

Gast: Joe Berger
12.09.2012 08:40
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positiver Saldo

Ich kann bei keiner einzigen Sozi-Idee einen positiven Saldo erkennen.

Schlagzeilen Bildung