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Töchterle: Burgstaller-Modell ist "vergebliche Liebesmüh"

14.09.2012 | 11:53 |   (DiePresse.com)

Als "vergebliche Liebesmüh" bezeichnet Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle das Studiengebühren-Modell von Salzburgs Landeshauptfrau Gabi Burgstaller.

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Skeptisch zeigte sich Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle (ÖVP) am Freitag bei einer Pressekonferenz in Bezug auf das von der Salzburger Landeshauptfrau Gabi Burgstaller (SPÖ) vorgelegte Studiengebührenmodell. Es sei "vergebliche Liebesmüh", wenn nach Abzug der Kosten für erhöhte Beihilfen für die Unis nichts mehr übrigbleibe. Trotzdem bewertete er Burgstallers Vorstoß als positiv: "Über die Details müsste man diskutieren."

Burgstallers Modell sieht die Einhebung von Studiengebühren in der Höhe von 363,36 Euro pro Semester vor. Gleichzeitig soll die Zahl der Stipendienbezieher auf 40 Prozent aller Studenten mehr als verdoppelt und diese weiter von den Gebühren befreit werden. Zusätzlich sollen alle Stipendienbezieher ein jährliches "Startgeld" von 1.000 Euro erhalten.

Derzeit gibt es an den Unis keine allgemeingültige Regelung zu Studiengebühren. Aufgrund eines VfGH-Urteils sind mit 1. März jene Bestimmungen aus dem Gesetz gefallen, die festlegen, wann Studiengebühren zu zahlen sind und wann nicht. Unter Berufung auf ein Gutachten des Wiener Verfassungsjuristen Heinz Mayer hat Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle (ÖVP) die Unis daraufhin aufgefordert, Gebühren autonom in ihren Satzungen zu verankern und einzuheben. An acht der 21 Unis werden mit diesem Wintersemester erstmals in Eigenregie Studiengebühren kassiert, damit werden rund zehn Prozent aller Uni-Studenten bezahlen müssen.

(APA)

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1 Kommentare

er versteht es einfach nicht

Der Herr Bundesminister versteht es einfach nicht - da kann man sagen was man will. Er glaubt noch immer, dass Studiengebühren einen merkbaren Beitrag zur UNI - Finazierung leisten würden. Da sollte er dann doch mal mit seinen Leuten reden !

Aber Studiengebühren haben aber sehr wohl einen bestimmten Sinn - und das ist die Förderung des verbinlichen Studierens. Denn das Wechselspiel Universität - Studierende sollte von gegenseitiger Leistungsbereitschaft geprägt sein und nicht von Beliebigkeit - so nach dem Motto "Na dann schau ich mal in der UNI einmal im Semester vorbei" - Universitäten sind keine Volkshochschulen. Ob es nun wirklich die Studiengebühren wären, die das einzige Allheilmittel gegen manchmal vorkommende studentische Beliebkeit sind, kann man bezweifeln. Aber ich bin mir zu 100% sicher, dass kein einziger Studierender mit Willn zum Studium sich von den Studiengebühren abhalten lässt. Das Modell der Frau LH Burgstaller kommt einem Idealmodell aber langsam nahe - und ich gestehe (was ihr jetzt wohl egal sein wird), dass ich sie falsch eingeschätzt hab.

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