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Med-Uni: Extraplätze nach Protest gegen Gender-Auswertung

17.09.2012 | 09:09 |   (Die Presse)

Um Proteste nach der Gender-Auswertung zu vermeiden, sollen nun 60 Studenten doch noch einen Studienplatz in Wien erhalten.

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Wien. Bis zum Höchstgericht wollen Studenten gehen, die trotz eines guten Aufnahmetests keinen Platz für ein Medizinstudium in Wien bekommen haben. Denn das Testergebnis wurde heuer genderspezifisch ausgewertet, was Frauen bevorzugte. Diese Art der Testauswertung ist rechtlich aber höchst umstritten. Nun kündigt sich in dem schwelenden Streit ein Kompromiss an.

Der Uni-Rat an der Wiener Medizin-Uni beschloss, weiteren 60 Personen Studienplätze zur Verfügung zu stellen. Das erklärte Erhard Busek, Vorsitzender des Universitätsrats der Medizinischen Universität Wien, im Gespräch mit der „Presse am Sonntag“. Bisher wurden 740 Plätze vergeben, davon gingen 56 Prozent an Frauen. Die 60 zusätzlichen Plätze könnten jene Männer zufriedenstellen, die sonst eine Klage erwägt hätten. Erhalten soll man den Studienplatz aber unabhängig davon, ob ein Student den Rechtsweg einschlagen wollte oder nicht. Formal könnte noch der Uni-Senat dem jetzigen Beschluss des Universitätsrates in die Quere kommen. Damit ist aber nicht zu rechnen.

Weniger Punkte, trotzdem Platz

Die Uni-Leitung hat beim EMS-Test die Ergebnisse heuer erstmals nach Geschlechtern getrennt ausgewertet. Das kann dazu führen, dass Frauen trotz identer Punktezahl einen höheren Testwert als Männer aufweisen - und deshalb einen Studienplatz bekommen. Die Neuregelung wurde eingeführt, weil sich bisher stets mehr Frauen als Männer beworben hatten, der Anteil an zum Studium zugelassenen Frauen aber deutlich darunter lag. Heuer waren die Werte mit 56 Prozent erstmals etwa gleich.

Medizin-Uni-Rektor Wolfgang Schütz hat in der Vergangenheit die genderspezifische Auswertung mehrfach als richtig verteidigt. Im Gespräch mit der "Presse" dachte er sogar laut darüber nach, die genderspezifische Auswertung auch künftig anzuwenden - sollten Frauen auch bei dem neue Aufnahmeverfahren, das die drei Med-Unis in Wien, Graz und Innsbruck gerade gemeinsame erarbeiten, deutlich schlechter abschneiden.

(chs/red.)

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24 Kommentare
Gast: Chloé
27.09.2012 15:24
0 0

60 ? Woher?

Ich hätte da eine Frage, auf dessen Antwort ich sehr gespannt bin: Wo kommen eigentlich wieder diese 60 Plätze her, wenn nur 740 zur Verfügung stehen? Wo sollen die 60 Personen hin? Auf den Boden? Wird eine extra Vorlesung stattfinden? Wurde das überhaupt bedacht?

Ich bin ganz verwirrt :/

Gast: ttzzttzz
19.09.2012 06:55
0 0

Busek soll uns darlegen, wie er bei diesem Tschenderwahnsinn zusehen konnte, ohne einzugreifen! Oder war er etwa am Klo (wie sein Vorbild, der Bundesheinzi?)


Gast: Alisander
18.09.2012 08:25
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Individuum statt Kollektiv

Menschen sollten nach ihren individuellen Qualifikationen beurteilt werden und nicht nach ihrer Gruppenzugehörigkeit. Das ist das Ideal der Aufklärung und so steht es auch in der Verfassung:
http://qualifikation-statt-quote.de/


Gast: who knows
17.09.2012 15:43
1 0

ohje

http://www.medizinstudium.at/forum/medizinstudiumat/allgemeines/ems/51385_muw-stockt-um-60-studienplaetze-auf#comment-179183

also wenn überhaupt 60 Plätze frei werden, dann wohl nur Warteliste, womit doch mehr Damen rein kommen.....

Genderwahnsinn

Es ist unfassbar, dass Männerdiskriminierung heute als etwas progressives gesehen wird. Dies ist nur möglich weil Feministinnen in diesem Land ein männerfeindliches Klima geschaffen haben, das von vielen als durchaus gerecht wahrgenommen wird. Einen Test so zu manipulieren, das das unterlegene Geschlecht trotzdem mehr ausgewählte Kanditaten stellt, macht einen beinahe sprachlos. Diese unfaire Behandlung der Männer wird die ohnehin schon schlechten Beziehungen zwischen den Geschlechtern noch weiter verschlechtern.

Gast: studiosus 556
17.09.2012 11:40
1 0

Die Fitzerektorin sollte nach dieser Tschenderaktion ausser Dienst gestellt werde (klarerweise ohne Gehalt)


Gast: Xenzia
17.09.2012 10:10
1 0

Rektor Schütz macht den Begriff "Quotenfrau" salonfähig

Warum ist dieser Begriff verpönt? Er entspringt einem schreienden Unrecht.

Gast: Denk modern!
17.09.2012 10:05
1 0

Rücktritt von Rektor Wolfgang Schütz!

Wenn nicht die Besten genommen werden, leidet der Patient. Als Arzt hat er die Verpflichtung, das Wohl des Patienten an erste Stelle zu setzen. Mit dem unreflektierten, aus den USA übernommenen Genderwahn verletzt Rektor Schütz seine Pflicht als Arzt. Er ist daher untragbar geworden und soll zurücktreten.

Antworten Gast: Medikuss
17.09.2012 11:44
2 0

Re: Rücktritt von Rektor Wolfgang Schütz!

Und zwar wegen erwiesener Gewissenlosigkeit. "Der Patient zuerst", so haben es uns die Alten gelehrt. Seine Magnifizenz hat das durch "Das Tschendern zuerst" ersetzt und sollte deshalb seinen Hut nehmen. Ab durch die Mitte!

1 0

50:50?

Geht die Hälfte der 60 Plätze an Frauen? Sonst wäre es ja wieder ungerecht und die Frauenministerin zieht die Gleichbehandlungskommission hinzu.

Gast: DerZuschauer
16.09.2012 17:01
0 0

Und jetzt Schütz: ab in die Pension

Das ist die NOTBREMSE des Jahres! Oder war es vielleicht Strategie, um vom BMfWF mehr Geld für mehr Studienplätze an die Wiener MedUNI zu bekommen? Dann war's allerdings genial. Nur: soviel Grips traue ich dem Wiener Rektorenteam bei Gott nicht zu.

Re: Und jetzt Schütz: ab in die Pension

Ja, aber mit höchstens €200.- pro Monat. Der Rest soll für den Schaden aufgewendet werden, den dieser Mensch (diese MenschIn) verursacht hat!

Antworten Antworten Gast: 5565
17.09.2012 11:46
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Re: Re: Und jetzt Schütz: ab in die Pension

Die MenschIn heiss GuterrezLobos !

Re: Re: Re: Und jetzt Schütz: ab in die Pension

Der Kerl ist der Letztverantwortliche. Meiner Meinung nach trifft ihm die Schuld.

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: medikuss
19.09.2012 06:52
1 0

Re: Re: Re: Re: Und jetzt Schütz: ab in die Pension

Der Rektor ist letztverantwortlich. Aber seine Vizin scheint ihn bereits aus aller Verantwortung gestampert zu haben. Undenkbar, dass ein denkender Mensch nicht das Unrecht dieser Tschenderaktion von vornherein einsieht! Dazu ist er zu intelligent! Glaub ich zumindest.

.. und wa shab ich gesagt

Das gefällt mir - da shab ich schon vor Wochen gesagt.

Aber das ganze Verfahren ist völlig daneben - heute ist eine Tatsache, dass jeder - jede, welche den Aufnahmetest bestanden haben das Ende des Studiums erreichen MÜSSEN - denn erstens würde die zu erreichende Ärzte-Qoute nicht stimmen und das Aufnahmesystem als solches würde in Frage gestellt werden.

Aber grundsätzlich haben sich die MedUnis selbst ein Bein gestellt - der teilweise unausgereifte neue Studienplan erlaubt keine großen Anfängerzahlen - nach ca. zwei bis drei Semester hat es sich früher ja ohnehin auf ein vertretbares Mass an Studierenden reduziert. 2500 Anfänger in Anfängervorlesungen wären ja kein Problem - 2500 in den klinischen Fächern sind nicht machbar - und soviele gab es nie. Jetzt gibt es z.B. das Problem, dass die vorhandenen Kapazitäten gar nicht mehr ausgeschöpft werden können, da bereits im dritten Semster die Studieren fehlen.

Gast: who knows
16.09.2012 15:38
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Trotzdem eine Quote

Trotzdem hat die Meduni und die Frau Vizerek. gewonnen, denn am Ende kam wenigstens ne 50/50-Quote raus...Also immer noch Quotenfrauen dabei!

Gast: mann.bei.ems
16.09.2012 13:46
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Auch wenn ich einer dieser 60 sein sollte, geklagt werden muss trotzdem!

Aber gut, dass die Med Uni ihren Fehler (auch wenn nur teilweise) einsieht!!

...aber die Diskriminierung bleibt, da diese 60 Plätze ja gegendert werden.


Antworten Gast: @nerdfilms
16.09.2012 13:03
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Re: ...aber die Diskriminierung bleibt, da diese 60 Plätze ja gegendert werden.

Was meinst du die 60 Plätze werden gegendert?

Re: Re: ...aber die Diskriminierung bleibt, da diese 60 Plätze ja gegendert werden.

Hi, diese 60 zusätzliche Plätze gehen natürlich anteilsmäßig vor allem an die Damen der Schöpfung.

Antworten Antworten Gast: DerZuschauer
16.09.2012 17:03
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Re: Re: ...aber die Diskriminierung bleibt, da diese 60 Plätze ja gegendert werden.

Es wird (bei dieser Notlösung) noch immer Männer geben, die trotz höherer Punktezahl keinen Studienplatz erhalten. Auch diesen kann man nur raten: klagen - klagen - klagen. Und zusätzlich gute Öffentlichkeitsarbeit machen!!

Klingt

wie ein (in)direktes Eingeständnis

Antworten Gast: 2334
05.10.2012 18:16
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Re: Klingt

"klingt"? Es IST ein Eingeständnis!

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