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Sozialerhebung: Studierende haben 43,6-Stunden Woche

16.09.2012 | 18:24 |  JULIA NEUHAUSER (Die Presse)

Rund 63 Prozent der heimischen Studierenden haben einen Job. Die Mehrheit wendet dennoch die meiste Zeit für die Uni auf. Unterschiede hinsichtlich des Gesamtarbeitsaufwandes zeigen sich zwischen den Hochschultypen.

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Wien. Das Bild des faulen Studenten sollte angesichts zahlreicher Studien, die das Gegenteil beweisen, schon bald der Vergangenheit angehören. Auch die am vergangenen Freitag präsentierte Studierendensozialerhebung des Uni-Ministeriums belegt: Das Arbeitspensum der Studierenden ist hoch – und außerdem in den vergangenen zwei Jahren gestiegen. Rechnet man den Zeitaufwand für Studientätigkeiten und das wöchentliche Arbeitspensum (immerhin sind 63 Prozent erwerbstätig) zusammen, dann zeigt sich: Studierende haben ein wöchentliches Gesamtarbeitspensum von 43,6 Stunden.

Den größten Teil ihrer Zeit wenden die Studierenden – trotz Erwerbstätigkeit – immer noch für ihr Studium auf. Im Durchschnitt beträgt der Gesamtarbeitsaufwand für Studientätigkeiten 31,2 Stunden pro Woche. Die Anwesenheitszeit in den einzelnen Lehrveranstaltungen spielt mit 12,5 Stunden dabei eine weniger wichtige Rolle als die Lernzeit (18,7 Stunden). Diese ist in den vergangenen zwei Jahren sogar um eine Stunde gestiegen.

Ihrer Arbeit gehen die Studierenden im Durchschnitt 12,4 Stunden wöchentlich nach. Damit wendeten sie für ihre Erwerbstätigkeit im Jahr 2011 knapp eine halbe Stunde mehr Zeit auf als 2009. Insgesamt waren Studenten um eine Stunde mehr beschäftigt als im Vergleichszeitraum 2009. Ihre Arbeitswoche endet durchschnittlich erst nach 43,6 Stunden.

 

FH: Bis zu 61 Wochenstunden

Deutliche Unterschiede hinsichtlich des Gesamtarbeitsaufwandes zeigen sich zwischen den Hochschultypen. Studierende an Universitäten haben im Schnitt eine Gesamtarbeitszeit von 42 Stunden pro Woche. An den Fachhochschulen sind es 47 Wochenstunden. Unangefochtene Spitzenreiter in Sachen Arbeitszeit sind die Studenten an den berufsbegleitenden FH-Studiengängen. Ob des hohen Zeitaufwandes für die Erwerbstätigkeit summiert sich ihre Gesamtarbeitzeit auf 61 Wochenstunden.

Auch zwischen den einzelnen Studienrichtungen an den heimischen Universitäten zeigen sich große Unterschiede (siehe Grafik). Die zeitliche Belastung ist für Studierende an der Veterinärmedizinischen Universität am größten. Rund 54 Stunden sind sie pro Woche beschäftigt. Grund dafür ist nicht die Erwerbstätigkeit, sondern die enorm hohe zeitliche Belastung an der Uni (48 Stunden). Insgesamt den höchsten Studienaufwand haben aber die Kunststudenten (50 Stunden). Gefolgt von Gesundheitswissenschaften (48 Stunden) und den Humanmedizinern (44 Stunden).

Anders sieht die Situation bei den Jus-Studenten aus. Sie haben laut Sozialerhebung mitunter den geringsten durchschnittlichen Studienaufwand (28 Stunden), arbeiten aber am meisten. Angehende Juristen haben mit durchschnittlich 16 Stunden den höchsten Erwerbsaufwand pro Woche.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 17.09.2012)

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34 Kommentare
 
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Der Wahrheit ein Stück näher

Das sieht mir nach einer realistischen Arbeitsaufstellung aus. So ähnlich habe auch ich es in Erinnerung. Und diese Zahlen werden sich in den nächsten Jahren sicher noch weiter erhöhen.

@Vorposter(pl.): Bei einigen habe ich das Gefühl dass sie den schulischen Erfolg vieler ziemlich neidern und vor allem dass die Studierenden durch Steuergelder unterstützt werden. Warum nur? Viele reden sich auf die "ewigen Studenten" aus, aber die machen nicht das Gross der Studierenden aus. Einige fangen auch erst später an oder starten ihr zweites Studium. Schliesslich kenne ich niemanden dessen Lebenswunsch es ist ewig die Schulbank zu drücken.

Was den Verdienst angeht: Davon hängen viele Faktoren ab. Jedoch verdient ein Studienabsolvent mehr als ein Angestellte/Arbeiter aus dem gleichen Gewerbe. Noch dazu kommt der Faktor Angebot/Nachfrage.

Und was das Allgemeinwissen betrifft: Mir wurde immer gesagt:"Allgemeinwissen ist gut für das Ansehen. Bezahlt wird aber das Fachwissen!"

(Alle Angaben ohne Gewähr; Rechtschreibfehler dürfen als Finderlohn behalten werden)

studierenden- bashing

wieder mal eine ansammlung von postings mit studierende - bashing.

Gast: Revolutionsbroschüre
17.09.2012 22:30
0 1

Ich habe auch nicht studiert und habe Großes Money gemacht.


Antworten Gast: Zenzine
19.09.2012 16:29
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Re: Ich habe auch nicht studiert und habe Großes Money gemacht.

Mit nigerianischen Spam-Mails (Ihr Postings liest sich nämlich genauso)?

0 3

Dann ist ihr IQ zu niedrig

für die Uni. Es wird gejammert weil wir zu wenig Akademiker haben, wird aber vergessen, daß bei den meisten Sudienrichtungen der Verdienst eines Facharbeiters höher ist.

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Re: Dann ist ihr IQ zu niedrig

Sie haben wohl vergessen, dass es bei einem Studium nicht immer ausschließlich um spätere Lohnmaximierung geht.

Antworten Antworten Gast: gast1984
17.09.2012 10:18
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Re: Re: Dann ist ihr IQ zu niedrig

Falls Universitätsabgänger weniger verdienen als Facharbeiter stimmt dann aber die Volkswirtschaftliche Rechnung nicht mehr. Was bringt es wenn Steuergeld für die Ausbildung ausgegeben wird wenn danach weniger zurückkommt?
Nur damit andere 4-5 Jahre ihren eigenen Wünschen nachgehen können zahle ich keine Steuern. Die Studenten sind dazu da damit sie einmal meine teure Pension sichern! :-)

Antworten Antworten Antworten Gast: kleiner Bär
17.09.2012 16:28
0 0

Re: Re: Re: Dann ist ihr IQ zu niedrig

Erst mal nachdenken... dann schreiben. 63% der Studenten sind erwärbstätig. (Ich auch (38,5 h Woche) Ich bezahle mir mein Studium mit meinen Steuern also selbt. Incl. der kosten für andere Studenten und deine Familienbeihilfe (ist nur ein Beispiel)
Es ist also so, das ich auch Familienwünsche,... anderer finanziere...

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: gast1984
18.09.2012 22:24
1 1

Re: Re: Re: Re: Dann ist ihr IQ zu niedrig

Sie zahlen sicher nicht alles selber! Sonst hätten sie genau so wie Studenten in den USA nach dem Studium 30000-40000Euro Schulden!

Sie bekommen eine große Vorleistung von anderen Steuerzahlern noch dazu!

Von den 63% zahlen aber nicht viele Einkommenssteuer!

ja klar

Man zeige mir bitte einen einzigen österreichischen Studenten, der einen Lernaufwand von wöchentlich mehr als 18h hat!

Antworten Gast: Berufstätige Studentin
19.09.2012 16:34
0 0

Re: ja klar

Das ist doch ganz einfach: ein durchschnittlicher Student macht in der Woche etwa 10 verschiedene Lehrveranstaltungen. Wenn er für jede LV nur 2 Stunden wöchentlich lernt, ist er schon bei 20 Stunden Lernaufwand.

Re: ja klar

bitte um etwas mehr intelligenz! ein lernaufwand von 18 stunden wöchentlich ist lächerlich, bei allen meinen ehemaligen studienkollegInnen war dieser höher.
aber das können sich manche, die nach der arbeit als lehrling ihre prolorunden im audi oder golf drehen, natürlich nicht vorstellen!

Re: ja klar

Und, wie ich aus eigener Erfahrung sagen kann, bitte die Wirtschaftswissenschaftler nicht vergessen.
Nicht jeder WiWi-Student gibt sich mit 20 ECTS und einem "Is-eh-wurscht-Schwerpunkt" zufrieden.
Konsequenz: Zum Teil zermürbendes Lernpensum

Antworten Antworten Gast: gast1984
17.09.2012 10:40
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Re: Re: ja klar

Wenn schon einige zehntausend Euro an Steuergeld pro Student ausgegeben werden kann man das auch erwarten!
Studenten sollten dankbarer sein das es nicht so wie in den USA aussieht!

Antworten Gast: Wienermädl
17.09.2012 08:20
3 0

Re: ja klar

Studenten der:
-technischen Chemie
-technischen Physik
-technische Mathematik
-Lebensmittel- und Biotechnologie
-Umwelt und Bioressourcenmanagement
usw.
also sehr viele naturwissenschaftliche und technische Fächer. Da lernt man nämlich oftmals schon 8-10 Stunden am Tag. Da ist der DI hart erkämpft!!!

Antworten Antworten Gast: was is heast
18.09.2012 15:00
0 2

Re: Re: ja klar

studenten der technischen universität lernen acht bis stunden am tagahahahahaha...lächerlich, belügen sie sich nicht selbst!

Die "Studierenden-Sozialerhebung"

ist ein Fragebogen, der direkt an die Studenten gerichtet ist. Mit Fragen wie "Wieviel Zeit wenden Sie wöchentlich in etwa für ... auf?" Da antwortet jeder irgendwas und die größten Trödler übertreiben am meisten.

Gast: Hannes Ebner
16.09.2012 19:55
5 0

Studierende haben eine 43,6-Stunden Woche


Woher kommt dann da häufige Schimpfen auf Studierende, dessen ich auch schon Ohrenzeuge wurde??

Re: Studierende haben eine 43,6-Stunden Woche

von jenen neidern, die FAST GAR NIX WISSEN!
ein kleiner privater test vor 2 jahren:
von einer gruppe von lehrlingen und gesellen (ca. 30 personen) konnte NIEMAND die lage der UKRAINE auf einer weltkarten lokalisieren, kaum jemand suchte auf dem richtigen KONTINENT!
das ist kein wissen, das man in der schule lernt, das weiss ein normales kind (z.b. meine kinder) mit 8 jahren.

Antworten Antworten Gast: gast1984
17.09.2012 10:37
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Re: Re: Studierende haben eine 43,6-Stunden Woche

Was nutzt es zu wissen wo die Ukraine ist wenn es keine Rolle im Leben spielt?

Antworten Antworten Antworten Gast: Jessasmarandjosef
18.09.2012 09:39
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Und Leute mit einer derartigen Einstellung werfen anderen dann Bildungsferne vor ...


Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: gast1984
18.09.2012 22:28
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Re: Und Leute mit einer derartigen Einstellung werfen anderen dann Bildungsferne vor ...

Niemand ist gezwungen worden studieren zu gehen! Wissen gibts auch in der Bibliothek! Und jeder der studieren geht sollte vorher wissen worauf er sich einlässt und nicht immer jammern das es zuviel wird.

Re: Und Leute mit einer derartigen Einstellung werfen anderen dann Bildungsferne vor ...

nein, ich glaube, so blöd sind diese wirklich bildungsfernen menschen dann doch nicht...

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Re: Re: Re: Studierende haben eine 43,6-Stunden Woche

Wittgenstein: Um dem Denken eine Grenze zu ziehen, müsste man auch denken, was jenseits dieser Grenze liegt.-

Sie können natürlich sagen: ich will dieses und jenes nicht denken, ich bin nicht neugierig, ich werde das nie brauchen, was interessieren mich andere; der Strom kommt- woher?- jawohl, aus der Steckdose.

Das Wissen, wo die Ukraine liegt, ist nur ein beispielhaftes Kriterium. Wer aber allgemein ignorant ist, sich nur dafür interessiert, was ihm unmittelbar nützt, ist kein Mensch, sondern ein Tier.

Antworten Antworten Antworten Gast: toro
17.09.2012 11:33
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Re: Re: Re: Studierende haben eine 43,6-Stunden Woche

Eine Antwort, die die Essenz des Österreichertums bezüglich Bildung widerspiegelt: völlige Ignoranz und ein geistiger Aktionsradius im Ausmaß eines Bierdeckels.
Kurz: alles, was ich nicht brauche um mein schnitzel und mein bier zu kriegen, ist unnötig.

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: gast1984
17.09.2012 12:00
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Re: Re: Re: Re: Studierende haben eine 43,6-Stunden Woche

Und? Es gibt auch genug Studenten denen es einfach wurscht ist wo die Ukraine liegt! Das hat nichts mit Intelligenz oder Ignoranz zu tun sondern ist eine Frage der Prioritäten!
Wissen sie wo Timor Leste liegt ohne bei Google nachzusehen?
Es ist nicht wichtig das zu wissen! Wozu auch wenn nichts in Ihrem Leben Berührungspunkte damit hat?
Es hat keinen Einfluss auf Ihr Leben!

 
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