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Unis: Autonomie muss täglich neu erkämpft werden

02.10.2012 | 11:20 |   (DiePresse.com)

"Ich habe den Eindruck, dass bei den Verhandlungen (mit dem Ministerium) Steuerung und Kontrolle im Vordergrund stehen", sagt Heinrich Schmidinger, Chef der Universitätenkonferenz.

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"Die Verhandlungen zwischen den Universitäten und dem Ministerium über die Leistungsvereinbarungen für die Jahre 2013 bis 2015 sind ein Prüfstein für die Autonomie der Universitäten." Das erklärte Heinrich Schmidinger, Vorsitzender der Universitätenkonferenz, am Montagabend bei einem Vortrag in Salzburg. Die Autonomie müsse von den Universitäten täglich neu erkämpft werden, sagte Schmidinger.

Es gebe bei den Leistungsvereinbarungen oder außerordentlichen Budgetzuteilungen "eine unheimliche Überprüfungs- und Regelungsdichte" seitens des Ministeriums. "Ich habe den Eindruck, dass bei den Verhandlungen Steuerung und Kontrolle im Vordergrund stehen", sagte Schmidinger. So würden autonome Partner nicht miteinander umgehen.

Dass die Universitäten in der Frage der Leistungsvereinbarungen eine gemeinsame Linie finden, sei nicht einfach, gab Schmidinger zu und warnte: "Aber wir verlieren total, wenn wir uns auseinanderdividieren lassen." Dieses Bewusstsein unter den Universitäten sei da. Man wisse, dass man nur gemeinsam etwas erreichen könne.

Grundsätzlich gehe es den Universitäten nicht um eine Beschränkung, sondern um eine Ausweitung der Autonomie. "Wir wollen die Selbstbestimmung auch in anderen Bereichen", nannte Schmidinger als Ziel. Auf dem Wunschzettel stehen dabei die Universitätsgebäude.

Insgesamt ging Schmidinger bei dem Vortrag, der dem Thema "Zwischen Sonntagsrede und Realität - Universitätspolitik in Österreich" gewidmet war, mit der Politik hart ins Gericht. Eine von Konsens getragene Strategie mit langfristigen Zielen für die Universitäten oder das Bildungssystem könne er in Österreich nur in Ansätzen erkennen. Der parteipolitische Alltag "erstickt und erdrückt" die Hochschulpolitik, die Parteien und Interessensvertretungen würden sich gegenseitig blockieren. In der täglichen Auseinandersetzung unter den einzelnen Akteuren, zu denen Schmidinger ausdrücklich auch die Medien zählte, gehe die eigentliche Universitätspolitik unter.

Diese mangelnde langfristige Politik wäre ein Problem für die Universitätslandschaft. Als Beispiel nannte Schmidinger den seit langem diskutierten Hochschulplan, der nie umgesetzt wurde. Die nun eingerichtete Hochschulkonferenz wäre "auch das Ergebnis eines Scheiterns". "Diese Lösung ist wahrscheinlich sinnvoll, weil sie pragmatisch ist", meinte Schmidinger zur Hochschulkonferenz, die Repräsentanten des tertiären Sektors sowie des Ministeriums an einen Tisch holt. Aber es gebe auch Länder, die mit diesen Fragen anders umgingen. Bayern habe beispielsweise einen Hochschulplan.

(APA)

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3 Kommentare
Gast: NocheinParteiloser
03.10.2012 13:13
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Die Rektoren können den Begriff Autonomie offensichtlich nicht verstehen!

Als Autonomie bezeichnet man den Zustand der Selbständigkeit, Selbstbestimmung, Unabhängigkeit, Selbstverwaltung oder Entscheidungsfreiheit.

Es ist doch klar, dass der Zustand der Selbstständigkeit und der Selbstbestimmung, auch die Entscheidungsfreiheit, die Eigenverantwortung beinhaltet.

Die Rektoren haben auch immer mehr Geld bekommen und deren Kosten von 1.974 Mio. Euro (2000) auf 3.608 Mio. Euro (2010) nach oben, auf Kosten der anderen Österreicher!, hochschrauben können. Die Kosten für die Unis sind den Einkommen der Ö, der Teuerungsrate und dem Wirtschaftswachstum davongelaufen.

Nettoeink Median./ Unikosten
2000:........102,5% / 81,4%
2001:........100,7% / 83,5%
2002:........101,1% / 86,3%
2003:.........99,7% / 83,5%
2004:.........99,3% / 94,7%
2005:........100,0% / 100,0%
2006:........100,3% / 103,0%
2007:........100,9% / 109,2%
2008:..........99,9% / 108,2%
2009:........102,5% / 113,8%
2010:........100,9% / 122,9%

Die Nettoeinkommen der Österreich sind um 1,6% gefallen, die Unikosten aber um satte 51% gestiegen!

Unikosten in % des BIP
2000: 0,95%
2001: 0,97%
2002: 0,99%
2003: 0,95%
2004: 1,06%
2005: 1,09%
2006: 1,08%
2007: 1,11%
2008: 1,10%
2009: 1,19%
2010: 1,26%

Diese Rektoren haben schon länger eine Autonomie diese zum Abwirtschaften verwendet!

Die Anderen sind nicht Schuld!

Re: Die Rektoren können den Begriff Autonomie offensichtlich nicht verstehen!

Sie unbeschreiblicher Ignorant - sie wollen nichts verstehen

Antworten Antworten Gast: NocheinParteiloser
03.10.2012 14:46
0 0

Re: Re: Die Rektoren können den Begriff Autonomie offensichtlich nicht verstehen!

Wie verstehen Sie den Begriff Autonomie?

Tolles Verwirtschaften auf Kosten der Mitmenschen?

Schlagzeilen Bildung