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Med-Uni Graz: Aufregung wegen Morddrohungen

03.10.2012 | 10:53 |   (DiePresse.com)

Ein Student mit paranoid-schizoiden Störung soll einen Professor attackiert haben, durfte aber weiter studieren. Nun eskalierte die Situation mit indirekten Morddrohungen.

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Indirekte Morddrohungen eines deutschen Medizinstudenten sorgen an der Medizinischen Universität Graz für Aufregung. Rektor Josef Smolle bestätigte einen Bericht der "Kleinen Zeitung", demzufolge es bereits seit dem Vorjahr zu mehreren und anhaltenden Vorkommnissen sowie indirekten Drohungen per E-Mail gekommen sei. Er soll auch versucht haben, sich eine Waffe zu besorgen. Nach dem Studenten wird bisher erfolglos gefahndet, auch die deutsche Polizei wurde informiert.

Bereits im Vorjahr soll der aus Deutschland stammende Student einen Professor bei einer Attacke verletzt haben. Zu Beginn des Jahres tobte der junge Mann, der sich in der Endphase des Studiums befindet, dermaßen heftig, dass die Polizei hinzugezogen werden musste. "Es hat zwei gravierende Vorkommnisse gegeben, bei denen umgehende jeweils die Polizei und die Staatsanwaltschaft eingeschaltet wurden", so Smolle. Die Drohungen wurden ernst genommen: Bei einer Promotion gab es Polizeischutz für die Anwesenden.

Der Student, der an einer paranoid-schizoiden Störung leiden soll, musste sich einer Therapie unterziehen, durfte jedoch weiter an der Med-Uni studieren. Der "Kleinen Zeitung" zufolge berichten Studenten, dass sie bei Vorlesungen vom deutschen Studienkollegen fotografiert und nach ihren Namen gefragt worden seien.

Seit mehreren Wochen tauchte der Student zwar nicht mehr an der Med-Uni auf, die Drohungen per E-Mail hielten jedoch an. "Die letzten Mails liegen einige Tage zurück", so Smolle. Dass der Student, wie kolportiert, auch versucht haben soll, sich eine Waffe zu besorgen, wollte der Rektor nicht bestätigen.

(APA/Red.)

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5 Kommentare
Gast: Regenwurm
04.10.2012 13:10
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Wenn schon Tests sein müssen dann bitte auch die Persönlichkeit testen.

Der junge Mann ist einfach zur erkrankt. Es gibt Krankheiten die belasten die Mitmenschen und andere nicht. Ich möchte z.B. nicht von einem Arzt behandelt werden der HIV-infiziert ist. Ich denke, dass man bei einem Test für Mediziner durchaus auch die Persönlichkeit und Gesundheit testen sollte. Da würden vermutlich die Frauen durchschnittlich besser abschneiden weil Frauen im Großen und Ganzen ausgeglichener sind. Sie können nichts dafür, die Evolution hat das so gemacht. Das heißt nicht, dass alle Frauen ausgeglichener als alle Männer sind. Der Bereich der Überlappung ist sehr groß, sowohl bei der Intelligenz als auch bei der Persönlichkeit und der Gesundheit.

Gast: GAST287hn3409
04.10.2012 11:41
0 0

Auswahlverfahren

Da sieht man die Behauptung bewiesen, daß die sogenannten Eignungstests nur eine Krüke für eine Reihung bei den Zugangsbeschränkungen sind und mit Eignung gar nichts zu tun haben.

Gast: nvbn bv
03.10.2012 21:58
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Hallo Onkel Doc!

Da geht man doch gern zum "Arzt seines Vertrauens"! So einen sollte man bereits beim ersten Vergehen der Uni verweisen! Oder wäre das etwa diskriminierend???

Tragisch

Diese Vorfälle sind sehr tragisch - gehören aber nicht in diese Rubrik - sondern zu Panorama

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Re: Tragisch

Denke nicht. Hier wird das Vorgehen der Uni angeprangert, und wie man in unserem BILDUNGssystem vorgeht.

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