[WIEN/BEBA] Die Freude währte nur kurz: Im Vorjahr hatte die Universität Wien in einem der wichtigsten Hochschulrankings Boden gutgemacht und war um mehr als 50 Plätze nach vorn gesprungen. Heuer rutscht sie wieder um 23 Plätze ab – und landet im aktuellen „Times Higher Education“-Ranking (THE) auf Platz 162.
Die Uni Wien ist damit die einzige österreichische Uni unter den Top 200. Phil Baty, Herausgeber des Rankings, warnt: „Österreich verliert seinen Status im Hochschulbereich.“ Das Problem sei klar auszumachen: Es fehlt das Geld. Österreich gebe weniger für höhere Bildung als die OECD-Länder im Schnitt aus. Studiengebühren, sagen die Rankingmacher, könnten helfen – allerdings auch nur bedingt. „Ohne ernsthafte Investitionen in seine Top-Unis muss Österreich damit rechnen, bald überhaupt aus dem Ranking zu rutschen“, hieß es am Mittwoch.
An der Spitze des Rankings bleibt übrigens das California Institute of Technology, Platz zwei teilen sich Oxford und Stanford. Erst auf Platz vier folgt der langjährige Rankingsieger Harvard. Erste Uni außerhalb der USA und Großbritanniens ist wie üblich die ETH Zürich (Rang zwölf).
("Die Presse", Print-Ausgabe, 04.10.2012)
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