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Zugangsbeschränkungen: SPÖ attackiert Uni-Minister

04.10.2012 | 18:35 |   (Die Presse)

Die ÖVP gebe der Diskussion um den Uni-Zugang den falschen "Drall", sagt Andrea Kuntzl.

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Wien/Thea/Apa. Eigentlich wollten SPÖ und ÖVP in den Verhandlungen über den Uni-Zugang demonstrativ Einigkeit signalisieren. Jetzt übt SPÖ-Wissenschaftssprecherin Andrea Kuntzl heftige Kritik an der ÖVP. Der Koalitionspartner gebe der Diskussion um das Modell, das bald präsentiert werden soll, absichtlich den falschen „Drall“. Derzeit stünden vor allem die (der ÖVP so wichtigen) Zugangsbeschränkungen im Zentrum – und nicht der „massive Ausbau der Kapazitäten“, der Kuntzls Meinung nach zentrales Thema sei. Wie „Die Presse“ berichtete, dürfte sich die Koalition in den kommenden Tagen darauf einigen, fünf weitere Studienrichtungen zu beschränken.

Kuntzl verrät, dass man sich mit Uni-Minister Karlheinz Töchterle darauf geeinigt habe, 100 neue Professorenstellen für „stark nachgefragte Fächer“ zu schaffen. Auch eine „bessere regionale Verteilung“ der Studenten soll zu guten Betreuungsquoten beitragen. Zugangsbeschränkungen seien erst „das letzte Mittel“. Dass es sich bei den „stark nachgefragten“ Fächern um Architektur, Biologie, Pharmazie, Informatik und Wirtschaftswissenschaften handle, will Kuntzl mit Verweis auf laufende Verhandlungen „noch nicht bestätigen“.

 

Minister „am Weg ins Mittelalter“

Auch Frauenministerin Heinisch-Hosek (SPÖ) ist nicht gut auf Töchterle zu sprechen. Sie wirft ihm vor, „am Weg ins Mittelalter zu sein“. Der Grund: Töchterle sieht in der gendergerechten Auswertung des Medizin-Aufnahmetests „eine problematische Diskriminierung der Burschen“. Das sagte er der „Kleinen Zeitung“ als Reaktion auf die Klage eines abgewiesenen Bewerbers, der vor den VfGH zieht. Er klagt wegen Verletzung des Gleichheitsgrundsatzes, nachdem die Uni den Test nach Geschlechtern getrennt auswertete.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 05.10.2012)

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6 Kommentare

So sieht es aus!

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völlig wertfrei gesagt

mich hat selten was so gewundert als die Aussagen von BM Töchterle in der Vorwoche - wie er auf die Idee kam, dass SPö und öVP knapp vor einem übereinkommen stehen war mir völlig rätselhaft

Und das ist etwas was einem UNI-Menschen echt Sorgen bereitet - denn ich denke das hat nicht irgendwie strategisch ausgesagt - sondern er hat es einfach nicht verstanden

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Gendergerecht = Frauenförderung?

Jetzt da Versicherungen geschlechtsspezifische Prämien anpassen müssen, sollen beim Unizugang geschlechtsspezifische Zugangsmöglichkeiten geschaffen werden.
Es ist doch immer wieder erstaunlich wie wenig Potential zum Querdenken bei Politikern vorhanden ist. Hauptsache frau kann ein zeitgeistkonformes Dogma wie "Förderung benachteiligter Frauen" marketinggerecht trommeln.
Pragmatisch wäre ein Ansatz: "Beste Lösung bei geringstem Mitteleinsatz" wobei die "Beste Lösung" die volkswirtschaftlich Beste sein sollte und nicht die parteipolitisch Beste.
(dies sollte für alle Politiker/Themen gelten, parteiunabhängig und nebeneinkunftsunabhängig)

Gast: DerZuschauer
05.10.2012 06:46
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Heini hossa

Wenn diese unsägliche Frauenministerin endlich einmal von einer dieser Quotenärztinnen "behandelt" werden würde, würde sie vielleicht zur Vernunft kommen; aber die geht natürlich zu ihrem Privatarzt.

Stark nachgefragte Faecher

Wie waer's einmal mit Professoren fuer Allgemeinmedizin und Familienmedizin?

Andrea Kuntzl von der Realitaet total abgekoppelt!

Wegen dieser Politikerin steckt die Uni-Politik seit Jahren in der Krise!

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