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SP-Jugend protestiert mit Kreisky gegen Uni-Schranken

05.10.2012 | 14:02 |   (DiePresse.com)

Sollten die derzeit verhandelten Beschränkungen umgesetzt werden, beerdige die SPÖ ihre eigenen Grundsätze, so die Studierenden.

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Mit Fotos von Ex-Bundeskanzler Bruno Kreisky und Ex-Wissenschaftsministerin Hertha Firnberg protestierten die roten Jugendorganisationen am Freitag vor der SPÖ-Parteizentrale gegen die bevorstehende Einigung auf Uni-Zugangsbeschränkungen. Mit Grabkerzen und Blumen warnten die Protestierenden vor der Beerdigung der SPÖ-Grundsätze: "Sollten diese Beschränkungen wirklich umgesetzt werden, dann beerdigt die SPÖ ihre eigenen Grundsätze", so Jessica Müller, Vorsitzende des VSStÖ.

(c) VSStÖ

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Um die SPÖ daran zu erinnern, wofür sie eigentlich stehen sollte, wurden ihr daher am Freitag die Forderungen aus den 70er Jahren an die Türe genagelt. Unter anderem: "Mehr Geld für die Forschung", "Zeitgemäße Hochschulstruktur" und "Abschaffung der Hochschultaxen". Die damalige Hochschulpolitik sei zukunftsorientierter gewesen als die heutige. "Wir fordern die SPÖ auf, sich wieder an ihre Grundsätze zu erinnern und die Verhandlungen zu Zugangsbeschränkungen unumgänglich abzubrechen", so Müller.

Knackpunkt sind die Verhandlungen zwischen Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle (ÖVP) und SPÖ-Wissenschaftssprecherin Andrea Kuntzl über eine Beschränkung des Uni-Zugangs, im Austausch gegen eine Ausweitung der Platzkapazitäten. Diese dürften in der Endphase sein - wie "Die Presse" erfuhr, sollten in Zukunft fünf weitere Fächer zugangsbeschränkt werden: Architektur, Pharmazie, Biologie, Informatik und Wirtschaftswissenschaften.

Seifenblasenflashmob von ÖH

Auch die Österreichische HochschülerInnenschaft (ÖH) protestierte gegen Zugangsbeschränkungen: Die Studentenvertreter veranstalteten einen "Seifenblasen-Flashmob" vor dem Wissenschaftsministerium, um auf die durch Beschränkungen zerplatzenden Träume vieler Jugendlicher zu Protestieren. Anschließend zogen auch die Seifenblasen-Aktivisten weiter zur Löwelstraße.

(Red./APA)

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6 Kommentare

jene Studenten sollten sich...

auch diesen Artikel gönnen. Die Sonne ist nämlich lange vor Kärnten vom Himmel gefallen.

http://m.diepresse.com/home/meinung/kommentare/leitartikel/627369/index.do

man muss..

doch einsehen, dass überlaufene studiengänge beschränkt gehören. die studenten schaden sich damit nur selbst. keiner braucht so viele absolventen eines faches und die bedingungen für die studenten wären viel besser. allerdings sollten die aufnahmetests fair bleiben, eine kombination aus maturanoten und gerechten tests wäre optimal.

arbeiten statt protestieren !


Uni Misere Made in Austria

Was fuer eine Ironie. Waren das nich genau diese SP-Jugendliche , die die neue Reformvorschlaege als rückständig bezeichnet haben?
Eigentlich ist der Bruno Kreisky zustaendig fuer diese Uni-Krise-die Rahmenbedingungne haben sich seit 70er total veraendert, und schon damals war die Uni-Politik von der Realitate abgekoppelt. Jetzt geniessen wir, Studenten, die "Fruechte"seiner "Arbeit".

Re: Uni Misere Made in Austria

Rahmenbedingungen geändert- aha - wir waren damals das reichste Land europaweit ? - gut heute sind wir die Nummer 5

Re: Re: Uni Misere Made in Austria

Als EU-Burger studiere ich in Oesterreich fast zum Nulltarif, und bin nicht ein einziger im System ( +/- 70.000). Weiss ich nicht, ob es ein Land gibt, welches sich das leisten koennte, egal ob nr.1 oder nr.5. Die SPOE sollte endlich die katastrophale bedingungen in Massenfaechern wie zB. die WiWi anerkennen. Man merkt schon, dass sich viele Oesterreicher an freien Hochschulzungang ohne Studienplatzfinazierung gewohnt haben . Solches System kann einfach nicht nachhaltig sein.

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