Die Findungskommission hat entschieden: Drei interne Bewerber kommen bei der Rektorswahl an der Med-Uni Innsbruck in die nächste Runde. Neben Margarethe Hochleitner, Direktorin des Frauengesundheitszentrums an der Med-Uni und der Vizerektorin für Personal, Helga Fritsch, ist auch der amtierende Rektor Herbert Lochs dabei. Das Universitätsgesetz sieht aber ohnehin vor, den ausübenden Uni-Chef in den Vorschlag aufzunehmen.
"Diese Entscheidung wurde nach ausführlicher Diskussion und im Lichte des Bundesgleichbehandlungsgesetzes getroffen", hieß es in einer Presseaussendung Donnerstagabend. Die Findungskommission hat diesen Dreiervorschlag nun an den Senat weitergeleitet, der aber nicht an die Vorgabe gebunden ist. Der Senat erstellt nun einen Dreiervorschlag, aus dem der Uni-Rat den neuen Rektor oder die Rektorin wählt. Der neue Uni-Chef wird das Amt mit 1. Oktober 2013 antreten.
Hochleitner neuerlich Kandidatin
Brisant ist vor allem die Kandidatur der 62-jährigen Hochleitner: Sie war bei der Rektorswahl im Jahr 2009 nicht zum Zug gekommen. Nach der Wahl hatte die Bundes-Gleichbehandlungskommission in einem Gutachten bestätigt, dass die Internistin als Frau diskriminiert worden war. Die frühere Vizerektorin klagte daraufhin auf Schadenersatz. Das Landesgericht Innsbruck lehnte die Klage Anfang Juni schließlich ab, am Freitag hat nun auch das Oberlandesgericht Innsbruck die Berufung Hochleitners abgelehnt. Fazit: keine Diskriminierung feststellbar.
Lochs hatte sich "im Sinne der Kontinuität" beworben. Seiner Aussage in der Vergangenheit nach habe er in seiner Amtszeit wesentliche Strukturentscheidungen sowohl im klinischen als auch im medizinisch-theoretischen Bereich wie der Inneren Medizin, Psychiatrie oder Kinderklinik getroffen. Zudem habe er beim Klinischen Mehraufwand eine Einigung mit Bund und Land erreichen können, begründete der Med-Uni-Chef seine erneute Kandidatur.
Insgesamt hatten 14 Bewerber aus dem In- und Ausland Interesse für den Rektorposten bekundet. Sieben waren in die engere Wahl gekommen, darunter drei Frauen. Vier der zum Hearing geladenen Kandidaten kamen aus Deutschland.
(APA/Red.)
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