[Innsbruck/Red.] Internistin Margarethe Hochleitner, die sich seit drei Jahren wegen angeblicher Diskriminierung mit der Med-Uni Innsbruck im Rechtsstreit befindet, ist mit ihrer Schadenersatzklage nun auch vor dem Oberlandesgericht abgeblitzt. Hochleitner fühlte sich bei der Rektorswahl im Jahr 2009 aufgrund ihres Geschlechts übergangen. Die Bundesgleichbehandlungskommission hatte eine Diskriminierung gesehen – weder die Schiedskommission der Medizin-Uni noch die Gerichte folgten der Argumentation aber. Das Oberlandesgericht Innsbruck hat nun die letzte Berufung abgelehnt. Es lässt keine Revision beim Obersten Gerichtshof zu.
Doch Hochleitner, Leiterin des Frauengesundheitszentrums an der Innsbrucker Med-Uni, gibt nicht auf. Die 62-Jährige hat sich bei der derzeit laufenden Rektorswahl erneut beworben und es in den Dreiervorschlag der Findungskommission geschafft. Die anderen beiden Anwärter: der amtierende Medizin-Uni-Chef Herbert Lochs sowie die Vizerektorin für Personal an der Med-Uni, Helga Fritsch.
Entscheidung noch heuer
Die Findungskommission hat den Dreiervorschlag nun an den Senat weitergeleitet, dieser ist bei der Erstellung seines eigenen Vorschlags, aus dem der Universitätsrat dann den neuen Rektor oder die Rektorin wählt, aber nicht daran gebunden. Noch heuer soll der neue Uni-Chef gewählt werden. Amtsantritt ist am 1. Oktober 2013.
("Die Presse", Print-Ausgabe, 15.10.2012)
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